MilitärSöldner ersetzen Soldaten

Militärisches Outsourcing: Die USA setzt im Krieg gegen den Terror auf Drohnen und private Sicherheitsfirmen. Leider folgt auch Deutschland dem Trend.

In den asymmetrischen Konflikten des 9/11-Jahrzehnts hat sich die Ausformung des staatlichen Gewaltmonopols nach außen bei den höchstentwickelten Militärmächten der Erde deutlich gewandelt. Insbesondere auf den Operationsschauplätzen von US CENTCOM und Nato im Mittleren Osten bildete sich eine Tendenz heraus, die vielleicht mit dem ökonomischen Begriff "Outsourcing" ganz treffend beschrieben ist. Wesentliche Beiträge zur Auftragserfüllung der Streitkräfte werden nicht mehr von klassischen militärischen Formationen (Heeresverbänden oder Luftwaffengeschwadern) geleistet, sondern von gesonderten Einrichtungen außerhalb der traditionellen Streitkräftestruktur.

Diesen Sonderkapazitäten gemeinsam ist, dass sie diskreter als das "normale" Militär wirksam werden, das heißt: weniger auffällig, weniger kontrollierbar, mit einem altmodischen Wort: weniger öffentlich. Sie wirken hinter einem Schleier der Nicht-Eigentlichheit.

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Wenn bewaffnete Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen an die Stelle von militärischer Bewachung im Einsatz treten, kann eigentlich niemand behaupten, dass staatliche Gewalt angewendet wurde, wenn sie schießen mussten. Es waren ja keine Soldaten.

Drohnen oder ein Boiler, wer weiß?

Wenn unbemannte Drohnen ein Taliban-Gehöft in Pakistan unter Feuer nehmen, waren dazu keine Soldaten auf fremdem Boden oder in fremdem Luftraum nötig. Vielleicht waren es nicht einmal Militärdrohnen, die da töteten, sondern ein CIA-Automat oder die Explosion des Warmwasserboilers, wer weiß?

Eine solche Vorgehensweise entspricht der öffentlichen Erwartung, dass nach Beendigung eines Feldzuges zum Regimewechsel wie in Afghanistan und im Irak keine Feindseligkeiten mehr stattfinden. Der eigentliche Krieg ist vorüber. Aber der asymmetrische Nicht-Frieden erfordert weiterhin den Einsatz von physischer Gewalt. Und nachträgliche Truppenverstärkungen allein halfen offenbar weder im einen noch im anderen Land, das gewünschte Sicherheitsniveau zu gewinnen.

Die Firmen verdienen Milliarden

Als Präsident Hamid Karzai im Sommer 2010 ein Dekret unterzeichnete, das die Tätigkeit privater Sicherheitsfirmen in Afghanistan beenden sollte, hielten ihm Nato-Offizielle sofort entgegen, dass sie so viele zusätzliche Kräfte, wie dann zur militärischen Erledigung der bisherigen Firmenaufgaben nötig wären, einfach nicht mobilisieren könnten. Im Umkehrschluss bedeutete dies: Firmenangestellte erledigen Militäraufgaben, für die es nicht genügend Uniformierte gibt. Vulgär ausgedrückt: Söldner ersetzen Soldaten. 

"Wir sind die Guten"

Hans-Peter Bartels ist Bundestagsabgeordneter und Verteidigungsexperte der SPD. Der Text ist ein Auszug seinem neuen Buch: Wir sind die Guten. Erfahrungen und Anforderungen deutscher Verteidigungspolitik. Erschienen im Juni 2012.

25.000 bis 50.000 private Sicherheitskräfte sollen in Afghanistan tätig sein. Sie schützen Unternehmen und internationale Organisationen und arbeiten etwa auch für die US-Streitkräfte. Die gut 50 Firmen – amerikanische wie Xe Services (früher Blackwater) und Dyncorp oder afghanische wie etwa Watan Risk Management und die Milizen des ehemaligen Warlords Matiullah Khan – verdienen Milliarden an dieser Privatisierung des Sicherheitssektors in einer Krisenregion.

Leserkommentare
    • asx
    • 29.06.2012 um 17:49 Uhr

    was die Firmen angeht, finde ich es auch bedenklich, dass hier das Gewaltmonopol ausgehöhlt wird. Das Problem liegt allerdings vor allem darin, dass die Öffentlichkeit nicht willens oder im Stande ist einzusehen, dass ihre Sicherheit Opfer fordert. Der Wähler WILL in diesem Fall hinters Licht geführt werden.

    Was Drohnen und Spezialkräfte angeht, so sind sie in vollem Umfang zu begrüßen und einzusetzten. Asymetrische Kriege sind immer schmutzige Kriege und diese Instrumente weisen im Gegensatz zu früheren Mitteln eine geradezu chirugische Präzison auf. Dazu sind sie deutlich eher mit den Werten, die der Westen zu vertreten vorgibt, in Einklang zu bringen als alternative Methoden zur Aufstandsbekämpfung (siehe "Französische Doktrin" etc.).

    Die Verletztung der Souveränität Pakistans ist tatsächlich sehr kritisch zu sehen, allerdings wäre die Alternative wohl eine formelle Kriegserklärung oder Zugeständnisse, die Islamabad weder machen noch umsetzen könnte.
    Und das die Jungs vom KSK ihre Namen lieber nicht in der Zeitung lesen, sollte sich von selbst verstehen.

    Wir sind die Guten? Face reality...

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    "Was Drohnen und Spezialkräfte angeht, so sind sie in vollem Umfang zu begrüßen und einzusetzten."

    Drohnen töten ja nicht nur die (potentiell) Verdächtigen, sondern immer auch jede Menge Zivilisten, die nur das Pech haben, gerade da zu wohnen, wo die Weltpolizei zuschlagen will.

    Wenn auf jeden toten Terroristen fünf tote Zivilisten kommen, von denen jeder fünf waffenfähige Angehörige hat, macht man den Terror dadurch nur noch stärker.

    Im Übrigen ist es bemitleidenswert, wie der Westen die Terroristen aufgrund von Morden an der westlichen Zivilbevölkerung bekämpft, gleichzeitig aber Opfer der anderen Zivilbevölkerung in Kauf nimmt. Wir sind definitionsgemäß auch Terroristen.

    jeder Krieg ist schmutzig, icht nur der "Assymetrische". Das bedingt sich alleine schon dadurch, dass die Niederlage mit rießigen "Kosten" vebunden ist. In den immer so ehrenhaft dargestellten Schlachten der Antike und des Mittelalters, wurde auch nicht sauber gekämpft: Pfeilgift, ungelöschter Kalk, Biologische Kriegsführung, Spionage, Bestechung, Verrat, Taktiken wie "Keine Gefangenen", "Plündern und Vergewaltigen", "Verbrannte Erde"...
    Es war noch nie sauber und der Assymetrische ist nicht schmutziger als andere Kriegsformen.

    Wem Kolleteralschaden nicht stört und Drohnen verwendet, braucht sich über andere Tötungsautomaten wie Autobomben nicht aufregen.

    Die Gegner suchen natürlich auch nach Vorteilen in einer Auseinandersetzung.

    Entweder man sagt irgendwann mal Stopp das kann ich nicht Verantworten, oder man geht den typischen weg des Krieges, und dann ist man auch nicht besser als der Gegner. Tut aber gerne so. Böse ist immer nur der Andere.

    Ebene: Ansichtssache. Sind wir wirklich die Guten? Oder sind wir nur aus unserer Sicht die Guten und die anderen sehen es (aus ihrer Sicht) anders herum? Und das Drohnen präzise sind soll wohl ein Witz sein? Ich wage zu behaupten, dass mehr Unschuldige durch Drohnen ums Leben gekommen sind, als sogenannte Terroristen. Vllt. sollte man in Deutschland auch Drohnen zur Verbrecherbekämpfung und Verfolgung einsetzen. Wenn Sie dann Angst haben müssen jeden Moment aus dem Nichts von einer ferngelenkten Rakete in Stücke gefetzt zu werden nur weil ein General Oberst Sie mit einem Mörder verwechselt hat, dann werden Sie auch über ihre Forderungen noch ein mal nachdenken....

    "Was Drohnen und Spezialkräfte angeht, so sind sie in vollem Umfang zu begrüßen und einzusetzten."

    Drohnen töten ja nicht nur die (potentiell) Verdächtigen, sondern immer auch jede Menge Zivilisten, die nur das Pech haben, gerade da zu wohnen, wo die Weltpolizei zuschlagen will.

    Wenn auf jeden toten Terroristen fünf tote Zivilisten kommen, von denen jeder fünf waffenfähige Angehörige hat, macht man den Terror dadurch nur noch stärker.

    Im Übrigen ist es bemitleidenswert, wie der Westen die Terroristen aufgrund von Morden an der westlichen Zivilbevölkerung bekämpft, gleichzeitig aber Opfer der anderen Zivilbevölkerung in Kauf nimmt. Wir sind definitionsgemäß auch Terroristen.

    jeder Krieg ist schmutzig, icht nur der "Assymetrische". Das bedingt sich alleine schon dadurch, dass die Niederlage mit rießigen "Kosten" vebunden ist. In den immer so ehrenhaft dargestellten Schlachten der Antike und des Mittelalters, wurde auch nicht sauber gekämpft: Pfeilgift, ungelöschter Kalk, Biologische Kriegsführung, Spionage, Bestechung, Verrat, Taktiken wie "Keine Gefangenen", "Plündern und Vergewaltigen", "Verbrannte Erde"...
    Es war noch nie sauber und der Assymetrische ist nicht schmutziger als andere Kriegsformen.

    Wem Kolleteralschaden nicht stört und Drohnen verwendet, braucht sich über andere Tötungsautomaten wie Autobomben nicht aufregen.

    Die Gegner suchen natürlich auch nach Vorteilen in einer Auseinandersetzung.

    Entweder man sagt irgendwann mal Stopp das kann ich nicht Verantworten, oder man geht den typischen weg des Krieges, und dann ist man auch nicht besser als der Gegner. Tut aber gerne so. Böse ist immer nur der Andere.

    Ebene: Ansichtssache. Sind wir wirklich die Guten? Oder sind wir nur aus unserer Sicht die Guten und die anderen sehen es (aus ihrer Sicht) anders herum? Und das Drohnen präzise sind soll wohl ein Witz sein? Ich wage zu behaupten, dass mehr Unschuldige durch Drohnen ums Leben gekommen sind, als sogenannte Terroristen. Vllt. sollte man in Deutschland auch Drohnen zur Verbrecherbekämpfung und Verfolgung einsetzen. Wenn Sie dann Angst haben müssen jeden Moment aus dem Nichts von einer ferngelenkten Rakete in Stücke gefetzt zu werden nur weil ein General Oberst Sie mit einem Mörder verwechselt hat, dann werden Sie auch über ihre Forderungen noch ein mal nachdenken....

  1. Es geht hier um eine andere Art der Kriegsführung.
    Armeen der Nato gegen einen Gegner wie Irak, der auch über Flugzeuge,Panzer etc. verfügt und versucht gegen eine Übermacht an Mensch und Material in offenem Kampf zu gewinnen werden schnelle Erfolge erzielt die keinen großen Innenpolitischen Widerstand auslösen
    (Irakkrieg, zwar nicht gerechtfertigt, aber schnell und ohne großartigen verluste)

    Werden allerdings täglich über monate hinweg,eigene Soldaten aus dem Hinterhalt erschossen, oder von Sprengfallen und Selbstmordattentäten getötet, mag evtuell die Sicherheit in einem Land davon profitieren, aber in der Tagsschau kann man nicht täglich von Erfolgen berichten.
    Nur von Toten.
    Das ist die Situation in Afghanistan, Pakistan und anderswo.

    Warum soll diese "asymetrische" Kriegsführung in der Artillerie und Panzern versteckten Bomben an Kinderbäuchen entgegenstehen keine neue Form des Militärs erfunden werden?

    Es ist völlig legitim auf die Dienste der Söldner zurückzugreifen, deren Verluste tauchen nicht namentlich in der Zeitung auf, und zu deren Beerdigung muss auch Frau Merkel nicht hinfahren. Dafür bekommen sie genug Geld.

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  2. "Was Drohnen und Spezialkräfte angeht, so sind sie in vollem Umfang zu begrüßen und einzusetzten."

    Drohnen töten ja nicht nur die (potentiell) Verdächtigen, sondern immer auch jede Menge Zivilisten, die nur das Pech haben, gerade da zu wohnen, wo die Weltpolizei zuschlagen will.

    Wenn auf jeden toten Terroristen fünf tote Zivilisten kommen, von denen jeder fünf waffenfähige Angehörige hat, macht man den Terror dadurch nur noch stärker.

    Im Übrigen ist es bemitleidenswert, wie der Westen die Terroristen aufgrund von Morden an der westlichen Zivilbevölkerung bekämpft, gleichzeitig aber Opfer der anderen Zivilbevölkerung in Kauf nimmt. Wir sind definitionsgemäß auch Terroristen.

    15 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ansichtssache,"
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    • asx
    • 29.06.2012 um 18:20 Uhr

    und im Krieg sterben nunmal auch Zivilisten. Wie sollten man denn ihres Dafürhaltens nach gegen asymetrisch agierende Gegner vorgehen, zumal in einem Drittland? Jede andere Variante bringt mindestens genauso viele Kollateralschäden...

    Es ist aber viel viel besser, wenn "die anderer Terroristen" tot oder töter sind.

    • asx
    • 29.06.2012 um 18:20 Uhr

    und im Krieg sterben nunmal auch Zivilisten. Wie sollten man denn ihres Dafürhaltens nach gegen asymetrisch agierende Gegner vorgehen, zumal in einem Drittland? Jede andere Variante bringt mindestens genauso viele Kollateralschäden...

    Es ist aber viel viel besser, wenn "die anderer Terroristen" tot oder töter sind.

  3. Lieber Drohnen und Söldner, Technik ist ersetzbar und Söldner wissen ja, wofür sie bezahlt werden.

    2 Leserempfehlungen
  4. ...erst mit und gegen Napoleon kamen Volksarmeen wie wir sie kennen auf.
    Wenn das Volk nicht mehr zu den Waffen greifen will dann lassen sich Politiker halt was Neues oder eben was Altes einfallen.
    Zu glauben die Menschheit findet keinen Weg sich den Schädel einzuschlagen ist Naiv.

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    Ihre Aussage ist so historisch nicht haltbar. Im Gegenteil, bereits in frühester Antike waren Volksheere der Standard.

    Der Einsatz von Söldnern verschiedenster Prägung ist seit den Pharaonen näher untersucht. Über die Römerzeit, mit Beginn des Spätmittelalters bis in die Neuzeit und nun wieder heute, die Söldner spielten in militärischen Belangen teils eine große, teils kleine Rolle.

    Bevor Sie sich übrigens darüber freuen, daß Söldner wieder eine Rolle spielen, sollten Sie auch bedenken unter welchen Bedingungen Söldner häufig ihre Blütezeiten erlebten.

    Zumeist waren dies Zeiträume des Niedergangs und der ordnungspolitischen Schwäche, und damit einhergehend mit einigen äußerst unangenehmen Begleiterscheinungen. Welche zwar häufig nicht aus dem Söldnerwesen entstanden, hierduch aber massiv verstärkt werden konnten.

    Ihre Aussage ist so historisch nicht haltbar. Im Gegenteil, bereits in frühester Antike waren Volksheere der Standard.

    Der Einsatz von Söldnern verschiedenster Prägung ist seit den Pharaonen näher untersucht. Über die Römerzeit, mit Beginn des Spätmittelalters bis in die Neuzeit und nun wieder heute, die Söldner spielten in militärischen Belangen teils eine große, teils kleine Rolle.

    Bevor Sie sich übrigens darüber freuen, daß Söldner wieder eine Rolle spielen, sollten Sie auch bedenken unter welchen Bedingungen Söldner häufig ihre Blütezeiten erlebten.

    Zumeist waren dies Zeiträume des Niedergangs und der ordnungspolitischen Schwäche, und damit einhergehend mit einigen äußerst unangenehmen Begleiterscheinungen. Welche zwar häufig nicht aus dem Söldnerwesen entstanden, hierduch aber massiv verstärkt werden konnten.

    • otto_B
    • 29.06.2012 um 18:18 Uhr

    ist kein Kuschelszenario.

    Ein (scheinbarer) Nebenschauplatz:
    Der Autor verzichtet auf eine Formel, die von heutigen Akteuren gerne in der Öffentlichkeit benutzt wird - nämlich von Soldaten und Soldatinnen zu sprechen.

    Wäre die entsprechung dann "Söldner und Söldnerinnen"?

    Oder bliebe der Job, "beim Taliban zu Hause nach dem Rechten schauen" dann doch eher Männersache?
    Die Drecksarbeit, sozusagen.....

    Oder sehnt sich die Gesellschaft jetzt nach Geschlechterparität in den Zinksärgen?

    Der Autor spricht sehr grundsätzliche Dinge an, da erscheint die Hochglanz-Broschüre zur Gender-Politik eher wie ein Spaß von gestern.

    Eine Leserempfehlung
    • asx
    • 29.06.2012 um 18:20 Uhr

    und im Krieg sterben nunmal auch Zivilisten. Wie sollten man denn ihres Dafürhaltens nach gegen asymetrisch agierende Gegner vorgehen, zumal in einem Drittland? Jede andere Variante bringt mindestens genauso viele Kollateralschäden...

    Antwort auf "Wie bitte?"
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    "Wo gehobelt wird da fallen Spähne," ist in diesem Zusammenhang einfach nur menschenverachtend. Ich möchte Ihnen in der Sache gar nicht widersprechen, dazu ist das Thema zu komplex. Aber angesichts so vieler unschuldiger Opfer würde auch Ihrer Sichtweise ein Minimum an Anteilnahme nicht schaden.

    Sehr einfach. Zivilie Opfer lassen sich ja eh nicht vermeiden - also sprengen wir einfach das ganze Haus. Was solls. Der Taliban ist ja selbst schuld, dass er Kinder hat. Ach was, die Kinder sind selbst schuld, so schaut's aus! Hauptsache kein Bundeswehrsoldat - der Berufssoldat ist und auch weiß, wofür er sein Geld bekommt - bekommt einen Kratzer ab. Weil deutsches Blut ist ja... nicht wahr?

    Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit Erwiderungen wie: Sollen wir denn untätig sein, wenn wir angegriffen werden? Nein, sollen wir nicht. Aber auch im Krieg muss der Maßstab der Angemessenheit gelten, nicht nur jener der Effektivität. Wenn wir weiterhin Zivilisten in die Luft jagen und uns gleichzeitig als die Boten der Aufklärung und der Zivilisation stilisieren, attestiere ich uns kollektive Schizophrenie.

    • dmann
    • 02.07.2012 um 14:41 Uhr

    ""so vieler unschuldiger Opfer""

    Wozu denn das?

    hilft Mord an arme Kumpeln in Asien, Deutschland? Wieso?

    Was haben die Bundewehr Soldaten in Hindukush zu suchen? Mehr Lebensraum?

    Komplex ist das Thema gar nicht.

    "Wo gehobelt wird da fallen Spähne," ist in diesem Zusammenhang einfach nur menschenverachtend. Ich möchte Ihnen in der Sache gar nicht widersprechen, dazu ist das Thema zu komplex. Aber angesichts so vieler unschuldiger Opfer würde auch Ihrer Sichtweise ein Minimum an Anteilnahme nicht schaden.

    Sehr einfach. Zivilie Opfer lassen sich ja eh nicht vermeiden - also sprengen wir einfach das ganze Haus. Was solls. Der Taliban ist ja selbst schuld, dass er Kinder hat. Ach was, die Kinder sind selbst schuld, so schaut's aus! Hauptsache kein Bundeswehrsoldat - der Berufssoldat ist und auch weiß, wofür er sein Geld bekommt - bekommt einen Kratzer ab. Weil deutsches Blut ist ja... nicht wahr?

    Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit Erwiderungen wie: Sollen wir denn untätig sein, wenn wir angegriffen werden? Nein, sollen wir nicht. Aber auch im Krieg muss der Maßstab der Angemessenheit gelten, nicht nur jener der Effektivität. Wenn wir weiterhin Zivilisten in die Luft jagen und uns gleichzeitig als die Boten der Aufklärung und der Zivilisation stilisieren, attestiere ich uns kollektive Schizophrenie.

    • dmann
    • 02.07.2012 um 14:41 Uhr

    ""so vieler unschuldiger Opfer""

    Wozu denn das?

    hilft Mord an arme Kumpeln in Asien, Deutschland? Wieso?

    Was haben die Bundewehr Soldaten in Hindukush zu suchen? Mehr Lebensraum?

    Komplex ist das Thema gar nicht.

    • dmann
    • 29.06.2012 um 18:45 Uhr

    Die Wehrpflicht ist vorbei. Die Kreigskosten musss auch freiwillig bezahlt werden. Wer krieg will muss bezahlen; die andern nicht. zB Wer die Bundeswehr in Afghanistan wuenscht, muss mit dem Steuer, extra 10,000 Euro bezahlen, dann schickt der Bundeswehr einnen Soldat fuer 2 Tage. Mehr Einsatz, braucht mehr Geld.

    Bald sind alle Kriege zu Ende. Die "Peacemission" heuchelei auch.

    4 Leserempfehlungen
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    Und das eingesparte Geld setzen wir für Deutschunterricht ein?! Scheint mir jedenfalls dringend notwendig.

    • dmann
    • 30.06.2012 um 0:53 Uhr

    lighten' up lil dude, don't take yourself so seriously

    Und das eingesparte Geld setzen wir für Deutschunterricht ein?! Scheint mir jedenfalls dringend notwendig.

    • dmann
    • 30.06.2012 um 0:53 Uhr

    lighten' up lil dude, don't take yourself so seriously

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