Laufzeitverlängerungen Keine Lösung für den Atommüll
Bis heute gibt es kein Endlager für hochradioaktiven Abfall. Mit länger laufenden Kraftwerken kommt nun noch mehr hinzu. Nicht nur im Bergwerk Asse ist das ein Problem.
© Sean Gallup/Getty Images

Arbeiter laufen durch einen der zahlreichen Schächte des ehemaligen Salzbergwerks Asse. Hier lagern derzeit run 126.000 Fässer radioaktiven Abfalls
30 Grad Wärme, künstliches Licht, Salzstaub und Lärm. Es gibt angenehmere Arbeitsplätze als die 800-Meter-Sohle im Atommülllager Asse. Doch an diesem Donnerstag dürften die äußeren Bedingungen keinen stören. Gebannt schauen fünf oder sechs Beschäftigte auf einen gewaltigen Bohrer, der sich Stück für Stück in eine mächtige Wand aus Salzgestein schraubt. "20 bis 40 Zentimeter schafft der pro Minute", sagt Jens Köhler. Der Technische Geschäftsführer der Asse GmbH erläutert, dass die Vorbereitungen zur Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem einsturzgefährdeten Bergwerk nun auch praktisch begonnen haben.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), seit Anfang 2009 Betreiber der Asse, und die von den Beschäftigten getragene GmbH, wollen die rund 126 000 dort eingelagerten Atommüllfässer wieder herausholen. Die am Donnerstag demonstrierte Bohrung ist aber erst mal nur eine Trockenübung. Denn sie erfolgt in einer 45 Meter dicken Wand aus Steinsalz, wo kein radioaktiver Müll eingelagert wurde. In die gebohrte Röhre werden Sonden und andere Messgeräte eingeführt und auf ihre Funktion getestet. "Es geht um das Kalibrieren der Geräte, die Simulation von Abläufen und die Schulung des Personals", sagt Laske.
Unter dem Höhenzug Asse in Niedersachsen liegt das gleichnamige ehemalige Salzbergwerk
Wenn die Versuche klappen und die erforderliche Genehmigung des niedersächsischen Umweltministeriums rechtzeitig vorliegt, kann das Anbohren der Atommüll-Kammer Nummer sieben im November beginnen. In diesen Hohlraum waren zwischen 1977 und 1978 mehr als 4300 Fässer mit radioaktiven Abfällen gestapelt oder einfach abgekippt worden. "Wir gehen davon aus, dass die Abfallgebinde zum Teil zerstört sind und dass Radioaktivität ausgetreten ist", so Laske. Die Bergung des Atommülls werde aber nicht vor 2013 beginnen.

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Die technischen Schwierigkeiten und politischen Unwägbarkeiten bei der Bergung der Asse-Abfälle sind immens. Und doch handelt es sich "nur" um schwach und mittelradioaktive Abfälle. Viel größere Herausforderungen warten bei der Bewältigung des hochradioaktiven Mülls in Deutschland. Bislang sind in den kommerziellen Atomkraftwerken rund 12 000 Tonnen hochaktive Abfälle angefallen. Dazu kommen noch einige tausend Tonnen aus dem Betrieb von Forschungsreaktoren, der Wiederaufbereitung sowie des längst stillgelegten Thorium-Hochtemperaturreaktors in Hamm-Uentrop.
- Datum 10.09.2010 - 12:57 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Die Probleme und Schwierigkeiten, die sich beim Umgang mit Atommüll ergeben sind größer als ich es vor dieser Reportage (arte) für möglich gehalten hätte:
http://www.youtube.com/wa...
Da wir uns leider nicht mehr als das Volk was regiert verstehen, und nur noch abnicken, was entschieden wird, von einer gewählten Regierung die von der Industrie abhängig ist, philosophieren wir nur. Wählen ist eine FARCE, weil jede gewählte Regierung abhängig ist und Lobbyarbeit betreibt, mitlerweile brauchen die es sogar nicht mehr gut zu verkaufen. Es ist wurscht. Wie kriegt man die Masse in Bewegung?.. Bei der WM klappt das doch.
Das hat nichts mehr mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu tun, wenn eine Regierung vorsätzliche Körperverletzungen für die Zukunft billigend in Kauf nimmt - das ist kriminell, leider ohne Straftatbestand, da die Gesetze fehlen.
Heute Strom, heute Bestechungen und Parteispenden erhalten, heute die dicken Gewinne für die Atomindustrie garantieren, heute den Konservativismus hochhalten, heute nicht an die Zukunft denken und das alles als Ultima Ratio zu verkaufen, das ist Dummheit, da das Volk sich nicht mehr für dumm verkaufen lässt.
Heute bereits wissen, dass ASSE II mit seinen verrottenden Atommüllfässern und den massiven Wassereinbrüchen das Grundwasser radioaktiv verseuchen wird und die Sanierung auf Steuerzahlerkosten Milliarden verschlingen wird aber nicht gelingen kann - das bedeutet Gewinne privatisieren und die Folgekosten sozialisieren.
Heute bereits wissen, dass GORLEBEN niemals für 1 Million Jahre sicher sein wird und dennoch das Volk glauben machen alles geschieht zum Vorteil Bürger, das ist VOLKSVERDUMMUNG pur!
auf Steuerzahlerkosten Milliarden verschlingen und nicht gelingen wird - das ist VOLKSVERDUMMUNG pur!
Morgen und für die nächste Zeit von bis zu einer Millionen Jahren verstrahlte Landschaften, radioaktiv verseuchtes Grundwasser, verseuchte Pflanzen, Tiere und Menschen billigend in Kauf nehmen - das ist VOLKSVERDUMMUNG pur!
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