Zwischen allen Fronten
Auch beim Leistungsschutzrecht wirkt Leutheusser-Schnarrenberger eher wie eine Getriebene, die zwischen alle Fronten geraten ist. Auf Drängen der Union hatten die Koalitionsspitzen bereits im März der Justizministerin aufgegeben, gesetzlich zu regeln, dass Internetdienste wie Google oder andere Contentverteiler künftig Artikel von Verlagen nicht mehr kostenlos nutzen dürfen, sondern dafür bezahlen müssen. Doch Leutheusser- Schnarrenberger wurde nicht aktiv. Mehr noch: Ihr eigener FDP-Landesverband beschloss, ein solches Leistungsschutzrechtsgesetz komplett abzulehnen. Im Juni drängten die Spitzen der Koalition erneut auf einen Gesetzentwurf, der dann zwar aus dem Justizministerium kam, aber so heftig von den Betroffenen kritisiert wurde, dass sich selbst im Kabinett Widerstand regte. Die Ministerin hat daraufhin den Entwurf abgespeckt.
Nun sieht es so aus, als ob nur noch Google Nutzungsentgelte an die Zeitungsverlage zahlen muss, weshalb alle Seiten unzufrieden sind und erwartet werden darf, dass das ganze Vorhaben im Bundestag gekippt wird. Was letztlich auf die Justizministerin zurückfallen würde. Auch auf anderen Feldern ist eine Handschrift der Justizministerin insgesamt nicht zu erkennen. Jahrelang verhandelte sie auf europäischer Ebene das Regelwerk Acta, empfahl dem Kabinett sogar, es zu unterstützen und musste dann nach massiven Protesten den Rückzug antreten. Ein modernes Urheberrecht ist nicht in Sicht.
Halsstarriger Bremserin?
Auch bei der Vorratsdatenspeicherung herrscht Stillstand. Und zwar seit Jahren. Vehement sperrt sich die Justizministerin gegen eine anlasslose Speicherung von Mail- und Internetdaten über mehrere Monate zum Zweck der Verbrechensbekämpfung. Was vom Koalitionspartner Union genauso eingefordert wird wie von den Innenministern der Länder, lehnt Frau Leutheusser-Schnarrenberger so kategorisch ab, dass sie selbst eine Strafandrohung der EU-Kommission nebst millionenschwerem Bußgeld in Kauf nimmt.
Zunächst hatte die Bundesjustizministerin in ihrer Partei dafür auch Unterstützung, das Thema gilt als profilbildend bei den Liberalen. Nachdem jedoch Leutheusser-Schnarrenberger erst lange Zeit überhaupt keinen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt hat und sich dann auch noch vom Streit mit der EU-Kommission in Brüssel unbeeindruckt zeigte, geht bei den Liberalen nun die Angst um, die eigenen Anhänger könnten die Partei weniger als Kämpfer für Freiheitsrechte denn als halsstarriger Bremser bei der Jagd auf Kriminelle und Terroristen wahrnehmen, die am Ende sogar noch Strafzahlungen aus der Kasse der deutschen Steuerzahler in Kauf nimmt.





Leider ist diese Frau in der falschen Partei.
...ihre Partei ist auf dem falschen Weg.
Würde die FDP sich einfach auf ihren libaeralen Kern besinnen...
- jeder soll ehrliche gleiche Startbedingungen haben, notfalls durch den Staat unterstützt, aber dann selber zeigen wie weit er kommt
- der Staat soch sich aus Dingen raushalten die ihn nichts angehen
...statt irgendwelche mehr oder minder verkappte Klientelpolitik für Minderheiten zu betreiben, die zutiefst illiberal sind, dann wäre Frau Leutheusser-Schnarrenberger auch wieder in der richtigen Partei.
Das sie dem autoritären staatlichen Allmachtsanspruch von Leuten wie Uhl und co. nur mit Subversion begegnen kann liegt im mangelnden Rückhalt ihrer eigenen Partei.
Frau Merkel könnte sie aber jederzeit "röttgern", aber anscheinend käme das beim (informierten) Volk schlecht an, wie man an ihrem exzellenten Ruf z.B. bei den ZEIT-Kommentatoren sieht.
"Leider ist diese Frau in der falschen Partei."
----------------
So? In welcher wäre sie Ihrer Meinung nach denn richtig?
...ihre Partei ist auf dem falschen Weg.
Würde die FDP sich einfach auf ihren libaeralen Kern besinnen...
- jeder soll ehrliche gleiche Startbedingungen haben, notfalls durch den Staat unterstützt, aber dann selber zeigen wie weit er kommt
- der Staat soch sich aus Dingen raushalten die ihn nichts angehen
...statt irgendwelche mehr oder minder verkappte Klientelpolitik für Minderheiten zu betreiben, die zutiefst illiberal sind, dann wäre Frau Leutheusser-Schnarrenberger auch wieder in der richtigen Partei.
Das sie dem autoritären staatlichen Allmachtsanspruch von Leuten wie Uhl und co. nur mit Subversion begegnen kann liegt im mangelnden Rückhalt ihrer eigenen Partei.
Frau Merkel könnte sie aber jederzeit "röttgern", aber anscheinend käme das beim (informierten) Volk schlecht an, wie man an ihrem exzellenten Ruf z.B. bei den ZEIT-Kommentatoren sieht.
"Leider ist diese Frau in der falschen Partei."
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So? In welcher wäre sie Ihrer Meinung nach denn richtig?
Das Leistungsschutzrecht war von vornherein ein Unding und sie hat es geschickt torpediert.
Die VDS ist ein Monster, dass die Bürgerrechte massiv beschneidet und sie tut nur recht daran, hier kein neues Gesetz vorzulegen. Da kann Brüssel im Dreieck tanzen. Unsere Freiheit sollte uns das Wert sein. Im übrigen muss man sich doch mal anschauen, wie diese Richtlinie zustande gekommen ist. Maßgebliche Antriebskraft war doch Dtl. selbst. Der Lobbyismus der Sicherheitsindustrie war da offenbar recht erfolgreich.
Dass ein Gesetz, dass die Körperverletzung minderjähriger Kinder erlaubt, so oder so vor dem BVG landet, zeugt mMn. nicht von einem "seltsamen Anspruch" der Justizministerin, sondern von realistischem Einblick in die Thematik.
Allerdings sehe ich persönlich sehr wohl Handlungsbedarf dabei, Sterbehilfe, die aus gewerblichem Antrieb geleistet wird, zu verbieten.
Frau L-S macht einen guten Job und kämpft gegen alle Fronten, die Daten von Bürgern sammeln wollen (Terrorabwehr, etc). Dass Deutschland notfalls eine Strafe zahlen muss, was übrigens noch nicht klar ist, sollte sie davon abhalten, ihren Weg weiter zu gehen. Notfalls bezahlt man die Forderungen von Target II. Per Strafzahlung an Forderungen T2.
was soll die Frage ?????
Ihre konsequente Haltung ist wohl vielen
ein Dorn im Auge ?
Schade, daß die ZEIT immer noch Artikel vom Partner TAGESSPIEGEL übernimmt. Das verwässert das Niveau von ZEIT ONLINE doch beträchtlich, denn auch in diesem Artikel wird zwar eine Meinung breitgetreten, aber echte Argumente sind leider nicht zu finden.
Wer Frau L-S für eine unheimliche Gefahr hält, verfolgt leider die sinnfreie Argumentationslinie von Innenminister Friedrich und seinem Kofferträger Uhl. Und daß die beiden völlig überfordert sind mit ihren Ämtern, das dürfte sogar mittelmäßigen Journalisten aufgefallen sein.
Tagesspiegel zur Zeit. Denken Sie sich Ihren Teil!
Tagesspiegel zur Zeit. Denken Sie sich Ihren Teil!
(manchmal auch ein wenig mehr). Warum auch nicht bei der Ministerin?
Soll das jetzt ein Test sein? Es ist klar, dass man unter Beschuss von allen Seiten nicht viel zu Stande bekommt, als Nein zu sagen. - Letztlich ist Leutheuer-Schnarrenberger sicher kein Messias, aber ich höre sehr wenige schlechte Meinungen in meinem Umfeld über diese Dame. Da sollte man eher überlegen, ob Philipp Rösler nicht schädlich ist.
Frau Leutheusser-Schnarrenberger ist das beste der ganzen FDP! Und das sehen doch sehr viele so?!
Und dass sie mehr Gesetze verhindert als unterstützt, liegt daran, dass ihr nur Mist vorgelegt wird:
- Vorratsdatenspeicherung, nur um ein paar EUler und die Verfassungsfeinde des rechten Flügels der CDU glücklich zu machen?
- "Leistungsschutz"recht: Alleine die Idee ist eine Totgeburt plus Lobbyismus pur
Welche Gesetze wären denn wirklich nötig? Weitere Anti-Terror-Gesetze? Wenige und die fallen eher in die Ressorts Wirtschaft(das ganze Bankenwesen) und Verbaucherschutz(Abofallen, Lebensmittelangabenbetrug), aber dort passiert nichts.
Sagte ich: Nichts? Nein Frau Aigner sorgt sich darum, dass jemand die Bubbles vom Bubble Tea verschucken könnte. Die haben anscheinend noch keine ausreichend gut finanzierte Lobby.
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