Horst Köhler Am Ende sehr allein
Horst Köhler wird am Abend mit einem Großen Zapfenstreich als Bundespräsident verabschiedet. Über seine Rücktrittsgründe gibt es neue Spekulationen.
Ein Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten, noch dazu völlig überraschend und mit einer Erklärung, die dieser Zäsur nicht angemessen scheint, lädt zu Spekulationen über die „wahren Gründe“ ein. Fantasie und Neugier der Bürger sind herausgefordert wie die von Politikern oder Journalisten. Heute abend wird Horst Köhler feierlich verabschiedet, ein Anlass, um die Frage nach den Ursachen auch in den Medien wieder aufzuwerfen.
Es zeigt sich eine gespaltene Öffentlichkeit. Während die professionelle Debatte Ursachen und Motive im Bereich handfester politischer Felder sucht, beschäftigen sich die Bürger mit der politisch-menschlichen Dimension dieses ungewöhnlichen Endes einer Präsidentenzeit. In Straßenumfragen und Hörersendungen, auf vielen Leserbriefseiten zeigte sich schon unmittelbar nach dem Rücktritt ein intensives Bürgerinteresse an der Frage nach dem öffentlichen Ton und den Umgangsformen unter Spitzenpolitikern. Die aus Bürgermund häufig geäußerten Vermutungen, hier sei ein ehrlicher Mensch von einer überzogenen medialen Kritik oder einem zynischen Politbetrieb zum Rücktritt getrieben worden, weil er sich eben nicht alles habe bieten lassen, reflektieren noch einmal das hohe Ansehen dieses Bundespräsidenten. Die Mehrheit der Bundesbürger findet den Rücktritt falsch, die Beliebtheit Köhlers jedoch liegt bei konstant hohen Werten. Sein Schritt hat das längst vorhandene Gefühl verstärkt, dass man in den kalten Zonen der Macht von den Werte- und Erfahrungswelten der normalen Bürger inzwischen sehr weit entfernt ist.
Diese Vermutung erklärt den Rücktritt nicht, dürfte aber der Wirklichkeit näher sein als mancher Erklärungsversuch der professionellen Akteure in den Medien. Ins Reich der unplausiblen Spekulationen kann man die in Talkshows geäußerte Vermutung abschreiben, Horst Köhler habe die jüngsten Euro-Gesetze abgelehnt und sei zur Unterschrift genötigt worden. Denn dann, darf man annehmen, wäre er zurückgetreten, ohne zu unterschreiben (auch wenn er diesen Grund nicht nennen wollte).
Einleuchtender ist da schon, dass Köhler enttäuscht gewesen sein könnte, weil er als einer der besten Euro-Kenner in der deutschen Politik von der Bundeskanzlerin während der Griechenland- und Euro-Krise nicht oder zu wenig konsultiert wurde. Und als glaubhaft kann man einstufen, dass Köhler sich nach seiner Wiederwahl und nach Amtsantritt der Bundesregierung im Umfeld der schwarz-gelben Spitzenpolitiker zusehends isoliert, ungefragt und am Ende im Stich gelassen fühlte. Ob diese Isolation jedoch ausschlaggebend dafür war, im Gefolge des unglücklichen Interviews auf dem Rückflug aus Afghanistan einen empörten Schlussstrich zu ziehen, das wissen nur Horst Köhler und seine Frau.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat Ende vergangener Woche eine Diskussion angestoßen, die der „Spiegel“ verstärkt. Köhler, so die „FAZ“, befürchte möglicherweise die Wiederholung eines Vorgangs, der ihm viel Kritik eingebracht hat. Im Juli 2005 hatte er den Bundestag auf Vorschlag des Bundeskanzlers aufgelöst, im Gefolge der von Gerhard Schröder initiierten Vertrauensfrage, die der im Bundestag absichtsvoll verlieren wollte, um Neuwahlen herbeizuführen.
- Datum 15.06.2010 - 12:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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...er schlicht die Wahrheit über die deutschen
Kriegseinsätze gesagt hat. Kurz nach dem DLF-
Interview kam dort ein Bericht über die "neuen"
Bodenschätze.
Wir sind NICHT dort, um Frieden zu stiften.
Basta.
Auch wenn es die Wahrheit war, darf es nicht in Ordnung sein, dass ein Bundespräsident dies sagt und es nicht als Kritik meint, sondern als "ganz normale" Tatsache, als sei es das Normalste der Welt, andere Menschen zu töten, um sie auszurauben. Denn mehr tut der Westen nicht mit anderen Staaten (siehe Afrika). Und deswegen muss eine solche Aussage einen Aufschrei und Empörung nach sich ziehen, das darf man nicht so stehen lassen, denn selbst wenn man die Wahrheit nicht ändern kann, sollte man sich doch dafür hüten, sie einfach so zu akzeptieren und für normal und in rdnung zu befinden.
Daran glaubte ich mich auch zu erinnern, komisch.
Zum Glück hat das "Miniplenty" gerade unsere wöchentliche Schokoladeration von 200 Gramm auf 80 Gramm erhöht.
.....Es ist eine Unverschämtheit gegenüber seinem Arbeitgeber dem Volk den Bettel hinzuschmeißen. Das ist unbeherrscht, verantwortungslos und kindisch, wenn wir Glück haben.
Denn wenn der Träger eines Verfassungsauftrags sich davon stiehlt, ohne die Gründe genau, nachweisbar und transparent darzulegen, muss man Gefahr für die Demokratie befürchten. Wenn es überwältigende Gründe gab, sollte er sie aussprechen. Das schuldet er seinem Souverän.
Wenn es diese Gründe nicht gab, sollte er in Schimpf und Schande und ohne Pension verschwinden, denn er wusste, was der Job erfordert als er den Vertrag unterschrieb und hält ihn nicht ein; erfüllt ihn aus "persönlicher Kränkung" womöglich nicht. Das wäre in der Tat unverschämt.
Auch wenn es die Wahrheit war, darf es nicht in Ordnung sein, dass ein Bundespräsident dies sagt und es nicht als Kritik meint, sondern als "ganz normale" Tatsache, als sei es das Normalste der Welt, andere Menschen zu töten, um sie auszurauben. Denn mehr tut der Westen nicht mit anderen Staaten (siehe Afrika). Und deswegen muss eine solche Aussage einen Aufschrei und Empörung nach sich ziehen, das darf man nicht so stehen lassen, denn selbst wenn man die Wahrheit nicht ändern kann, sollte man sich doch dafür hüten, sie einfach so zu akzeptieren und für normal und in rdnung zu befinden.
Daran glaubte ich mich auch zu erinnern, komisch.
Zum Glück hat das "Miniplenty" gerade unsere wöchentliche Schokoladeration von 200 Gramm auf 80 Gramm erhöht.
.....Es ist eine Unverschämtheit gegenüber seinem Arbeitgeber dem Volk den Bettel hinzuschmeißen. Das ist unbeherrscht, verantwortungslos und kindisch, wenn wir Glück haben.
Denn wenn der Träger eines Verfassungsauftrags sich davon stiehlt, ohne die Gründe genau, nachweisbar und transparent darzulegen, muss man Gefahr für die Demokratie befürchten. Wenn es überwältigende Gründe gab, sollte er sie aussprechen. Das schuldet er seinem Souverän.
Wenn es diese Gründe nicht gab, sollte er in Schimpf und Schande und ohne Pension verschwinden, denn er wusste, was der Job erfordert als er den Vertrag unterschrieb und hält ihn nicht ein; erfüllt ihn aus "persönlicher Kränkung" womöglich nicht. Das wäre in der Tat unverschämt.
Horsti Köhler, beim Volke geachtet,
doch ansonsten nur wenig beachtet,
sagte trocken "Bye-bye!",
denn er war halt so frye
... und wird dafür von manchen verachtet.
Sich so einfach vom Acker zu machen
findet keineswegs jeder zum Lachen.
Das ist Flucht vor dem Feind
(war's auch anders gemeint)!
Mein Gott, Horsti, was machst Du für Sachen!!
Dieses Amt, wohl für Dich eine Bürde,
es verdient einen Abgang in Würde.
Keinen Rücktritt 'ad hoc'!
Unser Land ist im Schock
... und steht bang vor 'ner weiteren Hürde.
"Wer kommt jetzt?", das ist nunmehr die Frage,
die man überall hört dieser Tage.
Wird es Wulff? Wird es Gauck?
Wird die Wahl zum Klamauk?
Und ist Angie noch Herrin der Lage?
Man ist uneins. Schon wurde gestritten.
Es gilt größere Risse zu kitten.
Diese Zwietracht tut weh.
Sagt Schwarz-Gelb bald "Ade"?
Ach, das Volk hat so lang schon gelitten!
Doch zuerst wird noch etwas passieren
(und da kann sich selbst Horsti nicht zieren):
Denn auf den wartet gleich
ein BW-Zapfenstreich
... als Belohnung! Man möcht' desertieren!!
...ist er - der Bürgerpräsident - zurückgetreten. Wir werden das dann erkennen wenn die massiven Fehler der operativen Politik zutagetreten. Einsam war er nicht. Bei und nach dem Rücktritt stehen ihm viele seiner Bürger zur Seite - ich bin einer von ihnen.
Wir sollten nicht vergessen, dass Köhler auf Vorschlag von Frau Merkel (CDU)und Herrn Westerwelle (FDP) gewählt wurde. Er war auf jeden Fall kein überparteilicher Kandidat, wie z.B. Herr Gauck heute. Und wo stehen Merkel/Westerwelle heute? Köhler fand schon lange nicht mehr die politische Unterstützung seiner Förderer, da er von diesen garnicht mehr gebraucht wurde. Denn diese hatten ja ihr Ziel, nämlich die Koalitions-Regierung erreicht. Schon die Wiederwahl erreichte er nur mit Schwierigkeiten. Da er aber nie ein "geistig" unabhängiger Bundespräsident war, fehlte ihm die notwendige Unterstützung und er "warf das Handtuch". Bei dem Kandidaten Wulff könnte ich mir das auch in kritischen Situationen vorstellen - bei der unabhängigen Persönlichkeit Gauck sehr viel weniger.
Herzliche Grüsse
Klaus Metzger
HILDESHEIM
Der Mann war kein opfer sondern Operateur. Er hat all dies mitgetragen und noch viel mehr: Er hat die Wahrheit mitgetragen, dass wir, Deutschland, Völker ausrauben und es als "Friedensmission" tarnen! Er will diese Praxis, die bis
Der Mann war kein opfer sondern Operateur. Er hat all dies mitgetragen und noch viel mehr: Er hat die Wahrheit mitgetragen, dass wir, Deutschland, Völker ausrauben und es als "Friedensmission" tarnen! Er will diese Praxis, die bis
hat ihn zu recht als Nullnummer bezeichnet.
Von den BW-Soldaten hat Köhler die Überzeugung an den Endsieg gefordert. Auslandseinsätze deutscher Soldaten aufgrund unserer wirtschaftl. Interessen hat er nicht etwa kritisiert sondern es als legitim dargestellt.
Von so einem Präsidenten kann ich nicht viel halten.
Hier noch ein lesenswerter Artikel zum Rücktritt Köhlers.
http://www.saarbreaker.co...
...war Urban Priol mit seiner Bemerkung über Köhler.
Hier noch ein lesenswerter Artikel zum Rücktritt Köhlers.
http://www.saarbreaker.co...
...war Urban Priol mit seiner Bemerkung über Köhler.
wenn es den Herrn Köhler nicht doch sehr gestört hätte,
dass da zweimal ein Bote innerhalb kurzer Zeit bei ihm vorbeikommt, mit Gesetzen in der Hand zu Lasten des deutschen Steuerzahlers in Höhe von insgesamt rd 170 Milliarden EURO,
die er dann quasi an der Haustür unterschreiben sollte, ohne sie vorher wirklich gelesen zu haben.
Immerhin standen wieder Klagen beim BVG dagegen an, die auch heute noch nicht entschieden sind.
Wenn ihn das alles nicht sehr gestört hätte, wäre er als Bundespräsident geistig eine völlige Fehlbesetzung gewesen.
Der Amtseid wäre in den Wind gesprochen gewesen.
Das Schicksal Deutschlands mit dem EURO zu verbinden, war schließlich eine der größten deutschen Dummheiten des letzten Jahrhunderts.
Nicht nur der Bundespräsident leistet einen solchen.
Nicht nur der Bundespräsident leistet einen solchen.
Hier noch ein lesenswerter Artikel zum Rücktritt Köhlers.
http://www.saarbreaker.co...
...scheint gut anzukommen: Wenn man sich die in der deutschen Presse versammelte Bundespresseamtsmeinung zu eigen macht. Man lese Köhlers Werdegang, dazu seine wichtigsten Reden - und bilde sich anschließend sein eigenes Urteil auf Basis des - hoffentlich - vorhandenen gesunden Menschenverstandes. Spätestens seit der gleichgeschalteten Berichterstattung traue ich der deutschen Presse nicht mehr.
...scheint gut anzukommen: Wenn man sich die in der deutschen Presse versammelte Bundespresseamtsmeinung zu eigen macht. Man lese Köhlers Werdegang, dazu seine wichtigsten Reden - und bilde sich anschließend sein eigenes Urteil auf Basis des - hoffentlich - vorhandenen gesunden Menschenverstandes. Spätestens seit der gleichgeschalteten Berichterstattung traue ich der deutschen Presse nicht mehr.
Auch wenn es die Wahrheit war, darf es nicht in Ordnung sein, dass ein Bundespräsident dies sagt und es nicht als Kritik meint, sondern als "ganz normale" Tatsache, als sei es das Normalste der Welt, andere Menschen zu töten, um sie auszurauben. Denn mehr tut der Westen nicht mit anderen Staaten (siehe Afrika). Und deswegen muss eine solche Aussage einen Aufschrei und Empörung nach sich ziehen, das darf man nicht so stehen lassen, denn selbst wenn man die Wahrheit nicht ändern kann, sollte man sich doch dafür hüten, sie einfach so zu akzeptieren und für normal und in rdnung zu befinden.
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