Israels Schutzräume : Wohin fliehen, wenn 15 Sekunden bleiben?

Raketen aus Gaza sind im Anflug, die Sirenen heulen. Vielen Israelis bleiben Bruchteile einer Minute, um sich in Sicherheit zu bringen. Wir zeigen, wohin sie sich retten.

Täglich werden aus dem Gaza-Streifen Raketen Richtung Israel abgefeuert. Die Bewohner der direkten Grenzregionen zu Gaza haben 15 Sekunden, bevor die Raketen einschlagen. Weiter im Landesinneren sind es 45 Sekunden. Aus gutem Grund schreibt das israelische Gesetz seit 1951 vor, dass alle Wohn- und Geschäftsgebäude direkten Zugang zu einem Schutzraum haben müssen. Die Fotografin Cathleen Falckenhayn zeigt eine Reihe solcher Schutzräume. Ihre Werke sind derzeit auch in einer Ausstellung über jüdisches Engagement in der Fotografie in Bielefeld zu sehen.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

18 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wer sich kümmert ist Schuld?

Beide Seiten lassen keinen großen Friedenswillen erkennen,

während Israel aber mit Raketenabwehrsystemen und Bunkern seine Bürger schützt, scheint es der Hamas recht egal zu sein, wie viele auf ihrer Seite umkommen (nach dem letzten Krieg mit einem Opfer-Verhältnis von 1:100 hätte man annehmen könne, dass die Hamas vielleicht keinen Interesse an einem neuen Krieg haben dürfte .. tägliche Raketen auf Israel sind sicher keine Krieg-vermeidungs-Strategie).

Irgenwie wird Israel trotzdem ein Strick daraus gedreht, dass ihm seine Bürger nicht egal sind..

Keinen großen Friedenswillen erkennen

"Beide Seiten lassen keinen großen Friedenswillen erkennen..."
Genau daraus ergibt sich Kritik an diesem Artikel. Obwohl beide Seiten diesen Krieg führen, wird über israelische Opfer, israelische Schutzmaßnahmen, die Haltung und Meinung der israelischen Bevölkerung usw. ausführlich berichtet. Doch wo bleibt die palästinensische Seite? Haben die Menschen dort keine Meinung, keine Angst und keine Sorgen? Sie tauchen in der Berichterstattung der ZEIT lediglich als Randnotiz in der Opferliste auf und dass auch nur, wenn mal wieder eine Zehnerpotenz überschritten ist. Die einzelnen Opfer zählen anscheinend nicht.

"... dass die Hamas vielleicht keinen Interesse an einem neuen Krieg haben dürfte"
Hatte die Hamas auch nicht. Tatsächlich begann diese Eskalation keineswegs mit dem Raketenbeschuss aus heiterem Himmel, sondern mit dem Tod eines Jungen, der von einem israelischen Hubschrauber aus erschossen wurde und dem Erschiessen eines Schwerbehinderten, der einem Haltesignal israelischen Soldaten nicht Folge leistete.
Zudem ging der Raketenbeschuss vor dem Mord am Militärchef der Hamas von extremistischen Splittergruppen aus, denen die Hamas viel zu israelfreundlich war.

Kritikwürdig ist die Art des Kümmerns

"während Israel aber mit Raketenabwehrsystemen und Bunkern seine Bürger schützt, scheint es der Hamas recht egal zu sein..."
Da sollten Sie etwas detaillierter in den Berichten der letzten Jahre lesen. Israel verhindert seit mehreren Jahren der rigide die Lieferung sämtlicher Baumaterialen in den Gazastreifen. Den Menschen dort ist also der Bau von Schutzeinrichtungen nicht nur unmöglich, die Häuser selbst sind oft in schlechtem baulichen Zustand, sodass auch kleine Treffer zu Einstürzen und vielen Opfern führen.
Zudem wäre es Israel zu wünschen, dass es seine Bürger alle gleichermaßen schützt.
Die gezeigten Schutzanlagen und Bunker gibt es jedoch nur für jüdische Israelis. Muslime in Israel erhalten nicht nur keine Unterstützung beim Bau von Schutzbunkern, es gibt auch keinerlei staatliche Einrichtungen in muslimischen Gemeinden in Israel. Und zumindest während des letzten Libanonkrieges war es so, dass diese muslimischen Gemeinden bei Raketenbschuss auch nicht gewarnt wurden, während in den jüdischen Siedlungen die Sirenen heulten.

Warum sagen Sie die Unwahrheit?

"Tatsächlich begann diese Eskalation keineswegs mit dem Raketenbeschuss aus heiterem Himmel, sondern mit dem Tod eines Jungen, der von einem israelischen Hubschrauber aus erschossen wurde und dem Erschießen eines Schwerbehinderten, der einem Haltesignal israelischen Soldaten nicht Folge leistete."

Was den Behinderten angeht: Was sollen die Israelis denn tun? Den Mann erst auf seinen Geisteszustand überprüfen? Er hat sich einer schwer bewachten Grenze zwischen zwei Kriegsparteien genähert, auf die laufend Anschläge verübt werden. Er hat nicht auf Warnungen reagiert. Die Soldaten haben daraufhin das Feuer eröffnet, da sie von einem Angriffsversuch ausgingen. Wäre im Übrigen nicht das erste Mal, dass Hamas wehrlose Menschen oder Tiere zu Bombenträgern macht...

Was Ihre Darstellung hinsichtlich der Auslöser der Gewaltwelle ausgeht: Ihre Darstellung ist nachweislich Quatsch. Die Raketenangriffe setzten bereits kurz nach Cast Lead wieder ein und sind seitdem ohne Pause weitergeführt worden. Im Oktober diesen Jahres, also vor den von Ihnen beschriebenen Zwischenfällen, wurden sie noch einmal verstärkt. Insgesamt schlugen im Verlauf des Monats 171 Geschosse in Israel ein - zwischen 5 und 6 pro Tag.

Also: Entweder sagen Sie hier bewusst die Unwahrheit, oder Sie plappern palästinensische Propaganda nach, ohne dass Sie wirklich wissen, wovon Sie sprechen. Beides ist schändlich...

Bitte mal informieren

bis 1967 waren die Gebiete ihrer Hamasbrüder, übrigens 1050 Raketen haben die Armen in den letzten zwei Wochen auf Israel geschossen, von ihren Muslimfreunden aus Ägypten und Jordanien besetzt und da hat sich keine Sau drum gekümmert.
Wenn sie schon soi laut am Schreien sind, fordern sie die Kriegsgewinnler Polen, Frankreich, Tschechien und Russland auf ihre besetzten Gebiete (Elsaß, Sudeten, Schlesien, Ostpreussen) wieder an D abzutreten. Wie, das kann man nicht vergleichen, genau die selbe Ausgangslage so ein Mist aber auch.

So geht es nicht

Auch wenn man kritisch zur Politik Israels steht, ist dieser Vergleich mit Nazi-Deutschland und dem Ergebnis des 2.Weltkrieges unzulässig. Die Bestrafung Deutschlands und seiner Verbrecher, die den 2.Weltkrieg durchgeführt haben, ist völkerrechtlich abgesichert.
Der Landraub durch Israel nicht. Hier muß ver- und durch Beseitigung von Unrecht gehandelt werden, um den Frieden in der Region herzustellen.
Es gibt keinen Anspruch auf Tolerierung von Landraub, außer beim Ergebnis des verbrecherischen 2.Weltkrieges.