Kurz vor Ende seiner Amtszeit kommt US-Präsident Barack Obama noch einmal nach Deutschland. Er werde am 17. und 18. November in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Staats- oder Regierungschefs von Frankreich, Italien und Großbritannien zusammentreffen, teilte das US-Präsidialamt mit. Obama wolle die Krisen in Syrien und der Ukraine sowie den Kampf gegen die Extremistengruppe "Islamischer Staat" besprechen.

Der bereits sechste Besuch Obamas in Deutschland unterstreiche die besondere Bedeutung der beiderseitigen Beziehungen. In Berlin sagte eine Regierungssprecherin, der Besuch sei eine wichtige Gelegenheit, die starke Partnerschaft und Freundschaft zwischen beiden Ländern zu demonstrieren und die Vitalität der transatlantischen Beziehungen hervorzuheben.

Vor Deutschland besucht Obama am 15. November Griechenland, wo unter anderem ein Treffen mit Regierungschef Alexis Tsipras geplant ist. Dort wolle er seine Unterstützung dafür bekräftigen, dass die griechische Wirtschaft auf "den Pfad einer nachhaltigen und erneuten Erholung" gelangt. Auch das Engagement der griechischen Regierung in der Flüchtlingskrise will der US-Präsident würdigen. Es ist das erste und wohl letzte Mal, das Obama in seiner Amtszeit das Land besucht.

Obama war zuletzt im April in Deutschland. Während eines Besuchs der Hannover Messe hatte er den Europäern in einer emotionalen Ansprache ins Gewissen geredet. Er erinnerte sie an die Errungenschaften der Europäischen Union und mahnte sie zu mehr Zuversicht. Obamas Teilnahme am Nato-Gipfel in Warschau im Juli hatte dann als sein letzter Besuch Europas als amtierender Präsident gegolten. Mit einer neuerlichen Europareise Obamas war nicht mehr gerechnet worden. Am 8. November wählen die US-Amerikaner einen neuen Präsidenten, im Januar scheidet Obama aus dem Amt.