Debatte Soll der Westen aus Afghanistan abziehen?

Ein Pro und Kontra zum Truppenabzug aus dem Hindukusch von Ulrich Ladurner und Josef Joffe

Zu der Frage, ob der Westen sein militärisches Engagement in Afghanistan wirklich beenden sollte, schrieb  Ulrich Ladurner vor zwei Wochen in der ZEIT: Die falsche Wahl. Der Westen stößt in Afghanistan an seine Grenzen: Militärisch, politisch und kulturell. Er sollte seine Truppen abziehen.

In der Ausgabe darauf veröffentlichte Josef Joffe seine Gründe dafür, warum ein Abzug jetzt nicht der richtige Weg ist: Krieg als Vorsorgeprinzip. Wir müssen in Afghanistan bleiben – zum eigenen Schutz

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Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Militäreinsatz am Hindukusch ab. Was denken Sie dazu? Diskutieren Sie mit!

Sofortiger Abzug - jetzt erst recht! - Afghanistan hat weder die BRD noch die Nato angegriffen; also gibt es auch keinen Einsatzfall!

Freiheitsfreund

In Afghanistan leben Menschen an der Armutsgrenze und daher ist es aber auch unsere Pflicht diesen Menschen zu helfen.

Juzz93

 
Leser-Kommentare
    • mixa
    • 07.09.2009 um 20:06 Uhr

    Schade das die Menschen nicht schlau werden.
    Man muss da nicht hingehen, in den Krieg!
    Für wen kämpft ihr denn?

  1. Die Taliban werden Afghanistan unter ihre Kontrolle bringen und durch den Drogen Handel wieder erstarken. Konsequenz daraus ist das man mit Terroranschlägen im Westen rechnen muss. Und was dann? Was wenn in Berlin, Paris, London, etc. Autobomben explodieren oder sogar noch schlimmeres passiert? Wieder zurück nach Afghanistan?

    Zudem kann niemand voraussagen was nach einem Abzug mit Pakistan passiert, das jetzt schon Probleme im Norden mit den Taliban hat.
    Wie wird der Westen reagieren sollte (die Atommacht) Pakistan von wieder erstarkten islamistischen Fanatikern bedroht werden? Was wenn ein dort Umsturz droht? Wieder zurück nach Afghanistan?

    Afghanistan ist für die Internationale Stabilität entscheidend.
    Wir müssen in Afghanistan bleiben bis es demokratisiert ist und die Taliban besiegt sind! Jeder der dies nicht erkennt und bloß mit inhaltsloser Polemik reagiert (die Linke, oder #1 Argusaugen und #2 mixa) ist aus meiner Sicht ignorant.

    Klar ist aber auch, dass die Regierung endlich den Einsatz als Krieg klassifizieren muss und die Strategie geändert werden muss.

  2. Globale Verantwortung heißt auch globales Handeln in jeder Dimension.
    Im 21. Jahrhundert kann nicht mehr jeder machen, was er will - das gilt für uns, aber auch selbsernannte "Gotteskrieger" jeder Couleur.

    • iDog
    • 07.09.2009 um 21:39 Uhr

    na dann viel spasss beim mienenraeumen herr joffe .

    waeren sie schon mal in afghanistan seit da krieg ist - ich schon - vielleicht sollten sie mal hinfahren und selber mithelfen zivilisten umzubringen ... vielleicht geht ihnen dann endlich ein licht auf anstatt hier herumzutheoretisieren und ihr wimpelchen in den wind zu halten.

    den maechtigen, die diesen krieg brauchen und wollen, sind sie doch auch nur ein kleiner dienstleister - und sie wissen es sogar, warum machen sie sich also die haende so schmutzig ? ah - man macht siech der macht unentbehrlich ? so so . einbildung ist natuerlich auch eine bildung.

    • iDog
    • 07.09.2009 um 21:40 Uhr

    sie wissen ja : man befriedet die welt nicht mit krieg und nach dem eindeutigen ende der geschichte - hier ist die abgeschlossene globalisierung als historische entwicklung zum status quo gemeint - kann es in jeder erdenklichen hinsicht keine rechtfertigung mehr fuer krieg geben ausser einer rein oekonomischen. weder sie noch andere verfechter des krieges sind aber mutig genug dies mit aller zur gebote stehenden serioesitaet auszusprechen, sondern sie heucheln in ideologisch fragwuerdigen denkfiguren pflicht - und vasallentreue oder nur leere parolen einer illusionaeren freiheitlichen gesellschaft, die nicht nur durch die eigenen impliziten siegermythen, die eigene glaubensdorktrin logisch fragwuerdig ist, wenn sie die eigene freiheit am grad der unfreiheit der anderen bemisst, sondern sich zudem einer tradierten und ueberlebeten ueberheblichkeit kolportierenderweise bedient, welche erwiesenermaßen zu den untergehenden weltbilderne der postmoderne zaehlen. lesen sie doch mal ein paar aktuelle denker, anstatt immer nur Carl Schmitt. lesen sie doch auch mal luhman, chomsky, muehlmann, deleuze, sloterdijk , heinsohn & steiger usw.

    • iDog
    • 07.09.2009 um 21:40 Uhr

    sie setzen auf den verlierer, ob sie es nun glauben oder nicht. die USA werden der grosse verlierer des momentanen uebergangs in ein neues weltbild werden. manche, bei ihnen hab ich den eindruck, halten aber bis zum letzten "schuss" die leider nur sysmbolische fahne des irrtums und der arroganz fuer andere hoch. waere es ein echte fahne koennten sie nicht so braesig im sessel parlieren, sonderen muessten wenigstens auch selber mal dafuer schwitzen.

    • iDog
    • 07.09.2009 um 21:41 Uhr

    den krieg predigen und ihn von anderen fuheren lassen ist in meinen augen so ungefaehr das niedertraechtigste was vorstellbar ist. tut mir leid, das so sagen zu muessen, aber mir scheint es die methodik zu sein, wie man menschen fuer die profitinteressen anderer bewust ueber die klinge springen laesst. ein schoener beruf eigentlich, den sie da ergriffen haben. sie sind nicht zu beneiden. wie nennt man sowas ?

    • iDog
    • 07.09.2009 um 21:59 Uhr

    man kann den taliban einiges vorwerfen , aber ehe sie sich hier ueber deren drogenhandel auslassen sollten sie sich besser informieren. die taliban hatten den mohnanbau verboten, die drogenbaronen sassen im gefaengniss. tatsache ist, dass dadurch im finanzsystem der USA einiges und nicht unbedeutendes an leicht "erbeuteten" einnahmen weggebrochen ist. erst nach der US invasion sind die drogenbarone der nordallianz wieder auf freiem fuss, die mohnproduktion ist erst dann zu den sagenhaften 99% der weltproduktion angewachsen und finanziert im moment gut bewacht von bundesdeutschen truppen eben nicht die taliban oder al quaida, sondern den CIA und den amerikanischen und internationalen waffenhandel durch gut angelegte westliche labors im pakistanischen nogoguertel und anderen grenzgebieten afghanistans. es gibt quellen, die daruaf hinweisen, dass die fertige heroinproduktion mit natomaschinen ueber den kosovo und neuerdings auch ueber frankreich in den golden westen gelangt.

    tragisch dabei ist zudem nicht nur der fakt an sich, sondern auch noch, dass natuerlich die afghanischen bauern fuer ihre arbeit auf den plantagen fast nichts bekommen - ist ja klar oder ? - sondern der meiste gewinn in den westlichen industrie staaten durch die drogenindustrie erzeilt wird.

    eine nette begleiterscheinung ist die bemuhung der CSU in deutschland die substituierung von heroin bei ehemaligen suechtigen durch methadon zu verbieten mit dem argument : der staat ist doch kein drogendealer. ...

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