BundestagswahlOpposition laut Umfrage knapp vor Schwarz-Gelb

Regierung und Opposition liegen eine Woche vor der Bundestagswahl laut einer Umfrage dicht beieinander. Eindeutig beantworten die Wähler die Frage nach dem Wunschkanzler.

Wahlplakate verschiedener Parteien in Oberursel (Hessen)

Wahlplakate verschiedener Parteien in Oberursel (Hessen)  |  © Arne Dedert/dpa

Eine Woche vor der Bundestagswahl liegen die Oppositionsparteien einer neuen Umfrage zufolge knapp vor der schwarz-gelben Regierung. Im Sonntagstrend des Instituts Emnid gewinnt die SPD einen Punkt auf 26 Prozent. Die Union verliert einen Punkt auf 39 Prozent, die FDP verharrt bei 5 Prozent. Damit erreicht Schwarz-Gelb zusammen 44 Prozent. Die Oppositionsparteien kommen laut der von Bild am Sonntag in Auftrag gegebenen Umfrage zusammen auf 45 Prozent. Dabei büßen die Grünen einen Punkt auf 10 Prozent ein. Die Linkspartei bleibt bei 9 Prozent. Rein rechnerisch liegen SPD, Grüne und Linkspartei damit zusammen mit 45 Prozent einen Punkt vor Schwarz-Gelb. Politiker von SPD und Grünen haben ein Bündnis mit der Linkspartei allerdings ausgeschlossen.

Mit einem Plus von einem Punkt auf vier Prozent erreicht die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) ihren bisherigen Höchstwert im Sonntagstrend. Die Piratenpartei verharrt bei 3 Prozent.

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In der Kanzlerfrage legt Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) um zwei Punkte auf 52 Prozent zu. Ihr SPD-Herausforderer Peer Steinbrück verliert dagegen vier Punkte und kommt nur noch auf 31 Prozent. Emnid befragte für den Sonntagstrend vom 5. bis 11. September insgesamt 1.840 Menschen. Für die Kanzlerfrage wurden am 12. September 503 Menschen befragt.

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Leserkommentare
  1. hoffe ich ja das die FDP doch noch an der 5% Hürde scheitert... dann steht die CDU allein...

    18 Leserempfehlungen
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    • Gerry10
    • 15. September 2013 7:57 Uhr

    ...aber ich denke auch das die ADF es knapp schafft was bedeutet das es auch so nicht reicht.
    Hätte ich Geld um zu wetten würde ich drauf setze das sowohl FDP als auch ADF es ins Parlament schaffen und die nächste Regierung eine große Koalition ist.

    Die FDP über 5% und es geht weiter wie bisher
    Die FDP unter 5% und wir haben eine große Koalition
    Die FDP und die Linke unter 5% und wir haben Rot-Grün

    • biggerB
    • 15. September 2013 15:08 Uhr

    "irgendwie
    hoffe ich ja das die FDP doch noch an der 5% Hürde scheitert... dann steht die CDU allein..."

    Vielleicht ja für eine Schrecksekunde -

    aber danach werden sich Grüne und sPD einen blutigen Wettstreit darum liefern, wer es sich "auf Muttis Schoß" im Rahmen einer Koalition bequem machen darf.
    Und alle guten Vorsätze und wohlfeilen Wahlversprechen werden dann schneller vergessen sein, als wie der Wähler bis "drei" gezählt hat.

    Sie erinnern sich?

    „Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair.“
    http://www.faz.net/aktuel...

    MfG
    biggerB

    • Gerry10
    • 15. September 2013 7:57 Uhr

    ...aber ich denke auch das die ADF es knapp schafft was bedeutet das es auch so nicht reicht.
    Hätte ich Geld um zu wetten würde ich drauf setze das sowohl FDP als auch ADF es ins Parlament schaffen und die nächste Regierung eine große Koalition ist.

    Antwort auf "irgendwie"
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    Wenn die es tatsächlich schafft, der Union und der FDP Stimmen zu nehmen, wären 4% für die FDP und 4% für die AfD ein schönes Ergebnis. Damit würden beide neoliberalen Parteien nicht einziehen.

    • TheBug
    • 15. September 2013 10:39 Uhr

    Von den ganzen Wahlwerbespots z.B. glaube ich dass der AfD Spot seine Zielgruppe am wirkungsvollsten adressiert.

    Kommt die AfD ins Parlament befürchte ich dass die CDU eine bekannte Strategie fahren wird, den Gegner durch die Übernahme seiner populärsten politischen Standpunkte zu schwächen. Wenn man sieht für was die AfD steht, finde ich das problematischer als die Eventualität dass die AfD den einen oder anderen Sitz im Bundestag bekommt.

  2. ...führt die SPD in die Niederlage. Unter jeden anderem Kandidaten hätten sie diese Wahl gewonnen. Ich hoffe er wird für immer verschwinden, dieser Versager!

    Anmerkung: Wir wünschen uns eine konstruktive Debatte. Äußerungen dieser Art werden im weiteren Verlauf dieser Diskussion von der Moderation entfernt. Danke, die Redaktion/sam

    3 Leserempfehlungen
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    " Pausbäckchen-Peer"

    Und ich verstehe den Stinkefinger immer mehr.

  3. " Pausbäckchen-Peer"

    Und ich verstehe den Stinkefinger immer mehr.

    39 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Pausbäckchen-Peer..."
  4. Wie repräsentativ. Emnid, Bild am Sonntag. Diese Umfragen nerven nur noch.

    Wie sagte mein Mathelehrer so schön: " Wenn sie ihren Kopf im Backofen haben und ihre Füße im Kühlschrank können sie durchaus eine Durchschnittstemperatur von 37 Grad Celsius haben."

    Wäre doch mal schön etwas über die Auswahl der Probanden zu lesen, etc. pp.

    SPD und CDU/CSU zusammen 65%? Hoffentlich reicht es nicht für eine 2/3 Mehrheit. Wer schützt dann unser GG vor den Aasgeiern? Das Bundesverfassungsgericht? Herr lass es Erleuchtung regnen.

    25 Leserempfehlungen
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    Wenn die eine Zweidrittelmehrheit haben, kann das Verfassungsgericht wohl auch nicht mehr "helfen". Die "Grundrechte" stehen ja hoffentlich nicht zur Disposition, aber wer weiß...

    bin da ganz Ihrer Meinung. 1800 Leute sollen repräsentativ für 60 millionen Wahlberechtigte stehen? [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf undifferenzierte Polemik. Danke, die Redaktion/sam

    • ikstej
    • 15. September 2013 9:32 Uhr

    Was ich mir immer denke: sind nicht die potentiellen Piraten-Wähler (wie wahrscheinlich auch ich, am 22.) die letzten, die bei einer solchen Umfrage mitmachen und dem netten Herrn/der netten Dame am Telefon bereitwillig Auskunft geben würden?

    Auch diese Bereitschaft, Emnid & Co. überhaupt telefonisch 'reinzulassen' stellt ja schon einen Filter dar.

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    • edgar
    • 15. September 2013 9:51 Uhr

    allerdings ist die Situation ja eine recht schwierige, wenn man es als wichtigstes Ziel sieht, diese Regierung abzuwählen.
    Einerseits würde der Einzug der Piraten in den Bundestag dies wirklich vereiteln, andererseits wird es mit Sicherheit sehr knapp, so dass jede Stimme die nicht in die Waagschale fällt (also unter 5%) der momentanen Regierung zu Gute kommt.

    Ich muss ganz ehrlich sagen: auch ich als potenzieller Piraten-Wähler würde eventuell am Telefon nichts erzählen, und wenn vielleicht nur Döneken.

    • edgar
    • 15. September 2013 10:31 Uhr

    Na, ich werde auf jeden Fall prüfen, was bei der Bayernwahl für eine Differenz entsteht zwischen Prognose für die Piraten und Endergebnis.
    Ich denke, dass zumindest diese Differenz halbwegs repräsentativ sein wird.

    Zitat #7: "Auch diese Bereitschaft, Emnid & Co. überhaupt telefonisch 'reinzulassen' stellt ja schon einen Filter dar."

    Neulich erst noch herzlich gelacht, als ein Herr der Meinungsumfragen (leider vergessen, ob von Emnid oder Forsa) voller Stolz im TV verkündete, dass jetzt auch in verstärktem Maße Ergebnisse von Mobilfunktnutzern in die Ergebnisse miteinfließen.

    Man hätte jetzt Möglichkeiten gefunden, nicht nur an Rufnummern aus dem Festnetz zu gelangen ...

    :-D

    Es geht nicht nur um die Bereitschaft, so eine (doch recht lange) Umfrage mitzumachen, sondern überhaupt erstmal erreichbar zu sein. Viele junge Leute haben kein Festnetztelefon mehr, da sie eine Handy Flat haben. Die Forsa bastelt angeblich daran, auch solche zu erreichen, weil ihnen selbst klar ist, dass ihre Umfragen sonst keine Repräsentativität besitzen. Nach meinen Informationen wird dies aber bislang nur getestet, in den Ergebnisse der Umfragen sind Mobilfunknummern noch nicht mit berücksichtigt!

    Es ist einfach wichtig, dass alle wählen gehen und auch wirklich die Partei wählen, die sie gut finden und nicht denken "die hat ja eh keine Chance nach den Umfragewerten, ich entscheide mich dann zwischen den etablierten Parteien".

    ... werde, beantworte ich keine Frage der Umfrageinstitute mehr. Schon, um nicht die bei der dünnen Datenbasis die Statistik nicht zu verfälschen =:D

    Das vorausgeschickt, bitte ich zu bedenken, wie effektiv sich mit einer Headline wie "Opposition laut Umfrage knapp vor Schwarz-Gelb" die Wahl beeinflussen lässt.

    Dann noch den Vier-Buchstaben Auftraggeber im Sinn, ist es m.M.n. fahrlässig, das Ergebnis der Micro-Befragung in den Mittelpunkt zu stellen, wo der Auftrag, Durchführung und Wirkung doch viel interessanter sind. Wenn man darüber berichtet, hört Marketing auf und fängt Journalismus an.

    Kai Hamann

  5. 7. o weh

    Wenn die eine Zweidrittelmehrheit haben, kann das Verfassungsgericht wohl auch nicht mehr "helfen". Die "Grundrechte" stehen ja hoffentlich nicht zur Disposition, aber wer weiß...

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    Artikel 1 und 20 GG sind durch Artikel 79 geschützt und können von keiner Mehrheit abgeschafft werden.

    Was die Ausgestaltung der Grundrechte betrifft, wurde die CDU/CSU-FDP Regierung so oft wie keine andere Regierung zurecht in die "Schranken" gewiesen. Ich zähle auf das Bundesverfassungsgericht und den Eu-Gerichtshof.

    • BP89
    • 15. September 2013 9:37 Uhr

    ............sollten Verboten werden !

    Ich habe noch nicht allzu viele BTW miterlebt, aber mir erscheint es so als wäre in den letzten Wochen fast täglich eine neue Umfrage erschienen, war das früher genau so ?!

    Mit Umfragen sind m.M. nach sehr unsicher und die Wähler werden schon in Richtung bestimmter Parteien gelenkt, dass ist nicht in Ordnung.

    12 Leserempfehlungen
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    • edgar
    • 15. September 2013 10:00 Uhr

    ... also sagen wir mal, so vor 20 Jahren, ähnlich war - allerdings kann das eine subjektive Wahrnehmung sein.
    Aber es verhält sich ja mit sämtlichen Informationen im weitesten Sinne so, dass ggf. im Minutentakt eine neue Sau durch's Dorf gehetzt wird.
    Liegt halt am Netz-Zeitalter.

    Mit dem Verbot von Wahlprognosen vor einer Wahl hätten Sie aus meiner Perspektive prinzipiell recht.
    In Italien ist es m.E. so, dass zwei Wochen vorher keine Prognosen mehr durchgeführt werden dürfen (kann sich auch um eine anderes europäisches Land handeln).
    Das hindert allerdings ausländische Institute nicht daran, diese trotzdem durchzuführen.
    Ggf. führt sie die NSA durch, kann sich dadurch noch ein Zubrot verdienen und verfügt womöglich über repräsentativere Daten, zumindest in der Menge ...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, kp
  • Schlagworte Bundestagswahl | Grüne | Opposition | SPD | Umfrage | Angela Merkel
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