Nach dem US-Repräsentantenhaus hat auch der Senat den Kompromiss zum Haushaltsstreit mit großer Mehrheit angenommen. 79 Senatoren stimmten für das Haushaltsgesetz, das Finanzmittel in Höhe von rund 1,16 Billionen Dollar (1,06 Billionen Euro) bewilligt. 18 Senatoren votierten dagegen. Damit fehlt nur noch die Unterschrift von Präsident Donald Trump. Er muss das Gesetz vor Ablauf der Frist am Freitag um Mitternacht unterzeichnen.

Demokraten und Republikaner hatten sich in der Nacht zum Montag im Haushaltsstreit geeinigt. Bei dem Kompromiss wurde auch beschlossen, dass es – zumindest vorerst – kein Geld für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gibt. Die Mauer ist ein zentrales Wahlkampfversprechen von Präsident Trump. Daneben wurden auch zahlreiche weitere Zusagen Trumps vorerst verschoben.

Mit dem Kompromiss im Kongress ist die Finanzierung der US-Regierung bis Ende September gesichert. Ein drohender government shutdown, ein erzwungener Regierungsstillstand, wurde damit abgewendet.

Am Dienstag hatte sich Trump überraschend für einen Regierungsstillstand ausgesprochen. "Unser Land braucht einen guten 'Stillstand' im September, um das Chaos zu beseitigen", schrieb Trump via Twitter. In späteren Äußerungen bezeichnete er den Kompromiss dann aber wieder als "klaren Gewinn" für die US-Bevölkerung.

2013 hatte der seit Jahren schwelende Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern den ersten government shutdown seit Mitte der neunziger Jahre zur Folge. Wegen der fehlenden Haushaltsgrundlage standen Teile der Bundesverwaltung 16 Tage lang still.