Vor der türkischen Westküste ist ein Flüchtlingsboot untergegangen. Einem Medienbericht zufolge starben mindestens 18 Menschen. Das Schiff sei in der Ägäis in Richtung der griechischen Insel Kalymnos unterwegs gewesen, als es gesunken sei, berichteten türkische Medien. Demnach konnten 14 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Pakistan von der türkischen Küstenwache gerettet werden. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge in der Nacht.

Nach Angaben der Vereinten Nationen gelangten in diesem Jahr bereits mehr als 800.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa, die meisten von ihnen kamen über die Türkei in die EU, bis zu 700.000 trafen in Griechenland ein. 60 Prozent davon landeten auf Lesbos. Von dort versuchen die meisten rasch weiter nach Mazedonien und Serbien bis nach Ungarn weiterzuziehen, um nach Nordeuropa zu gelangen.

Immer wieder kommt es bei der Flucht über das Mittelmeer zu Bootsunfällen. 2015 sind vermutlich etwa 3.000 Menschen auf ihrem Weg über das Meer ums Leben gekommen. Allein auf der Strecke zwischen der Türkei und Griechenland sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration seit Januar mehr als 500 Menschen ertrunken.