Bomben auf Tanklaster Die Bundeswehr rechtfertigt sich

Der Luftangriff auf zwei gekaperte Tanklaster sollte angeblich einen Selbstmordanschlag verhindern. Sowohl Nato als auch UN wollen den Bundeswehr-Befehl prüfen.

"Wir gehen davon aus, dass die entführten zivilen Tanklaster in Richtung des Bundeswehrlagers gebracht werden sollten, um durch ein Selbstmordattentat größtmöglichen Schaden anzurichten", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walter Kossendey, der Nordwest-Zeitung. Deshalb sei die Bundeswehr so intensiv vorgegangen und habe Luftunterstützung angefordert.

Die Bundeswehr hatte in der Nacht zum Freitag den Luftangriff auf die Tanklaster angefordert. Der Feuerbefehl kam von einem Bundeswehroffizier, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin bestätigte. Eine Eskalation dieses Ausmaßes hat es in dem Verantwortungsbereich der Deutschen in Afghanistan laut Verteidigungsministerium noch nicht gegeben.

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Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) verteidigte den Einsatz. An der Darstellung seines Ministeriums, es seien keine Zivilisten ums Leben gekommen, kamen allerdings Zweifel auf. Zahlreichen Medienberichten zufolge ist diese Darstellung nicht aufrechtzuerhalten. Die Nato dränge die Bundeswehr dazu, ihre Informationspolitik diesbezüglich zu ändern.

Neben Experten der Nato soll auch ein Team der Vereinten Nationen den Luftangriff mit Dutzenden Toten untersuchen. "Wir müssen prüfen, was geschehen ist und warum der Angriff erfolgte, obwohl Opfer unter Zivilisten nicht mit Sicherheit auszuschließen waren", sagte der stellvertretende UN-Beauftragte für Afghanistan, Peter Galbraith, am Freitagabend. Zuvor hatte bereits Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen eine Untersuchung angekündigt.

Um die Frage, wie viele Zivilisten beim einem gestrigen Luftangriff der Nato in Afghanistan gestorben sind, ist innerhalb des Militärbündnisses ein Streit entbrannt. Die Bundeswehr gibt an, dass bei der Attacke von Jets der Isaf-Truppen auf zwei Tanklastzüge in der Region Kundus neben Aufständischen keine Zivilisten ums Leben gekommen seien. Sie bewertet trotz zahlreicher gegenteiliger Angaben den Militärschlag als Erfolg. Doch nun dränge auch die Nato die Bundeswehr, von ihrer bisherigen Informationspolitik Abstand zu nehmen, berichten Kölnische Rundschau und Stuttgarter Nachrichten unter Berufung auf Nato-Kreise.

"Unbeteiligte sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Schaden gekommen", teilte die Bundeswehr mit. "Bei anwesenden Zivilisten hätte der Luftangriff nicht stattfinden dürfen." Den Journalisten "im warmen Sessel in Berlin" möge die kurze Zeit zwischen Kaperung und Luftangriff ein Hinweis sein, ob "mitten in der Nacht größere Menschenmengen" zusammenkommen könnten, sagte ein Sprecher. Er reagierte empört auf die Kritik an dem Einsatz.

Es widerspreche allen Erfahrungen, dass sich 50 Aufständische um zwei Tanklaster versammelten, heißt es in den Berichten unter Berufung auf andere Quellen. Die Taliban wissen, dass ihnen vor allem Gefahr aus der Luft droht: Amerikanische Drohnen feuern immer wieder Raketen auf Aufständische ab, auch mit Kampfhubschraubern und Flugzeugen bekämpft die Nato die Extremisten.

Zur Opferzahl gibt es unterschiedliche Angaben. Die afghanische Regierung, die afghanische Armee und die Taliban sprechen von mindestens 90 Toten. "Unschuldige
Zivilisten sollten bei Militäroperationen nicht getötet oder verwundet werden", sagte Präsident Hamid Karsai. Auch der Gouverneur der Provinz, Mohammed Omar, nannte 90 Tote als Opferzahl, darunter lediglich 45 Taliban.

Der Angehörige eines Opfers aus dem betroffenen Dorf Hadschi Amanullah sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "In der Gegend waren auch Taliban, aber mehr Opfer gibt es unter Zivilisten." Der Mann namens Nadschibullah berichtete, auch sein Cousin sei tot. Insgesamt seien "mehr als 150 Menschen getötet oder verletzt" worden.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte ebenfalls, dass möglicherweise Zivilisten ums Leben gekommen seien. Die Nato bestätigte, dass Luftangriffe geflogen wurden, Bodentruppen seien nicht beteiligt gewesen. Am Morgen hatte die Bundeswehr mitgeteilt, dass keine Zivilisten oder deutsche Soldaten verletzt worden seien. Er kündigte eine Untersuchung an. Ein Team von Ermittlern unter der Leitung eines Admirals der Isaf sei bereits an den Ort des Geschehens geschickt worden. "Das afghanische Volk muss wissen, dass uns alles daran liegt, es zu schützen, und dass wir diesen Vorfall umfassend und umgehend untersuchen werden", sagte Rasmussen in Brüssel.

"Die Isaf bedauert jeden unnötigen Verlust von Menschenleben und ist zutiefst besorgt über das Leid, das diese Aktion unseren afghanischen Freunden bereitet haben könnte", sagte Isaf-Sprecher Eric Tremblay.

Deutlicher formulierte die Kritik an der Bundeswehr der Außenminister Finnlands. Alexander Stubb hat nach dem Luftangriff ein besseres militärisches und ziviles Krisenmanagement gefordert. "Heute war ein sehr trauriger, ein tragischer Tag in Afghanistan", sagte Stubb am Freitag in Stockholm am Rande eines Treffens der EU-Außenminister.

Laut Bundeswehr wollten die Taliban den Treibstoff aus den Lastzügen in den Unruhedistrikt Char Darah bringen und selbst nutzen. Sie schickte eine unbemannte Drohne los, die angeblich 67 Aufständische entdeckte. Gegen 2.30 Uhr Ortszeit habe das Militär diese erfolgreich bekämpft, hieß es am Freitag.

Ein Taliban-Sprecher bestätigte, Aufständische hätten die Tanklastzüge gekapert. Dabei seien die Fahrzeuge in einem Fluss stecken geblieben. Die Taliban öffneten der Schilderung nach daraufhin Ventile, um den Treibstoff abzulassen und die Fahrzeuge wieder flottzumachen.

Daraufhin strömten aus dem nahe gelegenen Dorf etwa 500 Bewohner herbei, um den Treibstoff aufzufangen. Man habe sie vor einem eventuell bevorstehenden Luftangriff gewarnt. Die Menschen seien jedoch an den Fahrzeugen geblieben.

 
Leser-Kommentare
    • ohopp
    • 04.09.2009 um 20:09 Uhr
    1. damit

    ist die Mär vom Deutschen Brunnenbohrer wohl beendet.
    So wie jedem Krieg, kann und darf man der Informationspolitik der Bundeswehr nicht trauen und daran sind keine Veschwörungstheoretiker sondern sie selbst
    schuld.

  1. rm
    Es ist kaum vorstellbar, daß offizielle afghanische Institutionen gleichzeitig die Unwahrheit sagen. Vielmehr geht es jetzt darum, die Schuld zu vertuschen.
    Schuld am Tod vieler Zivilisten, Schuld an vielen Verwundeten.
    Und es ist anzunehmen, daß die Afghanen, die hier ums Leben gekommen sind, wirklich nur über ein Lebensminimum verfügen, sonst würden sie sich wohl niemals so einer Gefahr aussetzen, um etwas Benzin davonzutragen.
    Außerdem besteht Klärungsbedarf: wie kann es sein, daß unser Parlament keine Luftangriffe der Bundeswehr autorisiert und gleichzeitig fordert ein deutscher Offizier Luftangriffe an.
    Vor allem ist es auch völlig unverständlich, steckengebliebene Tanklastzüge zu bombardieren.
    Dabei fällt mir das Photo ein: Highway of Death. Aufgenommen auf dem Rückzug von Saddams Truppen (die sich ergeben hatten) aus Kuwait und die aus der Luft mitsamt Zivilistenkonvois totbombardiert wurden.

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    Es ist was kaum vorstellbar? Daß Märchenerzähler Märchen erzählen?

    Die Schuld am Tod der Tankerfahrer haben ebenso die Kidnapper die ihnen, wie üblich so barbarisch wie unvorstellbar die Köpfe abschnitten, wie auch am Tod der übrigen beim Beschuß durch die Nato umgekommenen.

    Die Taliban sind die gleichen Verführer der Verzweifelten wie die Linke bei uns, ausgezeichnet im Versprechen unhaltbarer Wohltaten, skrupellos in der Duchsetzung ihrer Ziele.

    Es ist was kaum vorstellbar? Daß Märchenerzähler Märchen erzählen?

    Die Schuld am Tod der Tankerfahrer haben ebenso die Kidnapper die ihnen, wie üblich so barbarisch wie unvorstellbar die Köpfe abschnitten, wie auch am Tod der übrigen beim Beschuß durch die Nato umgekommenen.

    Die Taliban sind die gleichen Verführer der Verzweifelten wie die Linke bei uns, ausgezeichnet im Versprechen unhaltbarer Wohltaten, skrupellos in der Duchsetzung ihrer Ziele.

  2. und in Deutschland vor ein Kriegsgericht stellen.

    Die Mörder von der Bundeswehr werden enden wie die Krigsverbrecher der USA, die Vietnam überfielen und 1975 als militärische Versager aus Vietnam rausgeworfen wurden.

    Wir werden uns nicht wundern müssen, wenn die afghanische Bevölkerung sich nun vermehrt gegen ihre Mörder wehrt.

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    massenmörder wow!
    ab wann ist mann den massen mörder?
    lg

    massenmörder wow!
    ab wann ist mann den massen mörder?
    lg

  3. Ist er schon am Abfassen des nächsten Kommentars?
    Ich bin optimistisch, dem Mann wird sicher was ganz gutes enifallen.

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    Ich kann mich noch bestens an sein hochnäsig arrogantes Auftreten im Presseclub zu diesem Thema erinnern. Naja, es wird wohl den durchschnittlich 9-Tage-Medienhype geben, indem er sich evtl. ein bisschen bedeckt hält, um danach in alter Frische weiter zu propagandieren.

    One world, one love!

    Ich kann mich noch bestens an sein hochnäsig arrogantes Auftreten im Presseclub zu diesem Thema erinnern. Naja, es wird wohl den durchschnittlich 9-Tage-Medienhype geben, indem er sich evtl. ein bisschen bedeckt hält, um danach in alter Frische weiter zu propagandieren.

    One world, one love!

  4. Es ist was kaum vorstellbar? Daß Märchenerzähler Märchen erzählen?

    Die Schuld am Tod der Tankerfahrer haben ebenso die Kidnapper die ihnen, wie üblich so barbarisch wie unvorstellbar die Köpfe abschnitten, wie auch am Tod der übrigen beim Beschuß durch die Nato umgekommenen.

    Die Taliban sind die gleichen Verführer der Verzweifelten wie die Linke bei uns, ausgezeichnet im Versprechen unhaltbarer Wohltaten, skrupellos in der Duchsetzung ihrer Ziele.

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    Da kann man ja für unser Land nur auf den Mut der Verzweifelten hoffen -
    wer etwas nachdenkt kann doch die jetzige Regierung nur zum Teufel jagen -

    wenn ich mir anvertrauts Geld verzocke lande ich in der Kiste -

    wenns Banken machen wird das vom Staat mit unserem Geld refinanziert -

    Da wird auch ein Kriegseinsatz zum Hilfseinsatz.

    Was raucht Ihr eigentlich................?

    ... wenn Sie schon die Taliban als "Verführer der Verzweifelten" hernehmen müssen, um eine verschwurbelte Attacke gegen die Linke zu führen ... ja, das zeigt Verzweiflung.

    Die Bundeswehr ist in Afghanistan nicht mit Bonbon-Kanonen für den Karneval ausgerüstet. Da kann es -- wie jetzt mehrmals passiert -- auch zu Verlusten unter der Bevölkerung kommen, die eigentlich nicht gewollt sind. Es stellt sich danach natürlich die Frage, ob ein geplanter Waffeneinsatz noch "humanitäre Hilfe" sein kann, oder nicht doch "Krieg" ist.

    Einige erhellende Einzelheiten zu Berichten und Erklärungen der Regierung über einen früheren BW-Einsatz ausserhalb der deutschen Grenzen erfahren Sie u.a. in der ARD-Dokumentation "Es begann mit einer Lüge - Deutschland im Kosovo 99" (http://www.youtube.com/wa...).

    Und die Taliban? Ich kenne keinen persönlich. Sie scheinen den Vorteil zu haben, alle Taliban zu kennen, wenn Sie so pauschalisieren. Aber Sie kennen ja wohl auch alle Linken: "Die Taliban sind die gleichen Verführer der Verzweifelten wie die Linke bei uns, ausgezeichnet im Versprechen unhaltbarer Wohltaten, skrupellos in der Duchsetzung ihrer Ziele."

    Starker Tobak, die Sprache erinnert mich diffus an eine ehemalige deutsche Regierung und ihre Anführer, die auch ganz groß im Pauschalisieren waren.

    Dass Sie auch die Aussagen der afghanischen Armee und Regierung nicht glauben wollen, ist da schon fast erträglich. Aber immerhin haben Sie ja offensichtlich Hintergrundwissen über den Vorfall: "Die Schuld am Tod der Tankerfahrer haben ebenso die Kidnapper die ihnen, wie üblich so barbarisch wie unvorstellbar die Köpfe abschnitten, wie auch am Tod der übrigen beim Beschuß durch die Nato umgekommenen."

    Wenn sie Zeuge sind und zur Aufklärung beitragen können, müssten Sie sich eigentlich sofort melden und eine Aussage machen!

    Solange denke ich, bis Genaueres von einer unabhängigen (!) Organisation bekannt ist -- etwa über die Anzahl der Toten, Bewaffnung und ihr Alter -- empfiehlt sich vornehmes Schweigen.

    Alles Gute
    Kai Hamann

    Da kann man ja für unser Land nur auf den Mut der Verzweifelten hoffen -
    wer etwas nachdenkt kann doch die jetzige Regierung nur zum Teufel jagen -

    wenn ich mir anvertrauts Geld verzocke lande ich in der Kiste -

    wenns Banken machen wird das vom Staat mit unserem Geld refinanziert -

    Da wird auch ein Kriegseinsatz zum Hilfseinsatz.

    Was raucht Ihr eigentlich................?

    ... wenn Sie schon die Taliban als "Verführer der Verzweifelten" hernehmen müssen, um eine verschwurbelte Attacke gegen die Linke zu führen ... ja, das zeigt Verzweiflung.

    Die Bundeswehr ist in Afghanistan nicht mit Bonbon-Kanonen für den Karneval ausgerüstet. Da kann es -- wie jetzt mehrmals passiert -- auch zu Verlusten unter der Bevölkerung kommen, die eigentlich nicht gewollt sind. Es stellt sich danach natürlich die Frage, ob ein geplanter Waffeneinsatz noch "humanitäre Hilfe" sein kann, oder nicht doch "Krieg" ist.

    Einige erhellende Einzelheiten zu Berichten und Erklärungen der Regierung über einen früheren BW-Einsatz ausserhalb der deutschen Grenzen erfahren Sie u.a. in der ARD-Dokumentation "Es begann mit einer Lüge - Deutschland im Kosovo 99" (http://www.youtube.com/wa...).

    Und die Taliban? Ich kenne keinen persönlich. Sie scheinen den Vorteil zu haben, alle Taliban zu kennen, wenn Sie so pauschalisieren. Aber Sie kennen ja wohl auch alle Linken: "Die Taliban sind die gleichen Verführer der Verzweifelten wie die Linke bei uns, ausgezeichnet im Versprechen unhaltbarer Wohltaten, skrupellos in der Duchsetzung ihrer Ziele."

    Starker Tobak, die Sprache erinnert mich diffus an eine ehemalige deutsche Regierung und ihre Anführer, die auch ganz groß im Pauschalisieren waren.

    Dass Sie auch die Aussagen der afghanischen Armee und Regierung nicht glauben wollen, ist da schon fast erträglich. Aber immerhin haben Sie ja offensichtlich Hintergrundwissen über den Vorfall: "Die Schuld am Tod der Tankerfahrer haben ebenso die Kidnapper die ihnen, wie üblich so barbarisch wie unvorstellbar die Köpfe abschnitten, wie auch am Tod der übrigen beim Beschuß durch die Nato umgekommenen."

    Wenn sie Zeuge sind und zur Aufklärung beitragen können, müssten Sie sich eigentlich sofort melden und eine Aussage machen!

    Solange denke ich, bis Genaueres von einer unabhängigen (!) Organisation bekannt ist -- etwa über die Anzahl der Toten, Bewaffnung und ihr Alter -- empfiehlt sich vornehmes Schweigen.

    Alles Gute
    Kai Hamann

    • jpn
    • 04.09.2009 um 21:06 Uhr

    Ich wundere mich, dass hier nicht noch mehr gezetert wird. Hat jemand echt geglaupt, dass das ewig gut geht, mit dem Helferimage der Bundeswehr.
    Ich frage mich auch, wo denn alle gewesen sind, als im Bundestag über den Kriegseinsatz entschieden wurde. Ich kann mich nicht an große Proteste drinnen wie draussen erinnern. Weder von Schwarz, Grün, Gelb oder Hellrot. Die Warnungen der Dunkelroten sind einfach verhallt, weil sie zumindest im Bundestag keiner mag.

    Es zählen eben keine zivilen Regeln im Krieg. Wenn die Beurteilung der Lage diese taktische Entscheidung als Ergebnis hatte wird sie wohl richtig sein. Denn kein Soldat der Bundeswehr wird aus Spaß einen Luftangriff anfordern, oder?

    Alle die sich hier aufregen sollten sich mal fragen, warum Sie es zugelassen haben, dass unsere Soldaten im Krieg sind. Oder wann haben Sie das letzte mal gegen die Entscheidung des Bundestages protestiert. Nicht die Bundeswehr ist Schuld dass wir dort sind sondern die Volksvertretung. Es gibt einige die bestimmt freiwillig dort sind (wegen des Geldes), aber viele sind dort, weil es befohlen wurde.

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    • keox
    • 05.09.2009 um 1:23 Uhr

    ca 70% der Bevölkerung lehnen diesen Krieg ab.

    Das Parlament ist eine Scheinveranstaltung, hat sich längst willigst entmachten lassen.

    Völlig offensichtlich wurde das angesichts der 'Finanzkrise', als die so genannte Volksvertretung sich wieder einmal als die Vorhaut der Bevölkerungsinteressen erwies, wenn es ernst wird zieht sie sich zurück.

    Das mediale Trommelfeuer für diesen Grundgesetz-widrigen Einsatz läuft unter der Rubrik Heimatfront.

    Wie man das politische Projekt 'Terrorismus' am besten in die Köpfe hämmert, daran arbeiten Think Tanks rund um die Uhr.

    Wo wir schon dabei sind: www.kommunikationskongres...

    Aber es stimmt schon, eine wache, demokratisch gesinnte Öffentlichkeit hätte die Straßen regelrecht fluten müssen.

    • keox
    • 05.09.2009 um 1:23 Uhr

    ca 70% der Bevölkerung lehnen diesen Krieg ab.

    Das Parlament ist eine Scheinveranstaltung, hat sich längst willigst entmachten lassen.

    Völlig offensichtlich wurde das angesichts der 'Finanzkrise', als die so genannte Volksvertretung sich wieder einmal als die Vorhaut der Bevölkerungsinteressen erwies, wenn es ernst wird zieht sie sich zurück.

    Das mediale Trommelfeuer für diesen Grundgesetz-widrigen Einsatz läuft unter der Rubrik Heimatfront.

    Wie man das politische Projekt 'Terrorismus' am besten in die Köpfe hämmert, daran arbeiten Think Tanks rund um die Uhr.

    Wo wir schon dabei sind: www.kommunikationskongres...

    Aber es stimmt schon, eine wache, demokratisch gesinnte Öffentlichkeit hätte die Straßen regelrecht fluten müssen.

  5. die tränen kommen, bei all den entrüssteten selbstanklagen, die man hier lesen kann. wann wird denn endlich einmal die tatsache zur kennntnis genommen, dass die bundeswehr dort einen krieg führt? und so schlimm zivile opfer zweifellos sind, es wird sie immer wieder geben. so ist das eben im krieg. wieviele opfer verursachen denn die taliban tag für tag? darüber schweigen jene lieber, die sich so sehr für ein ende des afganistan feldzuges einsetzten.
    wo gehobelt wird fallen späne. in afganistan muss und wird noch viel gehobelt werden, bis die taliban soweit vernichtet und zurückgedrängt sind, dass man an einen abzug denken kann.

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    @rigoletto »

    Sie sind ja ein ganz Schlauer, Herr Fatalist. Haben sie noch mehr Phrasen auf Lager? Vielleicht kommt noch "Wo gehobelt wird fallen die Späne"?

    Und Herr Fatalist, die Taliban verursachen prozentual etwas mehr an Toten unter der Zivilbevölkerung als die NATO pro Jahr. Aber diese Zahl ist in der gleichen Größenordnung.

    Und ohne NATO wären es so gut wie gar keine. Fällt Ihnen aber gar nicht ein, richtig?

    Schwer vereinbar mit unserer Verfassung (noch zuminderst), oder etwa nicht? Daran sollte sich der Wähler erinnern.

    One world, one love!

    dann aber bitte mit Augenmaß und Gefühl (beim Hobeln ganz wichtig!) Wenn Sie menschliche Opfer als Späne (zwangsläufiger Abfall) betrachten wollen, ist das Ihre Sicht der Dinge.
    Das Problem ist doch, daß hier eine moralische und politische Überlegenheit propagiert und importiert werden soll. Wer diesen Anspruch stellt, kann unmöglich die Untaten/Verbrechen der Taliban als Maßstab oder Rechtfertigung ansetzen.

    @rigoletto »

    Sie sind ja ein ganz Schlauer, Herr Fatalist. Haben sie noch mehr Phrasen auf Lager? Vielleicht kommt noch "Wo gehobelt wird fallen die Späne"?

    Und Herr Fatalist, die Taliban verursachen prozentual etwas mehr an Toten unter der Zivilbevölkerung als die NATO pro Jahr. Aber diese Zahl ist in der gleichen Größenordnung.

    Und ohne NATO wären es so gut wie gar keine. Fällt Ihnen aber gar nicht ein, richtig?

    Schwer vereinbar mit unserer Verfassung (noch zuminderst), oder etwa nicht? Daran sollte sich der Wähler erinnern.

    One world, one love!

    dann aber bitte mit Augenmaß und Gefühl (beim Hobeln ganz wichtig!) Wenn Sie menschliche Opfer als Späne (zwangsläufiger Abfall) betrachten wollen, ist das Ihre Sicht der Dinge.
    Das Problem ist doch, daß hier eine moralische und politische Überlegenheit propagiert und importiert werden soll. Wer diesen Anspruch stellt, kann unmöglich die Untaten/Verbrechen der Taliban als Maßstab oder Rechtfertigung ansetzen.

  6. Mein Sohn schreibt gerade seinen Kriegsdienstverweigerungsantrag; ich habe ihn auf die Berichterstattung in Sachen Bombardierung der Tanklastzüge aufmerksam gemacht. Mit Tränen in den Augen formuliert er weiter.... wie es wohl dem Menschen geht, der letztendlich für all diese Menschenleben verantwortlich ist? Wie es wohl den Angehörigen, den Müttern und Vätern der getöteten Kindern geht? Zu spät, nichts kann mehr zurückgedreht werden. Krieg, eine wahnsinnig traurige Angelegenheit... und unser lieber Verteidigungsminister findet schon gar keine Worte mehr, um das Nomen KRIEG auf seine Art beschreiben zu können....

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    Wie soll es diesen Menschen schon gehen? Sie werden weitermachen mit Selbstmordattentaten, Terroraktionen und Köpfe abschneiden wie bisher. Und wenn sie nicht gestoppt werden bringen sie Schwert und Flamme auch wieder in den Westen.
    Dann werden wieder unschuldige Söhne, Mütter und Väter auf dem Weg zur Arbeit Opfer perverser Entflammter wie in London, Madrid, New York und beinahe auch in Deutschland.

    Abgesehen davon gratuliere ich ihrem Sohn für seinen mutigen Entschluß, ich hoffe ihm ist klar daß Zivildienst auch heute noch nicht gerade beschleunigend für eine Karriere in der Wirtschaft ist und die Erlebnisse je nach Einsatzort traumatisch sein können.

    Wie soll es diesen Menschen schon gehen? Sie werden weitermachen mit Selbstmordattentaten, Terroraktionen und Köpfe abschneiden wie bisher. Und wenn sie nicht gestoppt werden bringen sie Schwert und Flamme auch wieder in den Westen.
    Dann werden wieder unschuldige Söhne, Mütter und Väter auf dem Weg zur Arbeit Opfer perverser Entflammter wie in London, Madrid, New York und beinahe auch in Deutschland.

    Abgesehen davon gratuliere ich ihrem Sohn für seinen mutigen Entschluß, ich hoffe ihm ist klar daß Zivildienst auch heute noch nicht gerade beschleunigend für eine Karriere in der Wirtschaft ist und die Erlebnisse je nach Einsatzort traumatisch sein können.

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