Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall des vor knapp eineinhalb Jahren wegen Hinweisen auf einen Terroranschlag abgesagten Fußballländerspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover eingestellt. Es habe in der Sache "keine weiterführenden Erkenntnisse" gegeben, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Nach der Absage war zwischenzeitlich ein junger Deutsch-Syrer verdächtigt worden, der im Stadion als Ordner arbeitete. Er hatte im Stadion Filme von sich selbst mit islamistischem Inhalt gedreht. Die Vorwürfe bestätigten sich allerdings nicht. Der Mann war später allerdings als Mitwisser im Fall der 15-Jährigen Islamistin Safia S. zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. S. hatte in Hannover einen Polizisten mit einem Messer attackiert.

Das Länderspiel sollte am 17. November stattfinden. Die Absage erfolgte 90 Minuten vor Anpfiff. Der Verfassungsschutz hatte damals den Hinweis bekommen, dass mindestens fünf Attentäter im Stadion und im öffentlichen Nahverkehr Anschläge verüben wollten. Der Anführer wollte demnach die Explosionen im Stadion filmen.

Der Hinweis soll von einem israelischen Geheimdienst gekommen sein. Die Ermittler erfuhren auch den Namen eines angeblichen Mitglieds der Gruppe. Eine Person mit diesem Namen konnten sie jedoch nicht ausfindig machen.