Gut zwei Wochen nach der US-Kongresswahl ist das letzte Rennen um die Sitze im Senat gelaufen: In Alaska konnte die republikanische Amtsinhaberin Lisa Murkowski die Senatswahl für sich entscheiden. Sie siegte nach einem zähen Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den von der rechtspopulistischen Tea-Party unterstützten Kandidaten Joe Miller, wie US-Medien berichteten.

Bemerkenswert daran ist, dass Murkowski in der parteiinternen Kandidatenkür der Republikaner in Alaska gegen Miller verloren hatte. Als sogenannte Write-In-Kandidation trat sie am 2. November dennoch an. Write-In-Stimmabgabe bedeutet, dass der Name des Kandidaten von den Wählern auf dem Stimmzettel handschriftlich nachgetragen werden muss. Murkowski erklärte sich nun mit Unterstützung ihrer Partei schließlich zur Siegerin der Abstimmung, berichtete die Zeitung Anchorage Daily News .

Gegenkandidat Miller hatte mit einer Reihe radikaler Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht. So lobte er bei einer Wahlveranstaltung die Berliner Mauer und Ostdeutschland als Vorbild für die US-Grenze zu Mexiko, über die viele illegale Einwanderer ins Land kommen. Einem Reporter, der ihm unangenehme Fragen stellte, ließ er Handschellen anlegen.

Die Republikaner verfügen nun im Senat — der kleineren Kongresskammer — über 47 Sitze, 6 mehr als bisher. Die Demokraten bringen es auf 53 Mandate unter Einschluss von 2 Unabhängigen, die mit ihnen eine Fraktionsgemeinschaft bilden.