New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg will offenbar im Präsidentschaftswahlkampf mitmischen. Peter Foley/EPA

Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erwägt offenbar eine Bewerbung als unabhängiger Präsidentschaftskandidat. Er habe erste Schritte für eine mögliche Kampagne unternommen, berichten Medien. Die Entscheidung, ob er wirklich antritt, soll bis März fallen.

Bloomberg würde vor allem dann eine Bewerbung ernsthaft in Erwägung ziehen, wenn die Präsidentschaftswahl im November auf ein Rennen zwischen dem linken Demokraten Bernie Sanders und den Rechtspopulisten Donald Trump oder Ted Cruz auf der Seite der Republikaner hinausliefe, hieß es. In dem Fall könnte er sich Chancen auf das Weiße Haus ausrechnen, weil diese Kandidaten als weit weg vom Mainstream gelten.

Weiter heißt es jedoch, Bloomberg schließe eine Kandidatur auch dann nicht aus, wenn die Demokratin Hillary Clinton im März parteiintern die Nase vorn haben sollte.

Bloomberg war für drei Amtsperioden Bürgermeister der Millionenmetropole New York. Er war ursprünglich Demokrat, trat dann aber zunächst als Republikaner zur Wahl an. Später erklärte er sich als unabhängig von beiden großen Parteien. Er galt im Amt als Pragmatiker und sorgte unter anderem mit Klimaschutzinitiativen für Furore.

Vor seiner politischen Karriere machte er mit dem von ihm gegründeten Finanzinformationsdienst Bloomberg ein Vermögen. Dieses soll derzeit bei 37 Milliarden Dollar liegen. Für eine mögliche Kandidatur könnte Bloomberg bis zu eine Milliarde Dollar aus seinem Privatvermögen bereitstellen, heißt es aus seinem Umfeld. In Vorbereitung lasse er prüfen, wie frühere Kandidaturen unabhängiger Kandidaten verliefen. Zudem plane er eine Meinungsumfrage nach der Vorwahl in New Hampshire am 9. Februar, um seine Chancen abzuschätzen. Über Bloombergs Pläne hatte am Samstag zuerst die New York Times berichtet.

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