Ein israelischer Sprengstoffexperte sichert explosives Material nach dem Anschlag. © Ahmad Gharabli/AFP/Getty Images

Drei Palästinenser haben in Ostjerusalem zwei Grenzpolizistinnen mit Messern und Schusswaffen angegriffen und schwer verletzt. Wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld mitteilte, wurden die drei Attentäter, die auch mit Rohrbomben bewaffnet gewesen seien, von anderen Sicherheitsbeamten erschossen. Eine der beiden Frauen erlag später ihren Verletzungen.

Die Attacke ereignete sich am Damaskustor zur Altstadt, die im israelisch besetzten Ostteil Jerusalems liegt, der in den vergangenen Monaten häufiger Schauplatz von Gewaltakten war. Sicherheitskräfte sperrten den Tatort ab. Nach möglichen Komplizen der Attentäter wird noch gefahndet.

Eine Sprecherin der Polizei berichtete, den Polizistinnen sei das Verhalten der Gruppe verdächtig vorgekommen. Als sie den Ausweis eines der drei Männer kontrollierten, hätten die beiden anderen sie mit Gewehren und mit Messern angegriffen.

Offenbar hätten die Männer einen schwereren Anschlag geplant, der durch die Aufmerksamkeit der Grenzpolizei verhindert worden sei, ergänzte die Sprecherin unter Verweis auf die gefundenen Sprengkörper. Die Überprüfung der Papiere der getöteten Angreifer habe ergeben, dass die drei 19 und 20 Jahre alten Männer aus der Nähe von Dschenin im Norden des Westjordanlands kamen.

Der Angriff war der folgenschwerste in Jerusalem seit dem 23. Dezember, als bei einem Anschlag am Jaffator zur Altstadt zwei Israelis starben. Einer wurde von zwei Palästinensern erstochen, der andere von einer fehlgeleiteten Polizeikugel tödlich getroffen.