Diplomatische VertretungenUSA öffnen wieder Botschaften im Nahen Osten und in Afrika

Wegen einer Terrorwarnung hatten die USA viele Botschaften und Konsulate geschlossen. Nun kehren die meisten wieder zur Normalität zurück.

Die Botschaft der USA in Amman, Jordanien

Die Botschaft der USA in Amman, Jordanien  |  © Mohammad Hannon/AP

Die USA öffnen am morgigen Sonntag wieder 18 von 19 diplomatischen Vertretungen im Nahen Osten und in Afrika, die wegen einer Terrorismuswarnung in dieser Woche geschlossen waren. Nur die Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa bleibe weiter geschlossen, teilte das US-Außenministerium mit. Auch das am Donnerstag in einem anderen Zusammenhang geschlossene Konsulat in der pakistanischen Stadt Lahore werde noch nicht wieder geöffnet.

Außenamtssprecherin Jen Psaki sagte, die Sicherheitslage in Sanaa und Lahore werde ständig überprüft. Im Jemen geben es weiter Bedenken wegen terroristischer Bedrohungen durch Al-Kaida.

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Die US-Regierung hatte die Schließung der Botschaften und Konsulate sowie eine Reisewarnung beschlossen, nachdem sie ein Telefonat zwischen führenden Al-Kaida-Mitgliedern über Pläne für einen großen Terrorangriff abgehört hatte. Präsident Barack Obama hatte gesagt, die Terrorgefahr sei groß genug gewesen, "um jede Vorsichtsmaßnahme zu ergreifen". Mehrere andere westliche Länder schlossen ihre Botschaften im Jemen, darunter Deutschland und Frankreich.

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Leserkommentare
  1. War wohl Fehlalarm? Oder blickt die NSA in ihren Milliarden gestohlenen Bits nicht mehr durch? Witz beiseite: Ich zumindest glaube amerikanischen Terrorwarnungen nicht mehr. Sie dienen nur noch der Beschönigung politischer Verantwortungslosigkeit.

    4 Leserempfehlungen
    • udo37
    • 10. August 2013 9:09 Uhr

    ...mehr habe ich zu diesem Thema nicht mehr übrig.

    4 Leserempfehlungen
  2. Entwarnung? Wie funktioniert soetwas eigentlich? (mit der Annahme, dass die eigentliche Terrorwarnung kein Theater war)

    - Die Terroristen sind "ausgeschaltet" worden?
    - Die Bombe hatte ein Verfallsdatum von 2 Tagen und 6 Stunden?
    - Ein weiteres Telefonat ist abgehört worden mit einem Rückzieher?
    - Es war nur eine Marketing Kampagne um die Marke "Al-Kaida" wieder aufzuwärmen?

    5 Leserempfehlungen
    • em-y
    • 10. August 2013 9:28 Uhr

    "Die US-Regierung hatte die Schließung der Botschaften und Konsulate sowie eine Reisewarnung beschlossen, nachdem sie ein Telefonat zwischen führenden Al-Kaida-Mitgliedern über Pläne für einen großen Terrorangriff abgehört hatte."

    Vielleicht war es gar kein Telefonat. Vielleicht waren es eher 'Chinese Whispers' (stille Post)...

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    Wahrscheinlich hat ein Freund von einem Freund eines ehemalige Al-Kaida-Verdächtigen mit einem Freund telefoniert und dabei Dinge gesagt wie:

    "Die Zeit ist gekommen. Endlich nach einem Jahr. Es wird ein großes Ereignis. Alle werden sich daran erinnern. Der Himmel wird hell erstrahlen. Das gibt ein riesen Feuerwerk. Dein Sohn hat Geburtstag. Ihm und Allah zu Ehren feiern wir am Friedensplatz, das ist beim Brunnen, nahe der US-Botschaft. Alle sollen dabei sein. Sie werden explodieren vor Freude."

    Aber dann kam keiner, weil die Straße gesperrt worden sind.

    Also hat man die Terror-Warnung wieder aufgehoben.

    • an-i
    • 10. August 2013 9:29 Uhr

    wie am Mainzer Hauptbahnhof...

  3. Das war doch klar, dass das eine PR Aktion war.

    Dafür mussten Menschen sterben, die sich auf nicht-US Territorium befanden!!!

    US hat das moralische Recht Menschen, die sie als Feinde bezeichnen grenzüberschreitend zu verfolgen und zu vernichten.

    Pearl Harbor hat zwei Atombomben verursacht mit > 120.000 Toten; kein Wort des Bedauerns seitens der US Administration.

    9/11 hat einen Amok laufenden Geheimdienst verursacht, mit dem Universal-Argument 'Terrorismus'.

    Snowden sei kein Partriot, das mag sein, aber er ist ein Demokrat.

    Demokraten scheint die US-Administration sich nicht zu wünschen, eher Patrioten.

    Ein Partriot ist ein Mensch, der in den Krieg zieht um die Parolen der Regierung zu verteidigen und keine Fragen stellt.

    Ein Demokrat ist ein Mensch, der die zu verteidigenden Werte hinfragt und Antworten auf seine Fragen möchte; das ist unbequem.

    Demokraten sind nicht gewünscht.

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  4. War das vielleicht eine gewisse Neuorientierung hinsichtlich des Personals, die jetzt nach der obersten Riege (Hillary Clinton, Petraeus) auf der Konsulatsebene angekommen ist? Wenn die Konsulate wieder normal arbeiten, heisst das ja nicht unbedingt dass das auch mit denselben Leuten geschieht. Z.Bsp. soll ja der ehemalige Negroponte-Adlatus und ehemalige Botschafter in Syrien Ford jetzt nach Kairo beordert worden sein

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  5. Wahrscheinlich hat ein Freund von einem Freund eines ehemalige Al-Kaida-Verdächtigen mit einem Freund telefoniert und dabei Dinge gesagt wie:

    "Die Zeit ist gekommen. Endlich nach einem Jahr. Es wird ein großes Ereignis. Alle werden sich daran erinnern. Der Himmel wird hell erstrahlen. Das gibt ein riesen Feuerwerk. Dein Sohn hat Geburtstag. Ihm und Allah zu Ehren feiern wir am Friedensplatz, das ist beim Brunnen, nahe der US-Botschaft. Alle sollen dabei sein. Sie werden explodieren vor Freude."

    Aber dann kam keiner, weil die Straße gesperrt worden sind.

    Also hat man die Terror-Warnung wieder aufgehoben.

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    Selten so gelacht. Aber recht haste.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AP, dpa, kp
  • Schlagworte Afrika | USA | Barack Obama | Botschaft | Hauptstadt | Präsident
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