Griechenland will die Fertigstellung von fünf Registrierungszentren für ankommende Flüchtlinge beschleunigen. Bislang ist erst ein Zentrum in Betrieb. Mit Hilfe des Verteidigungsministeriums sollen die auch als Hotspots bezeichneten Zentren auf den griechischen Inseln Samos, Lesbos, Chios, Kos und Leros innerhalb von zwei Wochen zur Verfügung stehen. Außerdem werden nach Angaben der Regierung die beiden Umsiedlungszentren auf dem griechischen Festland fertiggestellt, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit.

Vergangene Woche hatten die Innenminister der Europäischen Union (EU) Griechenland vorgeworfen, dass es seine Pflichten als Mitglied des grenzfreien Schengen-Raumes nicht wahrnehme. Die EU-Kommission warf Griechenland vor, Migranten, die illegal einreisen, nicht wirksam zu registrieren. Die Behörden müssten schwerwiegende Mängel angehen und beseitigen, forderte die Kommission.

Nach UN-Angaben kamen seit Beginn des Jahres mehr als 44.000 Flüchtlinge nach Griechenland, mehr als 200 Menschen verloren auf dem Weg dorthin ihr Leben oder gelten als vermisst.