Homöopathie als Kassenleistung Zuckerpille oder Zahnersatz
Es wäre schön, wenn die Homöopathie funktionieren würde. Tut sie aber nicht. Es gibt also keinen Grund, warum sie weiter von Krankenkassen bezahlt werden sollte, meint Kai Kupferschmidt.
© Peter Macdiarmid/Getty Images

Die großen Studien zeigen ein klares Bild: Die Homöopathie ist nicht wirksam
Schon der Begriff ist Propaganda: Schulmedizin. Das klingt nach auswendig lernen und aufsagen, nach "ungenügend" und "versetzungsgefährdet". Kein Wunder also, dass die Bezeichnung von Franz Fischer geprägt wurde, einem Vertreter der Homöopathie , jener Medizin, die sich wahlweise als "sanft" oder "alternativ" verstanden wissen will, in jedem Fall aber als dem überlegen, was an deutschen Universitäten gelehrt wird.
Dabei eignet sich der Stempel "Schulmedizin" durchaus als Gütesiegel. Denn es ist eine harte Schule, durch die die moderne Medizin muss. Randomisierte, doppeltblinde, placebokontrollierte Studie nennt sich die Abschlussprüfung. Hinter dem Wortungetüm versteckt sich ein einfaches Prinzip: Patienten werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe erhält den zu untersuchenden Wirkstoff, die andere eine Zuckerpille ohne Wirkstoff. Keiner weiß, wer in welcher Gruppe ist, die Patienten nicht und auch die Ärzte nicht. Am Ende wird untersucht: Wem geht es besser, wem nicht? Dann erst wird aufgelöst, wer den Wirkstoff erhielt und wer nur die Scheintherapie.
Um zu verstehen, was für ein Fortschritt das ist, muss man sich die dunkle Vergangenheit der Medizin vor Augen führen, mit ihrer gefährlichen Mischung aus Überliefertem, Vermutetem und Geratenem. Damals schadete der Arzt häufig mehr, als er nutzte. Heute arbeiten die Mediziner ganz anders. Alle Medikamente in ihrem Arsenal, die von den Behörden zugelassen und von den Krankenkassen erstattet werden, müssen diese Prüfung bestehen.
Alle Medikamente? Nein. Für die Homöopathie gilt diese einfache Regel nicht . Kein Wunder, denn sie würde bei so einer Prüfung durchfallen. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert nun, Krankenkassen sollten den Besuch beim Homöopathen nicht länger zahlen. Denn bei allem Streit über die Details zeichnen die großen Studien der letzten 20 Jahre ein klares Bild. Nach diesen Maßstäben ist die Homöopathie nicht wirksam. Sie ist eine Scheinbehandlung . Bei manchem verschwindet die Krankheit, wie Krankheiten das eben hin und wieder tun, und er hält es für einen Erfolg der Pillen. Bei anderen reicht die eingebildete Behandlung, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren.
Daraus aber abzuleiten, dass die Homöopathie gute Medizin ist, wäre fatal. Nach dieser Logik müssten Pharmaunternehmen auch Zuckerpillen verkaufen dürfen, keinem Quacksalber könnte man entgegenhalten, er möge die Wirksamkeit seiner Medizin beweisen. Hinzu kommt, dass der Placeboeffekt bei unterschiedlichen Krankheiten unterschiedlich stark wirkt. Wer Kopfschmerzen hat, dem mag man ein Placebo noch anbieten können. Aber bei Brustkrebs oder Aids?
- Datum 13.07.2010 - 14:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Bei mind. 30 % der Patienten hilft die Zuckerpille. Sicher, auch Handauflegen würde da helfen. Der Glaube versetzt Berge.
Ich finde diese ganze Diskussion, die der Spiegel losgetreten hat unwürdig. Ich finde es unglaublich als ich das Titelbild des Spiegels gesehen habe, dass so etwas möglich ist.
Was wird damit bezweckt? Natürlich ruft es zahlreiche Gegner auf ihren Emotionen freien Lauf zu lassen und gegen die Homöopathie zu hetzen, die sie schlicht unbegreiflich in ihrem Weltbild empfinden. Wie so oft wird dann eh nicht sachlich argumentiert. Was aber jetzt dazu kommt, ist eine ganz andere Komponente, die ich später beschreibe.
Die Homöopathie ist jahrzehnte alt und für manche anscheinend ein Angriff auf ihr Weltbild. Sie mögen und können sich nicht vorstellen, wie das wirken soll. Es entzieht sich ihrem Denken. Sie geben sich auch nicht besonders viel Mühe dazu.
Die Homöopathie hat sich eigentlich nicht so aufgedrängt, sie ist im Grunde wesentlich billiger als Pharmazeutika großer Pharmafirmen. Das ist ja sachlich komplett falsch hier Kostenfaktoren finden zu wollen. Wie teuer sind Psychopharmaka, wie leichtfertig aber auch ausgiebig werden diese eingesetzt? Hier ist eine Kritik ja sehr schwierig und fast wie nicht erlaubt.
Ich finde es außerdem schwierig die Behauptung aufzustellen
Homöopathie sei nicht wirksam. Wie kommt man dazu? Weil das Studien heraus gefunden haben wollen? Ja was sind denn das für Studien? Wie arbeiten die? Gibt es auch andere Studien? Natürlich gibt es die und die kommen zu anderen Ergebnissen.
... die Naturwissenschaftler. Das Schöne und Spannende an den Erkenntnissen der Naturwissenschaft ist doch letztlich dass ein aktueller Wissensstand stetig weiter entwickelt, aber auch verändert werden kann. Gleiches gilt für die Medizin als entsprechend abgeleitetes Teilgebiet. Wissenschaft ist das Aufstellen einer These, die Verfestigung dieser als Theorie und dem Warten auf deren Zurechtstutzung oder Widerlegung. Zu der Homöopathie: Standardveröffentlichungen, welche die Homöopathie als Humbug verteufeln, werden offensichtlich gerne von einflussreichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Deren bei genauerem Hinsehen eindeutige wissenschaftliche Fehlleistungen bzw. deren Richtigstellungen hingegen nicht. Wer da wohl die Finger im Spiel hat?... Dies sei der Phantasie überlassen. Ein interessanter Beitrag hierzu als Podcast auf Bayern2 vom 29.6.2010 (offenbar etwas besser recherchiert als obiger Artikel):
http://www.br-online.de/p...
Ich finde diese ganze Diskussion, die der Spiegel losgetreten hat unwürdig. Ich finde es unglaublich als ich das Titelbild des Spiegels gesehen habe, dass so etwas möglich ist.
Was wird damit bezweckt? Natürlich ruft es zahlreiche Gegner auf ihren Emotionen freien Lauf zu lassen und gegen die Homöopathie zu hetzen, die sie schlicht unbegreiflich in ihrem Weltbild empfinden. Wie so oft wird dann eh nicht sachlich argumentiert. Was aber jetzt dazu kommt, ist eine ganz andere Komponente, die ich später beschreibe.
Die Homöopathie ist jahrzehnte alt und für manche anscheinend ein Angriff auf ihr Weltbild. Sie mögen und können sich nicht vorstellen, wie das wirken soll. Es entzieht sich ihrem Denken. Sie geben sich auch nicht besonders viel Mühe dazu.
Die Homöopathie hat sich eigentlich nicht so aufgedrängt, sie ist im Grunde wesentlich billiger als Pharmazeutika großer Pharmafirmen. Das ist ja sachlich komplett falsch hier Kostenfaktoren finden zu wollen. Wie teuer sind Psychopharmaka, wie leichtfertig aber auch ausgiebig werden diese eingesetzt? Hier ist eine Kritik ja sehr schwierig und fast wie nicht erlaubt.
Ich finde es außerdem schwierig die Behauptung aufzustellen
Homöopathie sei nicht wirksam. Wie kommt man dazu? Weil das Studien heraus gefunden haben wollen? Ja was sind denn das für Studien? Wie arbeiten die? Gibt es auch andere Studien? Natürlich gibt es die und die kommen zu anderen Ergebnissen.
... die Naturwissenschaftler. Das Schöne und Spannende an den Erkenntnissen der Naturwissenschaft ist doch letztlich dass ein aktueller Wissensstand stetig weiter entwickelt, aber auch verändert werden kann. Gleiches gilt für die Medizin als entsprechend abgeleitetes Teilgebiet. Wissenschaft ist das Aufstellen einer These, die Verfestigung dieser als Theorie und dem Warten auf deren Zurechtstutzung oder Widerlegung. Zu der Homöopathie: Standardveröffentlichungen, welche die Homöopathie als Humbug verteufeln, werden offensichtlich gerne von einflussreichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Deren bei genauerem Hinsehen eindeutige wissenschaftliche Fehlleistungen bzw. deren Richtigstellungen hingegen nicht. Wer da wohl die Finger im Spiel hat?... Dies sei der Phantasie überlassen. Ein interessanter Beitrag hierzu als Podcast auf Bayern2 vom 29.6.2010 (offenbar etwas besser recherchiert als obiger Artikel):
http://www.br-online.de/p...
OK, wenn man als Erwachsener dank ein paar Globolie Besserung erfährt, kann es sich sehr wohl um einen Placebo-Effekt handeln.
Was ist mit Kindern?
Unser Kinderarzt war entsetzt, dass die Notärztin beim 1. Scharlach meiner Tochter gleich Antibiotika verordnet hatte.
Als sie sich zum 6. mal in Folge angesteckt hatte, weil doch noch ein Kind im Kindergarten Streptokokken hatte (bei uns Eltern wurde immer freundlicherweise vom Kinderarzt ein Abstrich mitgemacht) und er dies auf die inzwischen bedenklich reduzierte "Abwehr" schob, probierten wir es beim 6. Mal mit Belladonna D6. (Die ersten 5 Mal hatten wir - wie unter Zugzwang - immer wieder Chemie gegeben.)
Ergebnis: keine erneuten Ansteckungen. Zufall?
Natürlich würde ich nicht versuchen, eine Lungenentzündung oder Krebs mit Homöopathie zu heilen.
Der SPIEGEL hatte diese Woche Homöopathie als Titelstory.
Als Anhänger wurden u.a. Prinz Charles, Künast und Peter Sloterdijk als Befürworter genannt. Sind ja alles keine naiven Leute, oder??
Also von mir ein entschlossenes "Jein"
ist keine Chemie?
Mir kräuselt es immer wieder die Fußnägel, wenn ich so von "Chemie" höre.
Wikipedia.de:
Die Chemie ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten.
Wer mir einen nichtchemischen Stoff nennen kann, muß gut sein.
Das Problem der Schulmedizin, und der daraus abgeleitete schlechte Ruf stammt von der Überheblichkeit einiger Mediziner.
Die das weise Wort "Ich weiß, dass ich nichts weiß" zu oft nicht beachtet hatten.
Manche Beobachtungen, die nicht mit ihrem Wissen übereinstimmten, waren somit falsch.
Und es erwies sich, das ihr Wissen aber falsch war.
Das Wissen steigert sich aber auch im medizinischem Bereich.
Ich kann Ähnliches von meiner Tochter berichten. Wir haben ihr immer Globulis gegeben, wenn sie als Baby Bauschmerzen hatte. Ich konnte immer zuschauen, wie sich ihr Zustand nach der Verabreichung von Chamomilla D6 gebessert hat. Ich selber habe auch schon die Wirkung bei Übelkeit getestet - ebenfalls mit gutem Erfolg. Wenn sich unsere Tochter gestoßen hat, haeb wir ihr Arnica D6 verabreicht. Die Beule oder Wunde, die sich durch den Sturz gebildet hat, ist unglaublich schnell verheilt. Da wir ähnliche Erfolge von Freunden und Bekannten berichtet bekommen haben, die ihre Kinder auch mit Globlis behandeln, gehe ich nicht von einem reinen Placebo-Effekt aus. Wir werden diese verträglichen Arzneimittel weiter benutzen, bezahlt haben wir diese schon immer selber.
Sie schrieben: "Natürlich würde ich nicht versuchen, eine Lungenentzündung oder Krebs mit Homöopathie zu heilen."
Warum eigentlich nicht? Warum sollte Homöopathie für eine Kategorie von Krankheiten helfen und für eine andere nicht? Zumal die Trennlinie zwischen den Kategorien ja nur die schwere der Krankheiten wäre und nicht eine grundsätzlich andere Krankheitsursache.
Ich würde ja spekulieren, Sie glauben am Ende selbst nicht dran. Zu recht, wie ich finde.
"Der SPIEGEL hatte diese Woche Homöopathie als Titelstory.
Als Anhänger wurden u.a. Prinz Charles, Künast und Peter Sloterdijk als Befürworter genannt. Sind ja alles keine naiven Leute, oder??"
Offensichtlich doch! Zu Ihrer Information ist auch der Glaube von Prinz Charles an die Homöopathie kein Beweis für deren Wirksamkeit. Aber vielleicht sollte man mal den Pabst fragen! Wenn der Pabst dran glaubt, dann wirkt es ganz bestimmt!
Leute wie Sie, sind das Problem in diesem Fall. Sie sind intelligent, soweit man das aus einem kurzen Beitrag erfassen kann, dass schützt sie aber nicht gegen Aberglaube. Die menschliche Biochemie ist komplex und variiert sehr, im täglichen Leben gibt es kaum überschaubare Wechselwirkungen. Das einzige was wir dem entgegen zu setzen haben ist Statistik und dabei sind Einzelerfahrungen komplett irrelevant.
So lange Leute wie Sie, deren Meinung sicher für viele von Gewicht ist, Erfahrungen, die sie glauben gemacht zu haben, derart überschätzen, wird es viel Blödsinn in der Welt geben.
Das einzig positive an Homöopathie ist, dass Zucker in kleinen Dosen für Nicht-Diabetiker kaum ein Problem darstellt.
"Als Anhänger wurden u.a. Prinz Charles, Künast und Peter Sloterdijk als Befürworter genannt. Sind ja alles keine naiven Leute, oder??"
Ehrlich gesagt sind diese drei Leute nun wirklich keine Experten. Herr Prinz Charles ist begeisteter Landwirt, Herr Sloterdijk eine heißgelaufene Metapher-Maschine und Frau Künast eine Juristin. Zumindest in Sachen Homöopathie sind diese drei naiv zu nennen.
sollte die Approbation entzogen werden. Und Eltern, die Ihren Kindern diese Behandlung bewußt vorenthalten, das Sorgerecht.
Die Notärztin hat es genau richtig gemacht. Hat der "entsetzte" alternativmedizinische Kinderarzt Sie denn darüber aufgeklärt, daß als Folge eines unbehandelten Streptokokkeninfektes eine Autoimmunerkrankung namens "Rheumatisches Fieber" auftreten kann, die u. a. zu dauerhaften Schädigungen der Herzklappen führen kann? Daß diese Krankheit hierzulande zwar selten ist(nämlich u. a. genau aufgrund der konsequenten Antibiotikatherapie von Streptokokkeninfekten), daß aber in Entwicklungsländern weiterhin 0,5-1% der Menschen an solchen Herzklappenfehlern leiden, weil eben dort keine Antibiotika verfügbar sind? Was also bedeutet, daß es durchaus ein nicht unerhebliches Risiko bedeutet, einen Scharlach nicht zu behandeln.
Hat also Ihr Kinderarzt, wie es sich bei einer Entscheidung für oder gegen eine Therapie gehört, Sie darüber aufgeklärt? Wenn nicht, fragen Sie ihn mal, warum nicht. Und falls ja, frage ich Sie, warum Sie dann die Gesundheit Ihres Kindes für eine ideologische Entscheidung aufs Spiel gesetzt haben.
Und was Ihre Frage nach dem Zufall angeht: unsere Tochter z. B. hatte insgesamt drei Mal Scharlach. Jedes mal mit Antibiotika behandelt. Danach nie wieder. Und das ganz ohne Homöopathie! Was sagen Sie dazu? Wunderheilung?
kennt den Unterschied zwischen Homöopathie und Naturheilverfahren nicht (Siehe ihr Interview in der Berliner Zeitung). Sie deswegen als Zeuge für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren aufzulisten, ist deshalb nicht ganz so geschickt.
Über die medizinische Kompetenzen des Herrn Charles und Sloterdijk, kann ich nichts sagen, aber mir ist nicht erinnerlich, dass diese Herrn je Medizin und/oder Pharmakologie studiert haben.
ist keine Chemie?
Mir kräuselt es immer wieder die Fußnägel, wenn ich so von "Chemie" höre.
Wikipedia.de:
Die Chemie ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten.
Wer mir einen nichtchemischen Stoff nennen kann, muß gut sein.
Das Problem der Schulmedizin, und der daraus abgeleitete schlechte Ruf stammt von der Überheblichkeit einiger Mediziner.
Die das weise Wort "Ich weiß, dass ich nichts weiß" zu oft nicht beachtet hatten.
Manche Beobachtungen, die nicht mit ihrem Wissen übereinstimmten, waren somit falsch.
Und es erwies sich, das ihr Wissen aber falsch war.
Das Wissen steigert sich aber auch im medizinischem Bereich.
Ich kann Ähnliches von meiner Tochter berichten. Wir haben ihr immer Globulis gegeben, wenn sie als Baby Bauschmerzen hatte. Ich konnte immer zuschauen, wie sich ihr Zustand nach der Verabreichung von Chamomilla D6 gebessert hat. Ich selber habe auch schon die Wirkung bei Übelkeit getestet - ebenfalls mit gutem Erfolg. Wenn sich unsere Tochter gestoßen hat, haeb wir ihr Arnica D6 verabreicht. Die Beule oder Wunde, die sich durch den Sturz gebildet hat, ist unglaublich schnell verheilt. Da wir ähnliche Erfolge von Freunden und Bekannten berichtet bekommen haben, die ihre Kinder auch mit Globlis behandeln, gehe ich nicht von einem reinen Placebo-Effekt aus. Wir werden diese verträglichen Arzneimittel weiter benutzen, bezahlt haben wir diese schon immer selber.
Sie schrieben: "Natürlich würde ich nicht versuchen, eine Lungenentzündung oder Krebs mit Homöopathie zu heilen."
Warum eigentlich nicht? Warum sollte Homöopathie für eine Kategorie von Krankheiten helfen und für eine andere nicht? Zumal die Trennlinie zwischen den Kategorien ja nur die schwere der Krankheiten wäre und nicht eine grundsätzlich andere Krankheitsursache.
Ich würde ja spekulieren, Sie glauben am Ende selbst nicht dran. Zu recht, wie ich finde.
"Der SPIEGEL hatte diese Woche Homöopathie als Titelstory.
Als Anhänger wurden u.a. Prinz Charles, Künast und Peter Sloterdijk als Befürworter genannt. Sind ja alles keine naiven Leute, oder??"
Offensichtlich doch! Zu Ihrer Information ist auch der Glaube von Prinz Charles an die Homöopathie kein Beweis für deren Wirksamkeit. Aber vielleicht sollte man mal den Pabst fragen! Wenn der Pabst dran glaubt, dann wirkt es ganz bestimmt!
Leute wie Sie, sind das Problem in diesem Fall. Sie sind intelligent, soweit man das aus einem kurzen Beitrag erfassen kann, dass schützt sie aber nicht gegen Aberglaube. Die menschliche Biochemie ist komplex und variiert sehr, im täglichen Leben gibt es kaum überschaubare Wechselwirkungen. Das einzige was wir dem entgegen zu setzen haben ist Statistik und dabei sind Einzelerfahrungen komplett irrelevant.
So lange Leute wie Sie, deren Meinung sicher für viele von Gewicht ist, Erfahrungen, die sie glauben gemacht zu haben, derart überschätzen, wird es viel Blödsinn in der Welt geben.
Das einzig positive an Homöopathie ist, dass Zucker in kleinen Dosen für Nicht-Diabetiker kaum ein Problem darstellt.
"Als Anhänger wurden u.a. Prinz Charles, Künast und Peter Sloterdijk als Befürworter genannt. Sind ja alles keine naiven Leute, oder??"
Ehrlich gesagt sind diese drei Leute nun wirklich keine Experten. Herr Prinz Charles ist begeisteter Landwirt, Herr Sloterdijk eine heißgelaufene Metapher-Maschine und Frau Künast eine Juristin. Zumindest in Sachen Homöopathie sind diese drei naiv zu nennen.
sollte die Approbation entzogen werden. Und Eltern, die Ihren Kindern diese Behandlung bewußt vorenthalten, das Sorgerecht.
Die Notärztin hat es genau richtig gemacht. Hat der "entsetzte" alternativmedizinische Kinderarzt Sie denn darüber aufgeklärt, daß als Folge eines unbehandelten Streptokokkeninfektes eine Autoimmunerkrankung namens "Rheumatisches Fieber" auftreten kann, die u. a. zu dauerhaften Schädigungen der Herzklappen führen kann? Daß diese Krankheit hierzulande zwar selten ist(nämlich u. a. genau aufgrund der konsequenten Antibiotikatherapie von Streptokokkeninfekten), daß aber in Entwicklungsländern weiterhin 0,5-1% der Menschen an solchen Herzklappenfehlern leiden, weil eben dort keine Antibiotika verfügbar sind? Was also bedeutet, daß es durchaus ein nicht unerhebliches Risiko bedeutet, einen Scharlach nicht zu behandeln.
Hat also Ihr Kinderarzt, wie es sich bei einer Entscheidung für oder gegen eine Therapie gehört, Sie darüber aufgeklärt? Wenn nicht, fragen Sie ihn mal, warum nicht. Und falls ja, frage ich Sie, warum Sie dann die Gesundheit Ihres Kindes für eine ideologische Entscheidung aufs Spiel gesetzt haben.
Und was Ihre Frage nach dem Zufall angeht: unsere Tochter z. B. hatte insgesamt drei Mal Scharlach. Jedes mal mit Antibiotika behandelt. Danach nie wieder. Und das ganz ohne Homöopathie! Was sagen Sie dazu? Wunderheilung?
kennt den Unterschied zwischen Homöopathie und Naturheilverfahren nicht (Siehe ihr Interview in der Berliner Zeitung). Sie deswegen als Zeuge für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren aufzulisten, ist deshalb nicht ganz so geschickt.
Über die medizinische Kompetenzen des Herrn Charles und Sloterdijk, kann ich nichts sagen, aber mir ist nicht erinnerlich, dass diese Herrn je Medizin und/oder Pharmakologie studiert haben.
Vielen Dank für die klaren Worte in diesem Artikel!
Da ist es doch nur fair, wenn das Geld dafür auch mal ein bisschen verdünnt wird.
ist keine Chemie?
Mir kräuselt es immer wieder die Fußnägel, wenn ich so von "Chemie" höre.
Wikipedia.de:
Die Chemie ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten.
Wer mir einen nichtchemischen Stoff nennen kann, muß gut sein.
OK, ngw 16,
wenn Sie das so aus der fachlichen Ecke sehen:
"Chemie" bedeutet für mich als Laie ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Und die dürften sich ja bei Globolie in Grenzen halten.
Und die Nebenwirkungen von Antibiotika sind ja immerhin bewiesen.
Wenn ich allerdings lese, was da so alles an verdünntem "Wirkstoff" drin ist, schüttelt es mich schon:
'Blattläuse, Hornissen, Kakerlaken, Stinktier-Sekret, faules Rindfleisch und ander Hässlichkeiten mehr.
(Spiegel Nr. 28 v. 12.07.)
Aber dank Artikel weiß ich jetzt: bei D6 in einer Verdünnung von einem Tropfen auf einen Tankwagen (D9 = 1 Tropfen von 1:1 Milliarde!!)
In diesem Fall beruhigt mich die Verdünnung.
Übrig bleibt die Frage: wie schüttelt man einen Tankwagen??
happy loser
OK, ngw 16,
wenn Sie das so aus der fachlichen Ecke sehen:
"Chemie" bedeutet für mich als Laie ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Und die dürften sich ja bei Globolie in Grenzen halten.
Und die Nebenwirkungen von Antibiotika sind ja immerhin bewiesen.
Wenn ich allerdings lese, was da so alles an verdünntem "Wirkstoff" drin ist, schüttelt es mich schon:
'Blattläuse, Hornissen, Kakerlaken, Stinktier-Sekret, faules Rindfleisch und ander Hässlichkeiten mehr.
(Spiegel Nr. 28 v. 12.07.)
Aber dank Artikel weiß ich jetzt: bei D6 in einer Verdünnung von einem Tropfen auf einen Tankwagen (D9 = 1 Tropfen von 1:1 Milliarde!!)
In diesem Fall beruhigt mich die Verdünnung.
Übrig bleibt die Frage: wie schüttelt man einen Tankwagen??
happy loser
Wenn ich mich erinnere als die richtig salonfähig wurde. Da war ja die Schulmedizin Teufelszeug. Waldsterben, Ozonloch, Grenzen des Wachstums. Irgedwann vermutlich auch CO2 und KLimakatastrophe. Sachlichkeit von Anfang an, und man wäre in allen Fagen weiter.
was für ein schlechter Artikel.
Sie schreiben:
"Und wenn schon gespart werden muss, dann doch bitte an Methoden, deren Nutzen bestenfalls fragwürdig ist."
Haben sie sich schon mal gefragt was es kostet ein Produkt herzustellen, das derart wenige Nebenwirkungen augrund ihrer Natürlichkeit hat, wie es die Homöopathie zu bieten hat? Versuchen sie das mal mit ihren chemischen Arzneien... ich wünsche ihnen Viel Erfolg. Dann sprechen wir uns wieder.
sollte auch der glühendste Verfechter natürlicher Verfahren mal erkennen.
Die tun ja nichts. Entsprechend geschieht auch nichts schlechtes. It's all in your head.
Mir hat noch niemand auch nur eine grobe Idee angeboten, wie diese Mittel funktionieren sollen. Offenbar müssen sie auf einer anderen Physik beruhen. Könnte jemand die Kausalkette einer Heilung auf "Inhaltsstoffe" des homöopathischen Mittels aufzeigen wäre ein Nobelpreis in Physik fällig. Ich denke aber nicht, dass wir das erleben werden.
Homöopathische Medikamente haben keine Nebenwirkungen, weil sie keine Wirkstoffe haben, verstehen Sie das? Solche Stoffe kann man übrigens ganz günstig herstellen, wird täglich Tonnenweise in jeder Zuckerfabrik gemacht!!
"Haben sie sich schon mal gefragt was es kostet ein Produkt herzustellen, das derart wenige Nebenwirkungen augrund ihrer Natürlichkeit hat, wie es die Homöopathie zu bieten hat? Versuchen sie das mal mit ihren chemischen Arzneien... ich wünsche ihnen Viel Erfolg."
Oh, das ist keine Kunst: Lutschen Sie einfach ein Stück Würfelzucker.
Es ist ja kein Argument für Homöopathie, dass sie relativ billig und nebenwirkungsfrei ist. Nebenwirkungsfrei ist sie übrigens nur, solange sie nicht ein echtes Medikament benötigen. Wenn sie aufgrund der Homöopathie darauf verzichten, kostet es das Leben.
Zucker hat jede Menge üble nebenwirkungen! Spontan fallen mir da Beispielsweise Adipositas und Karies ein.
sollte auch der glühendste Verfechter natürlicher Verfahren mal erkennen.
Die tun ja nichts. Entsprechend geschieht auch nichts schlechtes. It's all in your head.
Mir hat noch niemand auch nur eine grobe Idee angeboten, wie diese Mittel funktionieren sollen. Offenbar müssen sie auf einer anderen Physik beruhen. Könnte jemand die Kausalkette einer Heilung auf "Inhaltsstoffe" des homöopathischen Mittels aufzeigen wäre ein Nobelpreis in Physik fällig. Ich denke aber nicht, dass wir das erleben werden.
Homöopathische Medikamente haben keine Nebenwirkungen, weil sie keine Wirkstoffe haben, verstehen Sie das? Solche Stoffe kann man übrigens ganz günstig herstellen, wird täglich Tonnenweise in jeder Zuckerfabrik gemacht!!
"Haben sie sich schon mal gefragt was es kostet ein Produkt herzustellen, das derart wenige Nebenwirkungen augrund ihrer Natürlichkeit hat, wie es die Homöopathie zu bieten hat? Versuchen sie das mal mit ihren chemischen Arzneien... ich wünsche ihnen Viel Erfolg."
Oh, das ist keine Kunst: Lutschen Sie einfach ein Stück Würfelzucker.
Es ist ja kein Argument für Homöopathie, dass sie relativ billig und nebenwirkungsfrei ist. Nebenwirkungsfrei ist sie übrigens nur, solange sie nicht ein echtes Medikament benötigen. Wenn sie aufgrund der Homöopathie darauf verzichten, kostet es das Leben.
Zucker hat jede Menge üble nebenwirkungen! Spontan fallen mir da Beispielsweise Adipositas und Karies ein.
Das Problem der Schulmedizin, und der daraus abgeleitete schlechte Ruf stammt von der Überheblichkeit einiger Mediziner.
Die das weise Wort "Ich weiß, dass ich nichts weiß" zu oft nicht beachtet hatten.
Manche Beobachtungen, die nicht mit ihrem Wissen übereinstimmten, waren somit falsch.
Und es erwies sich, das ihr Wissen aber falsch war.
Das Wissen steigert sich aber auch im medizinischem Bereich.
"Das Problem der Schulmedizin, und der daraus abgeleitete schlechte Ruf stammt von der Überheblichkeit einiger Mediziner."
Ja, das sehe ich auch so. Andererseits ist es auch so, dass wir von einem Arzt Autorität erwarten. Wir wollen nicht krank beim Arzt erscheinen oder verblutend vor dem Notarzt liegen und miterleben müssen, wie der Arzt die Schulter zuckt und sagt: "Oh, da muss ich mal im Buch nachlesen oder einen Kollegen befragen." Wir wollen den Halbgott in weiß.
"Das Problem der Schulmedizin, und der daraus abgeleitete schlechte Ruf stammt von der Überheblichkeit einiger Mediziner."
Ja, das sehe ich auch so. Andererseits ist es auch so, dass wir von einem Arzt Autorität erwarten. Wir wollen nicht krank beim Arzt erscheinen oder verblutend vor dem Notarzt liegen und miterleben müssen, wie der Arzt die Schulter zuckt und sagt: "Oh, da muss ich mal im Buch nachlesen oder einen Kollegen befragen." Wir wollen den Halbgott in weiß.
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