Bundeswehr in Afghanistan Kaum einsatzbereit
Die Bundeswehr soll die Sicherheit im Norden Afghanistans gewährleisten. Doch für den gefährlichen Einsatz fehlen den Streitkräften Kampfhubschrauber und Panzer
© Andreas Rentz/Getty Images

Kaputte Fahrzeuge, fehlerhafte Hubschrauber – in Afghanistan muss die Bundeswehr nicht nur gegen Taliban, sondern auch mit schlechter Ausrüstung kämpfen
Der deutsche Oberst Georg Klein traf in Afghanistan eine fatale Fehlentscheidung. Er befahl eine Bombardierung, bei der neben zahlreichen Taliban-Kämpfern mindestens 40 Zivilisten starben. Doch diese Fehlentscheidung könnte am Ende auch an der Bundeswehrausrüstung in Afghanistan liegen – denn diese scheint für den schwierigen Einsatz nicht auszureichen.
Oberst Klein gab amerikanischen Kampfjets den verhängnisvollen Befehl, in der Nacht zum 4. September in der Nähe von Kundus zwei von Taliban entführte Tanklaster zu bombardieren. Seine Entscheidung fällte er mithilfe von amerikanischen Aufklärungsbildern. Seine Soldaten rückten nicht aus der Kaserne aus, um die Tanklaster selber in rund sechs Kilometer Entfernung aufzuklären. Einen Einsatz von Bodentruppen schloss Klein wohl auch aus, weil nicht genügend schwer gepanzerte Fahrzeuge zur Verfügung standen. Die schlagkräftigsten Einheiten seien in der Anti-Taliban-Mission Aragon gebunden gewesen, sagten Offiziere der Süddeutschen Zeitung. Aragon ist eine gemeinsame Offensive von afghanischen und deutschen Soldaten, die rund 60 Kilometer von Kundus entfernt abläuft.
Und so konnte Oberst Klein auch keine Schützenpanzer vom Typ Marder einsetzen. Der Sprecher des Verteidigungsministers, Thomas Raabe, sagte, dass "bestimmte Fähigkeiten" nicht zur Verfügung standen. Der Marder ist die stärkste und schwerste Waffe, welche die Bundeswehr in Afghanistan einsetzen kann. Die Schützenpanzer wurden erst vor Kurzem nach Kundus verlegt, um der schlechter werdenden Sicherheitslage zu begegnen.
Lange Zeit hatte das Verteidigungsministerium auf schweres Kriegsgerät verzichtet. Die Bundeswehr führe keinen Krieg, beteuert Verteidigungsminister Franz Josef Jung immer wieder. Sein Amtsvorgänger und Parteifreund Volker Rühe kritisierte, dass das Ministerium in Afghanistan auf schwere Waffen verzichte, weil diese zu kriegerisch aussehen. "Wir sollten über bessere Ausrüstung nachdenken", sagte Rühe dem Spiegel.
Zu kriegerisch sind wohl auch schwere Panzer vom Typ Leopard II oder Artilleriegeschütze wie die Panzerhaubitze 2000, die in Afghanistan nicht verwendet werden. Die Bundesregierung hat zudem rund 20 Leopard-Panzern den Kanadiern für die ISAF-Mission ausgeliehen.
Ein Einsatz der Panzerhaubitze wäre mit dem aktuellen Mandat kaum möglich. Wenn die Bundeswehrcamps mit Raketen oder Mörsern beschossen werden, dürfen die deutschen Soldaten das Feuer mit schweren Waffen sowieso nicht erwidern – den Einsatz von Artillerie gibt das Mandat nicht her. Der Marder, der seit 30 Jahren von der Bundeswehr eingesetzt wird, soll im kommenden Jahr durch den Puma abgelöst werden. Doch ob der Schützenpanzer der neuen Generation rechtzeitig ausgeliefert wird, ist fraglich. Der Bundesrechnungshof beklagte bereits Mängel bei Motor, Getriebe und Fahrwerk.
Nicht nur die Panzer zeigen Schwächen in Afghanistan. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel zitierte jüngst aus vertraulichen Bundeswehrpapieren: Wegen "fehlender Ersatzteilversorgung und unzureichender Instandsetzungskapazitäten" stünden Dingo- und Wolf-Geländewagen "zum Teil mehrere Wochen" nutzlos herum. Die Flotte von 700 gepanzerten Fahrzeugen sei insgesamt "mangelhaft".
Und damit ist die Mängelliste noch lange nicht am Ende. Auch Kampfhubschrauber fehlen der Truppe am Hindukusch. Der neue Hubschrauber vom Typ Tiger, der mit großem Tam Tam vorgestellt wurde, scheint für den Einsatz in Afghanistan nicht geeignet zu sein. Die Maschine wurde noch zu Zeiten des Kalten Krieges entworfen und sollte zur Abwehr feindlicher Panzer dienen. Der Bundesrechnungshof kritisierte das Projekt bereits vor Jahren: der Tiger flöge zu langsam. Der Hersteller Eurocopter besserte nach, doch nun stellte die französischen Streitkräfte fest: Das Getriebe des Tigers ist zu schwach für die extremen Höhenlagen in Afghanistan und kommt zudem mit dem heißen Klima nicht zurecht. Die Bundeswehr kündigte an, ein Dutzend Maschinen nachzurüsten.
- Datum 16.09.2009 - 16:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Wenn man die Schlagzeile isoliert betrachtet, klingt das wie eine gute Nachricht. Noch lieber wäre mir (und der Mehrheit unserer Landsleute) 'Nicht Einsatzbereit'
WAs haben die NATO - Truppen denn durch ihren Überfall auf Afghanistan bewirkt?
DDas Land wurde in einem menschenverachtenden Flächenbombardement dem Erdboden gleichgemacht, wurde nahezu flächendeckend vermint und auf Jahrhunderte mit Uranmunition verseucht. Sämtliche Infrastruktur ist zerstört. In der anschließenden gewaltsamen Besatzung starben und sterben täglich Zivilisten. Dagegen war es unter den Taliban vergleichsweise friedlich.
Und woran es der Bundeswehr fehlt, sind nicht mehr und härtere Waffen, sondern am Marschbefehl zurück nach Deutschland! Es wurde schon genug Unheil angerichtet.
Ja der böse Westen.
Da lässt man ja gerne weg, dass die Sowjetunion eigentlich ganze Landstriche mit Minen "verschönert" und Uranmonition verwendet hat.
Gern dreht man ja auch die Opferzahlen gerne rum.
Wissen Sie eigentlich wie viele Christen durch die Machtergreifung der Taliban umgekommen sind?
Nein?! Also bitte kritisieren Sie NICHT die Besatzungspolitik der Amerikaner!
"DDas Land wurde in einem menschenverachtenden Flächenbombardement dem Erdboden gleichgemacht, wurde nahezu flächendeckend vermint und auf Jahrhunderte mit Uranmunition verseucht."
Nach der sowjetischen Besatzung, den Kämpfen der Taliban gegen die lokalen Warlords und der Taliban-Herrschaft war das schon vorher so.
"Sämtliche Infrastruktur ist zerstört."
Was für eine Infrastruktur? Waren Sie mal in Afghanistan?
"In der anschließenden gewaltsamen Besatzung starben und sterben täglich Zivilisten. Dagegen war es unter den Taliban vergleichsweise friedlich."
Na klar, unter den Taliban war es friedlich. Und morgen kommt der Weihnachtsmann? Bitte sprechen Sie doch mal mit einem Afghanen.
Ja der böse Westen.
Da lässt man ja gerne weg, dass die Sowjetunion eigentlich ganze Landstriche mit Minen "verschönert" und Uranmonition verwendet hat.
Gern dreht man ja auch die Opferzahlen gerne rum.
Wissen Sie eigentlich wie viele Christen durch die Machtergreifung der Taliban umgekommen sind?
Nein?! Also bitte kritisieren Sie NICHT die Besatzungspolitik der Amerikaner!
"DDas Land wurde in einem menschenverachtenden Flächenbombardement dem Erdboden gleichgemacht, wurde nahezu flächendeckend vermint und auf Jahrhunderte mit Uranmunition verseucht."
Nach der sowjetischen Besatzung, den Kämpfen der Taliban gegen die lokalen Warlords und der Taliban-Herrschaft war das schon vorher so.
"Sämtliche Infrastruktur ist zerstört."
Was für eine Infrastruktur? Waren Sie mal in Afghanistan?
"In der anschließenden gewaltsamen Besatzung starben und sterben täglich Zivilisten. Dagegen war es unter den Taliban vergleichsweise friedlich."
Na klar, unter den Taliban war es friedlich. Und morgen kommt der Weihnachtsmann? Bitte sprechen Sie doch mal mit einem Afghanen.
...also ab nach Hause! Weil es die Mehrheit so will!
Dieser Bericht strotzt vor offensichtlichen Fehlentwicklungen, Fehlplanungen und unnützer Beschaffung. Da haben Bundesregierungen Milliarden an Steuergeldern für ungeeignetes Kriegsspielzeuge verpulvert;
Geld, das sinnvoller in die Bildung gesteckt worden wäre.
So ironisch es klingt, aber von besser ausgebildeten Ingenieuren hätten sogar die Jungs bei Eurocopter profitieren können...
Ja der böse Westen.
Da lässt man ja gerne weg, dass die Sowjetunion eigentlich ganze Landstriche mit Minen "verschönert" und Uranmonition verwendet hat.
Gern dreht man ja auch die Opferzahlen gerne rum.
Wissen Sie eigentlich wie viele Christen durch die Machtergreifung der Taliban umgekommen sind?
Nein?! Also bitte kritisieren Sie NICHT die Besatzungspolitik der Amerikaner!
also soviel ich weiss wurde uranmunition zum ersten mal im irakkrieg 1991 eingesetzt und zwar vom einem verbrecherischen und voelkerrechtswidrig handelnden verein namens NATO
ausserdem glaube ich das mit ueber 1.5 Mio Toten im iRak und Afhganistn die Taliban die von den USA ausgebildet worden sind...und dren Fuehrung zuvor von den Amis in SIherheit gebracht wurde da nicht mithalten koennen...
jungschen informiere dich bevor du hier herumquacksalberst
also soviel ich weiss wurde uranmunition zum ersten mal im irakkrieg 1991 eingesetzt und zwar vom einem verbrecherischen und voelkerrechtswidrig handelnden verein namens NATO
ausserdem glaube ich das mit ueber 1.5 Mio Toten im iRak und Afhganistn die Taliban die von den USA ausgebildet worden sind...und dren Fuehrung zuvor von den Amis in SIherheit gebracht wurde da nicht mithalten koennen...
jungschen informiere dich bevor du hier herumquacksalberst
Ohne mich an der Diskussion zu Krieg/Kampf/Hilfseinsatz oder Marschbefehlen einmischen zu wollen - wie kann es sein, das Deutschland weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur ist (http://tinyurl.com/phbym3), aber seine eigenen Bundeswehr nur mit Mist ausstatten kann?
Meine Meinung: Unverantwortlich - und zwar gegenüber unserern Soldaten!
Weil die Bundeswehr eine im internationalen Vergleich lachhaften Etat hat und diesen dann auch noch zum Fenster raus wirft. Man schaue sich nur die Lieferzeiten des bestellten Geräts an 10 bis 30 Jahre. Bei der heutigen technischen Entwicklung unverantwortlich. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, das bei der Vergabe der Aufträge Vitamin B eine große Rolle spielt.
@Peschelero: Haben Sie sich mal die Preise von dem Zeug angeschaut das exportiert wird? Das kann sich unsere Bundeswehr doch gar nicht leisten.
Weil die Bundeswehr eine im internationalen Vergleich lachhaften Etat hat und diesen dann auch noch zum Fenster raus wirft. Man schaue sich nur die Lieferzeiten des bestellten Geräts an 10 bis 30 Jahre. Bei der heutigen technischen Entwicklung unverantwortlich. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, das bei der Vergabe der Aufträge Vitamin B eine große Rolle spielt.
@Peschelero: Haben Sie sich mal die Preise von dem Zeug angeschaut das exportiert wird? Das kann sich unsere Bundeswehr doch gar nicht leisten.
Von den Truppen, die ich kannte, kam auch nur ein Teil bei Gefechtsalarmierungen überhaupt aus dem Objekt.
Ursache waren meist technische Defekte oder eben "besoffene" Kraftfahrer, jedenfalls wenn eine Alarmierung gleich nach dem Urlaub erfolgte.
Geschraubt und geputzt wurde zwar viel, aber gefahren ist die Technik kaum - sie hat sich einfach tot gestanden.
Auch hier machten die Mangelwirtschaft und das fehlende Geld keinen Bogen um die Streitkräfte, mal abgesehen von ein paar "Vorzeige-Einheiten".
Für die Ehren-Parodien zum 7. Oktober gab es dann genug Geld - für die Farbe, den vielen Sprit für das Training und den Transport dieser "Maschinerie".
Oft haben wir gespöttelt, dass die Farbe allein schon jede Kugel von der Panzerung fernhält - so dick war die stellenweise schon drauf, auch auf den Reifengummis.
Was die Bundeswehr in Afghanistan betreibt, dass ist die sogenannte "Waffenwälzung" - denn das Material muss ja irgendwann einmal erneuert werden.
Eine Verschrottung in Deutschland kommt wesentlich teurer - in Afghanistan erledigen das eben andere.
Wobei ich mir auch wünsche, dass das Land endlich zur Ruhe kommen sollte.
Solange aber dort unschuldige Menschen sterben, solange hilft dort keine Armee - im Gegenteil:
Solche Aktionen treiben nur noch den Hass all jener in die Höhe, die davon betroffen sind und treiben diese direkt dorthin, wo sie eigentlich niemand haben möchte:
Sie werden zum Feind - einen 2-Fronten-Krieg kann aber keine Armee gewinnen.
Also: Raus damit!
Weil die Bundeswehr eine im internationalen Vergleich lachhaften Etat hat und diesen dann auch noch zum Fenster raus wirft. Man schaue sich nur die Lieferzeiten des bestellten Geräts an 10 bis 30 Jahre. Bei der heutigen technischen Entwicklung unverantwortlich. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, das bei der Vergabe der Aufträge Vitamin B eine große Rolle spielt.
@Peschelero: Haben Sie sich mal die Preise von dem Zeug angeschaut das exportiert wird? Das kann sich unsere Bundeswehr doch gar nicht leisten.
hier auch: wenn die bösen Jungs kommen, müssen wir auch hinter den nächsten Busch kriechen und die Amerikaner, nein, die Polizei anrufen.
Oberst Klein hat sich ganz im Sinne des Bundeszivilcouragetrainers verhalten: er hat heimlich telefoniert. Dass die Amerikaner so grob mit den Taliban umgehen, konnte ja keiner wissen. Ein paar Sozialstunden hätten es doch auch getan.
"Der deutsche Oberst Georg Klein traf in Afghanistan eine fatale Fehlentscheidung. Er befahl eine Bombardierung, bei der neben zahlreichen Taliban-Kämpfern mindestens 40 Zivilisten starben."
Ihnen ist doch aber bewußt, daß die Untersuchungen zu dem Fall noch laufen? Wenn Sie im Brustton der Überzeugung die Entscheidungen des Oberst Klein verurteilen, so scheinen Sie Informationen zu haben, über die weder Staatsanwaltschaft noch Bundeswehr verfügen. Oder ist es einfach so, daß Sie ungeprüft die Taliban-Propaganda bzw. die Vorverurteilungen von amerikanischer und französischer Seite übernehmen? Zur Information: Der französische Außenminister Kouchner hat sich für seine Kritik an der Entscheidung von Klein bereits offiziell entschuldigt.
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