Das Terrornetzwerk al-Qaida hat den Tod seines Gründers und Chefs, Osama bin Laden, bestätigt. Wie das auf die Überwachung islamistischer Webseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE mitteilte, kündigte al-Qaida zudem Vergeltung an. Das Blut bin Ladens dürfe nicht umsonst vergossen worden sein, hieß es.

Die Terrororganisation kündigte in der Erklärung an, "ohne Zögern und Widerwillen" den "Pfad des Dschihad" fortzusetzen. Das Terrornetzwerk rief die Muslime in Pakistan zum Aufstand auf, um die "Schande" der Tötung von bin Laden zu tilgen, die durch "eine Bande von Verrätern und Dieben" über sie gebracht worden sei. Der Tod bin Ladens werde sich als Fluch herausstellen, der Amerika und seine Satelliten geißeln werde, hieß es in der Erklärung. Die pakistanische Bevölkerung rief al-Qaida zum Aufstand gegen die eigene Regierung auf, die Schande über die Nation gebracht habe.

Ein US-Spezialkommando hatte in der Nacht zum Montag das Anwesen bin Ladens in Abbottabad in Pakistan angegriffen und ihn sowie weitere Menschen erschossen. Die US-Soldaten nahmen nach dem Feuerüberfall die Leiche des seit über zehn Jahren gesuchten Mannes mit. Sie wurde vom einem Flugzeugträger aus auf See bestattet. Da die US-Regierung sich weigert, eine Foto der Leiche zu veröffentlichen, waren Zweifel am Tod bin Ladens laut geworden.