Hunger in Ostafrika : Dadaab, Flüchtlingslager der Hoffnung

Dürre und Krieg treiben Tausende Somalier in ein großes Flüchtlingslager in Kenia. Auch dort müssen sie auf Hilfe warten – das Lager ist völlig überfüllt.

Das Flüchtlingslager Dadaab im Nordosten Kenias ist das größte der Welt. Ursprünglich für 90.000 Menschen gebaut, müssen dort derzeit 370.000 Flüchtlinge Zuflucht finden. Die Dürre und Gewalt am Horn von Afrika treiben täglich hunderte neue Somalier nach Kenia. Nach Schätzungen der Organisation Ärzte ohne Grenzen werden bis zum Ende des Jahres 450.000 Flüchtlinge im Lager sein. Bei ihrer Ankunft liegt meist ein tagelanger Fußmarsch hinter ihnen. Oft müssen sie vor den Pforten von Dadaab ausharren, bis nach einigen Tagen Platz für sie gefunden wird.

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Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Christliche Hilfe?

Wie bitte? Die UNO ist Ihrer Ansicht nach christlich? Immerhin haben Sie ja bereits erkannt, daß die 'vielen, unendlich reichen islamischen Länder' auch UNO-Mitglieder sind, der nächste Denkschritt scheint bei Ihnen aber nicht statt zu finden. Kenya ist ebenso kein ausschließlich christliches Land, dort leben rund 25% Muslime, an der Grenze zu Somalia (wo das Flüchtlingslager ist) und an der Küste prozentual weit mehr.

Nicht zu fassen, daß Sie sogar das Leid somalischer Flüchtlinge für Ihre stereotype, anti-islamische Propaganda mißbrauchen.

Falls es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein sollte: in ganz Ostafrika herrscht Dürre.
In Somalia gab's überdies die letzte landesweit anerkannte, damit arbeitsfähige Regierung vor 20 Jahren - dort herrscht nicht nur brennende Not durch die Dürre, sondern auch durch den Bürgerkrieg. Infrastrukturen wie Schulen, Krankenstationen etc. im Land selbst werden primär von islamischen Organisationen aufrecht erhalten, in Somalia wird traditionell und mehrheitlich ein am Sufismus angelehnter, ziemlich entspannter Islam praktiziert.

Sie wünschen sich dort mehr wahabitisches/salafitisches Geld? Ah so...

Das ist im Prinzip richtig

"in Somalia wird traditionell und mehrheitlich ein am Sufismus angelehnter, ziemlich entspannter Islam praktiziert."

Trotzdem haben die radikalen Gruppen die Macht an sich gerissen. Das ist ja genau das Problem. Deshalb gibt es in diesem Land keine Aussicht auf eine Normalisierung. Selbst wenn dies nicht der Fall wäre, gäbe es in Somalia wenig fruchtbaren Boden.