Islam und Christentum Mit zweierlei Maß gemessen
Die Debatte über den Islam, von Thilo Sarrazin entfacht und den Fehlinterpreten der Rede von Christian Wulff befeuert, wird ahistorisch geführt, aufs Nationale verengt, und sie zeugt von Unverständnis fürs Religiöse an sich. Ein Kommentar von Malte Lehming
© Peter Macdiarmid/Getty Images News

Eine Bibel (l) und eine Ausgabe des Koran, ausgestellt in einer Moschee nahe London
Die Debatte über den Islam, von Thilo Sarrazin entfacht und den Fehlinterpreten der Rede von Christian Wulff befeuert, wird ahistorisch geführt, aufs Nationale verengt, und sie zeugt von Unverständnis fürs Religiöse an sich. Die drei zentralen Vorwürfe lauten, Muslime würden, erstens, das religiöse Recht, die Scharia, über das weltliche Recht stellen; zweitens sei der Islam mehr als eine Religion, er mache Politik und positioniere sich weltanschaulich; drittens sei er antiemanzipatorisch und homophob. Alle diese Vorwürfe haben einen richtigen Kern. Aber nichts an ihnen ist exklusiv islamisch. Zumindest die ersten beiden berühren das Wesen von Religion überhaupt.
Auch der gläubige Christ stellt seinen Gott im Zweifelsfall über die weltlichen Gesetze. Seit es sie gibt, rebellierten Christen gegen die bestehende Ordnung. Wenn der Obrigkeit Gebot nicht ohne Sünde befolgt werden kann, heißt es etwa im "Augsburger Bekenntnis" von 1530, "soll man Gott mehr gehorchen als den Menschen". Dieser Geist durchzieht ebenfalls die sechs Thesen der "Barmer Theologischen Erklärung" von 1934. Natürlich darf der Rechtsstaat keine Gesetzesverstöße dulden. Das Recht darf vor religiöser Andersartigkeit, die zum Verbrechen führt, nicht kapitulieren. Außerdem befindet sich der christliche Glaube derzeit zum Glück in Übereinstimmung mit der herrschenden Ordnung. Aber den Grundsatz der obersten Bindung an Gottes Wort und Gottes Gebote haben Christen und Muslime durchaus gemein.
Ist der Islam eine Weltanschauung, das Christentum nicht? Wer jemals die 2865 Abschnitte des Katechismus der Katholischen Kirche gelesen hat, weiß, dass er so ziemlich alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst. Wer an die Rolle von Papst Johannes Paul II. beim Sieg über den Kommunismus denkt oder an die lateinamerikanische Befreiungstheologie, sieht, wie politisch der Katholizismus schon immer war. Der Anspruch des Protestantismus ist kaum bescheidener. Ob Armutsbekämpfung, Globalisierung, Kernkraft, Klimawandel, Rüstung – jedes politische Großthema wird mit Denkschriften, Initiativen und Kirchentagen bedacht. Aus christlichem Selbstverständnis mischt man sich ein.
Bleibt die Stellung der Frau und die Ablehnung der Homosexualität. Doch auch die sind nicht exklusiv islamisch. Bis heute dürfen katholische Frauen nicht zu Priestern geweiht werden, bei den Amish-Gemeinden oder Mennoniten müssen sie Kopfbedeckung tragen und in traditionell vorgezeichnete Rollen schlüpfen. Und dort, wo das Christentum, global gesehen, am stärksten wächst – in Afrika und Asien –, wird es von Charismatikern und Evangelikalen geprägt, die in Emanzipationsfragen auch nicht gerade fortschrittlich sind.
Nein, so platt, wie es die Gegenüberstellung suggeriert, ist die Wirklichkeit nicht: hier ein privat praktiziertes Christentum, das sich dem Staat unterordnet und politisch neutral bleibt, dort ein allumfassender, kulturell konservativer Islam, der sich anmaßt, die Welt verändernd zu gestalten. Vielmehr drückt sich im Abwehrreflex gegen das I-Wort (Islam) auch eine allgemeine Religionsaversion aus. Manch einer erträgt es nicht, dass in einem demokratischen Rechtsstaat zwar die Gesetze befolgt werden müssen, die Gedanken aber frei und die Forderungen nach Wertbekenntnissen Gesinnungsschnüffelei sind.
- Datum 10.10.2010 - 08:48 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Atheisten gestaltet sich einfacher ...
Glaube ich nicht. Die Religiösen nennen es "Verantwortung vor Gott" und die Atheisten "Gewissen". Sollten sie jedenfalls haben ;-)
Unter den Religiösen gibt es solche, die die jeweilige heilige Schrift wörtlich nehmen. Die müssen sie dann immer noch interpretieren und, zumindest was die Bibel angeht, auswählen, was sie denn für Gottes Wort halten. Die anderen benutzen sowieso ihren Verstand, sollten sie zumindest ;-) Und damit sind sie in der Urteilsfindung den Atheisten gar nicht so unähnlich. Sollten sie zumindest...
Wunderbar! Auch wenn ich dem Atheismus mittlerweile kritisch gegenüberstehe hat mich ihr Beitrag zum Schmunzeln gebracht, da ich eine gewisse Ironie zu erkennen glaube.
Und doch bin ich der Überzeugung, dass genau dort der Hund begraben liegt, nämlich in der ständigen Vermischung von religiösem und weltlichen.
Denn ich bin der Überzeugung, religiöses sollte durchaus Lebensinhalte prägen aber auf keinen Fall zum einzigen Lebensinhalt werden.
Glaube ich nicht. Die Religiösen nennen es "Verantwortung vor Gott" und die Atheisten "Gewissen". Sollten sie jedenfalls haben ;-)
Unter den Religiösen gibt es solche, die die jeweilige heilige Schrift wörtlich nehmen. Die müssen sie dann immer noch interpretieren und, zumindest was die Bibel angeht, auswählen, was sie denn für Gottes Wort halten. Die anderen benutzen sowieso ihren Verstand, sollten sie zumindest ;-) Und damit sind sie in der Urteilsfindung den Atheisten gar nicht so unähnlich. Sollten sie zumindest...
Wunderbar! Auch wenn ich dem Atheismus mittlerweile kritisch gegenüberstehe hat mich ihr Beitrag zum Schmunzeln gebracht, da ich eine gewisse Ironie zu erkennen glaube.
Und doch bin ich der Überzeugung, dass genau dort der Hund begraben liegt, nämlich in der ständigen Vermischung von religiösem und weltlichen.
Denn ich bin der Überzeugung, religiöses sollte durchaus Lebensinhalte prägen aber auf keinen Fall zum einzigen Lebensinhalt werden.
Wer in "unsere" Geschichte des Christentums blickt, erkennt schnell den Wahrheitsgehalt des Artikels.
Entscheidend ist nicht was in den Büchern steht, sondern wie der Glaube gelebt wird, und zwar von den Muslimen hier. Nicht von den Muslimen in Afghanistan etc.
Und auch von der Mehrheit der Muslime hier, nicht von den paar Kriminellen, die hier Ehrenmorde begehen, oder kriminelle Banden bilden.
..mit ihrer aussage treffen sie neben diesem artikel, auch nur ein teil des ganzen, ich pers. empfinde es sogar als ein „schöngerede“ u.a. von politikern die sich gravierende fehler der letzte jahrzenhnte nicht eingestehen wollen.
Da trifft jemand mit seiner aussage, das empfinden eines großen teil dieser bevölkerung – aus welcher perspektive auch immer – da wird er sogleich ins rechte abseits verwiesen, sog. intellektuelle die mit an den haaren herbeigezogenen, absolut von der oberfläche betrachteten vergleichen dem ganzen nonsens zuweisen .
Ich spreche von deutschland, mich interessiert der islam sonst wo wenig und verrückte christen pfaffen die in amerika den koran verbrennen schon gar nicht,
aber,
ich habe beruflich mit migrationsfamilien und islam. relig. hintergrund zu tun und was dort passiert übersteigt bei weitem den ein oder andere statistische sog. „ehrenmord“, oder sonstigen angeblichen „einzelfall. ich, rede hier nicht nur von einzelfällen, sondern von einer vielzahl von straftaten und übergriffen mit diesem religiösen – wenn auch fehlgeleiteten – hintergrund.
nur EIN beispiel, es gab in den vergangenen jahren eine vielzahl von meldungen seitens der schule, von berichte aus übergriffen sog. koranschulen, in denen – teilweise unter körperlichen übergriffen – der islam als religion klar über den christentum propagandiert wurde, christen als nicht lebenswert betrachtet werden sollten – das vor grundschülern. Auch kein einzelfall und auch nicht nur ein problem in berlin oder anderen großstädten wie ich gerne als antwort darauf gesagt bekomme.
ich bin absolut kein rechter, pflege auch ganz wundervolle beziehungen zu anderen kultur,- und religionskreisen, aber bezügl. dieses themas, haben meines empfinden doch einige eine „romantisch veranlagte“ sichtweise...
... die Gegenwart reicht auch aus.
"Belgrad - Die Scharmützel am Sonntag dauerten Stunden. Die Randalierer waren meist jung und männlich - angeführt wurde der Mob zum Teil von Geistlichen.
(...)
Auch am Sonntag trugen einige Randalierer wieder Heiligenbilder, Ikonen und Kreuze und sangen Kirchenlieder. Bereits am Samstag hatten rund 20.000 Menschen gegen die Homosexuellenparade demonstriert - allerdings friedlich. Bischöfe der serbisch-orthodoxen Kirche hatten ebenso zur Verhinderung des Umzugs aufgerufen wie nationalistische Zeitungen."
Quelle: http://www.spiegel.de/pan...
Wenn ich dann die Lobgesänge auf die christlich-abendländische oder die christlich-jüdische Kultur lese, dann frage ich mich doch, von welchem Christentum dabei die Rede ist und wann das (deutsche) Christentum "gut" geworden ist, das noch mehrheitlich den Nazis zugejubelt hat und nach Kriegsende Kriegsverbrechern zur Flucht verholfen hat.
Meiner Meinung nach haben wir es in Deutschland nur mit einem gezähmten und zivilisierten Christentum zu tun. Wenige Hundert km entfernt sieht das schon wieder ganz anders aus und wir sollten auch in Deutschland nicht davon ausgehen, dass es Garantien auf den Status Quo gibt.
Meiner Meinung nach stellen sich zwei Aufgaben:
- den säkularen Staat gegen jede religiöse Anmaßung verteidigen
- die Religionsfreiheit innerhalb des säkularen Staat verteidigen
es dauert mir zu viel zeit sie über die tatsachen aufzuklären, aber wenn ca 4 millionen schon jetzt derartig katastrophale werte in den statistiken zeigen, wie soll es dann bei 20 millionen in 20 jahren sein?
im übrigen sind das alles keine neuen phänomene, die deutschen- christen- und judenfeindlichkeit von moslems habe ich schon vor 30 jahren erlebt. es kommt nur heutzutage an die öffentlichkeit, weil mittlerweile die gesamte bevölkerung durchgehend schlechte erfahrungen selbst gemacht hat ..
Prinzipiell sind die genannten Beispiel zu verurteilen und soweit wie möglich vom Staat zu verfolgen.
Ich plädiere trotzdem für die Religionsfreiheit und eine Einzelfall Entscheidung, bzw. individuelle Schuld, denn ich will wegen der Nazis in Sippenhaft genommen werden.
Die Mehrzahl der Muslime hält sich an Recht und Gesetz, sollen die auch alle nicht zu Deutschland gehören, weil eine Minderheit sich daneben benimmt?
..mit ihrer aussage treffen sie neben diesem artikel, auch nur ein teil des ganzen, ich pers. empfinde es sogar als ein „schöngerede“ u.a. von politikern die sich gravierende fehler der letzte jahrzenhnte nicht eingestehen wollen.
Da trifft jemand mit seiner aussage, das empfinden eines großen teil dieser bevölkerung – aus welcher perspektive auch immer – da wird er sogleich ins rechte abseits verwiesen, sog. intellektuelle die mit an den haaren herbeigezogenen, absolut von der oberfläche betrachteten vergleichen dem ganzen nonsens zuweisen .
Ich spreche von deutschland, mich interessiert der islam sonst wo wenig und verrückte christen pfaffen die in amerika den koran verbrennen schon gar nicht,
aber,
ich habe beruflich mit migrationsfamilien und islam. relig. hintergrund zu tun und was dort passiert übersteigt bei weitem den ein oder andere statistische sog. „ehrenmord“, oder sonstigen angeblichen „einzelfall. ich, rede hier nicht nur von einzelfällen, sondern von einer vielzahl von straftaten und übergriffen mit diesem religiösen – wenn auch fehlgeleiteten – hintergrund.
nur EIN beispiel, es gab in den vergangenen jahren eine vielzahl von meldungen seitens der schule, von berichte aus übergriffen sog. koranschulen, in denen – teilweise unter körperlichen übergriffen – der islam als religion klar über den christentum propagandiert wurde, christen als nicht lebenswert betrachtet werden sollten – das vor grundschülern. Auch kein einzelfall und auch nicht nur ein problem in berlin oder anderen großstädten wie ich gerne als antwort darauf gesagt bekomme.
ich bin absolut kein rechter, pflege auch ganz wundervolle beziehungen zu anderen kultur,- und religionskreisen, aber bezügl. dieses themas, haben meines empfinden doch einige eine „romantisch veranlagte“ sichtweise...
... die Gegenwart reicht auch aus.
"Belgrad - Die Scharmützel am Sonntag dauerten Stunden. Die Randalierer waren meist jung und männlich - angeführt wurde der Mob zum Teil von Geistlichen.
(...)
Auch am Sonntag trugen einige Randalierer wieder Heiligenbilder, Ikonen und Kreuze und sangen Kirchenlieder. Bereits am Samstag hatten rund 20.000 Menschen gegen die Homosexuellenparade demonstriert - allerdings friedlich. Bischöfe der serbisch-orthodoxen Kirche hatten ebenso zur Verhinderung des Umzugs aufgerufen wie nationalistische Zeitungen."
Quelle: http://www.spiegel.de/pan...
Wenn ich dann die Lobgesänge auf die christlich-abendländische oder die christlich-jüdische Kultur lese, dann frage ich mich doch, von welchem Christentum dabei die Rede ist und wann das (deutsche) Christentum "gut" geworden ist, das noch mehrheitlich den Nazis zugejubelt hat und nach Kriegsende Kriegsverbrechern zur Flucht verholfen hat.
Meiner Meinung nach haben wir es in Deutschland nur mit einem gezähmten und zivilisierten Christentum zu tun. Wenige Hundert km entfernt sieht das schon wieder ganz anders aus und wir sollten auch in Deutschland nicht davon ausgehen, dass es Garantien auf den Status Quo gibt.
Meiner Meinung nach stellen sich zwei Aufgaben:
- den säkularen Staat gegen jede religiöse Anmaßung verteidigen
- die Religionsfreiheit innerhalb des säkularen Staat verteidigen
es dauert mir zu viel zeit sie über die tatsachen aufzuklären, aber wenn ca 4 millionen schon jetzt derartig katastrophale werte in den statistiken zeigen, wie soll es dann bei 20 millionen in 20 jahren sein?
im übrigen sind das alles keine neuen phänomene, die deutschen- christen- und judenfeindlichkeit von moslems habe ich schon vor 30 jahren erlebt. es kommt nur heutzutage an die öffentlichkeit, weil mittlerweile die gesamte bevölkerung durchgehend schlechte erfahrungen selbst gemacht hat ..
Prinzipiell sind die genannten Beispiel zu verurteilen und soweit wie möglich vom Staat zu verfolgen.
Ich plädiere trotzdem für die Religionsfreiheit und eine Einzelfall Entscheidung, bzw. individuelle Schuld, denn ich will wegen der Nazis in Sippenhaft genommen werden.
Die Mehrzahl der Muslime hält sich an Recht und Gesetz, sollen die auch alle nicht zu Deutschland gehören, weil eine Minderheit sich daneben benimmt?
Der wesentliche Unterschied zwischen Islam und Christentum liegt meiner Ansicht nach in der öffentlichen Wahrnehmung. Während der Papst als liebenswerter alter Mann wahrgenommen wird, dem etwas Schrulligkeit und seltsame Ansichten nicht übel genommen werden, weil sich ja sowieso niemand danach richten wird, erscheinen in der öffentlichen Wahrnehmung als Vertreter des Islam im Wesentlichen Osama bin Laden und die Taliban.
Die Wahrheit liegt bei beiden Religionen wohl irgendwo in der Mitte. Das zeigen sowohl Millionen von Moslems, die ihre Religion genauso selbstverständlich dem Grundgesetz unterordnen wie Millionen von Christen dies tun, als auch evangelikale Fundamentalisten.
MfG, parkwaechter
Dabei ist der freundliche alte Herr in Rom der Großinquisitor gewesen, bis er Papst wurde. Die Glaubenskongregation ist Nachfolgeinstitution der Inquisition.
Komisch, kommt mir immer ganz anders vor wenn ich die Kommentare hier so lese.
Dann bekommen der Papst und Katholiken im speziellen immer ganz gut auf's Dach.
Meistens wegen Dingen die schon lange zurück liegen.
Bezogen auf den Artikel, es ist übrigens erstaunlich mutig, wenn man 1934 in der Barmer Theologischen Erklärung Gottes Wort über das eines weltlichen Idioten gestellt hat, auch da wird der Katholizismus ja immer wieder gerne anders dargestellt.
Und wer auch schön, wenn hier mal so viele gegen Frauen und Kinder mit Sprengstoffgürteln demonstrieren würden, wie gegen National-Befreite-Zonen.
Dabei ist der freundliche alte Herr in Rom der Großinquisitor gewesen, bis er Papst wurde. Die Glaubenskongregation ist Nachfolgeinstitution der Inquisition.
Komisch, kommt mir immer ganz anders vor wenn ich die Kommentare hier so lese.
Dann bekommen der Papst und Katholiken im speziellen immer ganz gut auf's Dach.
Meistens wegen Dingen die schon lange zurück liegen.
Bezogen auf den Artikel, es ist übrigens erstaunlich mutig, wenn man 1934 in der Barmer Theologischen Erklärung Gottes Wort über das eines weltlichen Idioten gestellt hat, auch da wird der Katholizismus ja immer wieder gerne anders dargestellt.
Und wer auch schön, wenn hier mal so viele gegen Frauen und Kinder mit Sprengstoffgürteln demonstrieren würden, wie gegen National-Befreite-Zonen.
Malte Lehming hat Recht mit seiner Feststellung, dass sowohl Christentum als auch Islam Herrschaft über Staat und Privatleben beanspruchen und die Frauen unterdrücken wollen.
Doch ist das Chistentum zumindest im Westen weit mehr als der Islam gezähmt und zivilisiert worden. Und diese wohltätige Zähmung und Zivilisierung verdanken wir Aufklärung, Humanismus, Renaissance und 68. Mitgewirkt an der Zähmung haben im Zuge von Humanismus und Renaissance christentumsphobe Blasphemien wie zum Beispiel Goethes Ballade "Die Braut von Korinth" oder Wilhelm Buschs antiklerikale Satire "Der heilige Antonius von Padua". Von den GRÜNEN als den Nachfolgern der Aufklärer und der 68er erwarte ich, dass sie diesen Traditionen die Treue halten!
Ein sehr Interessantes Buch ebenso Das Kreuz mit der Kirche.
Jede Religion im Extrem ist von Übel dann lieber einen gesunden Humanismus mit oder ohne religiöser Prägung
Glaube ich nicht. Die Religiösen nennen es "Verantwortung vor Gott" und die Atheisten "Gewissen". Sollten sie jedenfalls haben ;-)
Unter den Religiösen gibt es solche, die die jeweilige heilige Schrift wörtlich nehmen. Die müssen sie dann immer noch interpretieren und, zumindest was die Bibel angeht, auswählen, was sie denn für Gottes Wort halten. Die anderen benutzen sowieso ihren Verstand, sollten sie zumindest ;-) Und damit sind sie in der Urteilsfindung den Atheisten gar nicht so unähnlich. Sollten sie zumindest...
eine Religion, noch deren Interpretierer, um "in Verantwortung
vor (einem) Gott" zu stehen.
... dass Ihr Kommentar ausgerechnet mit "glaube ich nicht" anhebt. Wird wohl Absicht gewesen sein; oder Vorsehung?! :)
In der Sache kann ich nur sagen, dass die Versteifung auf Radikalstandpunkte (zu denen ich auch den Atheismus zähle) in der Verständigung zwischen Menschen nicht weiterführen wird. Entscheidend ist die Anerkennung sozialer Missstände, von denen bestimmte Glaubensgemeinschaften (insbesondere in ihren "Heimat"ländern) stärker betroffen sind und die sie historisch stärker belasten als andere. Das Christentum des aufgeklärten Industriestandorts Europa steht vollkommen anders da als das in Afrika oder der Islam in Drittweltländern.
Ich wäre dankbar, wenn der Glaube tatsächlich nicht zur Hauptsache gemacht würde. Das verschleiert in meinen Augen vor allem die wirklichen Konflikte (siehe Siedlungsproblematik in Israel).
eine Religion, noch deren Interpretierer, um "in Verantwortung
vor (einem) Gott" zu stehen.
... dass Ihr Kommentar ausgerechnet mit "glaube ich nicht" anhebt. Wird wohl Absicht gewesen sein; oder Vorsehung?! :)
In der Sache kann ich nur sagen, dass die Versteifung auf Radikalstandpunkte (zu denen ich auch den Atheismus zähle) in der Verständigung zwischen Menschen nicht weiterführen wird. Entscheidend ist die Anerkennung sozialer Missstände, von denen bestimmte Glaubensgemeinschaften (insbesondere in ihren "Heimat"ländern) stärker betroffen sind und die sie historisch stärker belasten als andere. Das Christentum des aufgeklärten Industriestandorts Europa steht vollkommen anders da als das in Afrika oder der Islam in Drittweltländern.
Ich wäre dankbar, wenn der Glaube tatsächlich nicht zur Hauptsache gemacht würde. Das verschleiert in meinen Augen vor allem die wirklichen Konflikte (siehe Siedlungsproblematik in Israel).
Haben Sie den Koran gelesen?
Kennen Sie den Schwertvers?
Hier eine Erklärung:
http://de.wikipedia.org/w...
Wissen Sie das die Islamische Orthodoxie die moderaten Verse des Korans schon im 12ten Jahrhundert verworfen hat?
Das wir im Christentum die Aufklärung hinter uns haben ist aber klar,oder?!
Sie zitieren hauptsächlich Ereignisse die im Christlichen Kulturkreis stattgefunden haben.
Wo sind ähnliche Bewegungen im islamischen Raum zu finden?
Wo sind die Mozarts,Kants,Einsteins im islamischen Raum?
Ich wünsche allen Relativisten einen schönen Tag und verbleibe mit freundlichen Grüßen Marco Antonio Bragadin
diese Gedanken sind mir auch gekommen. Was will der Autor mit seinem Beitrag bezwecken? Außer Relativierung,die nicht zeitgemäß ist, fällt mir nichts ein...
Die maßgeblichen Koranverse für die Beziehung von Muslimen mit Nicht-Muslimen seien solche wie zum Beispiel 8:61:[14]
„Und wenn sie (d.h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“
Es wäre ratsam gewesen, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.
....die islamische Kultur hat u.A. große Erkenntnisse in Mathematik und Medizin hervorgebracht. Während Europa im Mittelalter durch den Einfluss der Kirchen jeglichen wissenschaftlichen Fortschritt verweiger hat gab es im Nahen Osten fortschrittliche Universitäten und Krankenhäuser, die ersten Chirurgen der Welt waren Moslems. Sogar die Dampfmaschine haben die Osmanen als erfunden - leider haben sie die Tragweite dieser Erfindung nicht erkannt.
Steigen wir von unseren hohen abendländischen Rössern. Es gibt Genies auch in anderen Kulturkreisen.
...zwei hochinteressante Schriftsteller (einer Nobelpreisträger, einer immerhin Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels) und der größte Kultur-Reformator des 20. Jh. - alle aus dem 'islamischen Raum'. Aber: alle alles andere als fromm.
"Wo sind die Mozarts,Kants,Einsteins im islamischen Raum?"
Mozart: Nicht nur Freimaurer unter päpstlichem Bannfluch, sondern Komponist einer 'Freimaureroper' - 'Die Zauberflöte'.
Kant: ein unorthodoxer Kulturprotestant und Religionskritiker.
Einstein: ein konfessionsloser Pantheist.
"Das[s] wir die Aufklärung hinter uns haben, ist aber klar, oder?!"
Historisch betrachtet, fand die Aufklärung vor ein paar hundert Jahren statt. Es ist aber gerade mal ein paar Jahrzehnte her, dass auch in diesem unseren "christlich geprägten" Land unverheiratete Mütter auf heftige Verachtung und Ablehnung stießen, dass Schwule als kriminell galten, dass junge Paare ohne Trauschein keine Wohnung fanden... Im Namen der christlichen Religionen wurde und wird in Nordirland Hass gepredigt. Noch nicht lang ists her, als der Papst Holocaust-Leugner ins Boot zurückholte, und von all den Missbrauchsfällen (innerhalb der Kirche, aber auch außerhalb - in unserer christlichen, ach so aufgeklärten Gesellschaft) will ich gar nicht reden... Woher nehmen manche Kommentatoren ihre Überheblichkeit?
Auf die Leistungen der islamischen Kultur im weltlichen Bereich sind zum Glück schon andere Gegenkommentatoren eingegangen. Nicht dass ich die Probleme und Gefahren leugnen will, die der radikale Islam mit sich bringt und auch mit sich selber hat, nicht dass ich die sozialen Probleme im Bereich der Unterschichten-Muslime verharmlosen will: Aber historisch lässt sich hier rein gar nichts begründen. Und Arroganz hilft uns auch nicht weiter. Ein islamischer Mozart? Was soll das? Blickt doch mal über den Tellerrand!
sollten Sie sich mit ihrem wohlwollenden Gruß an "die Relativierer" davor hüten, mit mangeldem Wissen und erlebnisorientierter Mindestbelesenheit sich selbst zu grüßen. Hätten Sie ihre Quelle zu Ende gelesen:
" Die maßgeblichen Koranverse für die Beziehung von Muslimen mit Nicht-Muslimen seien solche wie zum Beispiel 8:61:[14]
„Und wenn sie (d.h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“
hätten Sie leicht feststellen können, dass ihr imperativer Anspuch auf eine monodimensionale Seichtdeutung mit jener Quelle zu widerlegen ist, die sie als Beweis für das genaue Gegenteil einbringen wollten.
Einfach schlecht!
Bevor Sie anderen Kulturen mangelnde künstlerische, wissenschaftliche und intellektuelle Leistungen vorwerfen, arbeiten Sie lieber zunächst einmal an Ihren eigenen Bildungslücken.
Zum Beispiel können Sie hier anfangen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blütezeit_des_Islam
Christus:
Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert...nebst Zwietracht zwischen Verwandten usw.
leicht zu finden in der online Bibel.
Diese versfinderei ist was für religiöse Eiferer und für Blöde, die meinen ein Buch könne aus einem Satz heraus interpretiert werden.
Die Kritik, die Sie hier äußern hat doch nur damit zu tun, dass Sie leider überhaupt keine Ahnung von dem nahen Osten haben und deswegen davon ausgehen, dass es keine reformistischen und revolutionären Kräfte (innerhalb des Islams) gab! Neben grundlegenden Denkern des Mittelalters (Abu-Ali Sina, der essentiell für die westliche Philosophie ist, da er Aristoteles und Platon "ausgegraben" hat), gab es unglaublich viele Bewegungen und Strömungen, die HIER in Europa nur in wissenschaftlichen KOntexten dokumentiert sind. Lesen Sie hierzu beispielsweise über die Konstitutielle Revolution im Iran, die von reformistischen, islamischen (später Bahai) Bewegung getragen wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionelle_Revolution_(Iran)
Zudem bedenken Sie überhaupt nicht, dass der Nahe Osten bis in die 50er Jahre hinein(und weit darüber hinaus) als "Kolonie" betrachtet wurde und dementsprechend Demokratie- und Reformbestrebungen unterdrückt wurden. Hierzu
http://en.wikipedia.org/wiki/All_the_Shah's_Men
Bevor man aus lauter UNWISSENHEIT mit Steinen wirft, sollte man sich die Mühe machen, nachzulesen!
PS: bei dieser ganzen Debatte vergisst man, wie viele migrantische Atheististen und Sekularorientiert Migranten in Deutschland/Europa leben! Iraner, Afghanen, Syrier etc. entstammen ebenfalls dem islamischen Kulturkreis!
Auf die Frage : Wo sind die Mozarts,Kants,Einsteins im islamischen Raum?
http://www.youtube.com/wa...
diese Gedanken sind mir auch gekommen. Was will der Autor mit seinem Beitrag bezwecken? Außer Relativierung,die nicht zeitgemäß ist, fällt mir nichts ein...
Die maßgeblichen Koranverse für die Beziehung von Muslimen mit Nicht-Muslimen seien solche wie zum Beispiel 8:61:[14]
„Und wenn sie (d.h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“
Es wäre ratsam gewesen, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.
....die islamische Kultur hat u.A. große Erkenntnisse in Mathematik und Medizin hervorgebracht. Während Europa im Mittelalter durch den Einfluss der Kirchen jeglichen wissenschaftlichen Fortschritt verweiger hat gab es im Nahen Osten fortschrittliche Universitäten und Krankenhäuser, die ersten Chirurgen der Welt waren Moslems. Sogar die Dampfmaschine haben die Osmanen als erfunden - leider haben sie die Tragweite dieser Erfindung nicht erkannt.
Steigen wir von unseren hohen abendländischen Rössern. Es gibt Genies auch in anderen Kulturkreisen.
...zwei hochinteressante Schriftsteller (einer Nobelpreisträger, einer immerhin Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels) und der größte Kultur-Reformator des 20. Jh. - alle aus dem 'islamischen Raum'. Aber: alle alles andere als fromm.
"Wo sind die Mozarts,Kants,Einsteins im islamischen Raum?"
Mozart: Nicht nur Freimaurer unter päpstlichem Bannfluch, sondern Komponist einer 'Freimaureroper' - 'Die Zauberflöte'.
Kant: ein unorthodoxer Kulturprotestant und Religionskritiker.
Einstein: ein konfessionsloser Pantheist.
"Das[s] wir die Aufklärung hinter uns haben, ist aber klar, oder?!"
Historisch betrachtet, fand die Aufklärung vor ein paar hundert Jahren statt. Es ist aber gerade mal ein paar Jahrzehnte her, dass auch in diesem unseren "christlich geprägten" Land unverheiratete Mütter auf heftige Verachtung und Ablehnung stießen, dass Schwule als kriminell galten, dass junge Paare ohne Trauschein keine Wohnung fanden... Im Namen der christlichen Religionen wurde und wird in Nordirland Hass gepredigt. Noch nicht lang ists her, als der Papst Holocaust-Leugner ins Boot zurückholte, und von all den Missbrauchsfällen (innerhalb der Kirche, aber auch außerhalb - in unserer christlichen, ach so aufgeklärten Gesellschaft) will ich gar nicht reden... Woher nehmen manche Kommentatoren ihre Überheblichkeit?
Auf die Leistungen der islamischen Kultur im weltlichen Bereich sind zum Glück schon andere Gegenkommentatoren eingegangen. Nicht dass ich die Probleme und Gefahren leugnen will, die der radikale Islam mit sich bringt und auch mit sich selber hat, nicht dass ich die sozialen Probleme im Bereich der Unterschichten-Muslime verharmlosen will: Aber historisch lässt sich hier rein gar nichts begründen. Und Arroganz hilft uns auch nicht weiter. Ein islamischer Mozart? Was soll das? Blickt doch mal über den Tellerrand!
sollten Sie sich mit ihrem wohlwollenden Gruß an "die Relativierer" davor hüten, mit mangeldem Wissen und erlebnisorientierter Mindestbelesenheit sich selbst zu grüßen. Hätten Sie ihre Quelle zu Ende gelesen:
" Die maßgeblichen Koranverse für die Beziehung von Muslimen mit Nicht-Muslimen seien solche wie zum Beispiel 8:61:[14]
„Und wenn sie (d.h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“
hätten Sie leicht feststellen können, dass ihr imperativer Anspuch auf eine monodimensionale Seichtdeutung mit jener Quelle zu widerlegen ist, die sie als Beweis für das genaue Gegenteil einbringen wollten.
Einfach schlecht!
Bevor Sie anderen Kulturen mangelnde künstlerische, wissenschaftliche und intellektuelle Leistungen vorwerfen, arbeiten Sie lieber zunächst einmal an Ihren eigenen Bildungslücken.
Zum Beispiel können Sie hier anfangen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blütezeit_des_Islam
Christus:
Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert...nebst Zwietracht zwischen Verwandten usw.
leicht zu finden in der online Bibel.
Diese versfinderei ist was für religiöse Eiferer und für Blöde, die meinen ein Buch könne aus einem Satz heraus interpretiert werden.
Die Kritik, die Sie hier äußern hat doch nur damit zu tun, dass Sie leider überhaupt keine Ahnung von dem nahen Osten haben und deswegen davon ausgehen, dass es keine reformistischen und revolutionären Kräfte (innerhalb des Islams) gab! Neben grundlegenden Denkern des Mittelalters (Abu-Ali Sina, der essentiell für die westliche Philosophie ist, da er Aristoteles und Platon "ausgegraben" hat), gab es unglaublich viele Bewegungen und Strömungen, die HIER in Europa nur in wissenschaftlichen KOntexten dokumentiert sind. Lesen Sie hierzu beispielsweise über die Konstitutielle Revolution im Iran, die von reformistischen, islamischen (später Bahai) Bewegung getragen wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Konstitutionelle_Revolution_(Iran)
Zudem bedenken Sie überhaupt nicht, dass der Nahe Osten bis in die 50er Jahre hinein(und weit darüber hinaus) als "Kolonie" betrachtet wurde und dementsprechend Demokratie- und Reformbestrebungen unterdrückt wurden. Hierzu
http://en.wikipedia.org/wiki/All_the_Shah's_Men
Bevor man aus lauter UNWISSENHEIT mit Steinen wirft, sollte man sich die Mühe machen, nachzulesen!
PS: bei dieser ganzen Debatte vergisst man, wie viele migrantische Atheististen und Sekularorientiert Migranten in Deutschland/Europa leben! Iraner, Afghanen, Syrier etc. entstammen ebenfalls dem islamischen Kulturkreis!
Auf die Frage : Wo sind die Mozarts,Kants,Einsteins im islamischen Raum?
http://www.youtube.com/wa...
eine Religion, noch deren Interpretierer, um "in Verantwortung
vor (einem) Gott" zu stehen.
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