Gespräche können schwer und schmerzhaft sein. Jeder, der eine Beziehung führt oder Freundschaften pflegt, weiß das. Genauso schmerzhaft aber kann es sein, wenn ein Gespräch gar nicht mehr stattfindet. Weil beide Seiten nicht mehr wissen, wie das geht: einander zuhören. 

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass eine solche Sprachlosigkeit auch in unserer Gesellschaft um sich greift. Deshalb starten wir im Rahmen unseres neuen Sonderressorts #D17 ein Experiment: das Projekt "Deutschland spricht".

Am Sonntagnachmittag des 18. Juni wollen wir Deutschland mit sich ins Gespräch bringen. Ein offener Austausch gegensätzlicher Ansichten und Argumente in einem echten Zwiegespräch. Von Angesicht zu Angesicht, überall in Deutschland. Nicht Politiker, sondern am liebsten Sie und ein anderer Leser oder eine andere Leserin von ZEIT ONLINE ganz in Ihrer Nähe.

Ab sofort werden Sie hier und auf vielen Seiten von ZEIT ONLINE fünf politische Grundsatzfragen finden, die sie mit Ja oder Nein beantworten können. Wenn Sie das tun und uns auch Ihre Postleitzahl mitteilen, werden wir nach jemandem suchen, der möglichst in Ihrer Nähe wohnt. Einem Menschen, der ebenso wie Sie Lust hat, mit jemandem zu sprechen, der über die gleichen Themen ganz anders denkt. 

Bitte wählen Sie eine Option.
Danke, und willkommen bei „Deutschland spricht“
Viele unserer Leser sind in dieser Frage anderer Meinung als Sie. Wir würden Ihnen gerne noch vier weitere Fragen stellen:
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte wählen Sie eine Option.
Und jetzt?
Sie haben uns Ihre Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen genannt. Viele Teilnehmer sind aber bei genau diesen Themen ganz anderer Meinung als Sie. Würden Sie gerne wissen, warum? Dann treffen Sie sich doch einfach!
Lernen Sie am Sonntag, den 18. Juni zwischen 15 und 18 Uhr eine Leserin oder einen Leser von ZEIT ONLINE aus Ihrer Region kennen, der oder die anders denkt als Sie. Machen Sie mit bei „Deutschland spricht!“. Worum geht es? Wir haben nicht zuletzt von den USA gelernt, dass demokratische Gesellschaften sich spalten können. Im schlimmsten Fall verlernen sie, miteinander zu reden. Dann versteht die eine Seite die andere nicht mehr, und beide Seiten tendieren dazu, immer bedingungsloser an Ihren Positionen festzuhalten und immun gegen Argumente zu werden. Wir wollen an einem Tag in diesem Jahr politische Gegner wieder miteinander ins Gespräch bringen. Ein offener Austausch der Argumente in einem echten Zwiegespräch. Von Angesicht zu Angesicht, überall in Deutschland. Wenn Sie dabei sein wollen, können sie sich jetzt anmelden. Wir werden wir für Sie dann in den kommenden Wochen einen Gesprächspartner in Ihrer Region suchen, mit dem Sie sich treffen können.
+ alles anzeigen
Damit wir eine Gesprächspartnerin oder einen Gesprächspartner für Sie finden können, beantworten Sie uns bitte einige Fragen.
Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Bitte wählen Sie eine Option.
Bitte geben Sie eine gültige Postleitzahl ein.
Fast geschafft ...
Ihre Anmeldung für „Deutschland spricht“ ist fast fertig. Damit ihr Gesprächspartner einen ersten Eindruck von Ihnen machen kann, erzählen Sie doch noch ein wenig von sich:
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte geben Sie eine gültige Handynummer ein.
Vielen Dank! Wir melden uns, sobald wir einen Gesprächspartner für Sie gefunden haben.

Wenn unser Plan aufgeht, werden sich am 18. Juni um 15 Uhr Atomkraftgegner und Befürworter, Eurobefürworter und Skeptiker, Merkel-Gegner und Flüchtlingshelfer zum Gespräch treffen. Unsere Hoffnung: Sie werden die eine oder andere interessante Stunde verbracht und vielleicht etwas über Ihr Gegenüber und seine Ansichten herausgefunden haben. Es wäre uns eine Freude, Deutschland mit sich ins Gespräch zu bringen.

Das ist schon alles, was wir wollen. Warum? Wir sehen in den wachsenden Verständigungsproblemen eine der größten Gefahren für unsere Gesellschaft. Viel zu oft zählen Argumente nicht mehr, werden in den hermetischen Filterblasen und nicht im direkten Gespräch zerpflückt. Wer aber von seinem Gegenüber anhand so knapper Informationen schon zu wissen glaubt, was ihn in Wahrheit antreibt, dem geht die Möglichkeit des Austauschs und der Erkenntnis verloren. Denn natürlich gibt es auch das: patriotische Umweltschützer; Europabegeisterte, die sich um die Zuwanderung sorgen; Wirtschaftsliberale, denen der soziale Zusammenhalt wichtig ist. Die letzten zwei Jahre mögen bei manchen den Eindruck erweckt haben, dass es nur noch Gegner und Befürworter des Systems gäbe, Eliten und Abgehängte, Gutmenschen und Wutbürger. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen herausfinden, wie es wirklich ist.

Wohin die Sprachlosigkeit führt, haben zuletzt die USA und Großbritannien gezeigt. Auch wenn Deutschland bislang bei Weitem nicht so polarisiert ist: Wenn die Menschen nicht mehr diskutieren, sondern sich voneinander abwenden, dann verändert das etwas in unserem Land. Nicht zum Guten.

Deswegen: Beantworten Sie gerne die Fragen, melden Sie sich an – und treffen Sie jemanden, der ganz anders denkt als Sie. Am 18. Juni bei "Deutschland spricht".

Alle von Ihnen übermittelten Informationen nutzen wir ausschließlich für dieses Projekt. Die angegebenen Telefonnummern nutzen wir lediglich dazu, die Existenz der Personen sicherzustellen. Weder Ihre Telefonnummer noch Ihre E-Mail-Adresse wird ohne Ihre Einwilligung weitergegeben. Wenn wir einen Gesprächspartner für Sie ermittelt haben, werden Sie anhand seiner oder ihrer Angaben Gelegenheit haben, einem Kontakt zuzustimmen oder ihn abzulehnen.