Endlich wird klar, dass die rechtsradikale Szene nicht ernst genommen wurde
Immer wieder wurde Ellinghaus später in Erfurt, wo er damals wohnte, nachts überfallen, zusammengeschlagen. Auch er sagt, er sei nicht ernst genommen worden, wenn er zur Polizei ging.
Mittlerweile lebt Christoph Ellinghaus in Jena, er fühlt sich sehr wohl. "Die Menschen sind durch unsere Aktionen für die rechte Gewalt sensibilisiert", sagt er. "Jena ist ein Symbol dafür, dass es nicht weiterhilft, wenn man Neonazis ignoriert." Es habe einen Grund, dass die drei Neonazis in Zwickau untergetaucht waren und nicht in Jena geblieben sind.
Auch Ellinghaus diskutiert seit ein paar Tagen mit Bekannten und Freunden darüber, wie man auf die gesellschaftliche Debatte reagieren soll, die die Entdeckung des rechtsradikalen Terrorzelle ausgelöst hat. Er sucht nach einer angemessenen Reaktion. Auch Ellinghaus hält nicht viel von einer Mahnwache oder einer Lichterkette. "Wir treffen uns jeden Monat und sprechen über Aktionen gegen rechte Gewalt", sagt er. "Es wäre ein falsches Signal, jetzt auf Betroffenheit zu setzen."
Wie auch Lothar König bekommt er täglich Anfragen von der Presse, endlich interessiert sich jemand für seine Aufsätze und die Broschüren. "Das erste Mal bekommen wir, die gegen Neonazis kämpfen, so viel Aufmerksamkeit", sagt Ellinghaus. "Bisher wurden wir im besten Fall ignoriert oder als Spinner abgetan. Oft wurden wir aber auch als Linksextreme selbst verfolgt."
Endlich sei klar, dass die rechtsradikale Szene nicht ernst genug genommen wurde. Endlich würden die Fragen diskutiert, die er und die Königs und viele andere schon seit Jahren stellen: Ist derVerfassungsschutz mit der rechten Szene verbunden? Sind V-Männer nötig? Brauchen wir überhaupt einen Geheimdienst?
"So schrecklich die Vorfälle sind", sagt Ellinghaus. "Es ist auch eine Chance, dass sich etwas ändert in der Gesellschaft. Dass klar wird, dass Rechtsextremismus gefährlich ist." Und nicht diejenigen, die gegen ihn kämpfen. Ellinghaus ist aufgeregt. Er will die Chance nicht verpassen.
Erschienen im Tagesspiegel
- Datum 18.11.2011 - 16:43 Uhr
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Solange die Polizei es als "normale Jugendprügelei" bezeichnet, wenn Jugendliche mit Verletzungen infolge des Einsatzes von Baseballschlägern nach Hause kommen, ist Hopfen und Malz verloren.
So ein Angriff ist eine ernste Gefahr für Leib und Leben und sollte mit hoher Priorität verfolgt werden.
Ich habe den Eindruck, dass mit der Polzei in den neuen Bundesländern einiges schlimm im Argen liegt. Was man im Zusammenhang mit dieser unsäglichen Geschichte so nach und nach erfährt, ist einfach ungeheuerlich.
Ich finde es ein wenig bedenklich das ausschließlich auf die neuen Bundesländer zu beziehen! Sie scheinen wenig involviert zu sei in diese Thematik. Nur aufgrund der jetzt breit diskutierten Vorfälle dieses Urteil über die neuen Bundesländer zu fällen ist daher ungerecht!
aber auch die Polizei in "Westdeutschland" ist teilweise auf dem rechten Auge blind, ist meine persönliche Erfahrung!
Vor 1990 war in der DDR alles was mit Faschismus, Nazismus zu tun hatte, absolut verpönt und Taten in diese Richtung wurden bestraft, ja in der DDR gab es Gesetze und Recht welche ihre Daseinsberechtigung hatten.
Ich finde es ein wenig bedenklich das ausschließlich auf die neuen Bundesländer zu beziehen! Sie scheinen wenig involviert zu sei in diese Thematik. Nur aufgrund der jetzt breit diskutierten Vorfälle dieses Urteil über die neuen Bundesländer zu fällen ist daher ungerecht!
aber auch die Polizei in "Westdeutschland" ist teilweise auf dem rechten Auge blind, ist meine persönliche Erfahrung!
Vor 1990 war in der DDR alles was mit Faschismus, Nazismus zu tun hatte, absolut verpönt und Taten in diese Richtung wurden bestraft, ja in der DDR gab es Gesetze und Recht welche ihre Daseinsberechtigung hatten.
Tja, das sagt doch alles, bei einer Einwohnerzahl von 100.000 finden sich gerade mal 500 Personen ein, die gegen rechts demonstrieren. Die Stadt hat ein Problem und leider muss man sagen die Stadt ist ein Problem. Es muss endlich Klartext gesprochen werden: Eine große Zahl der Bürger im Osten ist extrem rechts oder toleriert dies bzw. sympathisiert mit Rechten oder schaut weg. In vielen Landstrichen ist die Jugendkultur eine Faschokultur. Es hilft nichts nur um pseudokorrekt zu sein, diese Realität weiter zuverdrängen. Natürlich sind dort in der Mehrzahl die Leute aufgeklärt und gegen Extremismus, aber die Toleranz gegen Gewaltbereite und Faschisten ist zu groß. Da hilft es nicht in einer passiven Opferrolle zu verharren, sondern die Bürger müssen aktiv ihre faschistischen Mitbürger zeigen, dass offene Neonazitum nicht weiter tolerierbar ist. Und der Verfassungsschutz sollte sich nicht weiter von V-Leuten vorführen lassen, die noch voll in der Szene sind und ihre rechtsextremen aktivitätwn mit Gehälter vom Verfassungsschutz finanzieren lassen.
@runnner
Ich komme aus Jena, und die Verhältnisse haben sich seitdem deutlich gebessert. Die Szene wird nicht von Rechten dominiert, ganz im Gegenteil. Die Neonaziaufmärsche in Jena und Umgebung werden aktiv bekämpft, von mehr als ihren 500 Leuten, und diese Aktionen reichen auch weit in die umgebenden, kleineren Städte.
wenn sie schon mit solch tollen zahlenspielen kommen, empfehle ich mal einige relative zahlen in absolute zahlen umzurechnen: nimmt man mal den anteil von npd-wählern bei landtagswahlen, so ergibt sich z.b. für nrw eine zahl von ca. 120 000 nazis (bei 0,7% npd-wähler auf 18 Mio. Einwohner), in Thüringen 92 000 nazis (bei 4,3/ npd-wähler auf 2,2 Mio. Einwohner) - zugegeben: das sind jetzt zahlen für eine wählerbeteiligung von 100% für beide bundesländer (wahlunberechtigte eingeschlossen), aber um ihnen mal eine andere perspektive zu bieten, sollte das ausreichen. zudem gibt es in jena kein wirkliches, alltägliches problem mit nazis - sie gehören nicht zum stadtbild. warum nur einige hundert gegen nazis demonstrieren? weil die nazis einfach nicht zu sehen sind. vielleicht hilft ihnen das folgende video einen besseren eindruck zu bekommen (wieviel menschen sollten denn ihrer meinung nach gegen 20 nazis
demonstrieren?): http://www.youtube.com/wa...
Ich gehe in Jena zur Schule. Ich kenne die Stadt ganz gut denke ich und ich fühle mich wohl in Jena. Es gibt kaum eine Stadt dieser Größe die ebenso offen ist wie Jena. Dieses Urteil ist mindestens ebenso radikal wie Ihres. Doch gerade dieser hübsche Fleck dessen Menschen so tolerant sind, verdient es hier verteidigt zu werden. Jena tendiert eher ins andere Extrem. Ich habe nie ei Hakenkreuz auf einem Haus prnagen sehen. Ich wüsste dagegen auf Anhieb 3 Häuser deren Fassade von einem gesprayten Karl-Marx-Portrait geziert wird.
Nazis haben keinen Platz in Jena und dieser Stadt wird hier unrecht getan!
Am Freitag wurde eine Kundgebung auf dem Marktplatz veranstaltet. Man sollte eine weiße Rose mitbringen. Ich bin nicht hingegangen. Ich war auf einer Party. Diese Sache, die da in der Zeitung angekündigt war, klang nur danach ein Zeichen zu setzen. Für mich war das keine wichtige Aktion, wie z.B. die gegen das Fest der Völker. Jetzt ärgere ich mich darüber, wenn ich hier lese was über Jena geschrieben wird.
@runnner
Ich komme aus Jena, und die Verhältnisse haben sich seitdem deutlich gebessert. Die Szene wird nicht von Rechten dominiert, ganz im Gegenteil. Die Neonaziaufmärsche in Jena und Umgebung werden aktiv bekämpft, von mehr als ihren 500 Leuten, und diese Aktionen reichen auch weit in die umgebenden, kleineren Städte.
wenn sie schon mit solch tollen zahlenspielen kommen, empfehle ich mal einige relative zahlen in absolute zahlen umzurechnen: nimmt man mal den anteil von npd-wählern bei landtagswahlen, so ergibt sich z.b. für nrw eine zahl von ca. 120 000 nazis (bei 0,7% npd-wähler auf 18 Mio. Einwohner), in Thüringen 92 000 nazis (bei 4,3/ npd-wähler auf 2,2 Mio. Einwohner) - zugegeben: das sind jetzt zahlen für eine wählerbeteiligung von 100% für beide bundesländer (wahlunberechtigte eingeschlossen), aber um ihnen mal eine andere perspektive zu bieten, sollte das ausreichen. zudem gibt es in jena kein wirkliches, alltägliches problem mit nazis - sie gehören nicht zum stadtbild. warum nur einige hundert gegen nazis demonstrieren? weil die nazis einfach nicht zu sehen sind. vielleicht hilft ihnen das folgende video einen besseren eindruck zu bekommen (wieviel menschen sollten denn ihrer meinung nach gegen 20 nazis
demonstrieren?): http://www.youtube.com/wa...
Ich gehe in Jena zur Schule. Ich kenne die Stadt ganz gut denke ich und ich fühle mich wohl in Jena. Es gibt kaum eine Stadt dieser Größe die ebenso offen ist wie Jena. Dieses Urteil ist mindestens ebenso radikal wie Ihres. Doch gerade dieser hübsche Fleck dessen Menschen so tolerant sind, verdient es hier verteidigt zu werden. Jena tendiert eher ins andere Extrem. Ich habe nie ei Hakenkreuz auf einem Haus prnagen sehen. Ich wüsste dagegen auf Anhieb 3 Häuser deren Fassade von einem gesprayten Karl-Marx-Portrait geziert wird.
Nazis haben keinen Platz in Jena und dieser Stadt wird hier unrecht getan!
Am Freitag wurde eine Kundgebung auf dem Marktplatz veranstaltet. Man sollte eine weiße Rose mitbringen. Ich bin nicht hingegangen. Ich war auf einer Party. Diese Sache, die da in der Zeitung angekündigt war, klang nur danach ein Zeichen zu setzen. Für mich war das keine wichtige Aktion, wie z.B. die gegen das Fest der Völker. Jetzt ärgere ich mich darüber, wenn ich hier lese was über Jena geschrieben wird.
" Eine große Zahl der Bürger im Osten ist extrem rechts oder toleriert dies bzw. sympathisiert mit Rechten oder schaut weg. In vielen Landstrichen ist die Jugendkultur eine Faschokultur... Natürlich sind dort in der Mehrzahl die Leute aufgeklärt und gegen Extremismus, aber die Toleranz gegen Gewaltbereite und Faschisten ist zu groß. "
Woher haben sie denn ihr tolles Wissen?
Ich leben im Osten- ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis, der Toleranz gegenüber den Nazis hat.
Dieser Neonazi- Heimatbund in Thüringen hat etwa 160 Mitglieder- bei 2,2 Mio Einwohnern sind das 0,007 %.
und von 100.000 Einwohnern plus direktes Umland engagieren sich 500 Leute um offen zu zeigen, dass eine solche faschistische Mordserie und ihre Täter nicht toleriebar sind. Also 0,5 %. Weiter zu ihren Zahlenspielen: Sie haben jetzt aufgeklärt wieviel organisierte erfasste Rechtsextreme es gibt. Sie können doch sicher auch eine Zahl liefern wieviel Sympathisanten es gibt, wieviele wegschauen, wieviele extrem rechts wählen und wieviele der Jugendlichen sich für eine extremrechte Jugendkultur einsetzen. Wie sieht es hier mit ihrem Wissen oder ihrer Einschätzung aus? Können Sie eine verlässliche Zahl oder Einschätzung liefern?
Ich weiß nicht wie alle auf 500 kommen. Beispielsweis ebei den Demos gegen das Fest der Völker kamen meist soweit ich mich erinnere 2000 bis 3000 teilnahmer zusammen. manchmal auch mehr
und von 100.000 Einwohnern plus direktes Umland engagieren sich 500 Leute um offen zu zeigen, dass eine solche faschistische Mordserie und ihre Täter nicht toleriebar sind. Also 0,5 %. Weiter zu ihren Zahlenspielen: Sie haben jetzt aufgeklärt wieviel organisierte erfasste Rechtsextreme es gibt. Sie können doch sicher auch eine Zahl liefern wieviel Sympathisanten es gibt, wieviele wegschauen, wieviele extrem rechts wählen und wieviele der Jugendlichen sich für eine extremrechte Jugendkultur einsetzen. Wie sieht es hier mit ihrem Wissen oder ihrer Einschätzung aus? Können Sie eine verlässliche Zahl oder Einschätzung liefern?
Ich weiß nicht wie alle auf 500 kommen. Beispielsweis ebei den Demos gegen das Fest der Völker kamen meist soweit ich mich erinnere 2000 bis 3000 teilnahmer zusammen. manchmal auch mehr
und von 100.000 Einwohnern plus direktes Umland engagieren sich 500 Leute um offen zu zeigen, dass eine solche faschistische Mordserie und ihre Täter nicht toleriebar sind. Also 0,5 %. Weiter zu ihren Zahlenspielen: Sie haben jetzt aufgeklärt wieviel organisierte erfasste Rechtsextreme es gibt. Sie können doch sicher auch eine Zahl liefern wieviel Sympathisanten es gibt, wieviele wegschauen, wieviele extrem rechts wählen und wieviele der Jugendlichen sich für eine extremrechte Jugendkultur einsetzen. Wie sieht es hier mit ihrem Wissen oder ihrer Einschätzung aus? Können Sie eine verlässliche Zahl oder Einschätzung liefern?
dafür, dass es nicht stimmt.
Ihre Aussagen über Rechtsexteme in Thüringen hat leider nicht mal BILD-Niveau. Die NPD hatte dort nur etwa 4 % und war und gar ist nicht im Landtag.
Ein kriminelles Nazi-Trio verübt Serien-Verbrechen- was hat der normale Thüringer oder Deutsche damit zu tun?
Der Staat ist in der Pflicht bei solchen Verbrechen HART durchzugreifen - den normalen Bürger trifft keine Schuld.
So ist das also? Wer nicht mit ihren Gegnern auf die Straße geht, muss mit denen sympathisieren? Wissen Sie aus welchem Grund die Leute nicht demonstrieren? Vielleicht kämpfen sie auf anderem Feld. Vielleicht wollen sie nicht so sein wie die Nazis selbst. Sie wollen die Nazis fanatisch bekämpfen, das kann man aus ihren Worten herauslesen. Sie sprechen davon das "offenes Neonazitum" nicht weiter toleriert werden soll. Was meinen sie damit? Dürfen die ihre, wenngleich dämlich verquere, Meinung nicht mehr haben? Dürfen die sich keine Bomberjacken und Springerstiefel mehr anziehen? Wir tolerieren keine verfassungsfeindlichen Symbole, keine Volksverhetzung, kein Verunglimpfen der ermordeten Juden und keine Gewalt. Was wollen sie denn mehr? Was soll denn nicht toleriert werden? Jedes Mal wenn ich so etwas höre, wie "die Toleranz ist zu groß", frage ich mich, ob mir tatsächlich ein Befürworter der Demokratie und Menschenrechte gegenüber steht, oder jemand, der den Faschisten soweit gleicht, dass er sich nur noch durch das Feindbild von Ihnen unterscheidet, denn diese Haltung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns." - die kennen wir auch von genau der Seite, die Sie bekämpfen wollen.
Ihre Sicht ist die vereinfachende. Sie schlussfolgern aus ihrer 500 Demonstranten-Theorie, dass die ganze Stadt ein Problem hat, dabei wissen Sie gar nichts über die Hintergründe dieser Demonstration.
Als einige Jahre zuvor die großen rechtsextremen Vereinigungen das in Jena das "Fest der Völker" feiern wollte, gab es eine riesige Gegendemonstrationswelle. Witzigerweise wurde eben dieses zahlenmäßige Übergewicht gegen rechts von vielen kritisiert. Es gab schon viele Beispiele für Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Ich kenne Jena gut. Es gibt es keinen sicheren Hafen für Rechtsextreme, dafür ist die Stadt viel zu sehr am Leben, viel zu weltoffen.
Also so eine Behauptung, der gesamte Osten sei rechts, ist hanebüchen. Wie viel bekommt die NPD an Stimmen? Wie viele Stimmen bekommt die Linke? Und wer regiert in vielen Ostbundesländern meist mit?
Also ich denke man kann dem Osten eher Linkslastigkeit vorwerfen.
Ich glaube mit ihrer Vorurteilhaften Behauptung sind eher sie einem Rassistisch Denken unterworfen - in der Definition von Andersartigkeit ohne tatsächliches Wissen zu bewerten.
Trotzdem gilt es das Thema der Neonazis zu diskutieren und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Meiner Meinung nach kann ich mir schon sehr gut Verstrickungen von sogenannten Verfassungsschutz und rechter Szene vorstellen. Anders ist meiner Meinung nach die weiterhin anhaltend Beobachtung der Linken als Bundestagspartei nicht zu erklären. (Ich bin wahrlich kein Fan oder Wähler der Linken - aber ich finde diesen Umstand abstruß).
Gruß, matths
dafür, dass es nicht stimmt.
Ihre Aussagen über Rechtsexteme in Thüringen hat leider nicht mal BILD-Niveau. Die NPD hatte dort nur etwa 4 % und war und gar ist nicht im Landtag.
Ein kriminelles Nazi-Trio verübt Serien-Verbrechen- was hat der normale Thüringer oder Deutsche damit zu tun?
Der Staat ist in der Pflicht bei solchen Verbrechen HART durchzugreifen - den normalen Bürger trifft keine Schuld.
So ist das also? Wer nicht mit ihren Gegnern auf die Straße geht, muss mit denen sympathisieren? Wissen Sie aus welchem Grund die Leute nicht demonstrieren? Vielleicht kämpfen sie auf anderem Feld. Vielleicht wollen sie nicht so sein wie die Nazis selbst. Sie wollen die Nazis fanatisch bekämpfen, das kann man aus ihren Worten herauslesen. Sie sprechen davon das "offenes Neonazitum" nicht weiter toleriert werden soll. Was meinen sie damit? Dürfen die ihre, wenngleich dämlich verquere, Meinung nicht mehr haben? Dürfen die sich keine Bomberjacken und Springerstiefel mehr anziehen? Wir tolerieren keine verfassungsfeindlichen Symbole, keine Volksverhetzung, kein Verunglimpfen der ermordeten Juden und keine Gewalt. Was wollen sie denn mehr? Was soll denn nicht toleriert werden? Jedes Mal wenn ich so etwas höre, wie "die Toleranz ist zu groß", frage ich mich, ob mir tatsächlich ein Befürworter der Demokratie und Menschenrechte gegenüber steht, oder jemand, der den Faschisten soweit gleicht, dass er sich nur noch durch das Feindbild von Ihnen unterscheidet, denn diese Haltung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns." - die kennen wir auch von genau der Seite, die Sie bekämpfen wollen.
Ihre Sicht ist die vereinfachende. Sie schlussfolgern aus ihrer 500 Demonstranten-Theorie, dass die ganze Stadt ein Problem hat, dabei wissen Sie gar nichts über die Hintergründe dieser Demonstration.
Als einige Jahre zuvor die großen rechtsextremen Vereinigungen das in Jena das "Fest der Völker" feiern wollte, gab es eine riesige Gegendemonstrationswelle. Witzigerweise wurde eben dieses zahlenmäßige Übergewicht gegen rechts von vielen kritisiert. Es gab schon viele Beispiele für Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Ich kenne Jena gut. Es gibt es keinen sicheren Hafen für Rechtsextreme, dafür ist die Stadt viel zu sehr am Leben, viel zu weltoffen.
Also so eine Behauptung, der gesamte Osten sei rechts, ist hanebüchen. Wie viel bekommt die NPD an Stimmen? Wie viele Stimmen bekommt die Linke? Und wer regiert in vielen Ostbundesländern meist mit?
Also ich denke man kann dem Osten eher Linkslastigkeit vorwerfen.
Ich glaube mit ihrer Vorurteilhaften Behauptung sind eher sie einem Rassistisch Denken unterworfen - in der Definition von Andersartigkeit ohne tatsächliches Wissen zu bewerten.
Trotzdem gilt es das Thema der Neonazis zu diskutieren und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Meiner Meinung nach kann ich mir schon sehr gut Verstrickungen von sogenannten Verfassungsschutz und rechter Szene vorstellen. Anders ist meiner Meinung nach die weiterhin anhaltend Beobachtung der Linken als Bundestagspartei nicht zu erklären. (Ich bin wahrlich kein Fan oder Wähler der Linken - aber ich finde diesen Umstand abstruß).
Gruß, matths
dafür, dass es nicht stimmt.
Ihre Aussagen über Rechtsexteme in Thüringen hat leider nicht mal BILD-Niveau. Die NPD hatte dort nur etwa 4 % und war und gar ist nicht im Landtag.
Ein kriminelles Nazi-Trio verübt Serien-Verbrechen- was hat der normale Thüringer oder Deutsche damit zu tun?
Der Staat ist in der Pflicht bei solchen Verbrechen HART durchzugreifen - den normalen Bürger trifft keine Schuld.
...den normalen Bürger trifft keine Schuld.
Das sehe ich nicht so. Wenn die Polizei sagt "... das seien normale Prügeleien von rivalisierenden Jugendbanden" dann halte ich eine gesellschaftliche Debatte sehr wohl für angebracht. Denn ich gehe nicht wählen um zu sagen "ich hab mein Kreuz gemacht jetzt kümmert ihr euch schon mal um alles". Denn Politik ist für mich Staat und am Ende auch Gesellschaft. Egal wie man im Detail dazu steht, dass diese Themen gesellschaftlich auf den Tisch kommen halte ich für überfällig.
Das ist eben ein Problem unterschiedlicher Wahrnehmung. Für Sie sind nur 4% NPD ein Erfolg und sie denken, dies ist der Durchschnitt. Realität ist aber, das 4% ca das dreifache des Bundesdurchschnitts ist.
...den normalen Bürger trifft keine Schuld.
Das sehe ich nicht so. Wenn die Polizei sagt "... das seien normale Prügeleien von rivalisierenden Jugendbanden" dann halte ich eine gesellschaftliche Debatte sehr wohl für angebracht. Denn ich gehe nicht wählen um zu sagen "ich hab mein Kreuz gemacht jetzt kümmert ihr euch schon mal um alles". Denn Politik ist für mich Staat und am Ende auch Gesellschaft. Egal wie man im Detail dazu steht, dass diese Themen gesellschaftlich auf den Tisch kommen halte ich für überfällig.
Das ist eben ein Problem unterschiedlicher Wahrnehmung. Für Sie sind nur 4% NPD ein Erfolg und sie denken, dies ist der Durchschnitt. Realität ist aber, das 4% ca das dreifache des Bundesdurchschnitts ist.
So ist das also? Wer nicht mit ihren Gegnern auf die Straße geht, muss mit denen sympathisieren? Wissen Sie aus welchem Grund die Leute nicht demonstrieren? Vielleicht kämpfen sie auf anderem Feld. Vielleicht wollen sie nicht so sein wie die Nazis selbst. Sie wollen die Nazis fanatisch bekämpfen, das kann man aus ihren Worten herauslesen. Sie sprechen davon das "offenes Neonazitum" nicht weiter toleriert werden soll. Was meinen sie damit? Dürfen die ihre, wenngleich dämlich verquere, Meinung nicht mehr haben? Dürfen die sich keine Bomberjacken und Springerstiefel mehr anziehen? Wir tolerieren keine verfassungsfeindlichen Symbole, keine Volksverhetzung, kein Verunglimpfen der ermordeten Juden und keine Gewalt. Was wollen sie denn mehr? Was soll denn nicht toleriert werden? Jedes Mal wenn ich so etwas höre, wie "die Toleranz ist zu groß", frage ich mich, ob mir tatsächlich ein Befürworter der Demokratie und Menschenrechte gegenüber steht, oder jemand, der den Faschisten soweit gleicht, dass er sich nur noch durch das Feindbild von Ihnen unterscheidet, denn diese Haltung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns." - die kennen wir auch von genau der Seite, die Sie bekämpfen wollen.
...den normalen Bürger trifft keine Schuld.
Das sehe ich nicht so. Wenn die Polizei sagt "... das seien normale Prügeleien von rivalisierenden Jugendbanden" dann halte ich eine gesellschaftliche Debatte sehr wohl für angebracht. Denn ich gehe nicht wählen um zu sagen "ich hab mein Kreuz gemacht jetzt kümmert ihr euch schon mal um alles". Denn Politik ist für mich Staat und am Ende auch Gesellschaft. Egal wie man im Detail dazu steht, dass diese Themen gesellschaftlich auf den Tisch kommen halte ich für überfällig.
Wenn es Übergriffe und Schlägereien gibt, dann ist es alleinige Aufgabe des Staates, dies zu ahnden. Wenn Anzeigen erstattet werden und es Zeugen gibt, dann erfolgt dies auch. Häufig ist es aber so, dass die jede Seite wieder einen Rachefeldzug startet - dann ist es schwierig.
In Leipzig gab es zwar keine Nazischlägereien, dafür aber einen "Discokrieg" mit einem Toten und Schlägereien von ausländischen Gruppen um die "Revierhoheit" in gewissen Discos.
Wenn es Übergriffe und Schlägereien gibt, dann ist es alleinige Aufgabe des Staates, dies zu ahnden. Wenn Anzeigen erstattet werden und es Zeugen gibt, dann erfolgt dies auch. Häufig ist es aber so, dass die jede Seite wieder einen Rachefeldzug startet - dann ist es schwierig.
In Leipzig gab es zwar keine Nazischlägereien, dafür aber einen "Discokrieg" mit einem Toten und Schlägereien von ausländischen Gruppen um die "Revierhoheit" in gewissen Discos.
Ihre Sicht ist die vereinfachende. Sie schlussfolgern aus ihrer 500 Demonstranten-Theorie, dass die ganze Stadt ein Problem hat, dabei wissen Sie gar nichts über die Hintergründe dieser Demonstration.
Als einige Jahre zuvor die großen rechtsextremen Vereinigungen das in Jena das "Fest der Völker" feiern wollte, gab es eine riesige Gegendemonstrationswelle. Witzigerweise wurde eben dieses zahlenmäßige Übergewicht gegen rechts von vielen kritisiert. Es gab schon viele Beispiele für Aktionen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Ich kenne Jena gut. Es gibt es keinen sicheren Hafen für Rechtsextreme, dafür ist die Stadt viel zu sehr am Leben, viel zu weltoffen.
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