Was wird diese Woche wichtig – so heißt das gemeinsame Audioformat von ZEIT ONLINE und detektor.fm zum Wochenstart. Jeden Montagvormittag analysieren und kommentieren Kollegen von ZEIT ONLINE im Gespräch mit den Moderatoren des Internetradios die großen politischen und gesellschaftlichen Themen der Woche – um 8.45 Uhr live auf detektor.fm und anschließend hier zum Nachhören.

Der SPD geht es mit Kanzlerkandidat Martin Schulz richtig gut, die Aufmerksamkeit ist hoch, in ersten Umfragen profitierten die Sozialdemokraten von ihrem Spitzenkandidaten, der am Sonntag eine erste große Rede in der Parteizentrale hielt und danach in der ARD-Sendung Anne Will auftrat. Doch kann der ehemalige Präsident des EU-Parlaments den Schub bis in die Bundestagswahl im September tragen? Inhaltlich bietet Schulz bis jetzt klassisches sozialdemokratisches Programm um Schlagworte wie Gerechtigkeit, Löhne und die hart arbeitenden Menschen im Land.

Eine Woche vor dem Versöhnungsgipfel zwischen CDU und CSU hat sich Horst Seehofer dazu durchgerungen, Angela Merkel seine Unterstützung zuzusichern. Sicherlich auch eine Reaktion auf die hohe Aufmerksamkeit, die in den vergangenen Tagen auf dem Merkel-Gegner Schulz lag.

Bevor sich Merkel allerdings mit Seehofer trifft, reist die Kanzlerin in dieser Woche noch nach Ankara, um mit der türkischen Regierung über den Flüchtlingsdeal zu sprechen.

Und international haben die französischen Sozialisten mit Benoît Hamon einen echten Linken zu ihrem Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl im April gewählt. Hamon, der sich unter anderem für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt, hat Manuel Valls geschlagen und soll die zerstrittenen Sozialisten vereinen. Umfragen sehen für die Sozialisten hingegen nur geringe Chancen, über die erste Runde der Präsidentschaftswahlen hinaus erfolgreich zu sein.


SPD - Der noch unkonkrete Kandidat Martin Schulz will in das Kanzleramt einziehen, doch warum sollen wir ihn wählen? Eine vorläufige Suche nach Antworten. © Foto: ZEIT ONLINE