Französische Militärpanzer bei einer Patrouille zwischen Timbuktu und Douentza Anfang Februar © Pascal Guyot/AFP/GettyImages

Der französische Außenminister Laurent Fabius hat angekündigt, in den kommenden Monaten mit dem Rückzug der französischen Armee aus Mali zu beginnen. "Ich denke, wenn alles wie geplant klappt, sollte die Zahl der französischen Truppen von März an sinken", sagte Außenminister Fabius am Mittwoch der Zeitung Métro.

Derzeit sind etwa 4.000 französische Soldaten in Mali im Einsatz. Französische Soldaten hatten am 11. Januar damit begonnen, gemeinsam mit malischen Truppen gegen die aus dem Norden vorrückenden Islamisten vorzugehen. Seither wurden die Städte Timbuktu und Gao, die sich über Monate in der Hand der Islamisten befanden, zurückerobert.

In der Stadt Kidal im Nordosten Malis sicherten französische Soldaten den strategisch wichtigen Flughafen, während die Stadt selbst nach Angaben der französischen Regierung von rund 1.800 Soldaten aus dem zentralafrikanischen Tschad kontrolliert wird.

Fabius zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz. Es könne aber nach wie vor zu einzelnen Aktionen der Islamisten kommen, sowohl in Mali als auch in den benachbarten Ländern. Vorerst würden französische Truppen deshalb weiter gegen islamistische Terroristen im Norden Malis vorgehen.

Frankreich beabsichtige nicht, dauerhaft in Mali zu bleiben. Die Verantwortung werde schrittweise an die westafrikanische Militärmission Misma übergeben, die unter der Führung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas steht.

Unterdessen hat das französische Verteidigungsministerium erstmals seit dem Einsatz französischer Militärtruppen im Januar die Anzahl der Getöteten genannt. Bei Angriffen seien "mehrere Hundert Islamisten" getötet worden. Auch die materiellen Schäden seien erheblich. Auf französischer Seite kam demnach bislang ein Soldat ums Leben.