Katholische Kirche Kardinal Meisners Kehrtwende in der Pillenfrage
Ausgerechnet der Hardliner Kardinal Meisner will auf einmal, dass die katholische Kirche ihre Haltung zur Pille danach ändert. Er ist bekannt für seine Sprunghaftigkeit.
©Andreas Gebert/dpa

Kardinal Joachim Meisner (Archivbild)
Die katholische Kirche steht seit zwei Wochen in der Kritik, weil Ärzte in katholischen Krankenhäusern die Pille danach weder verabreichen noch verschreiben dürfen – auch nicht Frauen, die vergewaltigt worden sind. Zwei Kliniken in Köln hatten die Untersuchung einer jungen Frau abgelehnt. Nun hat sich der Kölner Kardinal Joachim Meisner dazu geäußert und den Einsatz des Medikaments unter bestimmten Bedingungen gebilligt. Nun fragen sich viele, ob dies eine grundsätzliche Abkehr der katholischen Kirche von ihrer Haltung bedeutet.
Was hat Kardinal Meisner gesagt?
Nach einer Beratung mit Fachleuten sei ihm klar geworden, dass unter dem Begriff Pille danach "unterschiedliche Präparate mit unterschiedlichen Wirkungen zu verstehen sind", erklärte Kardinal Joachim Meisner am Donnerstag schriftlich. Es gebe Präparate, die die Zeugung verhinderten, und solche, die dazu führten, dass sich eine bereits befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Wenn nach einer Vergewaltigung ein Präparat eingesetzt werde, um die Befruchtung zu verhindern, "dann ist dies aus meiner Sicht vertretbar". Präparate, die die Einnistung der befruchteten Eizelle verhinderten, seien aber "nach wie vor nicht vertretbar, weil damit der befruchteten Eizelle, der der Schutz der Menschenwürde zukommt, die Lebensgrundlage aktiv entzogen wird". Zugleich forderte Meisner die Ärzte in katholischen Einrichtungen explizit auf, den "neuesten Stand der Wissenschaft" bei der Behandlung von vergewaltigten Frauen zu berücksichtigen.
Bislang durfte in katholischen Einrichtungen die Pille danach weder verabreicht noch verschrieben werden, da das Medikament als eine Form von Abtreibung gewertet wird, die der katholischen Morallehre widerspricht. Gerade Meisner war stets ein Verfechter der reinen Lehre, von der selbst bei Vergewaltigungsopfern nicht abgewichen werden durfte.
Warum hat der Kardinal seine Meinung geändert?
Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass zwei katholische Kliniken in Köln eine Frau abgewiesen hatten, die fürchtete, betäubt und vergewaltigt woden zu sein. Der Fall hatte große Empörung ausgelöst – zumal sich herausstellte, dass die Ärzte die Behandlung deshalb abgelehnt hatten, weil sie sich unter Druck der Bistumsleitung fühlten und Angst hatten, sich falsch zu verhalten. Denn einen Monat zuvor hatten radikale Abtreibungsgegner eine Detektivin in katholische Kliniken in Köln geschickt, die testen sollte, ob sie die Pille danach dort bekommt. Da einige der Kliniken mit externen Ärzten zusammenarbeiten, die nicht dem katholischen Arbeitgeber unterstellt sind, erhielt die Detektivin in einigen Krankenhäusern das Medikament – woraufhin die Abtreibungsgegner die Kliniken bei Kardinal Meisner denunzierten. Der Generalvikar verpflichtete kurz darauf alle katholischen Kliniken in Köln zu einer "Null-Toleranz-Linie" bezüglich der Pille danach.
Nach großem öffentlichen Druck wegen des Falls entschuldigte sich Kardinal Meisner vor einer Woche: Dass einer notleidenden Person Hilfe verweigert wurde, widerspreche dem christlichen Auftrag und "hätte nie geschehen dürfen". Gleichzeitig wiederholte er die rigide Position der Kirche, wonach die Pille danach grundsätzlich abzulehnen sei. In den Tagen danach scheint auf allen Ebenen der Bistumsleitung nach Gesprächen mit Medizinern ein Umdenken stattgefunden zu haben.
Spricht Meisner für die gesamte katholische Kirche?
Nein. Kardinal Meisner ist mit seiner Äußerung alleine vorgeprescht – was seine Bischofskollegen verärgert. In der Deutschen Bischofskonferenz will man sich zu dem Thema Pille danach nicht äußern, bevor sich die Bischöfe nicht gemeinsam auf eine Sichtweise verständigt haben. Die Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz in drei Wochen könnte ein Ort dafür sein.
Es gibt innerkirchlich Zweifel daran, ob sich die Wirkungsweisen von den zwei verschiedenen Pillen danach tatsächlich so klar voneinander trennen lassen, wie es Meisners Äußerung suggeriert. Fest steht: Die deutschen Bischöfe können bei einer so zentralen moraltheologischen Frage nicht im Alleingang eine Neubewertung beschließen. Die Entscheidung muss in Rom fallen.
- Datum 02.02.2013 - 11:42 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Meisner ist jetzt 79 Jahre alt und mischt sich sicherlich schon lange in die Sexualität anderer Leute ein, und ihm ist JETZT im "Gespräch mit Fachleuten" aufgefallen, dass es Pillen mit unterschiedlichen Wirkungen gibt?
Kondome wirken ganz sicher nicht "frühabtreibend", und doch werden sie von der katholischen Kirche verteufelt. Das Argument ist also Augenwischerei.
Das Problem ist, dass Männer wie Meisner und Ratzinger mit Sex und Partnerschaft etwa so viel Erfahrung haben wie ein Hamster mit dem Tauchen. Kein Wunder, dass da nur weltfremde Theorie bei rauskommen kann.
Aber auf das kommt es eigentlich nicht an.
Die Definition des Beginns eines Menschen mit dem Zeitpunkt der Befruchtung einer Eizelle ist absurd.
Genauso absurd ist natürlich die katholische Auffassung, dass Geschlechtsverkehr nur erlaubt ist, wenn dabei die Möglichkeit einer Empfängnis besteht. Dass Menschen das nur so zum Spass machen wollen, steht außerhalb der Einsichtsfähigkeit der zölibatär lebenden Bischöfe.
Die Haltung der katholischen Kirche zu diesen Themen scheint kaum fundiert religiös begründbar und ist auch mit moralischen und sittlichen Argumenten kaum zu unterlegen.
Diese Auffassung entspringt offenbar nur der Berührungsangst der römischen Kirche mit jeder Art von sexuellen Handlungen. Im Prinzip ist diese Haltung sogar menschenfeindlich.
Wenn man einen Zeitpunkt festlegen möchte, an dem menschliches Leben beginnt, so muss dies immer willkürlich sein. Zwei Zeitpunkte lassen sich klar definieren und kämen damit in Frage: Zum einen eben die Empfängnis, zum anderen die Geburt. Warum soll ein sechs Monate alter Fötus eher Mensch sein als ein zwei Monate alter? Wenn ich menschliches Leben nach einem Monat töten darf, warum nicht auch eine Stunde vor der Geburt? Oder danach?
Ich – kein Katholik – bin der Meinung, man muss bei Abtreibung nicht von Mord reden. Wohl aber von der Tötung menschlichen Lebens. Je nach Moralvorstellung und Umständen kann man es als in Ordnung betrachten, menschliches Leben zu töten. In den meisten Fällen würde ich es ablehnen.
Der Kölner Kardinal, der alles andere als sprunghaft ist, hat mit seinem Statement m. E. eindeutig die Königsteiner Erklärung unterstützt. Für jemand, der strikt an der katholischen Lehre festhält, ein Novum, ja fast eine Revolution.
Hier geht es nicht so sehr um die Abtreibungspille - die nach wie vor für Katholikinnen grundsätzlich verboten bleibt, nein, es geht um die Pille und damit um Verhütung - und das ist die Kursänderung des konservativen Würdeträgers. Auf kommende Diskussionen zu diesem Thema darf man gespannt sein.
"Die Haltung der katholischen Kirche zu diesen Themen scheint kaum fundiert religiös begründbar und ist auch mit moralischen und sittlichen Argumenten kaum zu unterlegen."
Was ist schon "fundiert religiös begründbar"?
In allen Religionen ist nichts fundiert und schon gar nichts fundiert begründet, sondern alles nur "geglaubt".
Die wahren Beweggründe sind letztlich banale Machterlangung bzw. Machterhaltung.
Aber ansonsten gebe ich Ihnen natürlich Recht.
Wenn man einen Zeitpunkt festlegen möchte, an dem menschliches Leben beginnt, so muss dies immer willkürlich sein. Zwei Zeitpunkte lassen sich klar definieren und kämen damit in Frage: Zum einen eben die Empfängnis, zum anderen die Geburt. Warum soll ein sechs Monate alter Fötus eher Mensch sein als ein zwei Monate alter? Wenn ich menschliches Leben nach einem Monat töten darf, warum nicht auch eine Stunde vor der Geburt? Oder danach?
Ich – kein Katholik – bin der Meinung, man muss bei Abtreibung nicht von Mord reden. Wohl aber von der Tötung menschlichen Lebens. Je nach Moralvorstellung und Umständen kann man es als in Ordnung betrachten, menschliches Leben zu töten. In den meisten Fällen würde ich es ablehnen.
Der Kölner Kardinal, der alles andere als sprunghaft ist, hat mit seinem Statement m. E. eindeutig die Königsteiner Erklärung unterstützt. Für jemand, der strikt an der katholischen Lehre festhält, ein Novum, ja fast eine Revolution.
Hier geht es nicht so sehr um die Abtreibungspille - die nach wie vor für Katholikinnen grundsätzlich verboten bleibt, nein, es geht um die Pille und damit um Verhütung - und das ist die Kursänderung des konservativen Würdeträgers. Auf kommende Diskussionen zu diesem Thema darf man gespannt sein.
"Die Haltung der katholischen Kirche zu diesen Themen scheint kaum fundiert religiös begründbar und ist auch mit moralischen und sittlichen Argumenten kaum zu unterlegen."
Was ist schon "fundiert religiös begründbar"?
In allen Religionen ist nichts fundiert und schon gar nichts fundiert begründet, sondern alles nur "geglaubt".
Die wahren Beweggründe sind letztlich banale Machterlangung bzw. Machterhaltung.
Aber ansonsten gebe ich Ihnen natürlich Recht.
Es ist ein möglicher finanzieller Verlust (Zuwendungen an Steuergeldern)der zu dem Statement geführt hat, nicht Einsicht in der Sache .Die Katholische Kirche ist bis jetzt eine Welt für sich und es ist oft Druck von aussen der zu Enthüllungen
und Millimeter weise zu Veränderungen führt.
Es gibt immer mehr Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, die von beiden Kirchen betrieben werden, weil Kommunen den Betrieb ausschreiben. Der Staat bzw. Sozialversicherungen zahlen weiterhin die Kosten. Es gibt jetzt drei Lösungen für die Probleme mit den Tendenzbetrieben.
1. Es werden säkulare Betreiber bevorzugt.
2. Bund oder Länder gründen eine Betriebsgesellschaft, um die Kommunen zu entlasten.
3. Oder der Staat muss die Sonderrechte der Tendenzbetriebe einschränken.
Verdi unterstützt 3. mit Klagen vor Arbeitsgerichten, deren Rechtssprechung sich langsam wandelt.
Die Kommunen könnten bessere Verträge aushandeln. So könnten sie fordern, dass kirchliche Sonderrechte nur auf Priester anzuwenden sind. Staatliches Recht gilt für alle anderen Bediensteten. Kirchenmitglieder dürfen nicht bevorzugt werden (Diskriminierungsverbot). Auch der Leistungsumfang kann festgelegt werden. Keine Einschränkung der Mitarbeiter aufgrund religiöser Dogmen.
Früher waren 50% der Beschäftigten Priester und Pfarrer. Heute sind es nur etwa 10%. Das wäre Grund genug für Politiker, die Sonderrechte der Tendenzbetriebe zu überarbeiten. Wahrscheinlich werden aber zuerst wie in Königswinter die Kommunalpolitiker aktiv werden und den Betreiber wechseln.
Es ist auch bedenklich, dass Berufsberater den MuslimInnen nicht empfehlen, Krankenschwester, Altenpfleger oder andere soziale Berufe zu erlernen, weil sie in kirchlichen Betrieben nicht eingestellt würden!
Kirche braucht den Gewinn!
Es gibt immer mehr Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen, die von beiden Kirchen betrieben werden, weil Kommunen den Betrieb ausschreiben. Der Staat bzw. Sozialversicherungen zahlen weiterhin die Kosten. Es gibt jetzt drei Lösungen für die Probleme mit den Tendenzbetrieben.
1. Es werden säkulare Betreiber bevorzugt.
2. Bund oder Länder gründen eine Betriebsgesellschaft, um die Kommunen zu entlasten.
3. Oder der Staat muss die Sonderrechte der Tendenzbetriebe einschränken.
Verdi unterstützt 3. mit Klagen vor Arbeitsgerichten, deren Rechtssprechung sich langsam wandelt.
Die Kommunen könnten bessere Verträge aushandeln. So könnten sie fordern, dass kirchliche Sonderrechte nur auf Priester anzuwenden sind. Staatliches Recht gilt für alle anderen Bediensteten. Kirchenmitglieder dürfen nicht bevorzugt werden (Diskriminierungsverbot). Auch der Leistungsumfang kann festgelegt werden. Keine Einschränkung der Mitarbeiter aufgrund religiöser Dogmen.
Früher waren 50% der Beschäftigten Priester und Pfarrer. Heute sind es nur etwa 10%. Das wäre Grund genug für Politiker, die Sonderrechte der Tendenzbetriebe zu überarbeiten. Wahrscheinlich werden aber zuerst wie in Königswinter die Kommunalpolitiker aktiv werden und den Betreiber wechseln.
Es ist auch bedenklich, dass Berufsberater den MuslimInnen nicht empfehlen, Krankenschwester, Altenpfleger oder andere soziale Berufe zu erlernen, weil sie in kirchlichen Betrieben nicht eingestellt würden!
Kirche braucht den Gewinn!
Es ist unerträglich, dass in unserem Lande Religionsgemeinschaften Sonderrechte genießen und das offenbar auch in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Der Staat und sonst niemand hat durch seine Rechtsordnung und die institutionalisierten Organe über die Zulässigkeit von Medikamenten zu entscheiden und Ärzte sollte allein daran als auch durch ihrem Eid gebunden sein. Der Staat soll endlich dafür sorgen, dass eine Erklärung eines religiösen Popanz keinerlei Relevanz hat für die ärztliche Versorgung. Dies ist der Skandal und nicht die vorgängige Verweigerungshaltung dieses Urmenschen.
Wenn man einen Zeitpunkt festlegen möchte, an dem menschliches Leben beginnt, so muss dies immer willkürlich sein. Zwei Zeitpunkte lassen sich klar definieren und kämen damit in Frage: Zum einen eben die Empfängnis, zum anderen die Geburt. Warum soll ein sechs Monate alter Fötus eher Mensch sein als ein zwei Monate alter? Wenn ich menschliches Leben nach einem Monat töten darf, warum nicht auch eine Stunde vor der Geburt? Oder danach?
Ich – kein Katholik – bin der Meinung, man muss bei Abtreibung nicht von Mord reden. Wohl aber von der Tötung menschlichen Lebens. Je nach Moralvorstellung und Umständen kann man es als in Ordnung betrachten, menschliches Leben zu töten. In den meisten Fällen würde ich es ablehnen.
... ist alleine (außerhalb des Körpers der Mutter) nicht lebensfähig, ein sechs Monate alter Fötus aber sehr wohl. Zudem kommen noch unterschiedliche Entwicklungsstufen etc. Deswegen können Spätabtreibungen ja auch nur unter bestimmten Umständen durchgeführt werden.
möglich, einen Fötus bis kurz, auch sehr kurz, vor der Geburt legal abzutreiben.
Ohne das jemand, etwa die Kirche oder so, protestiert.
Dazu muss nur feststehen, dass das erwartete Kind schwer behindert sei.
Ob das Kind überhaupt lebensfähig sei, wird nicht berücksichtigt.
Sprich, da wird ein Kind abgetrieben, dass sowieso nur kurz keben könnte, weil z. B. wichtigste Teile des Gehirns nicht ausgebildet sind.
So ein Fall kam im Umfeld meiner Familie mal vor. Die Abtreibung erfolgte in der 22. SW.
Sowas wird aber totgeschwiegen.
genausowenig wie eine Samenzelle und eine Eizelle je ein halber Mensch sind.
Es ist tatsächlich schwierig die Grenze zu ziehen, in dem das Menschsein anfängt. Im Zweifel ist die Grenze aus ethischen Gründen möglichst früh anzusiedeln.
Aber bereits eine Zelle, oder das Mehrfache davon als Mensch anzusehen, könnte man bereits als menschenverachtend ansehen.
Außer der DNA, die ja auch schon in der Ei- und der Samenzelle vorhanden ist, besteht keinerlei Identidät mit dem, was einen Menschen ausmacht.
Der wissenschaftliche Fortschritt erlaubt jetzt schon adulte pluripotente Zellen zu vermehren. Diese Zellen sind im Prinzip nichts anderes, als befruchtete Eizellen. Wenn man wollte, könnte man sie klonen.
Wenn man den Gedanken weiter spinnt, wäre es also auch nicht erlaubt, adulte Zellen zu entnehmen, z. B. um Gewebe zur Behandlung von Verbrennungen, zu züchten.
Auch die Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark zur Leukämiebehandlung wäre dann nicht mehr vertretbar. Zwar haben die transplantierten Zellen die Chance auf ein Weiterleben in einem anderen Körper. Bevor es aber zur Transplantation kommt, müssen zahlreiche Tests durchgeführt werden. Die dabei entnommenen Stammzellen werden einfach vernichtet, was nach Ihrer Auffassung Tötung menschlichen Lebens gleich käme.
Man kann natürlich aus religiösen oder sonstigen ideologischen Gründen anderer Meinung sein. Ich persönlich halte das Ganze für äußerst absurd.
... ist alleine (außerhalb des Körpers der Mutter) nicht lebensfähig, ein sechs Monate alter Fötus aber sehr wohl. Zudem kommen noch unterschiedliche Entwicklungsstufen etc. Deswegen können Spätabtreibungen ja auch nur unter bestimmten Umständen durchgeführt werden.
möglich, einen Fötus bis kurz, auch sehr kurz, vor der Geburt legal abzutreiben.
Ohne das jemand, etwa die Kirche oder so, protestiert.
Dazu muss nur feststehen, dass das erwartete Kind schwer behindert sei.
Ob das Kind überhaupt lebensfähig sei, wird nicht berücksichtigt.
Sprich, da wird ein Kind abgetrieben, dass sowieso nur kurz keben könnte, weil z. B. wichtigste Teile des Gehirns nicht ausgebildet sind.
So ein Fall kam im Umfeld meiner Familie mal vor. Die Abtreibung erfolgte in der 22. SW.
Sowas wird aber totgeschwiegen.
genausowenig wie eine Samenzelle und eine Eizelle je ein halber Mensch sind.
Es ist tatsächlich schwierig die Grenze zu ziehen, in dem das Menschsein anfängt. Im Zweifel ist die Grenze aus ethischen Gründen möglichst früh anzusiedeln.
Aber bereits eine Zelle, oder das Mehrfache davon als Mensch anzusehen, könnte man bereits als menschenverachtend ansehen.
Außer der DNA, die ja auch schon in der Ei- und der Samenzelle vorhanden ist, besteht keinerlei Identidät mit dem, was einen Menschen ausmacht.
Der wissenschaftliche Fortschritt erlaubt jetzt schon adulte pluripotente Zellen zu vermehren. Diese Zellen sind im Prinzip nichts anderes, als befruchtete Eizellen. Wenn man wollte, könnte man sie klonen.
Wenn man den Gedanken weiter spinnt, wäre es also auch nicht erlaubt, adulte Zellen zu entnehmen, z. B. um Gewebe zur Behandlung von Verbrennungen, zu züchten.
Auch die Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark zur Leukämiebehandlung wäre dann nicht mehr vertretbar. Zwar haben die transplantierten Zellen die Chance auf ein Weiterleben in einem anderen Körper. Bevor es aber zur Transplantation kommt, müssen zahlreiche Tests durchgeführt werden. Die dabei entnommenen Stammzellen werden einfach vernichtet, was nach Ihrer Auffassung Tötung menschlichen Lebens gleich käme.
Man kann natürlich aus religiösen oder sonstigen ideologischen Gründen anderer Meinung sein. Ich persönlich halte das Ganze für äußerst absurd.
wird auch kein menschliches Leben vernichtet.
Wer sich darüber so erregt tut mir .... nein. garnicht, der hat immer was zu meckern und schweift vom Thema ab. Da fehlt ein R , ehrlich,
ich glaub ich spinne, hier geht es in 1. Linie um sinnvolle
Beiträge und Meinungen. Gute Orthogaphie ist schön, kann hier doch in einem gewissen Rahmen übersehen werden, weil es um ein bestimmtes Thema geht, was dadurch nicht leiden muss.
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