Die prorussischen Separatisten haben ihre Anführer Alexander Sachartschenko in Donezk und Igor Plotnizki in Luhansk als Gewinner der international nicht anerkannten Wahlen in der Ostukraine bestätigt. Die beiden bisherigen Republikchefs hätten bei den Abstimmungen in den selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk jeweils die meisten Stimmen auf sich vereint, teilten die Wahlleitungen mit.

Nach Auszählung aller Stimmzettel siegte demnach Plotnizki mit 63,8 Prozent der Stimmen gegen seine drei Mitbewerber. Sachartschenko wurden 75,63 Prozent zugesprochen. Er hatte zwei Gegenkandidaten. Internationale Wahlbeobachter waren bei den Abstimmungen nicht zugelassen.  

Die prowestliche ukrainische Führung in Kiew hält die Abstimmung für unrechtmäßig und hat sie für ungültig erklärt. Auch die Europäische Union und die USA erkennen die ihrer Ansicht nach verfassungswidrigen Wahlen nicht an.

Für die Bundesregierung nannte ihr Sprecher Steffen Seibert die Wahlen illegitim. Er sprach von Verstößen gegen die ukrainische Verfassung und auch gegen die Vereinbarungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts. Darüber hinaus sei auch der Ablauf der Wahlen überaus fragwürdig gewesen, sagte Seibert.  

Russland dagegen erkennt die Wahlen, bei denen auch Parlamente bestimmt wurden, an. Das Außenministerium in Moskau teilte mit, die Abstimmung verleihe den gewählten Vertretern die Autorität, in der umkämpften Region für Stabilität zu sorgen. 

Die Separatisten erklärten, mit der Wahl sei die Abspaltung von der Ukraine nun vollzogen. "Wir haben jetzt eine legitime Führung. Der Donbass gehört nicht mehr zur Ukraine – ob das jemandem nun gefällt oder nicht", sagte Wahlleiter Roman Ljagin in Donezk. Die Amtseinführungen von Sachartschenko und Plotnizki sind an diesem Dienstag geplant.