Plagiatsaffäre Der Herr zu Guttenberg ist so frei

Seine Methode in kritischen Situationen: Mit Vollgas über die rote Ampel. Diesmal tun sich Abgründe auf. Karl-Theodor zu Guttenberg war nicht ehrlich.

Wer den Bundesminister der Verteidigung in seinem Amt besuchen will, landet gleich am Tor vor einer roten Ampel. Am Freitag Vormittag steht ein Häuflein Journalisten vor dieser Ampel und wartet auf Einlass. Der Bundesminister der Verteidigung, erwarten alle, wird eine Erklärung abgeben. Karl-Theodor zu Guttenberg legt ja sonst durchaus Wert auf großes Publikum. Diesmal nicht.

Die vor dem Tor müssen draußen bleiben. Die nicht vor dem Tor stehen, sondern sich in der üblichen Regierungspressekonferenz Auskunft erwartet haben, müssen erst recht draußen bleiben. Sie erfahren mehr so nebenbei, dass übrigens jetzt gerade der Minister sich erklärt, vor "ausgewählten" Medien, wie sein Sprecher sagt. Die "ausgewählten" Medien sind praktisch nur Kameras und Mikrofone. Kameras und Mikrofone können keine Fragen stellen. Der Sprecher will auch keine Fragen beantworten. Der Rest der Hauptstadtpresse verlässt unter Protest den Saal. Der Regierungssprecher versucht tapfer weiter, das Routineprogramm abzuspulen – die Termine der Kanzlerin der nächsten Woche: "Am Dienstagmittag hält der Karneval im Kanzleramt Einzug ..."

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Es gibt im politischen Berlin ein paar ungeschriebene Regeln des Anstands zwischen Politik und Presse. Beide Seiten verletzen sie manchmal. Umgang mit der Presse nach Freiherrenart ist neu. Aber der Eklat passt ganz gut zu dieser ganzen Geschichte. Wieder einmal hat Karl- Theodor zu Guttenberg getan, was er in kritischen Momenten gerne tut: einfach mit Vollgas über die rote Ampel.

Hinterher wird er sich dafür entschuldigen, die zweite Entschuldigung des Tages und die weniger bedeutsame. Die erste haben die Kameras aufgezeichnet. Selbst die Dienstleister des Journalismus, die Nachrichtenagenturen, können sie nur vom Fernsehschirm abschreiben. "Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat und den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir", sagt der Fernseh-Guttenberg. Sie enthalte "fraglos Fehler", allerdings habe er "zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht". Die Universität müsse jetzt prüfen, ob darin ein wissenschaftliches Fehlverhalten liege. "Und ich werde gerne bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend – ich betone: vorübergehend – auf das Führen des Titels verzichten – allerdings nur bis dahin! Anschließend würde ich ihn wieder führen." Dann sagt er noch, dass er in der Sache ab jetzt nichts mehr sage und dass er sich jetzt wieder mit voller Kraft um das fordernde Amt des Verteidigungsministers kümmern werde, und dass die Menschen im Lande das erwarteten. Er sagt das an einem Tag, an dem wieder deutsche Soldaten in Afghanistan sterben.

Er könnte mit seiner Einschätzung richtig liegen. Man kann es ganz gut schon am Donnerstagabend in dem Örtchen Barleben sehen, kurz vor den Toren von Magdeburg. Die örtliche CDU hat einen Coup gelandet: In der Sporthalle will Karl-Theodor zu Guttenberg einen Vortrag halten über die Zukunft der Bundeswehr. Die "Original Zackenberger Blaskapelle" intoniert Marschmusik, über den Bankreihen liegt ein erwartungsfrohes Murmeln. Plötzlich aber bildet sich hinten, wo die Biertische stehen, ein Knäuel sehr ernst dreinblickender Männer in dunklen Anzügen. Kurz darauf macht sich das Knäuel im Gänsemarsch auf den Weg nach vorn und der Spitzenkandidat Holger Stahlknecht hält zum ersten Mal im Leben eine Rede vor mindestens einem Dutzend Kameras. "Die Botschaft, die ich Ihnen jetzt bringe, ist eine sehr schwierige", druckst Stahlknecht. Der Minister hat abgesagt. Sein Büro lasse ausrichten, er sei "in Berlin unabkömmlich". Minuten später steigt draußen ein älterer Herr in sein Auto. "Wenn ich den Guttenberg nicht seh’, was soll ich hier?"

Die Absage ist, gelinde gesagt, ungewöhnlich. Was ist da los in Berlin? Seit Mittwoch kocht die Plagiatsaffäre. Guttenberg hat die Vorwürfe sofort brüsk abgebürstet, "abstrus" seien sie. Dann ist er nach Afghanistan geflogen zu einem seit längerem geplanten Besuch, mit Übernachtung in einem Außenposten.

Zu Hause kocht die Affäre weiter. Eine ziemlich gefährliche Affäre. Das liegt nicht nur, aber doch sehr wesentlich an den modernen Zeiten. Früher hätte sich kein Mensch der Mühe unterzogen, die juristische Doktorarbeit eines Ministers auf korrekte Zitiertechnik hin zu durchforsten – obendrein eine Arbeit, von der selbst Wohlmeinende sagen, sie bewege sich mehr "im akademischen Mittelfeld" als bei dem Spitzenprädikat "summa cum laude", das die Universität Bayreuth dem Doktoranden seinerzeit verlieh.

Leser-Kommentare
  1. Was soll die ständige Medienhetze, jeder der sich ein bischen mit wissenschaftlichen Arbeiten auskennt weiß, dass sehr oft etwas nachlässig zitiert wird, dass ist nicht schön aber auch nicht so dramatisch wie es jetzt schon mehrfach von der Presse dargestellt wird.

    Wie wäre es zur Abwechslung mal mit HANDFESTEN Fakten und zwar welche über die es sich auch lohnt zu diskutieren - ich glaube kaum, dass Guttenberg behauptet hat, die Relativitätstheorie begründet oder das Rad erfunden zu haben.

    [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    13 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    http://tinyurl.com/4sc2at3

    Augen auf und lesen.

    • NoG
    • 19.02.2011 um 9:47 Uhr

    die einleitung wurde zb kopiert.
    dabei hat der autor nicht vergessen, die rueckblickende zeitangabe anzupassen. sowas macht man nicht unbewusst.
    eine quellenangabe wuerde ihm bei der einleitung auch nichts nuetzen, da dort eh eigene nur eigene worte zaehlen.
    wenn es bei der einleitung nicht fuer eigene worte reicht - wo dann?

    hier der anfang der uebernommenen einleitung.

    original (faz):

    "„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden,..."

    dokortarbeit:

    „E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. Ein Motto, das programmatisch zu verstehen ist."

    Was soll die ständige Medienhetze, jeder der sich ein bischen mit wissenschaftlichen Arbeiten auskennt weiß, dass sehr oft etwas nachlässig zitiert wird, dass ist nicht schön aber auch nicht so dramatisch wie es jetzt schon mehrfach von der Presse dargestellt wird. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit HANDFESTEN Fakten und zwar welche über die es sich auch lohnt zu diskutieren

    Ich biete die Guttenplag-Wiki an:

    http://de.guttenplag.wiki...

    Bis jetzt wurden da auf 176 Seiten - das sind 44.6% aller Seiten - Plagiate gefunden. Kopierte Textpassagen ohne den eigentlichen Autor zu referenzieren.

    Wenn auch nur ein zehntel wahr ist, dann ist das mehr als "Nachlässigkeit". Das ist grober Vorsatz, und systematisch.

    Ob er sich als Verteidigungsminister halten kann, müssen andere entscheiden. Als Doktor ist er jedenfalls nicht mehr tragbar.

    ausgesprochen gut im Wissenschaftsbetrieb auszukennen, wenn Sie solche Behauptungen aufstellen.
    Da Sie sich so gut auskennen, müßten Sie eigentlich auch wissen, daß solche Behauptungen leider, leider noch keine aussagerelevanten Status haben, sondern daß nun von Ihrer Seite aus exakt die Kampagne gestartet wird, die Sie dem sog. Schmutzjournalismus unterstellen. Dummerweise kann dieser Journalismus - mit Hilfe begeisterter Helfer/innen - deutlich mehr harte Fakten in der sog. "eigenständig verfaßten Arbeit" nachweisen als Sie.
    Diese unsäglichen Relativierungen ("andere machen das ja auch") sind genau für die "anderen" ehrabschneidend - und ich lasse mich nicht mit diesen Plagiator auf eine Stufe stellen.
    Die Ethik ist in der Wissenschaft - im Gegensatz zu mancher politischen Tätigkeit - immer noch das kostbarste Gut. Das scheinen bestimmte Leute nicht zu begreifen, wenn sie von läßlichen Kleinigkeiten labern.

    • bob13
    • 19.02.2011 um 9:57 Uhr

    ..arbeiten sich grade mit genuß an dem thema ab.
    wenn guttenberg fällt-wer hat den dann noch lust mit so einem sehr guten hintergrund in die politik zu gehen.
    dann nur noch die-die nichts anderes arbeiten können.

    • gokahe
    • 19.02.2011 um 9:58 Uhr

    in Ergänzung zum Link von blurred
    einfach lesen, einfach nachdenken (ist natürlich ein schweisstreibendes Geschäft) und dann auf Grund der Faktenlage eine faire Diskussion statt Vorverurteilung beginnen. Wenn Sie das nicht können oder dürfen, einfach die Klappe halten. Ja und was steckt in Ihren Beitrag, eine nichts aber auch nichts zu begründende Vorverurteilung der Kommentatoren die sich an Fakten halten. So etwas habe ich bis jetzt nur in bei FDJ-Kampagnen (lange ist es her) bzw. in Kampagnen der Jungen Union (die lassen sich ja gern mal erwischen) erlebt. Erstmal gehe ich davon aus Sie gehören nicht dazu. Also nicht wie ran erschüttern Sie die bekannten Fakten, der Dank des Herrn Guttenberg ist sicher.
    gruß gokahe

    ... das ist doch der Vorteil gegenüber den viel gravierenderen Vorfällen bei den Bundeswehreinsätzen:

    http://de.guttenplag.wiki...

    Katey Googleborg hat nicht nur betrogen, Urheberrechte verletzt und sich Titel erkauft. Er hat auch gelogen. Gestern, in aller Öffentlichkeit.

    Die Beweiser erdrücken - das sind keine Versehenchen mehr...

    Der Witz ist doch: Er selbst hat den Boots-Kommandanten exekutiert ohne jedes Recht auf eine Äusserung (Und nun macht er als Pirat die Gewässer der Wissenschaft unsicher).

    Guttenberg hat schon bei seiner Ernennung über seine Unternehmererfahrung gelogen, er hat gelogen über den Informationsstand in der Kundus-Affaire.

    Pinnocio - mehr ist der Knilch nicht.

    Wenn er wenigstens etwas geleistet hätte...
    Aber EADS 1000 Millionen schenken, während seine Parteikoryphähen um 5Euro für Schwache pöbeln. Und die Bundeswehr in ein Molch aus heimatloser Söldnerarmee zu transformieren - (und dabei noch mehr Geld zu verbrennen als bei der Wehrpflicht) - das sind für mich keine Leistungen. Den Copylord John Rambo mit Robin Kerner spielen - auweia. Ne also... für diese Parade können wir auch Dirk Niebel nehmen.

    ...auf was auch sonst - und sehe ich da irgendwelche Fakten?

    Verabschieden Sie sich doch bitte ganz einfach von Ihrem Verniedlichungsgetue, das ein Licht wirft auf einen erschreckenden Grad von Anspruchslosigkeit. Was hat der Zeitgeist mit Ihnen gemacht. Tragisch!

    Was soll die immer wiederholte, allmählich langweilig werdende und höchst unqualifizierte Aussage über die "Medienhetze". Das mit dem Abschreiben beginnt schon in der Schule. Demnächst ist wieder in vielen "Teilrepubliken" der BRD zentrales Abitur. Da ist allein der Versuch, abzuschreiben, es muss nicht einmal so dilettantisch wie bei dem Dr. a.D sein, in dem Sinne strafbar, dass das Abitur nicht mehr erreichbar ist. Das bedeutet ein Jahr länger zur Schule gehen und im Endeffekt Geld- und Ansehensverlust.
    Aber immer wieder das übliche Bla Bla: Geil auf die Medien, wenn sie für einen sind (mit Stephanie in A.) und von Medeienhetze reden oder keine Fragen zulassen, wenn es eng wird. Das ist ein furchtbar tolles Signal an die Jungend von einem der jüngsten Minister, dessen Verhaltensweise hier aber shcon alt und erstarrt ist.
    Wenn Guttenberg seine Familie wirklich schützen wollte, dann wäre er längst zurückgetreten, denn seine Kinder müssen unter dem eitlen Vater am meisten leiden. Die Kinder, die schwächsten im Bunde, trifft es immer zuerst.

    • joG
    • 19.02.2011 um 10:17 Uhr

    ....ist offen. Die aufgetretenen Vorwürfe haben aber mit der Zahl der mutmaßlichen Belege an Kraft gewonnen. Wir werden sehen.

    Traurig finde ich den Beigeschmack. Immerhin ist hier das Abschreiben gängig. Man besteht darauf, es sei verboten, aber letztlich ist es endemisch und quasi ein Kavaliersdelikt.

    Ist es das? Es ist ein schwerwiegender Bruch des Vertrauens und schädigt Andere; manchmal sogar gravierend. Das Problem ist aber, dass weil die Gesellschaft das Abschreiben willkürlich so behandelte, als wäre es nicht geschehen, wurde der Tatbestand von vielen Akteuren als Bagatelle gesehen. Man schrieb ab, weil man sonst gegenüber den Nicht-Abschreibern im Nachteil war. Das ist die gleiche Argumentation mit dem man seine Bestechungen in aller Welt rechtfertigte.

    Nun ist in der Politik sehr Vieles nur mit Vertrauen zu machen. Kein Wähler kann die Themen, die für ihn wichtig sind, alle so weit verstehen, dass er beurteilen könnte, welche Maßnahme richtig wäre. In den meisten Fällen kann er nur eine Person wählen, der er vertraut und von dem er glaubt erwarten zu können, dass dieser ihn nicht hintergeht. Wenn der Wähler weiß, der Politiker hat ihn belogen, dann ist das mit dem Vertrauen schwer.

    Leider gibt es hier kaum Politiker, denen man zutraut, nicht gelogen zu haben. Es gibt ihrer so wenige, dass man das Kriterium kaum mehr ansetzen kann, ohne belächelt zu werden.

    So ist die Aufregung etwas verlogen und wäre Komisch, wären die Implikationen nicht so verheerend.

    WER ist denn wohl ausgewiesener Meister des Prinzips 'Vorverurteilung'? Doch Seine ExzellenzXeroxEminenz himself.
    [Sch..., das mit dem Xerox ist jetzt geklaut]

    • R.B.
    • 19.02.2011 um 10:34 Uhr

    Mittlerweile sind 176 plagiatsverdächtige Stellen - und ich spreche ausdrücklich von plagiatsverdächtigen Stellen - von 408 Seiten netto im Internet recherchiert worden.Das entspricht 44,8 % der Seiten, vgl: http://de.guttenplag.wiki..., Stand 19.02.2011, 9:45.

    Lesen Sie nach und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.
    W e n n diese Quellenangaben verifiziert werden - und nur das ist noch ausstehend - dann wird es eine Entscheidung geben.

    Stöbern Sie doch mal hier ein wenig herum:
    http://de.guttenplag.wiki...
    Wenn Sie dann noch immer der Meinung sind, dass dies eine haltlose Schmutzkampagne sei, ist ihnen nicht mehr zu helfen.

    Dann suchen Sie doch erst mal Ihre Lesebrille!

    Jeder, der sich im wissenschaftlichen Betrieb auskennt, weiss, dass Plagiate kein Kavaliersdelikt sind, sondern erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Schon im Grundstudium bzw. Bachelorstudium muss vor der Abgabe jeder Hausarbeit ein Formular unterschrieben werden, das den Unterzeichner zur Kennzeichnung ALLER Quellen verpflichtet. Bei Verstößen droht die Exmatrikulation und - je nach Kontext - nicht unbeachtliche Geldstrafen.

    Die Aneignung fremden geistigen Eigentums ist kein Kavaliersdelikt, und das richtige Zitieren gehört zu den essentiellen Grundlagen des Wissenschaftsbetriebs. Wer etwas anderes behauptet, hatte offenbar noch keinen näheren Kontakt mit der Hochschule.

    • gorgo
    • 19.02.2011 um 11:30 Uhr

    Sie schreiben: "Was soll die ständige Medienhetze, jeder der sich ein bischen mit wissenschaftlichen Arbeiten auskennt weiß, dass sehr oft etwas nachlässig zitiert wird, dass ist nicht schön aber auch nicht so dramatisch"

    Diese Behauptung ist einfach falsch und trifft schon gar nicht den Kernn dessen, um das es hier geht.
    1. G. hat auf weit mehr als der Hälfte der Seiten seiner Diss. Plagiate untergebracht wiki guttenplag lesen
    2. Nicht gekennzeichnete Zitate führen jenseits des kleinen Irrtums in jeder Universität schon in der Proseminararbeit zum Verlust der Seminarpunkte, in der Abschlussarbeit zum Rausschmiss. Betrug kommt vor - aber deswegen wird noch lange nicht die Bestrafung des Betrugs abgeschafft.
    3. Das Plagiatverbot sichert überhaupt erst Wissenschaftlichkeit. Nur wenn Ergebnisse den Autor/en durchgängig zuzuordnen sind, kann die wissenschaftliche Gemeinschaft bei Fehlern oder Betrug die "Quelle" erkennen. Wissenschaftler verantworten Ihre Ergebnisse mit Ihrem Namen.
    4. Auf derart ständig kontrollierten Ergebnissen baut eine Vielzahl Ihrer Alltagsprodukte und Routinen auf. Wollen Sie einen Arzt, dessen Qualifikation darin besteht, dass er gut googeln kann? Wie soll eine Wirtschaft funktionieren, wenn Wissenschaftler nicht mehr verantwortlich sind für das was sie schreiben und sich wild bei anderen bedienen?
    5.Diese Verachtung für Wissenschaft ("lässig zitiert"), die in der Verteidigung von G. jetzt mobilisiert wird, schädigt die Wissenschaft massiv

    Hier ... http://www.respectcopyrig...

    kann sich Herr Ass. jur. Guttenberg über das aktuell geltende Urheberrecht informieren.

    Offenbar war es nicht Teil seiner juristischen Ausbildung.

    • Ranjit
    • 19.02.2011 um 11:58 Uhr

    Nichts für ungut, aber es ist nicht nachlässig zitiert wenn man aus den verschiedensten Quellen Textpassagen (!) in die eigene Arbeit kopiert und nicht kenntlich macht.
    Natürlich vergisst man mal eine Fußnote, die Klammer oder die Referenz in der Bibliographie aber dann ist das Zitat immer noch als Zitat erkennbar.

    "So definiert Mustermann ein Plagiat als "...""

    Nach dem Guttenplag Wiki ( http://de.guttenplag.wiki... ) sind wir bereits bei 62,8% der Seiten die mindestens ein Plagiat enthalten!

    Gegen die Nachlässigkeitsthese spricht auch, dass Herr Guttenberg (oder zumindest der Autor seiner Doktorarbeit) Hinweise auf die originalen Autoren herausgestrichen hat und in den übernommenen Passagen einige Worte und Formulierungen geändert hat. Letzteres ist ohne Kennzeichnung durch eckige Klammern völlig inakzeptabel und hätte der Autor wirklich vorgehabt die Passagen eigentlich zu zitieren so wären sie nicht derart verändert worden.

    Ohnehin verstehe ich nicht, wie sich die Apologeten den Prozess vorstellen. "Na schau mer mal... Das klingt doch nett. Kopier mers mal rein. Jetzt noch kurz die Fußnote ... oh, schon Essenszeit? Na dann vielleicht später."
    Und solche "Versehen" auf 247 Seiten (Tendenz steigend)?

    Vorverurteilung der Schmutzpresse? Nehmen Sie mal die Fakten zur Kenntnis. Vor einigen Tagen waren es noch ein paar Seiten, die unter Plagiatsverdacht standen. Am Samstagmorgen waren es 74 Seiten, dann 111 und nun sind es 247 Seiten, die abgekupferte Stellen aufweisen sollen. Diese Stellen kann man zum Teil im Internet vergleichen. Darüber hinaus hat Herr zu Guttenberg offenbar den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages mit einer Ausarbeitung beauftragt, die er in seine Dissertation übernommen haben soll. Mit anderen Worten: Auf Steuerzahlerkosten hat er seine Dissertation aufgebübscht. Die Entlarvung des Herrn zu Guttenberg als mutmaßlicher Plagiator ist keine Kampagne der Schmutzpresse. Sie ist gelebte Demokratie. Schmutzig ist das, was Herr Guttenberg getan haben soll.
    Und ob Sie es nun - als der CSU vermutlich Nahestehender - hören wollen oder nicht: Beim Volk kommt das Abkupfern gar nicht an. Da mag die Bildzeitung, Herr zu Guttenberg noch so lange die Stange halten. Die Leute haben den Eindruck, dass Herr zu Guttenberg seinen Titel gekriegt hat, weil er einen klangvollen Namen hat, während sie korrekt für ihre akademischen Titel schuften müssen.

    Das fällt eben bei den lieben Brüdern und Schwestern der ZEIT-Forengemeinde auf, dass der Zweck stets die Mittel heiligt. Ein ambivalenter Umgang mit Recht und Gerechtigkeit!

    Verstößt Assange gegen Gesetze, wird er als charakterstark gelobt und für den Friedensnobelpreis "vorgeschlagen". Man hat Sorgen, dass Kachelmann, der schon Anfang der 90er Jahre durch schmieriges Auftreten im Rundfunk verdeutlichte, wes Geistes Kind er ist, kein faires Gerichtsverfahren bekommt.

    Guttenberg aber wird als angeblicher Ausbund an Unanständigkeit mit Häme überzogen.

    Ich habe seine Partei nicht gewählt, fand ihn auch nie sympathisch. Das Messen mit zweierlei Maß aber je nach politischer Coleur der betroffenen Person/ Sympathie oder sonstigen sachfremden Gründen, die nicht transparent gemacht werden, ist einfach nur abstoßend.

    ... mit dem wissenschaftlichen Betrieb auskennen", mache ich mir mal die Mühe, die Arbeitsweise des Herrn an drei allgemeinverständlichen und auch anschaulichen Bespielen zu beschreiben.

    Stellen Sie sich vor, Sie wären:

    I. Schriftsteller. Sie gehen zur Stadtbibliothek. Sie bedienen sich an Stellen von "Mutter Courage", "Faust", Schillers "Glocke", "Die Blechtrommel", "Axolotl Roadkill", "Krieg und Frieden", "Der Schimmelreiter", "Max und Moritz", "Im Westen nichts Neues", "The Great Gatsby", dem Alten Testament, dem Neuen Testament, dem CSU-Parteiprogramm und dem Mickymausheft ihres Neffen. Das ganze mischen Sie intertextuell gekonnt zusammen, veröffentlichen es und bekommen von einer wohlwollenden Kommission sofort den Nobelpreis für Literatur. Sie wundern sich, dass Wolf Biermann was merkt, als er eine Rezension für die TAZ schreiben soll. Die linke *** Sau ist ja nur neidisch!

    II. Maler. Sie gehen in die Gemäldegalerie. Besonders der "Schrei" von Edvard Munch hat es Ihnen angetan. Sie kopieren den Mund der zentralen Figur. Drumherum ordnen Sie die Busen der Mona Lisa, zwei Sonnenblumen aus der Vase von Van Gogh, eien Fetzen einer weißgetünchten amerikanischen Fahne (von der Sie sich nicht mehr wissen, wo die nun herkam), ein indisches Kalenderbild, die kleinen süßen Engel von Raffaels "Sixtinischer Madonna", ein schwarzes Quadrat, 17 Farbpunkte vom "Sonntagnachmittag" und das Titelbild des Mickymausheft ihres Neffen. Das ganze nennen sie "Stilleben der Demokratie". Dr. Spänle verleiht Ihnen den bayerischen Verdienstorden als herausragendem Vertreter zeitgenössischer Kunst. AUf der Vernissage kommen Neo Rauch drei der 17 Punkte irgendwie bekannt vor ...

    III. Filmemacher. Sie gehen in ihre Videothek und ziehen sich ein paar Filme. Die Szene mit dem Hut aus "Spiel mir das Lied vom Tod"? Hat Ihnen schon immer gefallen - mit CB (Charkes Bronson) können Sie sich identifizieren! Kommkt also ganz an den Anfang. Danach eine Stelle aus "Die Vögel", ein Monolog von Kinski aus "Cobra Verde", der Schrei aus der Blechtrommel, Nahaufnahmen von Arnie aus Terminator I, II und III sowie die Nase von Jean Reno aus "Im Rausch der Tiefe". Ein paar 3D-Effekte aus Avatar runden den Mittelteil schön ab. Die Sendung mit der Maus haben Sie sich für den Schluss aufgehoben, zusammen mit einem Foto ihres Neffen. Wie Sie ihren Film nennen sollen, wissen Sie auch nicht, aber ihnen fällt bestimmt noch was ein. Der Film bekommt einen Goldenen Bären in Berlin und Sie werden schon als junger Fellini gefeiert. Der Oskar gilt schon als sicher. Leider hat ein Mitglied der Auswahlkommission der Academy auch "Spiel mir das Lied vom Tod" gesehen und meint, ihr Film sei zumindest am Anfang plagiatsverdächtig.

    Finden Sie das absurd, weil niemand so blöd wäre, sowas zu tun? Weil's ja irgendwem bestimmt auffällt?

    Einem Akademiker kommt das bei einer wissenschaftlichen Arbeit, die für ein Fachpublikum veröffentlicht wird, genauso blöd vor!

    • Jenss
    • 20.02.2011 um 15:37 Uhr

    Wie handfest sollen die Beweise den noch werden. Guttenberg hat 20 Seiten Text (mittlerweile sollen es ja noch deutlich mehr sein) nicht zitiert. Er hat auch nicht nur eine Quelle vergessen sondern ca. 10 Tendenz steigend.
    Jeder der nicht Minister der der CSU ist wäre damit der Doktortitel von der UNI Bayreuth aberkannt werden.
    Es geht schlicht um Gerechtigkeit. Wenn jedem anderen der Doktortitel aberkannt wird in so einer Situation so muss dass auch dem Gutenberg geschehen.

    Diese Lobhudelei und Verhehrung die Gutenberg entgegengebracht wird ist befremdlich. Das er nicht ein besonders ehrlicher Politiker ist, konnte man ja sachon nach der Kunduz Affäre erahnen.

    Er ist wahrscheinlich nicht der größte Lügner unter den Politikern, aber Ehrlichere gibt es IMHO mehr als Unehrlichere.

    http://tinyurl.com/4sc2at3

    Augen auf und lesen.

    • NoG
    • 19.02.2011 um 9:47 Uhr

    die einleitung wurde zb kopiert.
    dabei hat der autor nicht vergessen, die rueckblickende zeitangabe anzupassen. sowas macht man nicht unbewusst.
    eine quellenangabe wuerde ihm bei der einleitung auch nichts nuetzen, da dort eh eigene nur eigene worte zaehlen.
    wenn es bei der einleitung nicht fuer eigene worte reicht - wo dann?

    hier der anfang der uebernommenen einleitung.

    original (faz):

    "„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden,..."

    dokortarbeit:

    „E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. Ein Motto, das programmatisch zu verstehen ist."

    Was soll die ständige Medienhetze, jeder der sich ein bischen mit wissenschaftlichen Arbeiten auskennt weiß, dass sehr oft etwas nachlässig zitiert wird, dass ist nicht schön aber auch nicht so dramatisch wie es jetzt schon mehrfach von der Presse dargestellt wird. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit HANDFESTEN Fakten und zwar welche über die es sich auch lohnt zu diskutieren

    Ich biete die Guttenplag-Wiki an:

    http://de.guttenplag.wiki...

    Bis jetzt wurden da auf 176 Seiten - das sind 44.6% aller Seiten - Plagiate gefunden. Kopierte Textpassagen ohne den eigentlichen Autor zu referenzieren.

    Wenn auch nur ein zehntel wahr ist, dann ist das mehr als "Nachlässigkeit". Das ist grober Vorsatz, und systematisch.

    Ob er sich als Verteidigungsminister halten kann, müssen andere entscheiden. Als Doktor ist er jedenfalls nicht mehr tragbar.

    ausgesprochen gut im Wissenschaftsbetrieb auszukennen, wenn Sie solche Behauptungen aufstellen.
    Da Sie sich so gut auskennen, müßten Sie eigentlich auch wissen, daß solche Behauptungen leider, leider noch keine aussagerelevanten Status haben, sondern daß nun von Ihrer Seite aus exakt die Kampagne gestartet wird, die Sie dem sog. Schmutzjournalismus unterstellen. Dummerweise kann dieser Journalismus - mit Hilfe begeisterter Helfer/innen - deutlich mehr harte Fakten in der sog. "eigenständig verfaßten Arbeit" nachweisen als Sie.
    Diese unsäglichen Relativierungen ("andere machen das ja auch") sind genau für die "anderen" ehrabschneidend - und ich lasse mich nicht mit diesen Plagiator auf eine Stufe stellen.
    Die Ethik ist in der Wissenschaft - im Gegensatz zu mancher politischen Tätigkeit - immer noch das kostbarste Gut. Das scheinen bestimmte Leute nicht zu begreifen, wenn sie von läßlichen Kleinigkeiten labern.

    • bob13
    • 19.02.2011 um 9:57 Uhr

    ..arbeiten sich grade mit genuß an dem thema ab.
    wenn guttenberg fällt-wer hat den dann noch lust mit so einem sehr guten hintergrund in die politik zu gehen.
    dann nur noch die-die nichts anderes arbeiten können.

    • gokahe
    • 19.02.2011 um 9:58 Uhr

    in Ergänzung zum Link von blurred
    einfach lesen, einfach nachdenken (ist natürlich ein schweisstreibendes Geschäft) und dann auf Grund der Faktenlage eine faire Diskussion statt Vorverurteilung beginnen. Wenn Sie das nicht können oder dürfen, einfach die Klappe halten. Ja und was steckt in Ihren Beitrag, eine nichts aber auch nichts zu begründende Vorverurteilung der Kommentatoren die sich an Fakten halten. So etwas habe ich bis jetzt nur in bei FDJ-Kampagnen (lange ist es her) bzw. in Kampagnen der Jungen Union (die lassen sich ja gern mal erwischen) erlebt. Erstmal gehe ich davon aus Sie gehören nicht dazu. Also nicht wie ran erschüttern Sie die bekannten Fakten, der Dank des Herrn Guttenberg ist sicher.
    gruß gokahe

    ... das ist doch der Vorteil gegenüber den viel gravierenderen Vorfällen bei den Bundeswehreinsätzen:

    http://de.guttenplag.wiki...

    Katey Googleborg hat nicht nur betrogen, Urheberrechte verletzt und sich Titel erkauft. Er hat auch gelogen. Gestern, in aller Öffentlichkeit.

    Die Beweiser erdrücken - das sind keine Versehenchen mehr...

    Der Witz ist doch: Er selbst hat den Boots-Kommandanten exekutiert ohne jedes Recht auf eine Äusserung (Und nun macht er als Pirat die Gewässer der Wissenschaft unsicher).

    Guttenberg hat schon bei seiner Ernennung über seine Unternehmererfahrung gelogen, er hat gelogen über den Informationsstand in der Kundus-Affaire.

    Pinnocio - mehr ist der Knilch nicht.

    Wenn er wenigstens etwas geleistet hätte...
    Aber EADS 1000 Millionen schenken, während seine Parteikoryphähen um 5Euro für Schwache pöbeln. Und die Bundeswehr in ein Molch aus heimatloser Söldnerarmee zu transformieren - (und dabei noch mehr Geld zu verbrennen als bei der Wehrpflicht) - das sind für mich keine Leistungen. Den Copylord John Rambo mit Robin Kerner spielen - auweia. Ne also... für diese Parade können wir auch Dirk Niebel nehmen.

    ...auf was auch sonst - und sehe ich da irgendwelche Fakten?

    Verabschieden Sie sich doch bitte ganz einfach von Ihrem Verniedlichungsgetue, das ein Licht wirft auf einen erschreckenden Grad von Anspruchslosigkeit. Was hat der Zeitgeist mit Ihnen gemacht. Tragisch!

    Was soll die immer wiederholte, allmählich langweilig werdende und höchst unqualifizierte Aussage über die "Medienhetze". Das mit dem Abschreiben beginnt schon in der Schule. Demnächst ist wieder in vielen "Teilrepubliken" der BRD zentrales Abitur. Da ist allein der Versuch, abzuschreiben, es muss nicht einmal so dilettantisch wie bei dem Dr. a.D sein, in dem Sinne strafbar, dass das Abitur nicht mehr erreichbar ist. Das bedeutet ein Jahr länger zur Schule gehen und im Endeffekt Geld- und Ansehensverlust.
    Aber immer wieder das übliche Bla Bla: Geil auf die Medien, wenn sie für einen sind (mit Stephanie in A.) und von Medeienhetze reden oder keine Fragen zulassen, wenn es eng wird. Das ist ein furchtbar tolles Signal an die Jungend von einem der jüngsten Minister, dessen Verhaltensweise hier aber shcon alt und erstarrt ist.
    Wenn Guttenberg seine Familie wirklich schützen wollte, dann wäre er längst zurückgetreten, denn seine Kinder müssen unter dem eitlen Vater am meisten leiden. Die Kinder, die schwächsten im Bunde, trifft es immer zuerst.

    • joG
    • 19.02.2011 um 10:17 Uhr

    ....ist offen. Die aufgetretenen Vorwürfe haben aber mit der Zahl der mutmaßlichen Belege an Kraft gewonnen. Wir werden sehen.

    Traurig finde ich den Beigeschmack. Immerhin ist hier das Abschreiben gängig. Man besteht darauf, es sei verboten, aber letztlich ist es endemisch und quasi ein Kavaliersdelikt.

    Ist es das? Es ist ein schwerwiegender Bruch des Vertrauens und schädigt Andere; manchmal sogar gravierend. Das Problem ist aber, dass weil die Gesellschaft das Abschreiben willkürlich so behandelte, als wäre es nicht geschehen, wurde der Tatbestand von vielen Akteuren als Bagatelle gesehen. Man schrieb ab, weil man sonst gegenüber den Nicht-Abschreibern im Nachteil war. Das ist die gleiche Argumentation mit dem man seine Bestechungen in aller Welt rechtfertigte.

    Nun ist in der Politik sehr Vieles nur mit Vertrauen zu machen. Kein Wähler kann die Themen, die für ihn wichtig sind, alle so weit verstehen, dass er beurteilen könnte, welche Maßnahme richtig wäre. In den meisten Fällen kann er nur eine Person wählen, der er vertraut und von dem er glaubt erwarten zu können, dass dieser ihn nicht hintergeht. Wenn der Wähler weiß, der Politiker hat ihn belogen, dann ist das mit dem Vertrauen schwer.

    Leider gibt es hier kaum Politiker, denen man zutraut, nicht gelogen zu haben. Es gibt ihrer so wenige, dass man das Kriterium kaum mehr ansetzen kann, ohne belächelt zu werden.

    So ist die Aufregung etwas verlogen und wäre Komisch, wären die Implikationen nicht so verheerend.

    WER ist denn wohl ausgewiesener Meister des Prinzips 'Vorverurteilung'? Doch Seine ExzellenzXeroxEminenz himself.
    [Sch..., das mit dem Xerox ist jetzt geklaut]

    • R.B.
    • 19.02.2011 um 10:34 Uhr

    Mittlerweile sind 176 plagiatsverdächtige Stellen - und ich spreche ausdrücklich von plagiatsverdächtigen Stellen - von 408 Seiten netto im Internet recherchiert worden.Das entspricht 44,8 % der Seiten, vgl: http://de.guttenplag.wiki..., Stand 19.02.2011, 9:45.

    Lesen Sie nach und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.
    W e n n diese Quellenangaben verifiziert werden - und nur das ist noch ausstehend - dann wird es eine Entscheidung geben.

    Stöbern Sie doch mal hier ein wenig herum:
    http://de.guttenplag.wiki...
    Wenn Sie dann noch immer der Meinung sind, dass dies eine haltlose Schmutzkampagne sei, ist ihnen nicht mehr zu helfen.

    Dann suchen Sie doch erst mal Ihre Lesebrille!

    Jeder, der sich im wissenschaftlichen Betrieb auskennt, weiss, dass Plagiate kein Kavaliersdelikt sind, sondern erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Schon im Grundstudium bzw. Bachelorstudium muss vor der Abgabe jeder Hausarbeit ein Formular unterschrieben werden, das den Unterzeichner zur Kennzeichnung ALLER Quellen verpflichtet. Bei Verstößen droht die Exmatrikulation und - je nach Kontext - nicht unbeachtliche Geldstrafen.

    Die Aneignung fremden geistigen Eigentums ist kein Kavaliersdelikt, und das richtige Zitieren gehört zu den essentiellen Grundlagen des Wissenschaftsbetriebs. Wer etwas anderes behauptet, hatte offenbar noch keinen näheren Kontakt mit der Hochschule.

    • gorgo
    • 19.02.2011 um 11:30 Uhr

    Sie schreiben: "Was soll die ständige Medienhetze, jeder der sich ein bischen mit wissenschaftlichen Arbeiten auskennt weiß, dass sehr oft etwas nachlässig zitiert wird, dass ist nicht schön aber auch nicht so dramatisch"

    Diese Behauptung ist einfach falsch und trifft schon gar nicht den Kernn dessen, um das es hier geht.
    1. G. hat auf weit mehr als der Hälfte der Seiten seiner Diss. Plagiate untergebracht wiki guttenplag lesen
    2. Nicht gekennzeichnete Zitate führen jenseits des kleinen Irrtums in jeder Universität schon in der Proseminararbeit zum Verlust der Seminarpunkte, in der Abschlussarbeit zum Rausschmiss. Betrug kommt vor - aber deswegen wird noch lange nicht die Bestrafung des Betrugs abgeschafft.
    3. Das Plagiatverbot sichert überhaupt erst Wissenschaftlichkeit. Nur wenn Ergebnisse den Autor/en durchgängig zuzuordnen sind, kann die wissenschaftliche Gemeinschaft bei Fehlern oder Betrug die "Quelle" erkennen. Wissenschaftler verantworten Ihre Ergebnisse mit Ihrem Namen.
    4. Auf derart ständig kontrollierten Ergebnissen baut eine Vielzahl Ihrer Alltagsprodukte und Routinen auf. Wollen Sie einen Arzt, dessen Qualifikation darin besteht, dass er gut googeln kann? Wie soll eine Wirtschaft funktionieren, wenn Wissenschaftler nicht mehr verantwortlich sind für das was sie schreiben und sich wild bei anderen bedienen?
    5.Diese Verachtung für Wissenschaft ("lässig zitiert"), die in der Verteidigung von G. jetzt mobilisiert wird, schädigt die Wissenschaft massiv

    Hier ... http://www.respectcopyrig...

    kann sich Herr Ass. jur. Guttenberg über das aktuell geltende Urheberrecht informieren.

    Offenbar war es nicht Teil seiner juristischen Ausbildung.

    • Ranjit
    • 19.02.2011 um 11:58 Uhr

    Nichts für ungut, aber es ist nicht nachlässig zitiert wenn man aus den verschiedensten Quellen Textpassagen (!) in die eigene Arbeit kopiert und nicht kenntlich macht.
    Natürlich vergisst man mal eine Fußnote, die Klammer oder die Referenz in der Bibliographie aber dann ist das Zitat immer noch als Zitat erkennbar.

    "So definiert Mustermann ein Plagiat als "...""

    Nach dem Guttenplag Wiki ( http://de.guttenplag.wiki... ) sind wir bereits bei 62,8% der Seiten die mindestens ein Plagiat enthalten!

    Gegen die Nachlässigkeitsthese spricht auch, dass Herr Guttenberg (oder zumindest der Autor seiner Doktorarbeit) Hinweise auf die originalen Autoren herausgestrichen hat und in den übernommenen Passagen einige Worte und Formulierungen geändert hat. Letzteres ist ohne Kennzeichnung durch eckige Klammern völlig inakzeptabel und hätte der Autor wirklich vorgehabt die Passagen eigentlich zu zitieren so wären sie nicht derart verändert worden.

    Ohnehin verstehe ich nicht, wie sich die Apologeten den Prozess vorstellen. "Na schau mer mal... Das klingt doch nett. Kopier mers mal rein. Jetzt noch kurz die Fußnote ... oh, schon Essenszeit? Na dann vielleicht später."
    Und solche "Versehen" auf 247 Seiten (Tendenz steigend)?

    Vorverurteilung der Schmutzpresse? Nehmen Sie mal die Fakten zur Kenntnis. Vor einigen Tagen waren es noch ein paar Seiten, die unter Plagiatsverdacht standen. Am Samstagmorgen waren es 74 Seiten, dann 111 und nun sind es 247 Seiten, die abgekupferte Stellen aufweisen sollen. Diese Stellen kann man zum Teil im Internet vergleichen. Darüber hinaus hat Herr zu Guttenberg offenbar den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages mit einer Ausarbeitung beauftragt, die er in seine Dissertation übernommen haben soll. Mit anderen Worten: Auf Steuerzahlerkosten hat er seine Dissertation aufgebübscht. Die Entlarvung des Herrn zu Guttenberg als mutmaßlicher Plagiator ist keine Kampagne der Schmutzpresse. Sie ist gelebte Demokratie. Schmutzig ist das, was Herr Guttenberg getan haben soll.
    Und ob Sie es nun - als der CSU vermutlich Nahestehender - hören wollen oder nicht: Beim Volk kommt das Abkupfern gar nicht an. Da mag die Bildzeitung, Herr zu Guttenberg noch so lange die Stange halten. Die Leute haben den Eindruck, dass Herr zu Guttenberg seinen Titel gekriegt hat, weil er einen klangvollen Namen hat, während sie korrekt für ihre akademischen Titel schuften müssen.

    Das fällt eben bei den lieben Brüdern und Schwestern der ZEIT-Forengemeinde auf, dass der Zweck stets die Mittel heiligt. Ein ambivalenter Umgang mit Recht und Gerechtigkeit!

    Verstößt Assange gegen Gesetze, wird er als charakterstark gelobt und für den Friedensnobelpreis "vorgeschlagen". Man hat Sorgen, dass Kachelmann, der schon Anfang der 90er Jahre durch schmieriges Auftreten im Rundfunk verdeutlichte, wes Geistes Kind er ist, kein faires Gerichtsverfahren bekommt.

    Guttenberg aber wird als angeblicher Ausbund an Unanständigkeit mit Häme überzogen.

    Ich habe seine Partei nicht gewählt, fand ihn auch nie sympathisch. Das Messen mit zweierlei Maß aber je nach politischer Coleur der betroffenen Person/ Sympathie oder sonstigen sachfremden Gründen, die nicht transparent gemacht werden, ist einfach nur abstoßend.

    ... mit dem wissenschaftlichen Betrieb auskennen", mache ich mir mal die Mühe, die Arbeitsweise des Herrn an drei allgemeinverständlichen und auch anschaulichen Bespielen zu beschreiben.

    Stellen Sie sich vor, Sie wären:

    I. Schriftsteller. Sie gehen zur Stadtbibliothek. Sie bedienen sich an Stellen von "Mutter Courage", "Faust", Schillers "Glocke", "Die Blechtrommel", "Axolotl Roadkill", "Krieg und Frieden", "Der Schimmelreiter", "Max und Moritz", "Im Westen nichts Neues", "The Great Gatsby", dem Alten Testament, dem Neuen Testament, dem CSU-Parteiprogramm und dem Mickymausheft ihres Neffen. Das ganze mischen Sie intertextuell gekonnt zusammen, veröffentlichen es und bekommen von einer wohlwollenden Kommission sofort den Nobelpreis für Literatur. Sie wundern sich, dass Wolf Biermann was merkt, als er eine Rezension für die TAZ schreiben soll. Die linke *** Sau ist ja nur neidisch!

    II. Maler. Sie gehen in die Gemäldegalerie. Besonders der "Schrei" von Edvard Munch hat es Ihnen angetan. Sie kopieren den Mund der zentralen Figur. Drumherum ordnen Sie die Busen der Mona Lisa, zwei Sonnenblumen aus der Vase von Van Gogh, eien Fetzen einer weißgetünchten amerikanischen Fahne (von der Sie sich nicht mehr wissen, wo die nun herkam), ein indisches Kalenderbild, die kleinen süßen Engel von Raffaels "Sixtinischer Madonna", ein schwarzes Quadrat, 17 Farbpunkte vom "Sonntagnachmittag" und das Titelbild des Mickymausheft ihres Neffen. Das ganze nennen sie "Stilleben der Demokratie". Dr. Spänle verleiht Ihnen den bayerischen Verdienstorden als herausragendem Vertreter zeitgenössischer Kunst. AUf der Vernissage kommen Neo Rauch drei der 17 Punkte irgendwie bekannt vor ...

    III. Filmemacher. Sie gehen in ihre Videothek und ziehen sich ein paar Filme. Die Szene mit dem Hut aus "Spiel mir das Lied vom Tod"? Hat Ihnen schon immer gefallen - mit CB (Charkes Bronson) können Sie sich identifizieren! Kommkt also ganz an den Anfang. Danach eine Stelle aus "Die Vögel", ein Monolog von Kinski aus "Cobra Verde", der Schrei aus der Blechtrommel, Nahaufnahmen von Arnie aus Terminator I, II und III sowie die Nase von Jean Reno aus "Im Rausch der Tiefe". Ein paar 3D-Effekte aus Avatar runden den Mittelteil schön ab. Die Sendung mit der Maus haben Sie sich für den Schluss aufgehoben, zusammen mit einem Foto ihres Neffen. Wie Sie ihren Film nennen sollen, wissen Sie auch nicht, aber ihnen fällt bestimmt noch was ein. Der Film bekommt einen Goldenen Bären in Berlin und Sie werden schon als junger Fellini gefeiert. Der Oskar gilt schon als sicher. Leider hat ein Mitglied der Auswahlkommission der Academy auch "Spiel mir das Lied vom Tod" gesehen und meint, ihr Film sei zumindest am Anfang plagiatsverdächtig.

    Finden Sie das absurd, weil niemand so blöd wäre, sowas zu tun? Weil's ja irgendwem bestimmt auffällt?

    Einem Akademiker kommt das bei einer wissenschaftlichen Arbeit, die für ein Fachpublikum veröffentlicht wird, genauso blöd vor!

    • Jenss
    • 20.02.2011 um 15:37 Uhr

    Wie handfest sollen die Beweise den noch werden. Guttenberg hat 20 Seiten Text (mittlerweile sollen es ja noch deutlich mehr sein) nicht zitiert. Er hat auch nicht nur eine Quelle vergessen sondern ca. 10 Tendenz steigend.
    Jeder der nicht Minister der der CSU ist wäre damit der Doktortitel von der UNI Bayreuth aberkannt werden.
    Es geht schlicht um Gerechtigkeit. Wenn jedem anderen der Doktortitel aberkannt wird in so einer Situation so muss dass auch dem Gutenberg geschehen.

    Diese Lobhudelei und Verhehrung die Gutenberg entgegengebracht wird ist befremdlich. Das er nicht ein besonders ehrlicher Politiker ist, konnte man ja sachon nach der Kunduz Affäre erahnen.

    Er ist wahrscheinlich nicht der größte Lügner unter den Politikern, aber Ehrlichere gibt es IMHO mehr als Unehrlichere.

  2. "Über Plagiatoren soll man nicht allzu hart urteilen. Es kann durchaus ein Milderungsgrund sein, daß ihre Einfälle nicht von ihnen stammen."
    George Bernard Shaw

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  3. ...wünsche ich dem adligen Schaumschläger auf dem Weg zu seinem Rücktritt - mindestens aber zur Rückgabe seines Doktortitels. Im Schnellgang.

    14 Leser-Empfehlungen
  4. Guttenplag.wiki sagt am 19.02.11 um 9.30Uhr:

    Plagiate wurden auf 176 Seiten gefunden (44,8%)
    http://tinyurl.com/4sc2at3

    Das heisst, diese sogenannte "Doktorarbeit" ist regelrecht plagiatverseucht.

    Schaden wird es Herrn Googleberg kaum - dafür ist er für CDU/CSU zu wichtig. Und auch unsere transatlantischen Freunde werden ihn niemanden fallen lassen, der so mühsam aufgebaut wurde.

    Und was sagen wir dann unseren Kindern ? Na:

    Schreibt ab, schummelt, betrügt, entschuldigt euch niemals!

    Banker und Politiker tun es auch nicht - und fahren sehr, sehr gut damit.

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    Möglich, das sich am Ende herausstellt, dass die Vorwürfe berechtigt sind.
    Das aber ist eher unwahrscheinlich!

    Es ist kaum noch möglich eine Doktorarbeit zu schreiben, ohne weite Textteile und Formulierungen von Dritten zu übernehmen.
    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben machen die bisher bekannten Passagen nicht den Eindruck mehr als Allgemeinwissen zu vermitteln und scheinen auch sonst vor allem der Presse entnommen.
    Die Staatsanwaltschaft hat sich zur rechtlichen Situation derart geäußert, dass es mitnichten Pflicht ist soetwas mit Quellenangaben zu versehen.
    Gleichwohl gehört es zum guten Ton wörtliche Übernahmen zu kennzeichnen, eben auch um keine solche Unsicherheiten zurückzulassen bzw. Zweifel an der Seriösität aufkommen zu lassen.
    Denn letztlich ist die Grenze unscharf, was als Relevant zwingend als Zitat zu kennzeichnen ist und was nicht.

    Was bleibt ist die Erkenntnis, das sich Herr Guttenberg breiter Quellenlage bedient, also sehr belesen ist.

    Ein Geschmäckle hinsichtlich seines Titels bleibt auch. Aber nachweisen, dass seine Doktorarbeit keine eigenen Erkenntnisse liefert kann und wird es nicht geben. Letztlich auch, weil selbst wenn nicht ein Wort eigener Text enthalten wäre, dies sehr wohl durch die Zusammenstellung von wisenschaftlichen Wert sein kann.

    Letztlich also bleibt es Ansichtssache, ob Herr Guttenberg nur clever, Kraft eigener Bewertung, mit Quellenangaben versehen hat,was er für wichtig genug hielt, oder wirklich betrogen hat.

    H.

    Möglich, das sich am Ende herausstellt, dass die Vorwürfe berechtigt sind.
    Das aber ist eher unwahrscheinlich!

    Es ist kaum noch möglich eine Doktorarbeit zu schreiben, ohne weite Textteile und Formulierungen von Dritten zu übernehmen.
    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben machen die bisher bekannten Passagen nicht den Eindruck mehr als Allgemeinwissen zu vermitteln und scheinen auch sonst vor allem der Presse entnommen.
    Die Staatsanwaltschaft hat sich zur rechtlichen Situation derart geäußert, dass es mitnichten Pflicht ist soetwas mit Quellenangaben zu versehen.
    Gleichwohl gehört es zum guten Ton wörtliche Übernahmen zu kennzeichnen, eben auch um keine solche Unsicherheiten zurückzulassen bzw. Zweifel an der Seriösität aufkommen zu lassen.
    Denn letztlich ist die Grenze unscharf, was als Relevant zwingend als Zitat zu kennzeichnen ist und was nicht.

    Was bleibt ist die Erkenntnis, das sich Herr Guttenberg breiter Quellenlage bedient, also sehr belesen ist.

    Ein Geschmäckle hinsichtlich seines Titels bleibt auch. Aber nachweisen, dass seine Doktorarbeit keine eigenen Erkenntnisse liefert kann und wird es nicht geben. Letztlich auch, weil selbst wenn nicht ein Wort eigener Text enthalten wäre, dies sehr wohl durch die Zusammenstellung von wisenschaftlichen Wert sein kann.

    Letztlich also bleibt es Ansichtssache, ob Herr Guttenberg nur clever, Kraft eigener Bewertung, mit Quellenangaben versehen hat,was er für wichtig genug hielt, oder wirklich betrogen hat.

    H.

  5. 15 Leser-Empfehlungen
    • FahadA
    • 19.02.2011 um 9:44 Uhr

    Auch inhaltlich was zum Schmunzeln. Hier die Einleitung zur Diss.

    http://www.youtube.com/wa...

  6. Guttenberg steht weniger für präzise Inhalte als für ein Image, sehr mediengepflegt. Dadurch wurde er gehypt, wobei ich bezweifle, dass er tatsächlich so beliebt ist, wie immer behauptet wird.
    Diese amerikanisierte Form der Politik eigentlich duldet keine Beschädigung desin ihn gesetzten Vetrauens.
    Jetzt bietet sich das Bild eines Mannes, der aus Eitelkeit? Imagegründen? betrogen hat und zwar in ziemlich dreister Art und Weise. Nein, Konsquenzen ziehen wird er nicht. Die "Elite" steht über Gesetz und Moral, das erlebt man in Dt. immer häufiger.
    Ich erinnere hier an die unglüchlich agierende Andrea Ypsilanti und die LÜgilanti-Kampagne

    12 Leser-Empfehlungen
    • NoG
    • 19.02.2011 um 9:47 Uhr

    die einleitung wurde zb kopiert.
    dabei hat der autor nicht vergessen, die rueckblickende zeitangabe anzupassen. sowas macht man nicht unbewusst.
    eine quellenangabe wuerde ihm bei der einleitung auch nichts nuetzen, da dort eh eigene nur eigene worte zaehlen.
    wenn es bei der einleitung nicht fuer eigene worte reicht - wo dann?

    hier der anfang der uebernommenen einleitung.

    original (faz):

    "„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden,..."

    dokortarbeit:

    „E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ - so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. Ein Motto, das programmatisch zu verstehen ist."

    17 Leser-Empfehlungen
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    Zu Anfang fand ich das Thema unsinnig, da jeder mal Fehler machen kann, doch inzwischen ist das Thema spannend geworden:
    Fakt scheint zu sein:
    Guttenberg hatte zu wenig Zeit, sich um eine wirkliche Dissertation zu kümmern und hat dadurch wohl am Ende nachlässig "Quellen" zusammengesucht um seinen Doktortitel als "Trophäe" zu rehalten, den er für sein Ego brauchte. Die Uni hat dies für einen Promi gern unterstützt, denn das stand ihr auch ganz gut zu Gesicht. Nun ist offensichtlich, dass die Leistung nun doch nicht Doktorreif ist (ganz egal, ob bewusst oder unbewusst). Spannend war, wie sich Guttenberg nun verhält und das war traurig.
    - Obwohl er den "Dr." nur als Trophäe braucht und er sonst keinerlei Rolle für seine reale Leistung als Politiker und seine Karriere spielt, klebt er daran und bekommt es noch nicht einmal auf die Reihe sich zu entschuldigen.
    - Größe hätte er bewiesen, wenn er gesagt hätte, er gibt seinen Dr.-Titel zurück (bzw. legt ihn ab), unabhängig davon, ob die Fehler groß genug für eine "offizielle Aberkennung" sind (und ohne großartige Prüfung). Es hätte ein positives Licht in Hinsicht "Geltungs- und Darstellungssucht", sowie Machtversessenheit auf ihn geworfen.

    Wie er reagiert hat, zeigt nur dass ihm Macht und Geltung alles bedeutet und dass er alles (vielleicht auch nur fast alles) dafür tun würde. Ich möchte von solchen Personen NICHT regiert werden.

    ...E pluribus unum. Richtig heißt es "aus vielen eines". Das macht auch mehr Sinn bei der Gründung eines Staatenbundes.

    Woher stammen diese Fakten von der Autorin oder ist das eine Übersetzung von den Amerikanern bei deren Zusammenschluß. Wer weiß wie viel und oft die textpassagen schon verwendet und abgeändert wurden.

    Zu Anfang fand ich das Thema unsinnig, da jeder mal Fehler machen kann, doch inzwischen ist das Thema spannend geworden:
    Fakt scheint zu sein:
    Guttenberg hatte zu wenig Zeit, sich um eine wirkliche Dissertation zu kümmern und hat dadurch wohl am Ende nachlässig "Quellen" zusammengesucht um seinen Doktortitel als "Trophäe" zu rehalten, den er für sein Ego brauchte. Die Uni hat dies für einen Promi gern unterstützt, denn das stand ihr auch ganz gut zu Gesicht. Nun ist offensichtlich, dass die Leistung nun doch nicht Doktorreif ist (ganz egal, ob bewusst oder unbewusst). Spannend war, wie sich Guttenberg nun verhält und das war traurig.
    - Obwohl er den "Dr." nur als Trophäe braucht und er sonst keinerlei Rolle für seine reale Leistung als Politiker und seine Karriere spielt, klebt er daran und bekommt es noch nicht einmal auf die Reihe sich zu entschuldigen.
    - Größe hätte er bewiesen, wenn er gesagt hätte, er gibt seinen Dr.-Titel zurück (bzw. legt ihn ab), unabhängig davon, ob die Fehler groß genug für eine "offizielle Aberkennung" sind (und ohne großartige Prüfung). Es hätte ein positives Licht in Hinsicht "Geltungs- und Darstellungssucht", sowie Machtversessenheit auf ihn geworfen.

    Wie er reagiert hat, zeigt nur dass ihm Macht und Geltung alles bedeutet und dass er alles (vielleicht auch nur fast alles) dafür tun würde. Ich möchte von solchen Personen NICHT regiert werden.

    ...E pluribus unum. Richtig heißt es "aus vielen eines". Das macht auch mehr Sinn bei der Gründung eines Staatenbundes.

    Woher stammen diese Fakten von der Autorin oder ist das eine Übersetzung von den Amerikanern bei deren Zusammenschluß. Wer weiß wie viel und oft die textpassagen schon verwendet und abgeändert wurden.

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