Der Neoliberalismus unterscheidet zwischen faul und fleißig und propagiert das Recht des Stärkeren, schreibt unser Leser Michael Freuding. Andere Werte werden ignoriert.
Der Begriff "Neoliberalismus" ist überall. Für Linke, Globalisierungskritiker und Euro-Gegner gehört er zum guten Ton. Konservative und Liberale dagegen verbannen ihn ins Reich der Verschwörungstheorien. Es gebe keinen Neoliberalismus, sagen sie, nur Ewiggestrige, die nicht wüssten, was die Zeit erfordert.
Was also ist Neoliberalismus: ein Hirngespinst, ein Modetrend oder eine Art Gegenkommunismus?
Der Begriff bezeichnet eine Reihe von Grundannahmen, die seit Mitte der neunziger Jahre unser Denken beherrschen. Kern der Lehre ist die Auffassung, dass jedes Lebewesen egoistisch agiert und seine Ziele mit allen Mitteln durchsetzt. Daraus folgt: Der Reiche, Fleißige schafft Arbeitsplätze aus Geldgier; der Arme, Faule entspannt sich im sozialen Netz. Weil sich daraus ein Gerechtigkeitsgefälle ergibt, darf sich der Staat aus der Daseinsfürsorge zurückziehen. Der Theorie nach steigert das die Gewinnspanne der Fleißigen und zwingt die Faulen in die Arbeit.
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Dieses Denkmuster transportiert Darwins Evolutionstheorie ins Reich der Ökonomie. Der Kampf ums Dasein verbessert den ökonomischen Genpool, indem er alles beseitigt, was der Wirtschaft schadet. Das Gesetz des Dschungels soll zum Maßstab menschlichen Zusammenlebens werden. Wer ohne starke Lobby ist, kommt dabei unter die Räder.
Gedanken, die nicht neoliberal sind, tun Macher und Gemachte als lächerlich ab. Marktkonform und effizient soll die neue Demokratie sein. Ob die Märkte auch demokratisch sind, spielt dabei keine Rolle. Die Menschen sollen an die Märkte glauben, das trichtern die Profiteure ihnen ein.
Eine besonders unselige Rolle spielt dabei das Privatfernsehen: Dokumentationen über Sozialschmarotzer und Reportagen über Erfolgstypen sind an der Tagesordnung. Gutmenschen sind out, Profilneurotiker in. Dieter Bohlen und Heidi Klum tun ihr Übriges, damit sich die Ellbogenmentalität durchsetzt. Kein Wunder, dass Flachbildfernseher so billig sind.
Doch was ist das? Bill Gates spendet Milliarden, obwohl er das nach den Spielregeln des Neoliberalismus nicht dürfte. Und immer noch opfern sich Krankenschwestern aus Nächstenliebe für ihre Patienten auf. Das zeigt, was der Neoliberalismus wirklich ist: eine Ideologie, mit deren Hilfe sich Eliten auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.
Spätestens nachdem einige Banken als "systemrelevant" erklärt wurden, sollte uns das klar sein. Denn wenn die Ideologie ihren Verfechtern schadet, wird sie gerne auch mal über Bord geworfen.




Man kann auch einfach Egoismus dazu sagen.
Verhaltensökonomen kommen regelmäßig auf ca. 30 bis 50% Egoisten in ihren Experimenten. Diese zu ignorieren wäre dumm. Es gibt aber Möglichkeiten, diese zu disziplinieren und so die Wohlfahrt zu steigern. In der Regel klappt dies auch bei einem Großteil dieser Egoisten. Ein paar "Unverbesserliche" verbleiben jedoch.
Vielleicht sollte man sich etwas genauer mit Ökonomie befassen, anstatt diese als Wurzel allen Übels zu verteufeln, wie dies gerne gemacht wird. Man traut sich ja kaum noch zu sagen, dass man Wirtschaftswissenschaften studiert.
...Es ist bei weitem mehr als nur Egoismus. Es geht viel mehr in die Richtung Puritanismus und freies Unternehmertum, durch das sich jede Regierung um die Sozialabgaben gedrückt hat, indem sie die Selbstbestimmtheit und Freiheit des Einzelnen propagiert hat.
PS:kann ich nur empfehlen:
http://www.perlentaucher....
RN
"Verhaltensökonomen kommen regelmäßig auf ca. 30 bis 50% Egoisten in ihren Experimenten." - haben Sie da vielleicht eine Quelle oder einen Ansatz für Recherchen parat? Fände ich hochinteressant.
...Es ist bei weitem mehr als nur Egoismus. Es geht viel mehr in die Richtung Puritanismus und freies Unternehmertum, durch das sich jede Regierung um die Sozialabgaben gedrückt hat, indem sie die Selbstbestimmtheit und Freiheit des Einzelnen propagiert hat.
PS:kann ich nur empfehlen:
http://www.perlentaucher....
RN
"Verhaltensökonomen kommen regelmäßig auf ca. 30 bis 50% Egoisten in ihren Experimenten." - haben Sie da vielleicht eine Quelle oder einen Ansatz für Recherchen parat? Fände ich hochinteressant.
"Konservative und Liberale dagegen verbannen ihn ins Reich der Verschwörungstheorien. Es gebe keinen Neoliberalismus, sagen sie, nur Ewiggestrige, die nicht wüssten, was die Zeit erfordert. "
Falsch. Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs schärfste. Zum Glück gibt es noch echte Liberale und sicher auch echte Konservative, die mit Neoliberalismus nichts anfangen können. Nur werden Sie kaum wahrgenommen, bzw. man muss schon genau hinhöhren, um sie zu finden.
Der Neoliberalismus dieser Tage hat seinen Ursprung in den 80er Jahren, als Thatcher und Reagan das politische Parkett betraten. Die Folgen spüren wir heute. England ist deiundustrialisiert und die USA auf dem beten Wege dorthin.
Deutschland hat es einigermaßen geschafft, sich diesem neoliberalem Gedankengut halbwegs zu entziehen und insofern haben wir immer noch eine Industrie, auf die wir bauen können. Auch deswegen geht es Deutschland vergleichsweise gut. Wobei auch hier die Folgen dieser menschenverachtenden Politik spürbarer werden (Niedriglohn, Altersarmut).
Es wird Zeit, diesen Neoliberalismus mit all seinen negativen Folgen zu thematisieren. Und zwar nicht nur in den politischen Feuilletons, sondern im Politik- und Wirtschaftsteil. Ich habe es satt, als Land hingestellt zu werden, was den Anschluss verliert, weil China und Indien als Märkte der Zukunft bezeichnet werden. Märkte, wo Wanderarbeiter und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen die Regel sind und der Mensch nichts zählt.
Infamia schreibt: "Ich habe es satt, als Land hingestellt zu werden, was den Anschluss verliert, weil China und Indien als Märkte der Zukunft bezeichnet werden. Märkte, wo Wanderarbeiter und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen die Regel sind und der Mensch nichts zählt."
Das mit den sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen ist leider richtig. Aber wie wollen Sie unsere deutsche Wirtschaft gegen die indische Konkurrenz schützen?
"Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs Schärfste"
Das stimmt.
Liberaleismus verhält sich zu Neo-Liberaleismus wie
"Soziale Marktwirschaft" zur "Neuen Sozialen Marktwirschaft".
(Das neue ist daran, dass die Verluste sozialsiert werden.)
Man hat Begrife gekapert, und nun segeln die Piraten unter neuer Flagge.
Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumstößlich scheinende System?
Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen.
Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch. Juristen sprechen von organisierter Kriminalität und von der Mittäterschaft der Politik.
http://www.wdr5.de/sendun...
Eine sehr umfangreiche Analyse der neoliberalen Machtergreifung.
Die auch vor Deutschland nicht halt gemacht hat.
Sehr Lesens- und Hörenswert.
Dann weiß man wieder, warum man GEZ-Gebühren bezahlt.
"Deutschland hat es einigermaßen geschafft, sich diesem neoliberalem Gedankengut halbwegs zu entziehen und insofern haben wir immer noch eine Industrie, auf die wir bauen können." - leider hat diese Industrie anderwärts jedoch kalt ausbeuterisch agiert, um der wirklich sozialen Marktwirtschaft und damit auch den Steuerabgaben zu entgehen. - Ich hoffe auf bessere Einsichten selbst bei den Marktradikalen; auch China, auch Indien, auch Rußland werden merken, daß Glasperlenketten nicht mehr gegen Gold zu tauschen gehen. - Der Weg zu einem gelebten sozialen Miteinander der Menschen ist leider weit und wird durch Marktradikale immer wieder zur Schlangenlinie. Aber es gibt sie, die schon lange, unerschrocken und unermüdlich ihr Ziel des Mitmenschlichen im Auge behalten haben. Ihnen immer wieder kleinere und auch größere Steine auf den Weg zu schmeißen, ist ein widerlicher Sport (siehe Energiewende und Strompreise). -
Der Begriff des Neoliberalismus is ein weites Feld..
Sicher, man kann ihn oberflächlich naiv wie in dieses Artikel definieren - wie es auch die Linken tun.
Defacto steht Neoliberalismus aber für einen starken (nicht aufgeblähten), ordnenden Staat der OBERHALB der Wirtschaft steht und die Leitplanken setzt.
Man sollte auch schauen in welchem historischen Kontext der Neoliberalismus in den 80er seinen Aufstieg fand.
Die 60er und 70er waren geprägt von einer linken, keynesianischen Wirtschaftspolitik deren Folge eine Stagflation mit 2-stelligen Inflations- und Arbeitslosenraten war dazu ein massiv aufgeblähter öffentlicher Sektor unter dem wir heute noch ächzen..
Die Deindustrialisierung vorallem in England fand bereits und vorallem zu dieser Zeit statt! (Jedes Auto das vom Band lief musste von einem Gewerkschaftler abgenickt werden sic!).
Der ach sö böse Neoliberalismus unter Reagan und Thatcher führte zu einstelligen Inflationsraten und Arbeitslosenraten von 4-6%
Wie gut Deutschland nach der Agenda2010 da steht sieht man heute.
Ja dabei gibt es auch reichlich Nebenwirkungen - prekäre Arbeitsverhältnisse, eine große Kluft zwischen Arm und Reich.
Aber es ist immer noch besser als alles was wir bis jetzt hatten.
Das einzig Ideologische am Neoliberalismus-Bashing sieht man doch gut an diesem Artikel/Kommentaren hier.
Das schlechte wird massiv überbewertet/dramatisiert und hat teilw. garnichts mit Neoliberalismus zu tun.
Die Erfolge werden hingegen völlig ausgeblendet..
(Falsch. Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs schärfste.)
Wer sind denn diese "echten Liberale" und was kritisieren sie am "Neoliberalismus". Was sind die Unterschiede zwischem "echten Liberalismus" und Neoliberalismus?
Der "echte" Liberalismus stellt das Individuum, seine Freiheit und sein Eigentum ins Zentrum. Der "echte" Liberalismus spricht dem Individuum zu, sein Leben frei und ohne physischen Zwang durch Dritte zu gestalten, Eigentum zu bilden und darüber frei zu entscheiden. Inwiefern steht das im Widerspruch zum "Neoliberalismus"?
"Ich habe es satt, als Land hingestellt zu werden, was den Anschluss verliert, weil China und Indien als Märkte der Zukunft bezeichnet werden. Märkte, wo Wanderarbeiter und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen die Regel sind und der Mensch nichts zählt."
Oh dear lord...schonmal daran gedacht, weshalb sich an der Situation der Arbeiter dort nur so schleppend etwas ändert? Wink mit dem größten Zaunpfahl: GEIZ IST GEIL!
Ihr Post klingt äußerst selbstgerecht und eurozentrisch.
Wie man den Begriff Neoliberal und Freiheit zusammenbringen kann, ist mir ein Rätsel.
Da ich schon etwas älter bin, kann ich beurteilen, dass der Druck auf die Menschen, sich wirtschaftskonform zu verhalten, extrem gestiegen ist.
Heute wird nur noch dem eine Daseinsberechtigung zugesprochen, der jung, schön, schlank, studiert und gesund ist. Der Mensch wird nach seinem wirtschaftlichen Nutzen beurteilt. Am Liebsten würde man wohl eine DIN-Norm für Menschen einführen, da man sie dann problemlos in allen Ecken der Welt einsetzen kann.
Aber nicht nur die Menschen werden diesem Zwang ausgesetzt, auch Staaten.
Sorry, aber ich mag Vielfalt. Ich bin froh, dass ich die Welt schon vor 35 Jahren erkundet habe und noch wirklich andersartige Lebensweisen kennenlernen durfte.
"Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs schärfste."
Nur leider sind die "echten" Liberalen in der FDP längst ausgestorben, wie das "Bon"-mot von Westerwelle verrät:
"Wenn jeder nur an sich denkt, ist auch an jeden gedacht"
Kein Wunder, wenn eine Hildegard Hamm-Brücher aus diesem Lobbyverein ausgetreten ist.
Ansonsten hat uns Kohls "geistig-moralische Wende" nicht nur "Tutti-Frutti" beschert, sondern eine Vielzahl an "Mobilisierungsshows": DSDS, Dschungelcamp, Germanys next Topmodel.... wir alle müssen lernen, uns für den "Erfolg" demütigen zu lassen und gegebenenfalls auch Würmer und Insekten fressen zu müssen - der Weg nach "oben" ist halt steinig - und machmal auch ekelig.
John Meynard Keynes hat es auf den Punkt gebracht:
"Der Kapitalismus beruht auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen mit widerwärtigen Motiven irgendwie f ü r das Allgemeinwohl sorgen."
die frage ist doch was ist überhaupt Neoliberalismus?
Ist es der Ordoliberalismus (Euken), bei dem der Staat möglichst nur den Ordnungsrahmen stellen soll, durch den Preismechanismus den Wettbewerb förden solle, bei dem etwa bei externen Effekten (Umweltzerstörung...) und öffentlichen Gütern aber Regulierung (sogar Mindestlöhne) vorstellbar sind? Oder ist es die Österreichische Schule von Hayek (Friedman ...)die in den 80 Jahren ein Revival erlebt hatte? Ich denke die meisten verbinden "Neoliberalismus" mit letzterer. Ich finde viele Kritikpunkte an beiden Schulen (Freiburger und Österreichischer oder Chicago) genauso wie es viele Kritikpunkte am Keynesianismus gibt. Allerdings finde ich man sollte, wenn man den "Neoliberalismus" kritisiert auch klar machen, wo die spezifischen Kritikpunkte genau liegen und was die Alternativen sind.
Es gibt in der VWL zahlreiche Schulen und Meinungen und Forschungsrichtungen die in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich es erschreckend, falls Ökonomie einfach mit Neoklassik oder noch schlimmer mit "Neoliberalsimus" gleichgesetzt wird.
Infamia schreibt: "Ich habe es satt, als Land hingestellt zu werden, was den Anschluss verliert, weil China und Indien als Märkte der Zukunft bezeichnet werden. Märkte, wo Wanderarbeiter und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen die Regel sind und der Mensch nichts zählt."
Das mit den sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen ist leider richtig. Aber wie wollen Sie unsere deutsche Wirtschaft gegen die indische Konkurrenz schützen?
"Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs Schärfste"
Das stimmt.
Liberaleismus verhält sich zu Neo-Liberaleismus wie
"Soziale Marktwirschaft" zur "Neuen Sozialen Marktwirschaft".
(Das neue ist daran, dass die Verluste sozialsiert werden.)
Man hat Begrife gekapert, und nun segeln die Piraten unter neuer Flagge.
Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Wie entstand dieses unumstößlich scheinende System?
Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen.
Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch. Juristen sprechen von organisierter Kriminalität und von der Mittäterschaft der Politik.
http://www.wdr5.de/sendun...
Eine sehr umfangreiche Analyse der neoliberalen Machtergreifung.
Die auch vor Deutschland nicht halt gemacht hat.
Sehr Lesens- und Hörenswert.
Dann weiß man wieder, warum man GEZ-Gebühren bezahlt.
"Deutschland hat es einigermaßen geschafft, sich diesem neoliberalem Gedankengut halbwegs zu entziehen und insofern haben wir immer noch eine Industrie, auf die wir bauen können." - leider hat diese Industrie anderwärts jedoch kalt ausbeuterisch agiert, um der wirklich sozialen Marktwirtschaft und damit auch den Steuerabgaben zu entgehen. - Ich hoffe auf bessere Einsichten selbst bei den Marktradikalen; auch China, auch Indien, auch Rußland werden merken, daß Glasperlenketten nicht mehr gegen Gold zu tauschen gehen. - Der Weg zu einem gelebten sozialen Miteinander der Menschen ist leider weit und wird durch Marktradikale immer wieder zur Schlangenlinie. Aber es gibt sie, die schon lange, unerschrocken und unermüdlich ihr Ziel des Mitmenschlichen im Auge behalten haben. Ihnen immer wieder kleinere und auch größere Steine auf den Weg zu schmeißen, ist ein widerlicher Sport (siehe Energiewende und Strompreise). -
Der Begriff des Neoliberalismus is ein weites Feld..
Sicher, man kann ihn oberflächlich naiv wie in dieses Artikel definieren - wie es auch die Linken tun.
Defacto steht Neoliberalismus aber für einen starken (nicht aufgeblähten), ordnenden Staat der OBERHALB der Wirtschaft steht und die Leitplanken setzt.
Man sollte auch schauen in welchem historischen Kontext der Neoliberalismus in den 80er seinen Aufstieg fand.
Die 60er und 70er waren geprägt von einer linken, keynesianischen Wirtschaftspolitik deren Folge eine Stagflation mit 2-stelligen Inflations- und Arbeitslosenraten war dazu ein massiv aufgeblähter öffentlicher Sektor unter dem wir heute noch ächzen..
Die Deindustrialisierung vorallem in England fand bereits und vorallem zu dieser Zeit statt! (Jedes Auto das vom Band lief musste von einem Gewerkschaftler abgenickt werden sic!).
Der ach sö böse Neoliberalismus unter Reagan und Thatcher führte zu einstelligen Inflationsraten und Arbeitslosenraten von 4-6%
Wie gut Deutschland nach der Agenda2010 da steht sieht man heute.
Ja dabei gibt es auch reichlich Nebenwirkungen - prekäre Arbeitsverhältnisse, eine große Kluft zwischen Arm und Reich.
Aber es ist immer noch besser als alles was wir bis jetzt hatten.
Das einzig Ideologische am Neoliberalismus-Bashing sieht man doch gut an diesem Artikel/Kommentaren hier.
Das schlechte wird massiv überbewertet/dramatisiert und hat teilw. garnichts mit Neoliberalismus zu tun.
Die Erfolge werden hingegen völlig ausgeblendet..
(Falsch. Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs schärfste.)
Wer sind denn diese "echten Liberale" und was kritisieren sie am "Neoliberalismus". Was sind die Unterschiede zwischem "echten Liberalismus" und Neoliberalismus?
Der "echte" Liberalismus stellt das Individuum, seine Freiheit und sein Eigentum ins Zentrum. Der "echte" Liberalismus spricht dem Individuum zu, sein Leben frei und ohne physischen Zwang durch Dritte zu gestalten, Eigentum zu bilden und darüber frei zu entscheiden. Inwiefern steht das im Widerspruch zum "Neoliberalismus"?
"Ich habe es satt, als Land hingestellt zu werden, was den Anschluss verliert, weil China und Indien als Märkte der Zukunft bezeichnet werden. Märkte, wo Wanderarbeiter und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen die Regel sind und der Mensch nichts zählt."
Oh dear lord...schonmal daran gedacht, weshalb sich an der Situation der Arbeiter dort nur so schleppend etwas ändert? Wink mit dem größten Zaunpfahl: GEIZ IST GEIL!
Ihr Post klingt äußerst selbstgerecht und eurozentrisch.
Wie man den Begriff Neoliberal und Freiheit zusammenbringen kann, ist mir ein Rätsel.
Da ich schon etwas älter bin, kann ich beurteilen, dass der Druck auf die Menschen, sich wirtschaftskonform zu verhalten, extrem gestiegen ist.
Heute wird nur noch dem eine Daseinsberechtigung zugesprochen, der jung, schön, schlank, studiert und gesund ist. Der Mensch wird nach seinem wirtschaftlichen Nutzen beurteilt. Am Liebsten würde man wohl eine DIN-Norm für Menschen einführen, da man sie dann problemlos in allen Ecken der Welt einsetzen kann.
Aber nicht nur die Menschen werden diesem Zwang ausgesetzt, auch Staaten.
Sorry, aber ich mag Vielfalt. Ich bin froh, dass ich die Welt schon vor 35 Jahren erkundet habe und noch wirklich andersartige Lebensweisen kennenlernen durfte.
"Echte Liberale kritisieren den Neoliberalismus aufs schärfste."
Nur leider sind die "echten" Liberalen in der FDP längst ausgestorben, wie das "Bon"-mot von Westerwelle verrät:
"Wenn jeder nur an sich denkt, ist auch an jeden gedacht"
Kein Wunder, wenn eine Hildegard Hamm-Brücher aus diesem Lobbyverein ausgetreten ist.
Ansonsten hat uns Kohls "geistig-moralische Wende" nicht nur "Tutti-Frutti" beschert, sondern eine Vielzahl an "Mobilisierungsshows": DSDS, Dschungelcamp, Germanys next Topmodel.... wir alle müssen lernen, uns für den "Erfolg" demütigen zu lassen und gegebenenfalls auch Würmer und Insekten fressen zu müssen - der Weg nach "oben" ist halt steinig - und machmal auch ekelig.
John Meynard Keynes hat es auf den Punkt gebracht:
"Der Kapitalismus beruht auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen mit widerwärtigen Motiven irgendwie f ü r das Allgemeinwohl sorgen."
die frage ist doch was ist überhaupt Neoliberalismus?
Ist es der Ordoliberalismus (Euken), bei dem der Staat möglichst nur den Ordnungsrahmen stellen soll, durch den Preismechanismus den Wettbewerb förden solle, bei dem etwa bei externen Effekten (Umweltzerstörung...) und öffentlichen Gütern aber Regulierung (sogar Mindestlöhne) vorstellbar sind? Oder ist es die Österreichische Schule von Hayek (Friedman ...)die in den 80 Jahren ein Revival erlebt hatte? Ich denke die meisten verbinden "Neoliberalismus" mit letzterer. Ich finde viele Kritikpunkte an beiden Schulen (Freiburger und Österreichischer oder Chicago) genauso wie es viele Kritikpunkte am Keynesianismus gibt. Allerdings finde ich man sollte, wenn man den "Neoliberalismus" kritisiert auch klar machen, wo die spezifischen Kritikpunkte genau liegen und was die Alternativen sind.
Es gibt in der VWL zahlreiche Schulen und Meinungen und Forschungsrichtungen die in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich es erschreckend, falls Ökonomie einfach mit Neoklassik oder noch schlimmer mit "Neoliberalsimus" gleichgesetzt wird.
sind genau aus diesem material geschnitzt. Protagonisten findet man erstaunlicherwesie auch in der SPD, wie z. B. den aktuellen Kanzlerkandidaten: Nimm alles mit und verlange noch mehr, es schadet nicht, dass andere weniger haben.
Mittlerweile haben die Neoliberalen auch eine Menge Werkzeuge etabliert: Qualitätsmanagement (QM), Effizienzsteigerung, Rationalisierung etc. Mit diesen Werkzeugen wird konsequent sortiert und ausgepresst.
Wir brauchen eine neue geistig, moralische Wende: Mitgefühl, Harmonie, Freundlichkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit, Altruismus.
Die aktuelle Betonung des Egoismus in dieser narzisstischen Gesellschaft ist einfach sehr unethisch.
"Wir brauchen eine neue geistig, moralische Wende: Mitgefühl, Harmonie, Freundlichkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit, Altruismus."
Ich stimme Ihnen voll zu, wünsche mir aber für diese Wende, dass das biologische Geschlecht eines Menschen und die daraus resultierende Bevorzugung/Benachteiligung (je nach Kontext) aus unserer Gesllschaft verschwindet - daher ist "Brüderlichkeit" mir zu wenig!
"Wir brauchen eine neue geistig, moralische Wende: Mitgefühl, Harmonie, Freundlichkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit, Altruismus."
Ich stimme Ihnen voll zu, wünsche mir aber für diese Wende, dass das biologische Geschlecht eines Menschen und die daraus resultierende Bevorzugung/Benachteiligung (je nach Kontext) aus unserer Gesllschaft verschwindet - daher ist "Brüderlichkeit" mir zu wenig!
Das habe ich bei Richard David Precht gelesen, der im eigentlichen Sinne kein Fachmann ist: Die Evolutionstheorie war schon immer eine Art Wirtschaftstheorie: Industrialisierung, Konkurrenzkampf, Auf- und Abschwünge etc. haben Darwin und seine Zeitgenossen nachhaltig beeindruckt und fanden in diesen Theorien ihren Niederschlag.
Und noch eine theoretische Frage: Der unterlegene Konkurrent (siehe zum Beispiel all die Betriebssystemhersteller, die wegen Microsofts Dominanz aufgeben mußten) kommt der im Neoliberalismus tatsächlich gar nicht vor? Oder wird der auch zu den "Faulen" gezählt?
hält der Autor dem Neoliberalismus entgegen: Die Krankenschwester, die sich aufopfert, also weibliche Hingabe. Als Beispiel hätte er auch nehmen können:
Die Mutter, die sich für ihre Familie aufopfert. Diese Werte sind aber seit 68 und seit Frauenbewegung nicht mehr so opportun...
"Die Mutter, die sich für ihre Familie aufopfert. Diese Werte sind aber seit 68 und seit Frauenbewegung nicht mehr so opportun..."
Es ist nicht wirklich verständlich, was Sie damit ausdrücken wollen, da es sich dabeilediglich um eine antiquierten Macho-Sicht mit immensem Machtgefälle handelt.
In unserer modernen Gesellschaft braucht ist es nicht notwendig, dass sich jemand wegen anderer "aufopfert" (wenn er es nicht selber will).
Vor allem ist es nicht notwendig, dass sich eine Frau wegen Ihrer Familie aufopfert.
Meistens sollten sie sich für Ihren Mann aufopfern ...
bezeichnend für Marktliberalismus oder die Reagonomics nach Milton Friedman, der Mensch ist nur wichtig, wenn er der Wirtschaft oder den Märkten dienen kann. Ein Hartz IV-Mensch, darf sich nicht in Vollzeit für ein Ehrenamt engagieren, er muss ja dem Markt zur Verfügung stehen. Das ist Fakt.
Ein interessanter Vortrag von Prof. Bontrup - Das Versagen der Mainstream-Ökonomie https://www.youtube.com/w...
"Die Mutter, die sich für ihre Familie aufopfert. Diese Werte sind aber seit 68 und seit Frauenbewegung nicht mehr so opportun..."
Es ist nicht wirklich verständlich, was Sie damit ausdrücken wollen, da es sich dabeilediglich um eine antiquierten Macho-Sicht mit immensem Machtgefälle handelt.
In unserer modernen Gesellschaft braucht ist es nicht notwendig, dass sich jemand wegen anderer "aufopfert" (wenn er es nicht selber will).
Vor allem ist es nicht notwendig, dass sich eine Frau wegen Ihrer Familie aufopfert.
Meistens sollten sie sich für Ihren Mann aufopfern ...
bezeichnend für Marktliberalismus oder die Reagonomics nach Milton Friedman, der Mensch ist nur wichtig, wenn er der Wirtschaft oder den Märkten dienen kann. Ein Hartz IV-Mensch, darf sich nicht in Vollzeit für ein Ehrenamt engagieren, er muss ja dem Markt zur Verfügung stehen. Das ist Fakt.
Ein interessanter Vortrag von Prof. Bontrup - Das Versagen der Mainstream-Ökonomie https://www.youtube.com/w...
Allerdings bin ich mit den Zeitangaben nnicht ganz einverstanden.
Der Vukgär-Dawinismus (genauer: das darauf basierende Menschenbild) ist viel älter als Reagan und Thatcher.
Viel eher wüde ich ihn auf Treischke zurückführen.
Und so gebrechlich und bedürftig ist von Natur aus unser Geschlecht, dass auch auf höheren Kulturstufen die ungeheure Mehrheit der Menschen immer und überhaupt der Sorge um das Leben, der materiellen Arbeit ihrDasein widmen muss, oder um es trivial auszudrücken: Die Masse wird immer Masse
bleiben müssen. Keine Kultur ohne Dienstboten. Es versteht sich doch wohl vonselbst, wenn nicht Menschen da wären, welch die niederen Arbeiten verrichten, so könnte die höhere Kultur nicht gedeihen. Wir kommen zu der Erkenntnis, dass dieMillionen schmieden, ackern und hobeln müssen, damit einige Tausend forschen, malen und dichten können. Das klingt hart, aber es ist wahr und wird in aller Zukunft wahr bleiben. Mit Jammern und Klagen ist hiergegen gar nichts auszurichten. Der Jammer entspringt auch nicht der Menschenliebe, sondern dem Materialismus und Bildungsdünkel unserer Zeit.
Heinrich von Treitschke (1834-1896)
Zitiert nach
Christian Graf von Krockow
Hitler und seine Deutschen
Seite 88
"Nimm alles mit und verlange noch mehr, es schadet nicht, dass andere weniger haben."
Letzteres in Ihrem Satz stimmt doch. Ich finde es nicht schlimm, dass andere weniger, bzw. andere mehr haben. Das ist aus meiner Sicht ein gewisser Antrieb für jeden, sich anzustrengen. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Neoliberalismus zu tun. Gleichmacherei ist sicher kein Wirtschaftsmodell, was allen hilft. Ich glaube, bei Gleichmacherei ging es uns auf lange Sicht auch nicht besser.
Wer würde sich denn noch bemühen, seine Millionen zu scheffeln und so auch Arbeitsplätze zu schaffen (dass Bill Gates Arbeitsplätze geschaffen hat, steht außer Frage), wenn er um der Gerechtigkeit Willen den größten Teil wieder abgeben müsste, damit alle gleich viel haben? So würgt man jede Art von Innovation im Kern ab. Ich habe nichts dagegen, wenn eine Firma wie Apple Milliarden verdient. Mich stört es, wenn dieses Geld sinnlos gehortet wird und diese Firma sogar noch alles tut, um kaum Steuern zu zahlen und seine Mitarbeiter zu drangsalieren, um daraus noch Mehr Geld zu machen. Das ist nutzlos gehortetes Geld, was niemanden hilft und am Ende auch Apple nicht, wenn man es zu Ende denkt.
...ausgelutschten Argumente.
Dabei hat man Ihnen doch schon so oft plausibel und geduldig bewiesen, dass Ihr Weltbild Gegenteil von Neid und Benachteiligungsängsten geprägt ist.
"Dann geht ja keiner mehr arbeiten und keiner will mehr was leisten."
Das ist der größte Dummfug und muss immer als Begründung herhalten um die ungerechtigkeiten des Systems zu rechtfertigen.
Wen dem so wäre, warum setzen immer noch Menschen Kinder in die Welt?
Weiß doch mittlerweile Jede(r) das man im Augenblick der Geburt sein eigenes Leben im Kreissaal lässt?
Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich bei den Tafeln der Treberhilfe etc.?
Sie machen auf mich einen reichlich frustrierten und verbohrten Eindruck werter Infamia.
"Mich stört es, wenn dieses Geld sinnlos gehortet wird und diese Firma sogar noch alles tut, um kaum Steuern zu zahlen und seine Mitarbeiter zu drangsalieren, um daraus noch Mehr Geld zu machen. Das ist nutzlos gehortetes Geld, was niemanden hilft und am Ende auch Apple nicht, wenn man es zu Ende denkt."
ihnen ist nicht klar, dass das geld, das irgendwor gehortet wird, nutzlos herumliegt und an anderer stelle nicht zur verfügung steht.
das wird ihnen aber schon klar werden, wenn es irgendwann nur noch wenige gibt, die sich ihre produkte leisten können.
Wenn man annimmt, dass das Ausleben des Egoismus des Einzelnen zum Besten aller ist, liegen sie sicher richtig.
Aber das funktioniert nur wenn es klare ethische Regeln gibt. Wenn Regeln nur stoeren, dann koennte man Sklaverie als Handelsform ja auch wieder einfuehren. Machen wir nicht, weil wir Regeln haben wollen, die unser Zusammenleben gedeihlich gestalten.
Im Endeffekt fuehrt Neoliberalismus zu einer Wirtschaftsform wie sie gegenwaertig in Afrika vorherrscht (und fuer Jahrhunderte in Europa normal war). Wenige haben Reichtum (und sind oft faul), sehr viele haben nichts (trotz 120 Stunden-Woche) und einige (Soeldner, Polizei, Justiz) werden von den Reichen bezahlt um die Armen ruhig zu halten. Das ist weder fuer die Reichen, noch fuer die Armen, noch fuer die Soeldner schoen.
Der "Markt" sorgt dafuer, dass wir den Ast der Zivilisation auf dem wir sitzen abschneiden. Und das waere nicht das erste Mal.
...ausgelutschten Argumente.
Dabei hat man Ihnen doch schon so oft plausibel und geduldig bewiesen, dass Ihr Weltbild Gegenteil von Neid und Benachteiligungsängsten geprägt ist.
"Dann geht ja keiner mehr arbeiten und keiner will mehr was leisten."
Das ist der größte Dummfug und muss immer als Begründung herhalten um die ungerechtigkeiten des Systems zu rechtfertigen.
Wen dem so wäre, warum setzen immer noch Menschen Kinder in die Welt?
Weiß doch mittlerweile Jede(r) das man im Augenblick der Geburt sein eigenes Leben im Kreissaal lässt?
Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich bei den Tafeln der Treberhilfe etc.?
Sie machen auf mich einen reichlich frustrierten und verbohrten Eindruck werter Infamia.
"Mich stört es, wenn dieses Geld sinnlos gehortet wird und diese Firma sogar noch alles tut, um kaum Steuern zu zahlen und seine Mitarbeiter zu drangsalieren, um daraus noch Mehr Geld zu machen. Das ist nutzlos gehortetes Geld, was niemanden hilft und am Ende auch Apple nicht, wenn man es zu Ende denkt."
ihnen ist nicht klar, dass das geld, das irgendwor gehortet wird, nutzlos herumliegt und an anderer stelle nicht zur verfügung steht.
das wird ihnen aber schon klar werden, wenn es irgendwann nur noch wenige gibt, die sich ihre produkte leisten können.
Wenn man annimmt, dass das Ausleben des Egoismus des Einzelnen zum Besten aller ist, liegen sie sicher richtig.
Aber das funktioniert nur wenn es klare ethische Regeln gibt. Wenn Regeln nur stoeren, dann koennte man Sklaverie als Handelsform ja auch wieder einfuehren. Machen wir nicht, weil wir Regeln haben wollen, die unser Zusammenleben gedeihlich gestalten.
Im Endeffekt fuehrt Neoliberalismus zu einer Wirtschaftsform wie sie gegenwaertig in Afrika vorherrscht (und fuer Jahrhunderte in Europa normal war). Wenige haben Reichtum (und sind oft faul), sehr viele haben nichts (trotz 120 Stunden-Woche) und einige (Soeldner, Polizei, Justiz) werden von den Reichen bezahlt um die Armen ruhig zu halten. Das ist weder fuer die Reichen, noch fuer die Armen, noch fuer die Soeldner schoen.
Der "Markt" sorgt dafuer, dass wir den Ast der Zivilisation auf dem wir sitzen abschneiden. Und das waere nicht das erste Mal.
Es freut mich das jemand den Mut hatte diesen Artikel zu schreiben!
Ich erlaube mir allerdings noch einen Aspekt dieser pervertierten Form des Liberalismus hinzu zu fügen:
"Der Reiche, Fleißige schafft Arbeitsplätze aus Geldgier; der Arme, Faule entspannt sich im sozialen Netz. Weil sich daraus ein Gerechtigkeitsgefälle ergibt, darf sich der Staat aus der Daseinsfürsorge zurückziehen."
Der Staat soll sich bitte NUR da zurückziehen!
Wenn es aber darum geht das der Staat sich aus anderen Bereichen heraushält beginnt das "Heulen und Zähneklappern"!
Sei das im kleinen das eine Stadt nicht die "gewünschten" Infrastrukturen zur Verfügung stellt, sei es das der Staat bei der Entwicklung von Zukunftsweisenden Technologien natürlich zu Subventionen aufgefordert wird, oder sei es das sich die Marktbedingungen ändern, was ja laut Aussage der liberalen eine ganz normaler Vorgang ist, dann wird natürlich nach dem Staat gerufen um z.b. den Garantiezins bei der ach so effizienten privaten Rentenversicherung nach unten zu korrigieren!
Dabei wird nach dem Grundsatz gehandelt: Legal, illegal, sch****egal!
Neoliberale sind nichts anderes wie Parasiten die angepasste Rechtssysteme und gut organisierte Sicherheitsorgane zum Überleben brauchen, denn sonst würde nicht das Recht des "Skrupeloseren" sondern tatsächlich das Recht des "Stärkeren" herrschen!
Und das ist in der Tat der Zwiespalt in dem wir uns als zivilisierte Menschen befinden!
LG
Klaus
Zitat Klaus Schw.: „...Neoliberale sind nichts anderes wie Parasiten die angepasste Rechtssysteme und gut organisierte Sicherheitsorgane zum Überleben brauchen, denn sonst würde nicht das Recht des "Skrupeloseren" sondern tatsächlich das Recht des "Stärkeren" herrschen!...“
Genau so sieht es aus! Und weil das so ist, werden zum Beispiel seit einigen Jahren immer wieder Versuche gestartet, den privaten (legalen) Waffenbesitz zu verbieten. Vorgeschoben werden dann Tragödien wie in Winnenden, um auch noch den letzten Zweifler zu überzeugen. Dabei sind den Kräften, die hinter diesen Aktionen stehen, die Opfer in Wirklichkeit relativ egal.
Auch die Bestrebungen, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen, gehen in diese Richtung. Im Notfall muss das Volk eben in Schach gehalten werden, damit die „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft weiterhin in Ruhe schlafen können, solange in Deutschland keine „Gated-Communitys nach amerikanischen Vorbild existieren.
...dass ich den Inhalt dieses Artikels täglich gefühlte 50 mal im Kommentarbereich lese :-) ...und nichtmal die Wortwahl ist anders.
Man spaltet die Welt mal wieder in Gut und Böse... die arme Krankenschwester gegen das Monster des Kapitals. Wer an der Börse Millionen macht, kann automatisch privat nicht auch hingabereich sein. Jetzt springt das Hirn an und jeder schreit: "Klar kann er das"... und ich einer Minute spricht wieder das Krokodil im Bauch.
Ich weiß nicht... macht es manchen Leuten Hoffnung, solche Texte zu schreiben?
Zitat Klaus Schw.: „...Neoliberale sind nichts anderes wie Parasiten die angepasste Rechtssysteme und gut organisierte Sicherheitsorgane zum Überleben brauchen, denn sonst würde nicht das Recht des "Skrupeloseren" sondern tatsächlich das Recht des "Stärkeren" herrschen!...“
Genau so sieht es aus! Und weil das so ist, werden zum Beispiel seit einigen Jahren immer wieder Versuche gestartet, den privaten (legalen) Waffenbesitz zu verbieten. Vorgeschoben werden dann Tragödien wie in Winnenden, um auch noch den letzten Zweifler zu überzeugen. Dabei sind den Kräften, die hinter diesen Aktionen stehen, die Opfer in Wirklichkeit relativ egal.
Auch die Bestrebungen, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen, gehen in diese Richtung. Im Notfall muss das Volk eben in Schach gehalten werden, damit die „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft weiterhin in Ruhe schlafen können, solange in Deutschland keine „Gated-Communitys nach amerikanischen Vorbild existieren.
...dass ich den Inhalt dieses Artikels täglich gefühlte 50 mal im Kommentarbereich lese :-) ...und nichtmal die Wortwahl ist anders.
Man spaltet die Welt mal wieder in Gut und Böse... die arme Krankenschwester gegen das Monster des Kapitals. Wer an der Börse Millionen macht, kann automatisch privat nicht auch hingabereich sein. Jetzt springt das Hirn an und jeder schreit: "Klar kann er das"... und ich einer Minute spricht wieder das Krokodil im Bauch.
Ich weiß nicht... macht es manchen Leuten Hoffnung, solche Texte zu schreiben?
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