Urteil ohne Kreuz"Das Charisma von Jesus wäre dahin"

Das Todesurteil gegen Jesus hat die Welt geprägt wie kein anderes. Althistoriker Demandt beleuchtet im Interview die Frage: Wie wäre die Geschichte ohne es verlaufen?

Passions-Prozession in Lima

Passions-Prozession in Lima

Es ist ein Schlüsselereignis in der christlichen Geschichtsschreibung und für das christliche Selbstverständnis: Indem Jesus Christus durch Pontius Pilatus, den römischen Statthalter in Judäa, zum Kreuzestod verurteilt wurde, erlangte er jene Märtyrerrolle, die für die Herausbildung und Entwicklung des Christentums so entscheidend war.

Frage: Herr Demandt, was wäre geschehen, wenn der römische Statthalter in Judäa Jesus von Nazareth nicht zum Tode am Kreuz verurteilt hätte?

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Alexander Demandt: Die jüdische, die römische, die christliche – ja die gesamte Weltgeschichte wäre ganz anders verlaufen. Ohne Pilatus keine Kreuzigung, ohne Kreuz kein Paulus, ohne Paulus kein Christentum.

Frage: Nun hatte Pilatus gute Gründe für seine Entscheidung. Jesus bezeichnete sich als König der Juden, was den Tatbestand des Hochverrats erfüllte ...

Demandt: Ob Jesus sich selbst zum König der Juden ernannt hat, ist durchaus zweifelhaft. Klar ist, dass seine Anhänger, seine Jünger das von ihm erwartet haben, in einer Verbindung von religiöser Hoffnung und politischem Widerstand gegen die Römer. Hinzu kommt, dass Jesus an den Grundfesten der jüdischen Religion rüttelte, indem er das mosaische Gesetz massiv infrage stellte, die Speisetabus zum Beispiel und die Sabbatruhe. Von daher hatte der Hohe Rat gleich zwei Gründe, ihn anzuklagen, und Pilatus hatte zwei Gründe, ihn zu verurteilen.

Frage: Dennoch war es eine Ermessensentscheidung.

Demandt: Ja. Ein Freispruch war möglich, alternative Strafen lagen nahe. Pilatus hat ja interessanterweise Jesu Jünger nicht verfolgt, sondern Jesus offenbar als Einzeltäter betrachtet. Der hätte, wie andere selbst ernannte Propheten, ausgepeitscht und ausgewiesen werden können, Pilatus hätte ihn geißeln und anschließend frei lassen oder zur Arbeit im Steinbruch und zum Verhör in Rom verurteilen können.

Frage: Was hätte, mit Andre Gide gefragt, Christus getan, wenn sein Leben verschont worden wäre?

Demandt: Er konnte sich zurückziehen, Maria Magdalena heiraten und in der Schreinerwerkstatt seines Vaters sein Brot verdienen. Ein Freispruch hätte ihn ja zum falschen Propheten gemacht, er wäre, anders als angekündigt, nicht für die Sünden der Menschheit am Kreuz gestorben, sein Charisma wäre dahin, seine Sendung erledigt gewesen.

Frage: Hätte ein solcher Schritt ins Schweigen denn überhaupt zu seiner Persönlichkeit gepasst?

Demandt: Wahrscheinlicher ist in der Tat, dass Jesus weiterhin gelehrt, die Bergpredigt verkündet und eine kleine Gemeinde in Galiläa gegründet hätte – die dann allerdings wie zahlreiche andere lokale Sekten der Zeit, die Sadduzäer, die Therapeuten, die Essener, allmählich verschwunden wäre.

Frage: Ein Erfolg wäre ausgeschlossen gewesen?

Demandt: Eine dritte Variante ist denkbar: Die Radikalisierung seiner Bewegung durch gewaltbereite Zeloten, die zu einer Erhebung gegen Rom geführt hätte. In dem Fall wäre übrigens eine spätere Kreuzigung – nun aber nicht nur des Meisters – wahrscheinlich und eine Rückkehr der Geschichte auf den Weg der Wirklichkeit möglich gewesen.

Frage: Aber ohne Kreuz und Auferstehung kein Christentum?

Demandt: Nein, denn für die Geschichte des Christentums ist neben Jesus und Pilatus kaum eine Gestalt so wichtig wie Paulus. Auf seinem Organisationsgenie beruht der Erfolg des christlichen Glaubens, erst seine Interpretation der Frohen Botschaft hat dieser die Dynamik verliehen, die sie zur Weltreligion werden ließ. Und Paulus fußt nun einmal auf Pilatus. Seine Schriften sind älter als die Evangelien, das heißt von all dem darin Beschriebenen, der Bergpredigt, den Gleichnissen etc. kannte Paulus nichts. Er wusste nur, dass Jesus am Kreuz für die Menschheit gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist und in naher Zukunft wiederkommen wird wie der Messias im Alten Testament, um die Welt zu erlösen. Das hat Paulus verkündet. Und darauf hat er seine so immens erfolgreiche Gemeindetätigkeit aufgebaut. Ohne die wäre das Christentum in einer Vielzahl christlicher Sekten geendet, die sich gegenseitig bekämpfen, weil sich jede für einzig rechtgläubig und die anderen für Ketzer hält.

Frage: Es fehlt nicht an Stimmen, die der Christianisierung die Schuld am Zusammenbruch des römischen Imperiums zuweisen – keine Christianisierung, kein Ende des Imperiums, also auch kein finsteres Mittelalter?

Demandt: Die Frage, inwieweit das Christentum schuld ist am Untergang des römischen Imperiums, wurde schon von den Zeitgenossen erörtert, allerdings unter metaphysischen Gesichtspunkten: Die Götter, die Rom groß gemacht haben, Jupiter, Mars und andere, sind durch das Christentum beseitigt worden – auf dessen Gott der Liebe lasse sich aber kein Weltreich gründen, hieß es. Tatsächlich hat das Christentum zur Schwächung des Reichs beigetragen, weil es Kräfte band: Der Klerus wuchs, die asketische Bewegung hatte zahllose Anhänger, die Gläubigen bekämpften sich gegenseitig – nur das Reich verteidigen wollte keiner mehr. Dessen Untergang aber liegt im permanenten Druck der Germanen begründet, deren Kriegsgeist und Kinderreichtum die Römer in ihrem Wohlstand und ihrer Zivilisation am Ende nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

Frage: Welches Gesicht hätte die mittelalterliche Welt ohne Christentum gehabt?

Demandt: Die Frage ist, ob sich eine andere Religion als Weltreligion profiliert hätte.

Frage: An welche denken Sie?

Demandt: Es gibt eine ganze Reihe monotheistischer Religionen, die damals schon große Anhängerschaften hatten und das Potenzial, noch sehr viel größer zu werden: der Manichäismus, der Mithraskult, der Sonnenkult, das Judentum, später der Islam. Auch der Polytheismus war keineswegs tot, auf dem Lande war er lebendig, im Senat hatte er Anhänger, bei den Philosophen in Athen und Alexandria war er sehr beliebt.

Frage: Was für ein Mittelalter wäre das gewesen?

Demandt: Wenn wir einen Freispruch Jesu durch Pilatus annehmen, gelangen wir in ein Mittelalter, dessen Städte nicht um Kirchen und Kathedralen, sondern möglicherweise um Sonnentempel und Kapitole gebaut gewesen wären, in denen nicht die Bibel, sondern Homer und Vergil gelesen worden wären, in denen es keine Glaubenskämpfe gegeben hätte, aber auch keine Spitäler und keine Armenfürsorge. Das heißt, der Menschheit wären viele Schrecken erspart geblieben, die Ketzerverfolgungen, die Kreuzzüge, die Inquisition – aber auch die christliche Kunst, die christliche Philosophie und die christliche Dichtung wären entfallen. Und vor allem die christliche Nächstenliebe. Denn die Christen haben zum ersten Mal und in großem Umfang Krankenhäuser gegründet, sich um die Schwachen gekümmert, etwas für Arme getan.

Frage: Pilatus hat mit seinem Urteil in Gang gesetzt, was er verhindern wollte: die Jesusbewegung. Gibt es einen folgenreicheren Wendepunkt der Weltgeschichte?

Demandt: Das ist schwer zu sagen. Man kann fragen, was gewesen wäre, wenn die Perser gegen die Griechen gewonnen, Hermann der Cherusker gegen die Römer verloren, es keinen Napoleon, keinen Marx, keinen Hitler gegeben hätte. Es gibt immer gewisse Analogien zu anderen Entscheidungssituationen, aber im Vergleich hat wohl keine das Gewicht wie Pilatus’ Urteil.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leserkommentare
  1. Jede Religion basiert auf Nächstenliebe. In jeder Kultur, selbst in Atheistischen oder Technokratisch-Utilaristischen, und von Vertretern jeder Religion wurde und wird Armenpflege und Wohlfahrt betrieben. Kaum eine Religion jedoch vereinnahmt diese menschliche, gesellschaftliche Entwicklung derart für ihr Selbstmarketing wie es die christlichen Religionen tun. Die Welt hätte in Details anders ausgesehen, dies wäre aber im wesentlichen oberflächlich gewesen - dann hingen in Schulräumen halt andere Symbole. Die grundsätzliche Entwicklung ist ein gesellschaftlich-technischer Fortschritt, der genügend Wohlstand produzierte und die Stabilität erforderte, so dass Wohlfahrt möglich und nötig wurde. Die Verbreitung des Christentums korreliert damit, sie ist nicht kausal.

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    "Jede Religion basiert auf Nächstenliebe."

    Überhaupt keine Ahnung, aber davon viel.

    Es ist unglaublich, wie wenig der gemeine Europäer vom Einfluss des Christentums auf sein tägliches Leben, die Entwicklung der Menschenrechte und die Gesetzgebung hat.

    Der Missbrauch des Christentums durch die weltlichen Herrscher und in der Folge die dem Klerus übertragene - und durchaus missbrauchte - Macht, ist den Schmalspur-Christentum-Verdammern Grund genug, vermeintlich aufgeklärt, die christliche Religion in Bausch und Bogen abzuqualifizieren.

    Die Nächstenliebe und Gleichheit aller Menschen, da sie nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, finden Sie schon im allenthalben hofierten Islam nicht mehr.

    Warum sind wohl auch heute noch die Christen die am meisten verfolgte Religionsgruppe mit der höchsten Opferzahl? Das Christentum stellt mit seiner Nächstenliebe, Gleichheit der Menschen und seinem verzeihenden Gott eine Gefahr für andere Religionen oder atheistische Staatsformen dar.

    Wo finden Sie denn die entwickeltesten Gesellschaften? Im Bereich des Christentums! Der Leibniz-Professor Wenchao Li sagt dazu: "Als ich 1982 aus China kam, erlebte ich einen Kulturschock. Ich kam aus einer vormodernen Kultur nach Europa. Hier hatte längst eine experimentelle Wissenschaft Fuß gefasst., wie es sie in China nicht gab. Sozusagen ein Denken mit den Händen. Schnell ahnte ich, das musste mit der Religion hier zu tun haben, mit einem Gottesbild, das ich nicht kannte. Und bei Leibniz fand ich das bestätigt."

    Jede Religion argumentiert also mit Nächstenliebe? Lesen Sie mal im Koran was zum Thema Ungläubige dort geschrieben steht und dann überdenken Sie ihre Behauptung!
    Ich möchte keiner Religion irgendwelche Absichten unterstellen, aber die bisherige Menschheitsgeschichte hat bewiesen, dass die Welt ohne Religion ein weitaus besserer Ort wäre als mit Religion.

    Wieso gab es denn im Christentum die Kreuzzüge, wieso gab es die Inquisition, die Kolonialisierung und Missionierung Amerikas? Wieso gab es denn die brutale Ermordung aller derer, die dem Christentum entgegen standen? Wieso hat sich denn vor allem das Christentum in Europa systematisch gegen jede Form von Reform gestellt bis zum 20. Jahrhundert? Wieso hat denn ein Papst das nationalsozialistische Regime unterstützt?
    Aus "Nächstenliebe"??

    Jesus war sicherlich ein großer Mann, aber würde er die heutigen Verhältnisse seiner wohl ungewollt erschaffenen Religion sehen würde er sich direkt noch einmal kreuzigen lassen!

    "Jede Religion basiert auf Nächstenliebe."

    Überhaupt keine Ahnung, aber davon viel.

    Es ist unglaublich, wie wenig der gemeine Europäer vom Einfluss des Christentums auf sein tägliches Leben, die Entwicklung der Menschenrechte und die Gesetzgebung hat.

    Der Missbrauch des Christentums durch die weltlichen Herrscher und in der Folge die dem Klerus übertragene - und durchaus missbrauchte - Macht, ist den Schmalspur-Christentum-Verdammern Grund genug, vermeintlich aufgeklärt, die christliche Religion in Bausch und Bogen abzuqualifizieren.

    Die Nächstenliebe und Gleichheit aller Menschen, da sie nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, finden Sie schon im allenthalben hofierten Islam nicht mehr.

    Warum sind wohl auch heute noch die Christen die am meisten verfolgte Religionsgruppe mit der höchsten Opferzahl? Das Christentum stellt mit seiner Nächstenliebe, Gleichheit der Menschen und seinem verzeihenden Gott eine Gefahr für andere Religionen oder atheistische Staatsformen dar.

    Wo finden Sie denn die entwickeltesten Gesellschaften? Im Bereich des Christentums! Der Leibniz-Professor Wenchao Li sagt dazu: "Als ich 1982 aus China kam, erlebte ich einen Kulturschock. Ich kam aus einer vormodernen Kultur nach Europa. Hier hatte längst eine experimentelle Wissenschaft Fuß gefasst., wie es sie in China nicht gab. Sozusagen ein Denken mit den Händen. Schnell ahnte ich, das musste mit der Religion hier zu tun haben, mit einem Gottesbild, das ich nicht kannte. Und bei Leibniz fand ich das bestätigt."

    Jede Religion argumentiert also mit Nächstenliebe? Lesen Sie mal im Koran was zum Thema Ungläubige dort geschrieben steht und dann überdenken Sie ihre Behauptung!
    Ich möchte keiner Religion irgendwelche Absichten unterstellen, aber die bisherige Menschheitsgeschichte hat bewiesen, dass die Welt ohne Religion ein weitaus besserer Ort wäre als mit Religion.

    Wieso gab es denn im Christentum die Kreuzzüge, wieso gab es die Inquisition, die Kolonialisierung und Missionierung Amerikas? Wieso gab es denn die brutale Ermordung aller derer, die dem Christentum entgegen standen? Wieso hat sich denn vor allem das Christentum in Europa systematisch gegen jede Form von Reform gestellt bis zum 20. Jahrhundert? Wieso hat denn ein Papst das nationalsozialistische Regime unterstützt?
    Aus "Nächstenliebe"??

    Jesus war sicherlich ein großer Mann, aber würde er die heutigen Verhältnisse seiner wohl ungewollt erschaffenen Religion sehen würde er sich direkt noch einmal kreuzigen lassen!

  2. Naja, da kann man auch naderer Meinung sein. Was hat der Indianer in Amerika der der Inuit in Grönland ( oder wo auch immer die "nichtzivilisierte" Welt bis vor kurzem noch zu Hause war ) von diesem "Urteil" an jemandem, von dem man bis heute nicht weiss, ob er jemals gelebt hat.

    Dann glaube ich auch, dass die 2. Inkarnation des Spagettimonster als "Sauce Bolognese" die Weltgeswchichte verändern wird.

    Aber es ist die anmassende Haltung die daruas spricht. Denn die Welt hätte sich auch so weitergedreht.

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  3. "Demandt: Ja. Ein Freispruch war möglich, alternative Strafen lagen nahe. Pilatus hat ja interessanterweise Jesu Jünger nicht verfolgt, sondern Jesus offenbar als Einzeltäter betrachtet."

    Was soll der Blödsinn. Hat Herr Demandt schon mal in die Bibel geguckt, Pilatus hat Jesus überhaupt nicht als Täter betrachtet und auch nicht verfolgt. Und natürlich ist ein Freispruch nicht möglich gewesen, der Mensch mag denken, aber Gott lenkt. Und so war es nunmal vorherbestimmt.

  4. Ich schließe mich an, die bekannte Forschung wird hier ja munter durcheinander geworfen.
    Der Manichäismus tritt überhaupt erst 200 Jahre nach dem mutmaßlichen Wirken Jesu auf, und Manis Vater kaum vermutlich aus einer irakischen, christlichen Täufersekte - ein Einfließen von christlichen Vorstellungen in den Manichäismus ist daher wahrscheinlich. Wenn man die Bedingung - Existenz einer missionierenden monotheistischen Glaubensgemeinschaft, wie es das Christentum war - wegnimmt, kann man Manis Geschichte nicht nachvollziehen. Zoroastrismus und Judentum waren meines Wissens keine missionierenden Religionen, wenn auch monotheistisch.

    Dass nur, weil Paulus' Briefe jünger sind als die Evangelien, sämtliche darin aufgenommene Berichte Paulus unbekannt gewesen sein sollen ist schon eine seltsame Vermutung. Noch nichts von Oral History gehört? Nur weil etwas noch nicht schriftlich fixiert war, heisst noch nicht, dass es nicht tradiert wurde.

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  5. ist denn - außerhalb der Religion - es überhaupt nachgewiesen oder wahrscheinlich, daß die Kreuzigung stattgefunden hat?

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    ... das ist meines Wissens nach eine der wenigen konkreten Begebenheiten aus dem Leben Jesu, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit historisch bestätigen kann. Für die meisten Anderen in den vier kanonischen Evangelien beschriebenen Ereignisse ist die Quellenlage zu schlecht: Späte schriftliche Fixierung (frühestens 60 v. Chr), davor mündliche Überlieferung einer vom baldigen Weltuntergang überzeugten und besonders missionseifrigen, sektenartigen (und darum kaum als vertrauenswürdig zu bezeichnenden) Anhängerschaft. Hinzu kommen Erzählelemente, die nachweislich aus älteren Geschichten übernommen wurden (Drei heiligen Könige), kleinere und größere Fehler, die aus Unwissenheit oder zur Ausschmückung der Geschichte eingebaut wurden. Zum Beispiel die Stilisierung von Herodes zu einem passablen Antagonisten (Kindermord, unbestritten unhistorisch). Kleinere Widersprüche innerhalb der kanonischen Evangelien. Zum Teil weitaus Größere mit den Apokryphen (nicht in den Kanon aufgenommene, alternative Evangelien).
    [...]
    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/au.

    ... das ist meines Wissens nach eine der wenigen konkreten Begebenheiten aus dem Leben Jesu, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit historisch bestätigen kann. Für die meisten Anderen in den vier kanonischen Evangelien beschriebenen Ereignisse ist die Quellenlage zu schlecht: Späte schriftliche Fixierung (frühestens 60 v. Chr), davor mündliche Überlieferung einer vom baldigen Weltuntergang überzeugten und besonders missionseifrigen, sektenartigen (und darum kaum als vertrauenswürdig zu bezeichnenden) Anhängerschaft. Hinzu kommen Erzählelemente, die nachweislich aus älteren Geschichten übernommen wurden (Drei heiligen Könige), kleinere und größere Fehler, die aus Unwissenheit oder zur Ausschmückung der Geschichte eingebaut wurden. Zum Beispiel die Stilisierung von Herodes zu einem passablen Antagonisten (Kindermord, unbestritten unhistorisch). Kleinere Widersprüche innerhalb der kanonischen Evangelien. Zum Teil weitaus Größere mit den Apokryphen (nicht in den Kanon aufgenommene, alternative Evangelien).
    [...]
    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/au.

  6. ...sehr wahrscheinlich der Mithraismus geworden.
    Mithraismus war unter den Legionären, Kaufmännern und sogar Sklaven sehr erfolgreich und wurde von Rom nicht verfolgt.
    Kaiser Aurelian (270 bis 275) machte den Kult des Sol Invictus, welcher im Einklang mit dem Mithraismus stand, sogar kurzzeitig zur Staatsreligion.
    Der der großen Nachteil war, daß er Frauen nicht akzeptierte und auch sonst nicht die gleiche Zielgruppe hatte.
    Aber ohne Paulus und die vier Testamente wäre eine Staatsreligon daraus geworden...

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  7. Der Religionsstifter Jesus Christus hatte unabhängig
    von seinem Tod am Kreuz ein starkes Charisma. Durch sein machtvolles Charisma als Heiler, welches einzigartig unter den Religionsstiftern ist, gab er seiner Lehre bei den Menschen Aufmerksamkeit. Jesus heilte sündige Menschen durch das Gebet mit der Hilfe Gottes. Das Gebet wurde so zum Lebensspender und hob somit das tödliche Gesetz auf. Als Wunderheiler gab er seiner Botschaft Sinn, sie wurde
    so zu einem wertvollen, göttlichen und religiösen Lebenssymbol. Fakt ist: Auch ohne Märtyrerrolle wäre sein starkes Charisma nicht dahin gewesen. Es ist alles eine Frage der Interpretation. Auch ohne Kreuz hätten seine Jünger die Menschheit erfolgreich missionieren können.

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  8. 8. Ja...

    ... das ist meines Wissens nach eine der wenigen konkreten Begebenheiten aus dem Leben Jesu, die man mit hoher Wahrscheinlichkeit historisch bestätigen kann. Für die meisten Anderen in den vier kanonischen Evangelien beschriebenen Ereignisse ist die Quellenlage zu schlecht: Späte schriftliche Fixierung (frühestens 60 v. Chr), davor mündliche Überlieferung einer vom baldigen Weltuntergang überzeugten und besonders missionseifrigen, sektenartigen (und darum kaum als vertrauenswürdig zu bezeichnenden) Anhängerschaft. Hinzu kommen Erzählelemente, die nachweislich aus älteren Geschichten übernommen wurden (Drei heiligen Könige), kleinere und größere Fehler, die aus Unwissenheit oder zur Ausschmückung der Geschichte eingebaut wurden. Zum Beispiel die Stilisierung von Herodes zu einem passablen Antagonisten (Kindermord, unbestritten unhistorisch). Kleinere Widersprüche innerhalb der kanonischen Evangelien. Zum Teil weitaus Größere mit den Apokryphen (nicht in den Kanon aufgenommene, alternative Evangelien).
    [...]
    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/au.

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    Antwort auf "Nebenfrage"
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    Auch wenn ein Teil Ihres Beitrages von der Moderation gekürzt wurde, scheint mir, daß Sie sich in dem Bereich gut auskennen. Hätten Sie vielleicht einige Quellen oder Links parat, wo man mal nachlesen könnte?

    in der Form so wirklich gelebt hat? Geht es den bei ihm wirklich um eine historische Person?

    Auch wenn ein Teil Ihres Beitrages von der Moderation gekürzt wurde, scheint mir, daß Sie sich in dem Bereich gut auskennen. Hätten Sie vielleicht einige Quellen oder Links parat, wo man mal nachlesen könnte?

    in der Form so wirklich gelebt hat? Geht es den bei ihm wirklich um eine historische Person?

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