FinanzkrisePräsident Obama fordert schnelles Handeln von den Europäern

US-Präsident Obama warnt vor den negativen Folgen einer Rezession in Europa für sein Land. Gleichzeitig lobte er die Arbeit der europäischen Regierungschefs in der Krise. von dpa und reuters

US-Präsident Barack Obama im Oval Office in Washington

US-Präsident Barack Obama im Oval Office in Washington  |  © Larry Downing/Reuters

Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat die Europäer zum schnellen und entschlossenen Handeln gegen die Schulden- und drohende Konjunkturkrise aufgerufen. Um die Gefahren einer neuen Rezession in Europa abzuwenden, müsse das Finanzsystem stabilisiert und das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden, sagte Obama am Freitag in Washington . Je schneller die Führungen agierten, desto schneller würden sie das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen und desto weniger Probleme müssten sie später lösen.

Obama lobte, dass europäische Regierungschefs wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) an einer "Wachstums-Agenda" und an einer weiteren finanziellen Integration Europas arbeiteten. "Sie verstehen die Ernsthaftigkeit der Herausforderung", sagte Obama. Die Lage in Europa habe großen Einfluss auf die US-Konjunktur, weil die Gemeinschaft jenseits des Atlantiks der größte Handelspartner seines Landes sei. Derzeit stehen vor allem Spanien und Griechenland als Krisen-Länder im Fokus.

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In der vergangenen Woche hatte Obama bereits zusammen mit dem britischen Premierminister David Cameron von Europa einen Plan zur Lösung der Schuldenkrise gefordert.

Für Obama ist die Wirtschaftslage im eigenen Land ein zentrales Wahlthema . Die Opposition greift ihn wegen der stagnierend hohen Arbeitslosigkeit und mäßiger Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt an. Der designierte Herausforderer bei der Wahl im November, Mitt Romney , positioniert sich gegenüber Obama als Wirtschaftsretter.
 

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Leserkommentare
    • joG
    • 09. Juni 2012 10:52 Uhr

    ....sondern die Euroländer.

    Aber ist es nicht schön, wie er Merkel lobt.

    3 Leserempfehlungen
  1. ...sie koennten sogar mitwirken an der Bewaeltigung der Euro Kriese, indem sie einfach bei der Regulierung des Finanzmarktes mit der Eurozone an einm Strang zieht. Die Euro Zone scheint den Alleingagn zu wagen und die Finanztransaktionssteuer einzuführen...obwohl es viel leichter und effektiver waere, wenn auch England und USA mit im Boot waeren...nicht nur fuer den Euro, sondern für die gesamte Weltwirtschaft.
    Auch der Schuldenstand der USA ist mehr als bedenklich...immer wieder mit Schuldenfinanzierten Wirtschaftsanschubprogrammen nachzuhelfen wird auch dort nicht mehr lange helfen.
    Europa ist den USA und England mitlerweile weit voraus...die wollen das nur nicht verstehen. Wir werden USA und England aber nicht retten koennen wenn die bald in Schieflage geraten!
    Nochmals: ein grosses Lob an Frau Merkel, die Staatsschulden in Ballance zu halten oder gar abzubauen ist verdammt hart, aber der einzige Weg für langfristigen und anhaltenden Wohlstand!

    2 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 09. Juni 2012 11:20 Uhr

    .... mit der Eurozone an einm Strang zieht."

    Sie wissen, dass die Transaktionssteuer ein Dummheit ist. Ich weiß es und Cameron weiß es auch. Das ist wie die Grunderwerbssteuer. Zahlen tun sie die Mieter.

    • Hoplon
    • 09. Juni 2012 11:37 Uhr

    "Nochmals: ein grosses Lob an Frau Merkel, die Staatsschulden in Ballance zu halten oder gar abzubauen ist verdammt hart, aber der einzige Weg für langfristigen und anhaltenden Wohlstand!"

    Ich bin dem Merkelkurs gegenüb er skeptisch!
    Meiner Meinung nach gibt es 4 Möglichkeiten die Schuldenkrise zu bewältigen:

    1. Wirtschaftswachstum ankurbeln
    2. eisern Sparen
    3. Inflation in Kauf nehmen
    4. Schuldenschnitte in gigantischem Ausmaß

    Frau Merkel versucht es über die Pkt 1 und 2, das ist völlig aberwitzig, kein Wirtschaftswachstum der Welt kann dauerhaft mit den exponentiell steigenden Zinsforderungen der Gläubiger/ Privatbanken mithalten. Zudem trifft der Sozialabbau die untersten Schichten am härtesten. Das diese Einsparungen bereits ihre Grenzwerte erreicht haben, sieht man am deutlichsten in Griechenland. Punkt 3, die Inflation würde die Staatsdefizite zwar schmelzen lassen, aber gleichzeitig die kleinen Sparer und Verbraucher am härtesten treffen, deren Kaufkraft gleichzeitig in den Keller gehen dürfte. Bliebe noch Punkt 4. Hier würden tatsächlich die obersten 20% ihre Einlagen verlieren,
    die sie über die gigantische Umverteilungsmachinerie Zins und Zinseszins erlangt haben. Hier ist das meiste Geld zu holen, sofern es nicht schon längst in der Schweiz liegt.
    Ohne Schuldenschnitte geht gar nichts. Bestenfalls ist es Frau Merkel gelungen den totalen Kollaps noch ein paar Jahre aufzuschieben, die Ursachen der Krise sind nicht beseitigt, zugunsten der Lobbyisten.

  2. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Kommentaren an der Diskussion. Danke, die Redaktion/ls

    • joG
    • 09. Juni 2012 11:20 Uhr

    .... mit der Eurozone an einm Strang zieht."

    Sie wissen, dass die Transaktionssteuer ein Dummheit ist. Ich weiß es und Cameron weiß es auch. Das ist wie die Grunderwerbssteuer. Zahlen tun sie die Mieter.

    Eine Leserempfehlung
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    • Ambi
    • 09. Juni 2012 11:34 Uhr

    Die Briten haben doch längst die "Stamp Tax" - für Aktien. Das Zocken mit Derivaten dagegen ist steuerfrei. Honi soit qui mal y pense...

    • Ambi
    • 09. Juni 2012 11:34 Uhr

    Die Briten haben doch längst die "Stamp Tax" - für Aktien. Das Zocken mit Derivaten dagegen ist steuerfrei. Honi soit qui mal y pense...

    3 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 09. Juni 2012 19:33 Uhr

    ...etwas genauer auseinandersetzen, bevor Sie sie als Falsifizierung meiner obigen These verwenden. Die meisten jener Finanzmarktteilnehmer, die man angeblich treffen will mit der Transaktionssteuer, werden von der Stamp Duty kaum berührt. Bei Grundstücken trifft es natürlich Institutionen und erhöht die Transaktionskosten. Das führt zu höheren Mieten, geringeren Gewinnen in Pensionskassen und einem allgemein ineffizienteren Angebot an Immobilien.

    • Hoplon
    • 09. Juni 2012 11:37 Uhr

    "Nochmals: ein grosses Lob an Frau Merkel, die Staatsschulden in Ballance zu halten oder gar abzubauen ist verdammt hart, aber der einzige Weg für langfristigen und anhaltenden Wohlstand!"

    Ich bin dem Merkelkurs gegenüb er skeptisch!
    Meiner Meinung nach gibt es 4 Möglichkeiten die Schuldenkrise zu bewältigen:

    1. Wirtschaftswachstum ankurbeln
    2. eisern Sparen
    3. Inflation in Kauf nehmen
    4. Schuldenschnitte in gigantischem Ausmaß

    Frau Merkel versucht es über die Pkt 1 und 2, das ist völlig aberwitzig, kein Wirtschaftswachstum der Welt kann dauerhaft mit den exponentiell steigenden Zinsforderungen der Gläubiger/ Privatbanken mithalten. Zudem trifft der Sozialabbau die untersten Schichten am härtesten. Das diese Einsparungen bereits ihre Grenzwerte erreicht haben, sieht man am deutlichsten in Griechenland. Punkt 3, die Inflation würde die Staatsdefizite zwar schmelzen lassen, aber gleichzeitig die kleinen Sparer und Verbraucher am härtesten treffen, deren Kaufkraft gleichzeitig in den Keller gehen dürfte. Bliebe noch Punkt 4. Hier würden tatsächlich die obersten 20% ihre Einlagen verlieren,
    die sie über die gigantische Umverteilungsmachinerie Zins und Zinseszins erlangt haben. Hier ist das meiste Geld zu holen, sofern es nicht schon längst in der Schweiz liegt.
    Ohne Schuldenschnitte geht gar nichts. Bestenfalls ist es Frau Merkel gelungen den totalen Kollaps noch ein paar Jahre aufzuschieben, die Ursachen der Krise sind nicht beseitigt, zugunsten der Lobbyisten.

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  3. ...einmal wieder Tribut von der ganzen Welt.
    Und was wird wenn Europa nicht springt wenn es die Amerikaner wollen? Marschieren die dann hier ein?

    Die US Regierung könnte einfach mal "die Klappe halten" - denn Sie hat dieses ganze Chaos nicht unwesentlich mit-verursacht. (Per Deregulierung der Banken)
    Und was der Engländer sagt kann man gleich als Äußerungen eines Verrückten in einer Schublade verstauben lassen - wenn man ein wenig die englischen Zeitungen (z.B. Guardian) liest bekommt man recht schnell den Eindruck dass dieses menschliche Lebewesen ein noch geringeres Verständnis von der Welt hat als Merkel.

    6 Leserempfehlungen
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    • Kelhim
    • 09. Juni 2012 15:20 Uhr

    Was hat es denn mit "Tributforderungen" zu tun, von Europa (gemeint ist die deutsche Regierung als Schlüsselfigur) völlig zurecht einmal eine erkennbare Strategie zu verlangen, weil ein wirtschaftlicher Abstieg Europas schließlich auch seine Handelspartner angeht?

    Meinetwegen ersetzt man die Zuspitzung "Obama fordert" eben durch "Obama bittet" oder "Obama legt nahe" oder auch "Obama rät".

    Sich daran aufzuhängen, um mit anti-amerikanischen Ressentiments zu spielen, ist vor dem Hintergrund der Probleme in Europa kindisch. Da muss man auch mal selbstkritisch sein, die Fehler wurden längst nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks begangen.

  4. Ein altes Sprichwort sagt: "Ein jeder kehr vor seiner Tür, da hat er geung Dreck dafür" !!!!! Dies Sprichwort sollte sich auch einmal Mr. Obama zu Herzen nehmen anstatt ständig andere Länder zu kritisieren. Erst gestern wurde den USA gedroht, ihre Kreditwürdigkeit von AAA herabzustufen. Weiterhin ist es einfach nur fürchterlich mitanzuschauen, wie windigen Finanzakteuren immer weiter Spielraum gelassen wird, wie ganze Völker immer wieder Großbanken retten müssen durch Steuergelder, anstatt diese Betrüger, Vorteilsnehmer und Windbeutel endlich einmal an die Kandarre zu legen. Wann wird endlich das Spekulieren ohne echte Wertpapiere verboten???? Es hat sich bewiesen, daß der Neoliberalismus vollkommen gescheitert ist. Wenn die Staatenlenker nicht bald wirksame Schritte einleiten um in die Gegenrichtung zu steuern bleibt nur zu hoffen, daß sich die Bürgerinnen und Bürger aller westlichen Staaten erheben und diesem unwürdigen Schauspiel ein Ende setzen.

    8 Leserempfehlungen
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    vor meiner tür kehren, und nicht bloss frau merkel.
    vielleicht verstehen sie jetzt wie seich griechen, spanier, portugiesen oder italiener fühlen, wenn andere (frau merkel) vor der eigenen haustür kehren ...

    vor meiner tür kehren, und nicht bloss frau merkel.
    vielleicht verstehen sie jetzt wie sich griechen, spanier, portugiesen oder italiener fühlen, wenn andere (frau merkel) vor der eigenen haustür kehren ...

    vor meiner tür kehren, und nicht bloss frau merkel.
    vielleicht verstehen sie jetzt wie sich griechen, spanier, portugiesen oder italiener fühlen, wenn andere (frau merkel) vor der eigenen haustür kehren ...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | Angela Merkel | CDU | David Cameron | Arbeitslosigkeit | Bruttoinlandsprodukt
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