Extremismus Hassmusik zum Einstieg

Der Verfassungsschutz beobachtet ein Erstarken der Linksextremen. Auch in dieser Szene gibt es jetzt Bands, die mit Musik zur Gewalt aufrufen.

Autonome im Hamburger Schanzenviertel, September 2009

Autonome im Hamburger Schanzenviertel, September 2009

Die linksextreme Szene in Deutschland wird stärker. Das Potenzial sei im vergangenen Jahr, nach Abzug von Mehrfachmitgliedschaften, um 600 Personen auf 32.200 gewachsen, sagten Verfassungsschützer dem Tagesspiegel. Den deutlichsten Anstieg, um 500 Personen auf jetzt 25.800, verzeichnete das Spektrum der "Marxisten-Leninisten und anderen revolutionären Marxisten", wie der Nachrichtendienst die in der Regel nicht zu Gewalt neigenden Organisationen nennt.

Auffallend ist vor allem die weitere Zunahme beim Verein Rote Hilfe, der Linke unterstützt, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Im Jahr 2010 sei die Zahl der Mitglieder auf 5500 gestiegen (2009: 5300, 2008: 5000). Die Rote Hilfe sei "strömungsübergreifend" für Linksextremisten attraktiv, hieß es.

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Gewachsen ist auch das Potenzial der gewaltbereiten Linken, hauptsächlich Autonome. Hier sei im vergangenen Jahr eine Zunahme um 200 Personen auf 6800 zu verzeichnen, sagten die Experten. Damit setzt sich der seit 2005 zu beobachtende Anstieg fort. Damals zählten die Behörden für Verfassungsschutz 5500 gewaltbereite Linksextremisten, seitdem gab es fast jedes Jahr einen Zuwachs.

Als eine Ursache nennen Verfassungsschützer die zunehmend populäre Einstiegsdroge Hassmusik. Ähnlich wie in der rechtsextremen Szene gebe es auch Bands bei den Linken, die zu Gewalt aufrufen und actionorientierte Jugendliche anlocken. Als Beispiel wird die Gruppe Krachakne genannt. Sie ist die erste linke Band im Bundesland Brandenburg, die sich demnächst vor Gericht verantworten muss.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hatte im September 2010 die vier jungen Mitglieder angeklagt, öffentlich zu Körperverletzung aufgefordert zu haben, wenn auch "erfolglos". In einem Song zu den jährlichen Krawallen am 1. Mai werden Angriffe auf Polizisten propagiert, mit Parolen wie "Bullenschwein, ach Bullenschwein, wir schlagen dir die Fresse ein" und "die Polizei dein Freund und Helfer, knall sie ab und hilf dir selber". Am 19. Januar beginnt am Amtsgericht Neuruppin der Prozess.

Im Oktober hatte zudem die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Anregung des Landeskriminalamts Brandenburg eine CD der Band DieVisitor indiziert. Die Gruppe ruft in einem Song mit dem Titel Copkiller ebenfalls zu Gewalt gegen Polizisten auf.

Leser-Kommentare
  1. Die Gründe für die Radikalisierung will man natürlich seitens der etablierten Politik nur bejammern und begreinen. Die Gründe dafür ignoriert man - schließlich hat man so das Gefühl, dass die Ergebnisse einer genauen Analyse, was in D eigentlich so los ist, extrem unangenehm - ja sogar gefährlich sind.

    Folglicherweise übr man übt sich in der Pflege des Palmström'schen Prinzip und der Vogel-Strauß-Taktik.

    11 Leser-Empfehlungen
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    geht's uns zu gut ?
    Kommen Sie für die Äußerung ihrer Meinung vielleicht ins Zuchthaus oder bekommen Sie Besuch von einer Geheimpolizei ?
    Müssen Sie sich DIE ZEIT vom Munde absparen ?
    Müssen Sie vielleicht ihre Krankenhausrechnug selbst bezahlen ?

    geht's uns zu gut ?
    Kommen Sie für die Äußerung ihrer Meinung vielleicht ins Zuchthaus oder bekommen Sie Besuch von einer Geheimpolizei ?
    Müssen Sie sich DIE ZEIT vom Munde absparen ?
    Müssen Sie vielleicht ihre Krankenhausrechnug selbst bezahlen ?

  2. Was für ein idealistischer Unsinn. Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein.

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    "Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein."
    Gelächter, schallendes!

    Sie schreiben “die gesellschaftlichen Verhältnisse führen zu einem revolutionärem Bewusstsein “. Das kann muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Hier geht es selbst H4 Empfängern besser als dem Grossteil der Weltbevölkerung. Die Wirtschaft zieht gerade wieder an. Wir sind politisch eines der stabilsten Länder weltweit. Wir sind auch eines der sichersten Länder.
    Ich kann also beim besten Willen keinen Bedarf für revolutionäres Handeln erkennen. Das Problem sind nicht die Zustände des Landes, sondern der verwirrte Zustand im Kopf solcher “Revolutionäre “. Denen wird man es so und so nie recht machen können. Ganz gleich welches System man auch installiert, das Haar in der Suppe findet sich immer. Diese Leute haben schlicht noch keinen Sinn im Leben gefunden und versuchen diesen Mangel zu kompensieren. Diese Unzufriedenheit ist ein Kopfproblem, kein Problem des Systems.

    was die ärmsten Schichten des Proletariats lesen. Wenn sie meinen mit Hartz IV lässt es sich menschenwürdig leben, verweist das nur auf die oben genannte Wahrheit, das Sein bestimmt das Bewußtsein.

    Hartz4 Empfänger werden aber selten Autonome, die gehen allerhöchstens zu den Neonazis..soviel zu deiner These. Die Autonomen sind doch zu 90% Zöglinge der Mittel- und Oberschicht.

    Denen ist langweilig, die wollen Action. Warum auch nicht...

    Anm: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlich argumentierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv

    ich geben Realist29 100%ig Recht.
    Im übrigen @BerndEich: klappstuhl hat mit seinem gelächter völlig recht. warum? weil sie sich hier als jemand outet, der marx nachplappert ohne nachzudenken. und nebenbei: wer ist das proletariat, heute?
    ferner: die ärmsten schichten des proletariats gehören nicht zum leserkreis der zeit? gewagte aussage, sehr gewagt! und diskriminierend.

    Anm: Bitte bleiben Sie artikelbezogen und sachlich gegenüber Diskussionsteilnehmern. Danke. Die Redaktion/lv

    kann mir einer sagen, was am anzünden von autos politisch ist? das verstehe ich noch nicht so ganz

    "Was für ein idealistischer Unsinn. Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein."

    Bei den einen führen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu revolutionärem Bewusstsein, die anderen leben halt weiter verblendet mit ihrem falschen Bewusstsein. Einfach formuliert: wer anders denkt als ich, ist doof.

    schämen Sie sich nicht.
    Wahrscheinlich bekommen diese Radaubrüder die Behandlungen ihrer 'Kriegsverletzungen' noch von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet !

    Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv

    Aber vielleicht erwecken die Zustände in der BRD bei denjenigen, die hinten runterfallen, gefallen sind oder nicht nach vorne gelassen werden gewisse Gefühle wie "Einfach nur reinschlagen" aka Hass, Frustration, Wut.

    ...

    "Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein."
    Gelächter, schallendes!

    Sie schreiben “die gesellschaftlichen Verhältnisse führen zu einem revolutionärem Bewusstsein “. Das kann muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Hier geht es selbst H4 Empfängern besser als dem Grossteil der Weltbevölkerung. Die Wirtschaft zieht gerade wieder an. Wir sind politisch eines der stabilsten Länder weltweit. Wir sind auch eines der sichersten Länder.
    Ich kann also beim besten Willen keinen Bedarf für revolutionäres Handeln erkennen. Das Problem sind nicht die Zustände des Landes, sondern der verwirrte Zustand im Kopf solcher “Revolutionäre “. Denen wird man es so und so nie recht machen können. Ganz gleich welches System man auch installiert, das Haar in der Suppe findet sich immer. Diese Leute haben schlicht noch keinen Sinn im Leben gefunden und versuchen diesen Mangel zu kompensieren. Diese Unzufriedenheit ist ein Kopfproblem, kein Problem des Systems.

    was die ärmsten Schichten des Proletariats lesen. Wenn sie meinen mit Hartz IV lässt es sich menschenwürdig leben, verweist das nur auf die oben genannte Wahrheit, das Sein bestimmt das Bewußtsein.

    Hartz4 Empfänger werden aber selten Autonome, die gehen allerhöchstens zu den Neonazis..soviel zu deiner These. Die Autonomen sind doch zu 90% Zöglinge der Mittel- und Oberschicht.

    Denen ist langweilig, die wollen Action. Warum auch nicht...

    Anm: Bitte bemühen Sie sich um einen sachlich argumentierten Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/lv

    ich geben Realist29 100%ig Recht.
    Im übrigen @BerndEich: klappstuhl hat mit seinem gelächter völlig recht. warum? weil sie sich hier als jemand outet, der marx nachplappert ohne nachzudenken. und nebenbei: wer ist das proletariat, heute?
    ferner: die ärmsten schichten des proletariats gehören nicht zum leserkreis der zeit? gewagte aussage, sehr gewagt! und diskriminierend.

    Anm: Bitte bleiben Sie artikelbezogen und sachlich gegenüber Diskussionsteilnehmern. Danke. Die Redaktion/lv

    kann mir einer sagen, was am anzünden von autos politisch ist? das verstehe ich noch nicht so ganz

    "Was für ein idealistischer Unsinn. Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein."

    Bei den einen führen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu revolutionärem Bewusstsein, die anderen leben halt weiter verblendet mit ihrem falschen Bewusstsein. Einfach formuliert: wer anders denkt als ich, ist doof.

    schämen Sie sich nicht.
    Wahrscheinlich bekommen diese Radaubrüder die Behandlungen ihrer 'Kriegsverletzungen' noch von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet !

    Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv

    Aber vielleicht erwecken die Zustände in der BRD bei denjenigen, die hinten runterfallen, gefallen sind oder nicht nach vorne gelassen werden gewisse Gefühle wie "Einfach nur reinschlagen" aka Hass, Frustration, Wut.

    ...

  3. In den 60ern und 70ern gab es doch auch den ein oder anderen Song, der nicht gerade der damaligen gesellschaftlichen Korrektheit entsprach. Werden wir jetzt prüder ?

    Schlimmer wäre es, wenn Extremisten Brandbomben werfen oder zur Kalaschnikow greifen.

    • joG
    • 07.01.2011 um 11:34 Uhr

    war dumm und bösartig. Man kann aus den zitierten Passagen nachvollziehen, dass Gewalt vielleicht befürwortet würde. Auch kann man eine Aufforderung dazu vielleicht hinein interpretieren. Das mag alles sein. Es war allerdings auch Ausdruck einer politisch-gesellschaftlichen Meinung. Als solche ist kaum einzusehen, dass es gerechtfertigt ist so zu verfahren:
    " Sie ist die erste linke Band im Bundesland Brandenburg, die sich demnächst vor Gericht verantworten muss."

    Denn Gewalt gegen den Staat muss manchmal erlaubt sein. Zumindest feiert die Nation die Geschwister Scholl und von Stauffenberg, die unterschiedliche Maße der Gewalt unter unterschiedlichen Bedingungen gegen den Staat einsetzten. Es ist also mehr oder weniger Konsens im Land, dass man sich uU dem Staat entgegenstellen sollte.

    Wie hoch der Grad der dabei eingesetzten Gewalt sein darf bleibt dabei aber ungeklärt. Generell wird man sagen, dass gewisses illegitimes Handeln des Staates geringe Gegengewalt zulassen (Scholl), während zunehmend stärker illegitimes Verhalten des Staates auch ein wachsendes Maß der Gegengewalt und im Extremfall Mord (Stauffenberg) erlauben.

    Wer aber soll bestimmen? Doch sicher nicht im Extremfall die Regierenden (Himmler) oder das Gericht (Freisler). Also wo die Grenzen bzw Schwellenwerte ziehen?

    Jedenfalls scheint mir eine Gesellschaft krank, die glaubt oder keinen besseren Weg findet, als Grenze der Meinungsäußerung bei der Vokalisierung oder einem Kopftuch zu ziehen.

    14 Leser-Empfehlungen
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    Wenn Sie die Gewalt gegen den Staat fuer zulaessig erachten
    und gleichzeitig der Regierung und Gerichten das Recht ab-
    sprechen, darueber zu befinden was richtig ist, moechte ich
    bitte wissen, wie Sie den Buerger schuetzen wollen. Unsere
    Regierung mit Himmler und die Gerichte mit Freisler zu ver-
    gleichen ist empoerend!

    Dümmer geht ümmer.
    "Bullenschwein, ach Bullenschwein, wir schlagen dir die Fresse ein" und "die Polizei dein Freund und Helfer, knall sie ab und hilf dir selber"- daraus zu schlußfolgern:
    "Man kann aus den zitierten Passagen nachvollziehen, dass Gewalt vielleicht befürwortet würde. Auch kann man eine Aufforderung dazu vielleicht hinein interpretieren. Das mag alles sein." ??
    Da braucht es kein interpretieren, das ist unverhohlener Aufruf zur Gewalt, zu Mord und Totschlag.

    • Afa81
    • 07.01.2011 um 12:29 Uhr

    ... vorgehen? Gegen Familienväter, die beruflich bei der Polizei tätig sind? Oder wen vergleichen Sie mit Stauffenberg? Stauffenberg hat ein Attettat auf Hitler verübt. Die Parallele können Sie mir bitte noch etwas deutlicher aufzeigen.

    und auch mit vielen Konjunktiven behaftet. Mir scheint, Sie sind sich auch nicht im klaren, ob sie nun Gewalt befürworten oder nicht. Wenn ich Sie richtig verstehe, sagen Sie, dass Sie unter Umständen (gegen Diktatur etc.) Gewalt in einem gewissen Maße befürworten "würden".

    Nun leben wir aber immer noch in einer Demokratie auf Grundlage unseres Grundgesetzes. Zudem kann man Konflikte auch ohne Gewalt lösen. Warum also die Faselei? Was sagen Sie nun konkret zu dem Fall mit der Band vor Gericht?

    Und Polizei und Justiz über den Kamm "einer beteiligten Partei" zu scheren ist schon gewagt. Ganz zu schweigen vom hypothetischen Vergleich der heutigen Institutionen mit den Nazis.

    Wenn Sie die Gewalt gegen den Staat fuer zulaessig erachten
    und gleichzeitig der Regierung und Gerichten das Recht ab-
    sprechen, darueber zu befinden was richtig ist, moechte ich
    bitte wissen, wie Sie den Buerger schuetzen wollen. Unsere
    Regierung mit Himmler und die Gerichte mit Freisler zu ver-
    gleichen ist empoerend!

    Dümmer geht ümmer.
    "Bullenschwein, ach Bullenschwein, wir schlagen dir die Fresse ein" und "die Polizei dein Freund und Helfer, knall sie ab und hilf dir selber"- daraus zu schlußfolgern:
    "Man kann aus den zitierten Passagen nachvollziehen, dass Gewalt vielleicht befürwortet würde. Auch kann man eine Aufforderung dazu vielleicht hinein interpretieren. Das mag alles sein." ??
    Da braucht es kein interpretieren, das ist unverhohlener Aufruf zur Gewalt, zu Mord und Totschlag.

    • Afa81
    • 07.01.2011 um 12:29 Uhr

    ... vorgehen? Gegen Familienväter, die beruflich bei der Polizei tätig sind? Oder wen vergleichen Sie mit Stauffenberg? Stauffenberg hat ein Attettat auf Hitler verübt. Die Parallele können Sie mir bitte noch etwas deutlicher aufzeigen.

    und auch mit vielen Konjunktiven behaftet. Mir scheint, Sie sind sich auch nicht im klaren, ob sie nun Gewalt befürworten oder nicht. Wenn ich Sie richtig verstehe, sagen Sie, dass Sie unter Umständen (gegen Diktatur etc.) Gewalt in einem gewissen Maße befürworten "würden".

    Nun leben wir aber immer noch in einer Demokratie auf Grundlage unseres Grundgesetzes. Zudem kann man Konflikte auch ohne Gewalt lösen. Warum also die Faselei? Was sagen Sie nun konkret zu dem Fall mit der Band vor Gericht?

    Und Polizei und Justiz über den Kamm "einer beteiligten Partei" zu scheren ist schon gewagt. Ganz zu schweigen vom hypothetischen Vergleich der heutigen Institutionen mit den Nazis.

    • zacc
    • 07.01.2011 um 11:34 Uhr

    'Hassmusik' klingt ja fast genauso toll wie 'Killerspiel'. Wer ist denn da wieder drauf gekommen ?

    Wenn das Umfeld stimmt, dann ist auch 'Hassmusik' nur noch Begleitgedudel und spielt keine so schwerwiegende Rolle. Sie wiegelt höchstens bereits erhitzte Gemüter weiter auf, aber das hätten andere Faktoren genauso gekonnt. Sich also gerade auf die Musik zu fixieren ist zu engstirnig und führt zu keiner sinnvollen Problemlösung.

    10 Leser-Empfehlungen
    • nomro
    • 07.01.2011 um 11:38 Uhr

    Das "Hassmusik" der Linken neuerdings zu einer zunehmenden Gewaltbereitschaft führt, sei mal dahingestellt. Zumal das Zitat aus dem Text der Band "Polizei, dein Freund und Helfer ..." bei den Böhsen Onkelz geklaut wurde, die diesen Reim bereits 1981 - damals noch als Punks - benutzen.

    Fakt ist, dass seit Start der (Deutsch)-Punkszene Ende der 1970er Jahre immer wieder auch Lieder mit Aufrufen zu Gewalt gegen Polizisten, Politiker oder Rechte veröffentlicht wurden.

    Was daran so neu sein soll, ist mir ehrlicherweise schleierhaft ...

  4. "Die gesellschaftlichen Verhältnissen führen zu einem revolutionären Bewußtsein."
    Gelächter, schallendes!

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    Genau dieses "schallende Gelächter" ist eben das Problem unserer Gesellschaft. Arrogantes Gelaber einer mittels Medien jahrzehntelang weichgespülten Masse. Weltweite Studien zur Lebenszufriedenheit widerlegen diese "Aufgeschlossenheit^^" und den Mangel an Selbstkritik immer wieder...

    Genau dieses "schallende Gelächter" ist eben das Problem unserer Gesellschaft. Arrogantes Gelaber einer mittels Medien jahrzehntelang weichgespülten Masse. Weltweite Studien zur Lebenszufriedenheit widerlegen diese "Aufgeschlossenheit^^" und den Mangel an Selbstkritik immer wieder...

  5. Wenn Sie die Gewalt gegen den Staat fuer zulaessig erachten
    und gleichzeitig der Regierung und Gerichten das Recht ab-
    sprechen, darueber zu befinden was richtig ist, moechte ich
    bitte wissen, wie Sie den Buerger schuetzen wollen. Unsere
    Regierung mit Himmler und die Gerichte mit Freisler zu ver-
    gleichen ist empoerend!

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    • joG
    • 07.01.2011 um 12:17 Uhr

    ....dass im Extremfall (also nicht heute) man vor Gericht einem Freisler oder in der Regierung einem Himmler gegenüber stünde. Würde man allerdings einen Bürger gerichtlich verurteilen, der zum Widerstand gegen die Polizei aufruft, wenn sie gegen friedliche Demonstranten mit Gewalt vorgehen oder ins Gefängnis steckt, der eine Dummheit plappert wie, es wären nur 400.000 Juden im Reich getötet worden, da könnte man auch sagen, er habe den Kleinen Friesler erfahren ;).

    Aber im Ernst. Würden Sie wirklich sagen, dass man eine beteiligte Partei im Streitfall urteilen und vollstrecken lassen sollte? Die Frage war doch, wie man mit dem offensichtlichen Dilemma umgehen sollte. Da finde ich Ihre Antwort doch befremdlich.

    • joG
    • 07.01.2011 um 12:17 Uhr

    ....dass im Extremfall (also nicht heute) man vor Gericht einem Freisler oder in der Regierung einem Himmler gegenüber stünde. Würde man allerdings einen Bürger gerichtlich verurteilen, der zum Widerstand gegen die Polizei aufruft, wenn sie gegen friedliche Demonstranten mit Gewalt vorgehen oder ins Gefängnis steckt, der eine Dummheit plappert wie, es wären nur 400.000 Juden im Reich getötet worden, da könnte man auch sagen, er habe den Kleinen Friesler erfahren ;).

    Aber im Ernst. Würden Sie wirklich sagen, dass man eine beteiligte Partei im Streitfall urteilen und vollstrecken lassen sollte? Die Frage war doch, wie man mit dem offensichtlichen Dilemma umgehen sollte. Da finde ich Ihre Antwort doch befremdlich.

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