Landtagswahl in BayernCSU hofft auf absolute Mehrheit

Eine Woche vor der Bundestagswahl wählen die Bayern ihren Landtag. Ministerpräsident Seehofer will die alleinige Macht erringen. Bislang ist die Wahlbeteiligung gering.

In Bayern hat die Landtagswahl mit einer eher verhaltenen Wahlbeteiligung begonnen. Rund 9,5 Millionen Bürger sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des Landesparlaments für die kommenden fünf Jahre zu entscheiden. In größeren Städten des Freistaats lag die Beteiligung in den ersten Vormittagsstunden nach Einschätzung der Wahlleiter ähnlich niedrig wie vor fünf Jahren. Damals lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 57,9 Prozent.

Diesmal dürften jedoch deutlich mehr Wähler ihre Kreuze schon vor der Öffnung der Wahllokale gemacht haben. Die Wahlämter hatten zuletzt von starkem Interesse an der Briefwahl berichtet. In der Landeshauptstadt München haben etwa schon gut 29 Prozent aller Wahlberechtigten per Brief gewählt.

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Bei der Wahl sind 180 Sitze im Bayerischen Landtag zu vergeben. Darum bewerben sich 15 Parteien mit insgesamt 1769 Kandidaten. Eine Woche vor der Bundestagswahl gilt die Wahl in Bayern gilt als wichtiger politischer Stimmungstest. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatten Bayern deshalb zum Schwerpunkt ihrer Wahlkampagnen gemacht.

Bei der Wahl 2008 hatte die bis dahin in Bayern allein regierende CSU deutlich verloren. Sie ging daraufhin eine Koalition mit der FDP ein. Nach den Meinungsumfragen kann sich nun Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer Hoffnungen machen, wieder die absolute Mehrheit zu erringen. In den Umfragen liegen die Christsozialen bei Werten um die 47 Prozent, was für eine absolute Mehrheit im Parlament reichen könnte. Die Freien Demokraten müssen angesichts von Umfragewerten um die vier Prozent fürchten, den Wiedereinzug in den Landtag zu verpassen.

Nur geringe Erfolgschancen hat nach den Umfragen der SPD-Herausforderer, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Die Sozialdemokraten lagen in Umfragen zuletzt bei 18 Prozent. Ude möchte eine Koalition mit Grünen und Freien Wählern bilden. Die Freien halten sich aber auch eine Koalition mit der CSU offen.

Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Mit ersten Prognosen ist kurz darauf zu rechnen. Gewählt werden auch die Bezirkstage in den sieben Regierungsbezirken. Außerdem dürfen die Bürger über fünf Änderungen der bayerischen Verfassung abstimmen.

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Leserkommentare
  1. Zur Not kann man (also die Politiker) sich wieder auf das regnerische Wetter rausreden... Oder wenn es sonnig wäre auf das schöne Wetter. Um 10:00 Uhr waren die zwei Wahllokale in der Gegend schon recht passabel frequentiert, lassen wir uns also überraschen - von der Teilnahme & den Egebnissen...
    Denn die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt!

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  5. ich will die Maut und nicht nur die von Ausländern, sondern alle, die nicht in Bayern wohnen sollen zahlen wenn sie Bayrische Autobahnen benutzen. Deswegen wähle ich CSU!

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    Zitat:
    ich will die Maut und nicht nur die von Ausländern, sondern alle, die nicht in Bayern wohnen sollen zahlen wenn sie Bayrische Autobahnen benutzen. Deswegen wähle ich CSU!

    Und wie hoch wären dann wohl die Einnahmen?

    Vor allem wenn man davon ausgeht, das der allergrößte Teil ihrer bayrischen Autobahnen in Wirklichkeit BAB (Bundesautobahnen) sind!

  6. reift in mir der Gedanke, dass es wohl eine Absicht der großen Parteien sein könnte, dass man die Partei der "Nichtwähler" in der Weise stärken kann, als dass man die Leute implizit bestärken möge nicht zur Wahl zu gehen, denn dann gewinnen zumindest immer die Etablierten. In Bayern dann eben die CSU. Insofern ist auch der Zickzackkurs von Herrn Seehofer zu verstehen....

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    • raflix
    • 15. September 2013 12:29 Uhr
    7. Fehler

    "Eine Woche vor der Bundestagswahl gilt die Wahl in Bayern gilt "

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    • tx123
    • 15. September 2013 15:39 Uhr

    Ganz wichtig!

  7. Es ist für mich frustrierend in einem der letzten Einparteienstaaten Europas zu leben.

    Wenn der Wähler seinen "Amigofreistaat" aber weiterhin will, muß man dies aktzeptieren.

    3 Leserempfehlungen
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    Tja - in Freiheit und Demokratie zu leben bedeutet auch immer die Freiheit und Wahl der anderen ertragen zu müssen, auch wenn sie noch so dumme Entscheidungen treffen. Was bleibt ist immer nur die Hoffnung, dass irgendwann Bildung und ein Lernen aus Fehlern einsetzt, wenn es geht noch bevor es für Verbesserungen zu spät ist :)

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, kp
  • Schlagworte Horst Seehofer | CSU | Angela Merkel | CDU | Christian Ude | FDP
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