Schulsysteme in Deutschland Eine Schulreform geht nur mit den Eltern

Die Schulreformer haben in Hamburg eine herbe Niederlage erleben müssen. Was bedeutet der Ausgang des Volksentscheids für die Bildungspolitik in anderen Bundesländern?

Das Nein zur Primarschule bedeutet vor allem eines: Wer das Gymnasium antastet, verbrennt sich die Finger. Eine Verlängerung der Grundschulzeit um zwei Jahre zulasten der Lernzeit am Gymnasium war nicht durchzusetzen. Am Tag nach der Hamburger Entscheidung sind sich Reformbefürworter einig, dass dies keineswegs das Aus für Vorhaben bedeutet, die das Gymnasium in seinem Kern erhalten. In Hamburg berührte das Volksbegehren nicht die Zusammenlegung von Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu einer neuen Schulform, der Stadtteilschule. Die wird kommen.

Die weitgehende Hamburger Einigkeit in dieser Frage spiegelt Realitäten bundesweit. In Ostdeutschland gibt es nach der Grundschule ohnehin flächendeckend nur noch zwei Schularten: eine Sekundarschule (auch Mittel- oder Oberschule genannt) und das Gymnasium. Aber auch in den alten Bundesländern geht der Trend zu einer solchen Strukturreform. Die Zweigliedrigkeit ist schon aus demografischen Gründen geboten: In Flächenstaaten können viele Kommunen aufgrund der sinkenden Schülerzahlen nicht mehr Haupt- und Realschulen und Gymnasien parallel aufrechterhalten. In Großstädten und Stadtstaaten geht es in erster Linie um die Abschaffung der Hauptschule, die ihren Schülern keine Zukunftsperspektive mehr bietet.

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Sekundar- und Gemeinschaftsschule in Berlin, die Oberschule in Bremen: Wo die neuen, integrierten Schularten nach dem Sommer starten sollen, werden sie auch nach der Hamburger Entscheidung nicht infrage gestellt. Im Saarland will Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) seine Reform mit fünfjähriger Grundschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium in den kommenden Monaten breit mit allen Betroffenen diskutieren. Jedenfalls werde er keine Reform gegen den Willen der Eltern durchsetzen, hatte er erklärt.

Nordrhein-Westfalens neue Schulministerin Sylvia Löhrmann beeilte sich am Montag festzustellen, dass NRW nicht Hamburg sei. „Wir setzen auf Freiwilligkeit und den regionalen Konsens“, sagt die Grüne. Aus allen Landesteilen höre sie Wünsche für Zusammenschlüsse von Schulen. In der Tat setzt Rot-Grün im größten Bundesland nicht auf eine Schule für alle. In den Koalitionsgesprächen haben SPD und Grüne vereinbart, längeres gemeinsames Lernen nicht flächendeckend verbindlich einzuführen, sondern die Kommunen entscheiden zu lassen. Für die Opposition ist das nicht akzeptabel. Die CDU sieht die Einheitlichkeit des Schulsystems gefährdet, die FDP kündigt Widerstand an. Deren Fraktionschef Gerhard Papke nennt die Hamburger Entscheidung eine „unüberhörbare Warnung an die Linksregierung“ in Düsseldorf und erinnert an ein erfolgreiches Volksbegehren gegen die „Kooperative Gesamtschule“, in der die sozialliberale Landesregierung 1978 alle Sekundarschulen zusammenführen wollte.

Leser-Kommentare
  1. Meiner Erfahrung nach, aus Gesprächen mit Leuten aus Nord und Süd, unterscheiden sich Ansprüche und Vorstellungen bezüglich Bildung in Nord und Süd teils extrem. Allein darum ist eine zentralistische Bildungspolitik nicht möglich. Ebenso wird es aus dem Entscheid daher keine "bundesweiten" Konsequenzen geben.

    Richtig ist allerdings die Feststellung dass die Eltern meist vergessen werden. Die größten Beharrungskräfte sind ja nicht in den Ministerien oder ideologischen Schützengräben sondern Elternbeiräten und Familien. Zum einen weil, verständlicherweise, die Eltern von zB Gymnasiasten darum bangen dass das Abitur "entwertet" wird (man kann nämlich die Zahl der "Abiturienten" ganz rasch erhöhen indem man das Abitur und das Gymnasium schlicht vereinfacht) bzw. auch darum dass die Konkurrenz für ihren Nachwuchs auf Universitäten - um Studienplätze - und später im Berufsleben noch schärfer wird. Das selbe was wir ja zB auch im Arbeitsleben sehen, jene die eine Vollzeitstelle mit allen gewerkschaftlichen Privilegien haben scheren sich nicht darum dass diese Privilegien mitverantwortlich dafür sind dass neue Stellen großteils nur noch befristet oder in Zeitarbeit entstehen. Ein, wenn auch nachvollziehbarer, Egoismus.

    Nicht zuletzt: nicht nur "sacht" der Norddeutsche, wo der Süddeutsche wortwörtlich "sagt" - so wie die Aussprache unterscheidet sich eben auch die Haltung gegenüber Bildung und Betreuungsleistungen des Staates. Im Süden ist man generell mehr auf Privatheit bedacht.

    • th
    • 20.07.2010 um 19:08 Uhr

    Elternbeiräte befinden sich tatsächlich oft in ideologischen Schützengräben (oft mit tatkräftiger Unterstützung der kath. Kirche) - sie wollen es nur nicht wahrhaben, weil sie ihre Verteidigung des Status quo mit allen Mitteln als "selbstverständlich" ansehen.

    Im Vergleich zu früher ist das Abitur längst insofern "entwertet", als mittlerweile ein großer Prozentsatz aller Schüler das Gymnasium besucht. Von einer ausgewählten Elite kann überhaupt keine Rede mehr sein.

    Was ansonsten das Gezerre um "Nord" und "Süd" angeht: das ist in Bayern gepflegte Folklore: irgendwie muss man sich ja unterscheiden. Wie immer wird dabei vergessen, dass der in Bayern so genannte "Norden" genausoviele innere Unterschiede aufweist (z.B. katholische, protestantische, und mehrheitlich atheistische Gegenden) wie z.B. der "Süden" mit Bayern einerseits und Baden-Württemberg andererseits. Aber jeder pflegt halt seine Vorurteile, da kann man nix machen.

    Zitat:
    "Die größten Beharrungskräfte sind ja nicht in den Ministerien oder ideologischen Schützengräben sondern Elternbeiräten und Familien. Zum einen weil, verständlicherweise, die Eltern von zB Gymnasiasten darum bangen dass das Abitur "entwertet" wird (man kann nämlich die Zahl der "Abiturienten" ganz rasch erhöhen indem man das Abitur und das Gymnasium schlicht vereinfacht) bzw. auch darum dass die Konkurrenz für ihren Nachwuchs auf Universitäten - um Studienplätze - und später im Berufsleben noch schärfer wird."

    • th
    • 20.07.2010 um 19:17 Uhr

    hat Frau Schavan zu ihrer Zeit als Kultusministerin in Baden-Württemberg tatkräftig an der Zersplitterung des deutschen Bildungssystems mitgewirkt. Es geschieht ihr also nur recht, wenn sie jetzt als Bildungsministerin in Berlin mit den Konsequenzen konfrontiert wird.

    Nicht gut finde ich allerdings, dass sie nach dem Hamburger Reinfall jetzt meint, der ganzen Republik ihr konservativen Denken aufzwingen zu müssen. Hoffentlich stellen sich da ein paar "linke" Bundesländer quer.

    Übrigens ist der "Erhalt des Gymnasiums" kein Selbstzweck. Außerdem täuscht schon der prestigeträchtige Name ein bißchen:
    wieviel "Gymnasiasten" lernen heute noch Latein oder gar Griechisch? (Vielleicht wenigstens als dritte Fremdsprache?) Wieviele schliessen mit dem "kleinen Latinum", dem "grossen Latinum" oder dem "Graecum" ab?

    Wieviel humanistische Bildung wird noch vermittelt, oder wenigstens eine gewisse Kenntnis der Antike, sowie der neuzeitlichen Philosophie?

    Wäre es nicht ehrlicher, in den meisten Fällen einfach von "Oberschule" zu sprechen? Die gabe es früher nämlich auch, als man noch wußte, was ein Gymnasium ist, und was eine Oberrealschule (die waren nämlich auch ganz gut).

    Von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung wollen wir in den meisten Fällen gar nicht reden. Was da vermittelt wurde oder nicht, zeigt sich dann später bei den Bachelor-Studenten.

  2. Was das Hamburger Referendum vor allem gezeigt hat, ist die Tatsache, dass es noch immer eine breite Mehrheit für Leistung in Schulen gibt - die geplante Kuschelpädagogik von Goetsch mit Abschaffung von Noten und Sitzenbleiben ist Gottseidank immer noch nicht mehrheitsfähig. Aber wie lange noch?

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    1. Wie man von 270000 Stimmen republikweit auf eine "breite Mehrheit" schließen kann, bleibt Micheals Geheimnis.
    2. Das Wort Kuschelpädagogik wäre sicher in Mittel- und Oberstufe angebracht, nicht aber für Zehnjährige.
    3. Es ist erwiesen, dass Sitzenbleiben häufig gar nichts bringt; um das zu wissen, muss man sich aber erst mal kundig machen und das ist mit Mühe verbunden, die Micheal offensichtlich scheut.
    4. Bei jeder größeren Bildungsstudie wurde bisher bemängelt, dass D zu früh selektiert und die Schwachen sich selbst überlässt. Das schein Micheal auch nicht bekannt zu sein.
    Also: Erst informieren, dann argumentieren und damit Vorbild sein.

    1. Wie man von 270000 Stimmen republikweit auf eine "breite Mehrheit" schließen kann, bleibt Micheals Geheimnis.
    2. Das Wort Kuschelpädagogik wäre sicher in Mittel- und Oberstufe angebracht, nicht aber für Zehnjährige.
    3. Es ist erwiesen, dass Sitzenbleiben häufig gar nichts bringt; um das zu wissen, muss man sich aber erst mal kundig machen und das ist mit Mühe verbunden, die Micheal offensichtlich scheut.
    4. Bei jeder größeren Bildungsstudie wurde bisher bemängelt, dass D zu früh selektiert und die Schwachen sich selbst überlässt. Das schein Micheal auch nicht bekannt zu sein.
    Also: Erst informieren, dann argumentieren und damit Vorbild sein.

  3. 1. Wie man von 270000 Stimmen republikweit auf eine "breite Mehrheit" schließen kann, bleibt Micheals Geheimnis.
    2. Das Wort Kuschelpädagogik wäre sicher in Mittel- und Oberstufe angebracht, nicht aber für Zehnjährige.
    3. Es ist erwiesen, dass Sitzenbleiben häufig gar nichts bringt; um das zu wissen, muss man sich aber erst mal kundig machen und das ist mit Mühe verbunden, die Micheal offensichtlich scheut.
    4. Bei jeder größeren Bildungsstudie wurde bisher bemängelt, dass D zu früh selektiert und die Schwachen sich selbst überlässt. Das schein Micheal auch nicht bekannt zu sein.
    Also: Erst informieren, dann argumentieren und damit Vorbild sein.

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    • Isaidy
    • 21.07.2010 um 8:46 Uhr

    Ihrem Kommentar auf den Kommentar von Michael ist nichts hinzuzufügen. Ich möchte kein bundesweites oder was auch immer für ein Schulsystem, in dem zur alten Dreigliedrigkeit zurückgekehrt wird und die Gesamtschule wieder aus dem Programm genommen wird. Keine Schulart versteht es besser, die Kinder individuell so zu motivieren, dass sie den ihnen möglichen Abschluss schaffen. Wenn sie gut organisiert ist, ist die Gesamtschule eine Schule, die für die Schüler gemacht wird und nicht die Schüler zwingt, sich an ein System anzupassen. Ein Land wie Deutschland kann es sich nicht mehr leisten, ein Drittel der Kinder auf eine Art Resterampe zu schieben, auf der ihnen von Beginn an eingeimpft wird, dass sie sowieso das letzte sind und in die Arbeitslosigkeit hinein lernen. Das ist volkswirtschaftlich grober Unfug und menschlich verachtend. Das Abitur an einer Gesamtschule muss und kann genauso hart sein, wie an herkömmlichen Gymnasien, es wird aber nicht vorher mit 10 Jahren selektiert, wer es erreicht und wer nicht.

  4. "die geplante Kuschelpädagogik von Goetsch mit Abschaffung von Noten und Sitzenbleiben ist Gottseidank immer noch nicht mehrheitsfähig"

    Ich kann mich hier nur ganz klar meinen Vorrednern anschließen. Erst erkundingen, dann reden. Es ist mittlerweile ausreichend erforscht, dass Noten kaum aussagekräftig sind, in keinerweise "vergleichbar" sind, Sitzenbleiben aus genau diesem Grund unsinnig ist und das die Selektion aus den genannten Gründen ebenfalls nicht "funktioniert". Studien haben gezeigt, dass Lehrer bei Ihren Beurteilungen sehr vielen Einflüssen ausgesetzt sind. Ein "Arbeiterkind" muss beispielsweise 5 mal mehr Leistung zeigen, als ein Akademikerkind, um die selbe Note zu bekommen. Warum? Der Lehrer kennt die Eltern schließlich und denkt sich unbewusst "die kommen nach Ihren Eltern" und ordnet sie entsprechend ein. Alles erforscht.
    Hinzu kommt noch, dass jeder Lehrer natürlich subjektiv wertet und unterschiedliche Merkmale unterschiedlich gewichtet und das sich Kinder in Ihrem Lerntempo und allen anderen Merkmalen stark individuell unterschieden und individuell entwickeln. Leute, die in der 4. Klasse vielleicht noch nicht gezündet haben, können dies in der 6. Klasse sehr wohl tun.
    ...aber da gibt es noch zich andere Faktoren die ebenfalls eine Rolle spielen.

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    Natürlich sind Akademiker zu 100% vernetzt und bestellen regelmäßig die Lehrer ein, um ihnen einzuimpfen, dass sie dafür zu sorgen haben, dass Arbeiterkinder kein Abitur bekommen. Musste gerade wieder unter meinem Schreibtisch vorkriechen unter den ich vor lauter Lachen gefallen war. Was Lächerlicheres habe ich seit Jahren nicht mehr gelesen. Fakt ist, die Kinder, die am meisten vom Gymnasium profitieren, sind die Arbeiterkinder. Am Gymnasium zählt Leistung und sonst nichts. Habe während meiner ganzen Schulzeit kein einziges Mal erlebt, dass Klausuren nach Scheckbuch korrigiert worden wären. Diesen Pseudo-Klassenkampf, den hier gutsituierte linke Gutmenschen im Namen der armen Arbeiter meinen führen zu müssen, ist einfach nur lächerlich und zeugt meiner Meinung von erheblicher Arroganz. Mich erinnert das ein wenig an die Art wie Entwicklungshilfe betrieben wird. Es schwingt immer eine gewisse Arroganz und Erheblichkeit mit. Wir müssen jetzt den armen Arbeitern, die eh zu dumm sind, um ordentlich für ihre Kinder zu sorgen, unter die Arme greifen. Ein Großteil der Migranten fühlt sich womöglich in dieser Rolle momentan noch wohl, aber auch nur weil ihnen momentan ihr Selbstwertgefühl noch weniger Wert ist als der staatlicher Geldregen. Das steht und fällt natürlich mit dessen Höhe. Die Idee der Aufklärung sieht für mich anders aus."Gutmenschen, schafft auch doch ein Haustier an, das ihr von eurer erhobenen Position aus versorgen könnt, aber lässt die armen Arbeiten in Ruhe!"

    Das Noten nicht vergleichbar sind zwischen Schulen oder selbst innerhalb einer Schule oder Klasse erlaubt ihre Schlussfolgerung nicht.
    Noten sind klassifizierte individuelle Beurteilungen und erfordern deshalb immer einne individuellen Umgang damit.
    Das das häufig nicht erfolgt, ändert nichts am Wert der Noten.

    Letztlich lässt sich meist schnell herausbekommen welches Niveau und welchen Kontext einer Benotung zugrunde liegt.
    Man muss sich nur mit der benoteten Person beschäftigen.

    Das sind ganz normal Vorgänge, denen sich auch jeder erwachsene stellen muss. Der Verzicht darauf würde nur unrealistische Erwartungen wecken bezüglich den Anforderungen die ohnehin an jeden gestellt werden, eben auch den subjektiven.

    H.

    Natürlich sind Akademiker zu 100% vernetzt und bestellen regelmäßig die Lehrer ein, um ihnen einzuimpfen, dass sie dafür zu sorgen haben, dass Arbeiterkinder kein Abitur bekommen. Musste gerade wieder unter meinem Schreibtisch vorkriechen unter den ich vor lauter Lachen gefallen war. Was Lächerlicheres habe ich seit Jahren nicht mehr gelesen. Fakt ist, die Kinder, die am meisten vom Gymnasium profitieren, sind die Arbeiterkinder. Am Gymnasium zählt Leistung und sonst nichts. Habe während meiner ganzen Schulzeit kein einziges Mal erlebt, dass Klausuren nach Scheckbuch korrigiert worden wären. Diesen Pseudo-Klassenkampf, den hier gutsituierte linke Gutmenschen im Namen der armen Arbeiter meinen führen zu müssen, ist einfach nur lächerlich und zeugt meiner Meinung von erheblicher Arroganz. Mich erinnert das ein wenig an die Art wie Entwicklungshilfe betrieben wird. Es schwingt immer eine gewisse Arroganz und Erheblichkeit mit. Wir müssen jetzt den armen Arbeitern, die eh zu dumm sind, um ordentlich für ihre Kinder zu sorgen, unter die Arme greifen. Ein Großteil der Migranten fühlt sich womöglich in dieser Rolle momentan noch wohl, aber auch nur weil ihnen momentan ihr Selbstwertgefühl noch weniger Wert ist als der staatlicher Geldregen. Das steht und fällt natürlich mit dessen Höhe. Die Idee der Aufklärung sieht für mich anders aus."Gutmenschen, schafft auch doch ein Haustier an, das ihr von eurer erhobenen Position aus versorgen könnt, aber lässt die armen Arbeiten in Ruhe!"

    Das Noten nicht vergleichbar sind zwischen Schulen oder selbst innerhalb einer Schule oder Klasse erlaubt ihre Schlussfolgerung nicht.
    Noten sind klassifizierte individuelle Beurteilungen und erfordern deshalb immer einne individuellen Umgang damit.
    Das das häufig nicht erfolgt, ändert nichts am Wert der Noten.

    Letztlich lässt sich meist schnell herausbekommen welches Niveau und welchen Kontext einer Benotung zugrunde liegt.
    Man muss sich nur mit der benoteten Person beschäftigen.

    Das sind ganz normal Vorgänge, denen sich auch jeder erwachsene stellen muss. Der Verzicht darauf würde nur unrealistische Erwartungen wecken bezüglich den Anforderungen die ohnehin an jeden gestellt werden, eben auch den subjektiven.

    H.

  5. Völlig richtig. An der Miteinbeziehung der Eltern führt natürlich kein Weg vorbei. Fremdbestimmung mag kein Mensch auf dieser Erde und Eltern in Sorge um ihre Kinder schon garnicht, wie HH zeigt.

    Die Veränderungen müssen tatsächlich von unten kommen, durch Intitiativen vor Ort, so wie im Artikel beschrieben - und das findet ja zum Glück auch statt. Das muss man den Politikern in HH tatsächlich vorwerfen, dass sie hier nicht von Anfang an den engen Kontakt gesucht haben.

    ...trotzdem ist eine 6-jährige Primarschule auch nichts halbes und nichts ganzes. Vielmehr muss die 10 jährige "wirkliche" Gesamtschule das Ziel sein. Jetzt haben wir nur wieder eine Trennung der Bildungsklassen mit Gymis auf der einen Seite und Stadtteilschulen auf der anderen.

    Man muss sehen, vielleicht entickeln sich die Stadtteilschulen ja doch zu richtigen Gesamtschulen, auf die auch zunehmend die potentiellen Gymnasiasten gehen.

    Ich sehe das Wahlergebniss mittlerweile garnicht mehr so negativ...bin gespannt, wie sich das Hambuger Modell entwickelt.

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