Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) kommt nach ihren Erfolgen in ostdeutschen Ländern laut einer Forsa-Umfrage inzwischen auch bundesweit auf zehn Prozent der Wählerstimmen. Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sich die Partei im Wahltrend des Magazins Stern und des Senders RTL um drei Prozentpunkte. Die AfD hatte bei den Landtagswahlen in Thüringen 10,6 und in Brandenburg 12,2 Prozent erreicht.

Forsa-Chef Manfred Güllner begründete das Plus bei der AfD mit einem Mitläufer-Effekt, der für Parteien nach Wahlerfolgen oft zu beobachten sei. Außerdem sammele die AfD zunehmend Stimmen am rechten Rand. Auch im jüngsten Sonntagstrend von Emnid hatte die AfD zugelegt.

Die SPD rutschte beim Wahltrend im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 22 Prozent, CDU und CSU legten einen Punkt zu auf 42 Prozent. Die Linken stagnierten bei neun Prozent, jeweils einen Punkt verloren die Grünen (acht Prozent) und die FDP (zwei Prozent). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug demnach 28 Prozent, drei Punkte mehr als in der Vorwoche.

Das Forsa-Institut befragte für den Wahltrend in der vergangenen Woche 2.501 wahlberechtigte Bundesbürger.