Mögliche Plagiate: Die FDP mag Koch-Mehrin nicht schützen
Weil sie wohl abschrieb, droht Silvana Koch-Mehrin nicht nur der Verlust des Doktortitels. Denn in der Partei kämpft keiner für ihren Verbleib im Rampenlicht.
Sonderlich beliebt ist die Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin in ihrer Partei nicht. Inhaltlich, heißt es in der FDP-Führung, habe sie eher selten Beachtenswertes eingebracht. Und auch ihre Rolle als gut aussehende und damit medienwirksame Wahlkämpferin komme kaum noch zum Tragen. Im zurückliegenden Landtagswahlkampf ihres Heimatverbandes Baden-Württemberg jedenfalls hat man Koch-Mehrin in diesem Frühjahr kein einziges Mal gesehen. Und das, wo die FDP im Südwesten ein fotogenes Zugpferd dringend hätte gebrauchen können.
Nun ist Beliebtheit an sich noch keine Gewähr fürs politische Überleben. Wenn Politiker allerdings in Schwierigkeiten geraten, dann brauchen sie nicht selten die Unterstützung ihres Umfeldes, um ihren Weg fortsetzen zu können. Und diese Unterstützung scheint Silvana Koch-Mehrin in der FDP nicht mehr finden zu können. Wenn sich herausstellen sollte, dass sie bei ihrer Doktorarbeit an der Uni Heidelberg geschummelt hat, da sind sich die Liberalen mittlerweile ziemlich einig, dann ist ihre Karriere in der Partei sehr schnell beendet. Dann "wird sie die politischen Konsequenzen ziehen müssen", heißt es in der Parteispitze.
Spätestens Ende Mai könnte es so weit sein. Dann will die Uni in Heidelberg darüber entschieden haben, ob Koch-Mehrin der Doktortitel aberkannt wird. Bis dahin wollen die Universitätsgremien allerdings noch mindestens zweimal getagt und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben haben. Der Verdacht gegen Koch-Mehrin erhärtet sich inzwischen. Wie man auf der Internetseite vroniplag.de lesen kann, umfasst ihre Doktorarbeit 227 Seiten, auf bisher 55 Seiten sollen Plagiate gefunden worden sein.
Für den Münchner Plagiatsexperten Volker Rieble ist die Sache damit ziemlich klar. "Nach meiner Auffassung reicht es für den Titelentzug", sagte Rieble dem Tagesspiegel. Es gebe "doch eine ganze Reihe von Stellen, bei denen zitatlos abgeschrieben worden ist und der zitierte Text zitatpflichtig" sei, sagte der Rechtsprofessor weiter – "sei es, dass – vielfach – wörtliche Fremdtextwiedergabe ohne Anführungszeichen erfolgt, sei es, dass Zitate vergessen wurden oder die intensive Nähe zum Fremdtext nicht belegt wird".
Die Entscheidung darüber treffe aber die Heidelberger Fakultät, die dabei einen eigenen Beurteilungs- und Ermessensspielraum habe. Kritik äußerte der Plagiatsforscher an der Anonymität vieler "Jäger". "Hier will niemand Verantwortung für die erhobenen Vorwürfe, für die Sorgfalt der Recherche tragen. Das begründet eine erhebliche Waffenungleichheit, bei der die Zielperson, hier Frau Koch-Mehrin, angegriffen wird, aber sich praktisch nicht verteidigen kann".
Die liberale Politikerin selbst zieht es bislang vor, zu schweigen. Das wird ihr in der FDP-Spitze zugutegehalten. Schließlich hat die im Umfrageloch feststeckende Partei keinerlei Interesse auch noch an einem öffentlichen Plagiatsstreit.
Gleichzeitig hat der Trennungsprozess jedoch schon begonnen. Denn der künftige Parteichef Philipp Rösler will seinen Start nicht mit einer Plagiatsaffäre vermasseln. Und zwar unabhängig davon, ob die Uni entschieden hat oder nicht. Wenn Rösler Anfang Mai sein liberales Zukunftsteam vorstellen wird, dann wird Koch-Mehrin schon nicht mehr zu sehen sein. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass Koch-Mehrin schließlich "nur" FDP-Präsidiumsmitglied wegen ihres Amtes im EU-Parlament ist und sich nicht um ein Wahlamt in der FDP-Spitze bewirbt.
Man könnte es eine Art Fremdschämen nennen, das sich auch beim Parteitag der FDP Mitte Mai in Rostock fortsetzen wird. Sollte Koch-Mehrin bis dahin selbst keine Konsequenzen gezogen haben, ist nicht ausgeschlossen, dass man ihr, die viele Jahre vorn im Rampenlicht gestanden hat, einen eher schattigeren Platz in den hinteren Reihen zuweisen wird.






Nun, Koch-Mehrin folgt einfach dem Trend. Denn an der Universität Freiburg gibt’s aktuell auch einen Plagiatsfall, es trifft den Chefarzt der Sportmedizin Dickhut vgl.
http://www.spiegel.de/spi...
2007 spielte in Freiburg bereits die Dopingaffäre.Unter dem Druck der öffentlichen Medien hatte das Bundeskriminalamt die Räume der Sportmedizin 2007 durchsucht. Es zeigte sich, dass sich über Jahre hinweg kriminelle Strukturen in Freiburg etabliert hatten. Angeblich wusste die Universitätsleitung nichts davon.
http://www.sueddeutsche.d...
Anscheinend war die Guttenberg-Affäre der Auslöser dafür, dass die Universität Freiburg in der Plagiatsaffäre offensiv vorgeht - anscheinend dämmert es der Unileitung allmählich, was Internet bedeutet.
wenn man "Frau Dr." nicht unterstützt.
Sie ist in der FDP die/der "weibliche Guttenberg" mit ähnlichem "Glanz und Gloria" bevorschußt.
Die "6.000 Euro Frau" hat in maximal peinlicher Weise bei Hart aber Fair Ihre Inkompetenz unter Beweis gestellt.
Solche "geclonten" Politiker sind auf Dauer nicht zu tolerieren.
Nach diesem erbärmlichen Fehler hätte sie sich schon komplett aus der Politik zurückziehen sollen. Naja, wenn die Wirtschaftskompetenz der FDP auf solch tönernen Füßen gebaut ist, dann wundern die restlichen Ansichten und Entscheidungen auch nicht mehr.
Nach diesem erbärmlichen Fehler hätte sie sich schon komplett aus der Politik zurückziehen sollen. Naja, wenn die Wirtschaftskompetenz der FDP auf solch tönernen Füßen gebaut ist, dann wundern die restlichen Ansichten und Entscheidungen auch nicht mehr.
Wurden die Arbeiten von Merkel, Schäuble und Vosskuhle schon mal geprüft?
Zumindest würde sich empfehlen die Habilitationsschrift (1999) des Präsidenten am Bundesverfassungsgericht Andreas Vosskuhle gelegentlich näher zu betrachten. Vosskuhle war vor seiner Berufung Rektor in Freiburg und sitzt bis heute im Universitätsrat. Wissenschaftsbetrug zählt in Freiburg quasi zum guten Stil. Denn in Freiburg spielte die grösste Fälschungsaffäre in der Geschichte der Deutschen Forschung um die Mertelsmann-Gruppe (Zitat Prof. Winnacker, DFG). Winnacker bezeichnete es in einem Interview im Deutschen Ärzteblatt als "Affront gegen die Wissenschaft", dass die Uni Mertelsmann befördert hatte, als bereits Untersuchungen durch die DFG liefen, vgl. google, Suchbegriff:
Mertelsmann Winnacker Fälschungsaffäre
http://www.aerzteblatt.de...
In zahlreichen Internetforen beklagten Wissenschaftler, dass der Vorfall ohne disziplinarische und juristische Folgen für die Täter blieb.
Bei Frau Merkel oder Herrn Rösler liegen andere Gründe als die Außenwirkung für die Promotion vor, außerdem sind es naturwissenschaftliche oder sogar nur medizische Promotionen, daher ist die Wahrscheinlichkeit für Plagiate geringer. Wenn man die Promotion anstrebt, um einen neuen Namensbestandteil zu bekommen, der werbewirksam ist und auf den man sich was einbilden will, dann ist natürlich der geringste Aufwand tatsächlich der scheinbar beste Weg.
Rechtfertigt natürlich gar nichts. Betrüger müssen entlarvt werden, damit man auch entscheiden kann, ob man solcherart zwielichtige Figuren wählen will. Immerhin wählt man ja selten eine bestimmte Person in ein bestimmtes Amt, sondern eher die Persönlichkeit (indirekt durch die Wahl der Partei) in ein hohes Amt. Heute Wirtschaftsminister, morgen Gesundheit, übermorgen Vorsitzender einer staatlichen Organisation. Da ist die Fachkompetenz fast irrelevant, die Persönlichkeit aber entscheidend. Und die drückt sich in akademischem Fehlverhalten nun mal sehr deutlich aus.
Fragen nach der Art "und was ist mit Dr ..."? tauchen zu dutzenden bei Vroniplag auf. Die Antwort darauf lautet: Solange kein Anfangsverdacht besteht, gibt es keinen Anlass, die Doktorarbeit in Zweifel zu ziehen; Prominenz allein reicht dafür sicher nicht aus.
Allerdings ist jeder eingeladen, die Doktorarbeiten die ihn interessieren, einzusehen und selbst zu überprüfbaren. Wenn sich dann ein begründeter Verdacht ergibt, wird es sicher viele geben, die bei der weiteren Recherche mithelfen - genau wie das nach zu Guttenberg im Fall von Veronica Saß, Matthias Pröfrock und Silvana Koch-Mehrin passiert ist.
Zumindest von Frau Merkel weiß ich, dass ihr Diss. überprüft wurde:
http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Merkel,_Angela:_Untersuchung_des_Mechanismus_von_Zerfallsreaktionen_mit_einfachem_Bindungsbruch_und_Berechnung_ihrer_Geschwindigkeitskonstanten_auf_der_Grundlage_quantenchemischer_und_statistischer_Methoden_(Dissertation)
Scheint ehrlich selbst erarbeitet zu sein, wenn auch (wie in der angegebenen Quelle erwähnt "keine wissenschaftliche Revolution". Man siehst also, dass auch ein ehrlich erworbener Titel nicht davor schützt, ein schlechter Politiker zu sein.
Bei Frau Merkel oder Herrn Rösler liegen andere Gründe als die Außenwirkung für die Promotion vor, außerdem sind es naturwissenschaftliche oder sogar nur medizische Promotionen, daher ist die Wahrscheinlichkeit für Plagiate geringer. Wenn man die Promotion anstrebt, um einen neuen Namensbestandteil zu bekommen, der werbewirksam ist und auf den man sich was einbilden will, dann ist natürlich der geringste Aufwand tatsächlich der scheinbar beste Weg.
Rechtfertigt natürlich gar nichts. Betrüger müssen entlarvt werden, damit man auch entscheiden kann, ob man solcherart zwielichtige Figuren wählen will. Immerhin wählt man ja selten eine bestimmte Person in ein bestimmtes Amt, sondern eher die Persönlichkeit (indirekt durch die Wahl der Partei) in ein hohes Amt. Heute Wirtschaftsminister, morgen Gesundheit, übermorgen Vorsitzender einer staatlichen Organisation. Da ist die Fachkompetenz fast irrelevant, die Persönlichkeit aber entscheidend. Und die drückt sich in akademischem Fehlverhalten nun mal sehr deutlich aus.
Fragen nach der Art "und was ist mit Dr ..."? tauchen zu dutzenden bei Vroniplag auf. Die Antwort darauf lautet: Solange kein Anfangsverdacht besteht, gibt es keinen Anlass, die Doktorarbeit in Zweifel zu ziehen; Prominenz allein reicht dafür sicher nicht aus.
Allerdings ist jeder eingeladen, die Doktorarbeiten die ihn interessieren, einzusehen und selbst zu überprüfbaren. Wenn sich dann ein begründeter Verdacht ergibt, wird es sicher viele geben, die bei der weiteren Recherche mithelfen - genau wie das nach zu Guttenberg im Fall von Veronica Saß, Matthias Pröfrock und Silvana Koch-Mehrin passiert ist.
Zumindest von Frau Merkel weiß ich, dass ihr Diss. überprüft wurde:
http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Merkel,_Angela:_Untersuchung_des_Mechanismus_von_Zerfallsreaktionen_mit_einfachem_Bindungsbruch_und_Berechnung_ihrer_Geschwindigkeitskonstanten_auf_der_Grundlage_quantenchemischer_und_statistischer_Methoden_(Dissertation)
Scheint ehrlich selbst erarbeitet zu sein, wenn auch (wie in der angegebenen Quelle erwähnt "keine wissenschaftliche Revolution". Man siehst also, dass auch ein ehrlich erworbener Titel nicht davor schützt, ein schlechter Politiker zu sein.
Dem plakativen Auftreten vor den letzten Wahlen folgt eigentlich das, was kommen musste:
Da ganze Kabinett ist ein Plagiat von Juristen und sonstigen "Freiberuflern", die im real existierenden Leben wohl kaum solch eine Karriere mit Pensionsansprüchen bis zum Tode reichenden Vergünstigungen zustande gebracht hätten.
Das plagiative Auftreten dieser Koalition zum Thema Atomausstieg unterstreicht dies mit ganzer Deutlichkeit.
Versucht hat sich diese Koalition auch an der plagiativen Umsetzung der Sozialpolitik der SED - und ist daran bisher gescheitert, denn selbst ein Hartz-IV - Empfänger verzichtet schon freiwillig auf sein "Bildungspaket" - weil dies viel zu umständlich und unverständlich ist.
Wie wäre es mal damit:
Kostenlose Schulspeisung und Schulmilch für alle Schüler - finanziert aus dem Überfluss, der täglich von den Großküchen, Großbäckereien, Groß- und Einzelhandelsketten im wahrsten Sinne des Wortes "vor die Säue" geworfen wird.
Was allein schon in der Backwarenindustrie täglich an Brot und Kuchen in die Tonne geht - es ist ein Hohn gegenüber all jenen Menschen, die ums tägliche Brot kämpfen müssen.
Aber zurück zum Thema:
Diese "Plagiatiererei" ist erst der Anfang des Lugs und Betrugs am deutschen Wähler.
Leider war, ist und wird sich daran nichts ändern - egal ob man von links nach rechts oder umgekehrt die Parteienlandschaft durchforstet.
Politik ist wie Prostitution:
Sie macht glücklich und kommt oft teuer zu stehen!
Hat es schon einmal so etwas mieses gegeben ??????
Hat es schon einmal so etwas mieses gegeben ??????
@ der neue trend
Jaja, die Unileitung hat sich NACH VIER JAHREN offensiv um die Aufklärung bemüht.
Nach diesem erbärmlichen Fehler hätte sie sich schon komplett aus der Politik zurückziehen sollen. Naja, wenn die Wirtschaftskompetenz der FDP auf solch tönernen Füßen gebaut ist, dann wundern die restlichen Ansichten und Entscheidungen auch nicht mehr.
Durch die mehrfachen Wahldesaster der FDP in der letzten Zeit dürfte der Kampf um die knappen Listenplätze und Funktionärsposten sich wesentlich verschärft haben. Auch in der FDP spielt man bei der Postenverteilung "Reise nach Jerusalem", aber inzwischen auf einigen Ebenen mit 15 Teilnehmern und nur noch 4 Stühlen. Da fällt ein durch eine Affäre belasteter Politiker eben schneller durch. Das ist grausam und kannibalisch, aber normal, wenn eine Partei so sehr ins Bodenlose stürzt.
Bei Frau Koch-Mehrin frage ich mich, ob es sich nicht in doppelter Hinsicht um ein Plagiat handelt: erst werden Textpassagen kopiert und dann die halbe Guttenberg-Affäre.
Es liegt an ihr, ob sie es zu einer kompletten Kopie der Guttenberg-Affäre macht indem sie ihren Sturz von der Karriereleiter ähnlich unwürdig und quälend langsam zelebriert wie Herr Guttenberg, der an jeder einzelnen Sprosse der Leiter noch aufschlug und bis zum Schluß keine Peinlichkeit ausließ, bis hin zu anwaltlichen Drohungen an die Uni Bayreuth.
Man muß nicht die ganze Affäre kopieren, man kann auch einfach gehen und dann irgendwann wiederkommen, Frau Koch-Mehrin.
dann wechselt man eben in die SPD under CDU. Dort sind Listenplätze garantiert, egal welche Politik gemacht wird. Durch Wähler in dritter Generation sind bei diesen Parteien die Personen egal. Das Kreuz gehört zu den drei Buchstaben, wie Vater und Opa es einst eingebleut haben. Anders ist die Tatsache, dass SPD und CDU zusammen konstant über 60% der Stimmen bekommen, nicht zu erklären.
dann wechselt man eben in die SPD under CDU. Dort sind Listenplätze garantiert, egal welche Politik gemacht wird. Durch Wähler in dritter Generation sind bei diesen Parteien die Personen egal. Das Kreuz gehört zu den drei Buchstaben, wie Vater und Opa es einst eingebleut haben. Anders ist die Tatsache, dass SPD und CDU zusammen konstant über 60% der Stimmen bekommen, nicht zu erklären.
Auf dem Schild, das Frau Doktor um den Hals trägt, steht doch exakt, wofür sie steht.
"Aufstieg durch Leistung".
Nirgends steht "Aufstieg durch eigene Leistung."
Frohe Ostern wünscht
biggerB
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