Nato-Gipfel - Braucht Deutschland eigene Atomwaffen?

Europäische oder gar deutsche Atomwaffen? Noch vor wenigen Monaten wäre allein der Gedanke absurd erschienen, schließlich stehen Deutschland und Europa unter dem atomaren Schutz der USA. Konkret bedeutet das: Ein Land, das Deutschland oder einen anderen Nato-Mitgliedsstaat angreift, muss mit einem Atomwaffenangriff der US-Amerikaner rechnen.

An dieser Garantie gibt es wachsende Zweifel, schließlich hat US-Präsident Donald Trump die Nato schon als "obsolet" bezeichnet. Sein Verteidigungsminister James Mattis hat den europäischen Nato-Partnern im Februar ein Ultimatum gestellt: Sollten sie nicht vor Ablauf des Jahres einen Plan haben, wie sie die bereits zugesagte Erhöhung der Rüstungsausgaben umsetzen wollen, würden die USA ihr Engagement für das Bündnis reduzieren. Mit dem Entzug der nuklearen Teilhabe haben zwar weder Mattis noch Trump gedroht, doch manche Beobachter trauen dem neuen US-Präsidenten auch das zu.

Noch wird die Debatte über deutsche oder europäische Atomwaffen verklausuliert geführt. So gibt der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Karl-Heinz Kamp, zu bedenken, dass auch britische und französische Atomwaffen zur Abschreckung beitragen würden. "Ob das reicht, darüber müssten wir nicht-nuklearen Staaten uns selber einig werden."

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