Report zum Kaukasus-Krieg Russland hat provoziert, Georgien geschossen

Der Bericht ist 900 Seiten dick, er untersucht das fünftägige Blutvergießen zwischen Russland und Georgien haarklein. Ergebnis: Georgien hat den Kaukasus-Krieg vor einem Jahr ausgelöst.

Gar nicht so friedlich: Kameraden dieses georgischen Soldaten lösten mit ihren Schüssen den Kaukasus-Krieg mit Russland aus

Gar nicht so friedlich: Kameraden dieses georgischen Soldaten lösten mit ihren Schüssen den Kaukasus-Krieg mit Russland aus

Im Kaukasus-Krieg vom Sommer 2008 hat laut einem Untersuchungsbericht Georgien in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 den ersten Schuss abgefeuert. Russland hatte zuvor jedoch monatelang provoziert und nach dem georgischen Vormarsch "unverhältnismäßig" hart gegen Georgien zurückgeschlagen.

Dies geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem von der EU-Kommission erstellten Bericht hervor, den die Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini bei einer Sondersitzung des Ministerrates der EU auf Botschafterebene in Brüssel an Vertreter der EU und den Botschaftern der beiden Konfliktparteien übergab. Belege für die Behauptung, Russland habe zuerst Gewalt angewandt, konnte die Kaukasus-Expertin demnach nicht finden.

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Die georgische Regierung begann den Waffengang durch einen Angriff auf russische Truppen, die in Südossetien mit einem internationalen Mandat stationiert waren. Diese Information und das vorangegangene Verhalten der Russen sowie der abtrünnigen Abchasen und Südosseten sind die wichtigsten Erkenntnisse des bis zum Schluss geheim gehaltenen Reports. Wie Tagliavini in ihrer Untersuchung schildert, hat auch Russland erhebliche Schuld an der Eskalation des Konflikts.

Die russischen Provokationen hatten sich auch durch internationalen Druck nicht stoppen lassen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) versuchte noch kurz vor Ausbruch des Krieges, bei einer eilig angesetzten Reise durch die Region zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und sie von einer friedlichen Beilegung des Streits zu überzeugen – ohne Erfolg.

Die internationale Gemeinschaft betrachtet Südossetien ebenso wie Abchasien als Teil Georgiens. In der Nacht zum 8. August 2008 waren georgische Truppen in die abtrünnige Region Südossetien einmarschiert, um die Einheit des Landes herzustellen. Russische Truppen rückten in Georgien ein. Der genaue zeitliche Ablauf war lange umstritten.

Der Konflikt zwischen Tiflis und Moskau löste die schwerste Krise zwischen Ost und West seit Ende des Kalten Krieges aus. Sogar die georgische Opposition hatte Saakaschwili die Hauptschuld gegeben – und seinen Rücktritt verlangt. Russland wirft dem "Kriegstreiber" bis heute vor, sich die verlorenen Gebiete mit Gewalt zurückholen zu wollen.

Moskau und Tiflis haben weiter keine diplomatischen Beziehungen. Russland hat nach der Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien dort mehrere tausend Soldaten stationiert, um einen möglichen neuen Angriff zu verhindern.

Außerdem sichern mehr als 1000 Kräfte des russischen Geheimdienstes FSB die Grenzen zu Georgien. Russische Küstenwachboote sollen neue Zwischenfälle vor der abchasischen Schwarzmeerküste verhindern. Georgien hatte in den vergangenen Wochen wiederholt ausländische Handelsschiffe mit Kurs auf Abchasien beschlagnahmt, weil Tiflis wirtschaftliche Tätigkeiten in dem "Separatistengebiet" verbietet.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Stellt sich nach dem Bericht nur die Frage, nach den im SZ-Artikel nicht weiter erläuterten Provokationen der Russen. An originaler Stelle steht ja nur etwas von Unterstützung zur Provokation (sic!). Hier ist scheinbar mal wieder eine große Portion Wahrheit (absichtlich/unabsichtlich) dem Ziel der Vereinfachung zum Opfer gefallen.

    Also die Russen standen als Trennungsmacht zwischen den scharmützelden Parteien. Man hat hat ja von über Monate anhaltenden ständigen gegenseitigen Provokationen gehört (wobei wohl auch wieder die Georgier als Eroberer-Partei anfingen). Wenn jetzt die Süd-Osseten sich an den gegenseitigen Scharmützeln/Provokationen im Rücken der russischen Friedenstruppen beteiligt haben. Macht das die Friedenstruppen zu Unterstützern oder gar zu den eigentlichen Provokateuren? Na da wird aber mal wieder mit der Wahrheit und den Bedeutungen der an sich ganz klaren deutschen Sprache gespielt.

    Der nächste Kritikpunkt lautet, dass die Russen überreagiert hätten. Na ja, ich erinnere mich, dass die Georgier die schlafende, nichtevakuierte Hauptstadt (die ungünstigerweise direkt an der Grenze zu Georgien liegt) in der ersten Nacht vollständig in Schutt und Asche gelegt haben. Die genaue Zahl der Getöteten ist bis heute unbekannt.

    Wie kann da die Ausschaltung der georgischen Infrastruktur unangemessen sein?

    Mir scheint der Bericht einerseits vorsichtig die Hauptschuld Georgiens zuzugeben, aber auch den Russen einen unverdienten salomonischen Anteil zuzuteilen.

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    adelar, deinen kommentar finde ich sehr gut sortiert und vorsichtig, aber deutlich in der tendenz.
    danke.

    Dass die angeblichen Friedentruppen schon seit 1992 Kriegspartei sind.

    Dass die russische Taktik im Prinzip auf der Taktik von 1921 aufbaut.

    Dass damals komischerweise auch in Abchasien und SOssetien etnische Konflikte durch Russland geschürt wurden

    Dass dannach Georgien innenpoltisch und ausßenpolitisch isoliert wurde.

    Dass es bei der ganzen Sache doch nur um den neuen Schwarzmeerflottenstützpunkt geht.

    Das die ganzen angeblichenMinderheitenführer eigentlich alle diesselbe lupenreine FSB-Vita haben, wie Putin selber

    Dass alle westoritierte Länder im von Russland imperialistisch beanspruchten Herrschaftsbereich, von Russland mehr oder weniger erpresst werden.

    Dass Russland in eigentlich allen kaukasischen Staaten und Republiken mehr oder weniger Krieg führt oder geführt hat......

    ....nur gut dass daran natürlich die Georgier Schuld sind

    adelar, deinen kommentar finde ich sehr gut sortiert und vorsichtig, aber deutlich in der tendenz.
    danke.

    Dass die angeblichen Friedentruppen schon seit 1992 Kriegspartei sind.

    Dass die russische Taktik im Prinzip auf der Taktik von 1921 aufbaut.

    Dass damals komischerweise auch in Abchasien und SOssetien etnische Konflikte durch Russland geschürt wurden

    Dass dannach Georgien innenpoltisch und ausßenpolitisch isoliert wurde.

    Dass es bei der ganzen Sache doch nur um den neuen Schwarzmeerflottenstützpunkt geht.

    Das die ganzen angeblichenMinderheitenführer eigentlich alle diesselbe lupenreine FSB-Vita haben, wie Putin selber

    Dass alle westoritierte Länder im von Russland imperialistisch beanspruchten Herrschaftsbereich, von Russland mehr oder weniger erpresst werden.

    Dass Russland in eigentlich allen kaukasischen Staaten und Republiken mehr oder weniger Krieg führt oder geführt hat......

    ....nur gut dass daran natürlich die Georgier Schuld sind

  2. ...sie erinnern sich an Ihre Artikel zum Georgienkrieg ?

    Ich würde ein paar rückblickende Worte schon nett finden, wäre aber auch damit zufrieden, wenn Sie abstreiten würden diese Artikel je geschrieben zu haben :-)

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    doktor, hallo, gelesen hab ich die artikel nicht, kann mich aber an eindeutige stellungnahmen in den medien allgemein gut erinnern. schön, nicht so schnell zu vergessen, was gestern in der zeitung stand. noch schöner, einen autoren an seine texte zu erinnern, falls sie in vergessenheit geraten sein sollten.

    doktor, hallo, gelesen hab ich die artikel nicht, kann mich aber an eindeutige stellungnahmen in den medien allgemein gut erinnern. schön, nicht so schnell zu vergessen, was gestern in der zeitung stand. noch schöner, einen autoren an seine texte zu erinnern, falls sie in vergessenheit geraten sein sollten.

  3. 3. Nato

    Einen potentiellen Agressor, wie Georgien einer ist, in die Nato zu holen halte ich für sehr gewagt.

    Der Grund warum die Nato Sicherheit bringt, ist dass die Mitglieder recht gut einschätzbar und zuverlässig sind. Ich bezweifle, dass dies für alle neuen Mitglieder und Kandidaten gilt.

    Viele Grüße Z.

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    http://de.wikipedia.org/w...

    Schön, wie Sie im Sinne der neuen Schwarzmeerflottenbasis für Russland schreiben:

    http://de.rian.ru/safety/...

    Schön, wie Sie die Vorgeschichte ausblenden, dass Russland 1921 im Prin zip genauso gegen die letzte georgische Republik vorging.

    Schön, wie Sie die Wirtschaftskriege Russlands gegen alle westorientierten Länder in Ihrem selbstdefinierten Herrschaftsbereich ausblenden. Georgien wird schon mit diesem Wirtschaftskrieg seit 2006 überzogen..... was ist dann mit der Ukraine, Weisrussland und Aserbadsschan .... da können doch die Georgien nix dafür?

    Einfach dem Hund solange auf den Schwanz hüpfen, bis er zuschnappt und dann den Hund als gemeingefährlich darstellen?

    http://de.wikipedia.org/w...

    Schön, wie Sie im Sinne der neuen Schwarzmeerflottenbasis für Russland schreiben:

    http://de.rian.ru/safety/...

    Schön, wie Sie die Vorgeschichte ausblenden, dass Russland 1921 im Prin zip genauso gegen die letzte georgische Republik vorging.

    Schön, wie Sie die Wirtschaftskriege Russlands gegen alle westorientierten Länder in Ihrem selbstdefinierten Herrschaftsbereich ausblenden. Georgien wird schon mit diesem Wirtschaftskrieg seit 2006 überzogen..... was ist dann mit der Ukraine, Weisrussland und Aserbadsschan .... da können doch die Georgien nix dafür?

    Einfach dem Hund solange auf den Schwanz hüpfen, bis er zuschnappt und dann den Hund als gemeingefährlich darstellen?

  4. Die georgische Seite hat den Krieg begonnen "mit einem Angriff auf die russischen Truppen, die in Südossetien mit einem internationalen Mandat stationiert waren?"

    Ja träume ich denn? Welcher Rußlandfreund hat denn diese Sachen in den Bericht von Heidi Tagliavini geschmuggelt? Das muß der russische Geheimdienst gewesen sein, jedenfalls wenn man nach Meldungen der taz geht, welche derlei geheimnisvollen prorussischen Machenschaften in Blogs wie diesen vermutet, wenn sich Leser über die verzerrende und einseitige Berichterstattung der einheimischen Medien über den Kaukasuskrieg empören.

    Natürlich muß auch Rußland sein Fett abkriegen, wenn es "provoziert" hat (wie auch immer) oder wenn es "unverhältnismäßig" hart gegen Georgien zurückgeschlagen" hat. Tja Freunde: Mit einem basisdemokratischen Dialog beim Matetee wären die georgischen Truppen nicht zu überzeugen gewesen, sich aus Südossetien zurückzuziehen, und daß die russische Armee die Basen und die Infrastruktur auch auf georgischen Territorium zerstört, welche die logistische Grundlage für den Angriff darstellen, um Saakaschwili die Voraussetzungen für die nächste Attacke zu nehmen, geht aus der militärischen Logik hervor.

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    die ersten Fernsehbilder zeigten georgische Raketensalven, begleitet mit den Worten: "Wir holen uns unser land zurück..." SCNITT!!! So ähnlich überfiel Hitler Polen, "Um 5:45 Uhr wird zurückgeschossen." SCHNITT!!!
    (Ja, Polen hat uns ja so provoziert, das deutsche Reich mußte ja auch angreifen. Ja, Georgien wurde auch von Rußland so provoziert und mußte deshalb auch angreifen). Georgien hatte sicher darauf spekuliert, die Nato würde Georgien hilfreich zur Seite stehen. SCHNITT!!! Ein Außenminister Steinmeier (eine der besten Außenminister in deutschland überhaupt) hat noch zu vermitteln versucht, ein Außenminister Westerwelle hätte den Konflikt garantiert nur noch verstärkt.
    Fazit: Der Präsident von Georgien ist ein Kriegstreiber (und ähnlich gefährlich wie Hitler) eigentlich gehört er in Den Haag vor ein Gericht, denn nicht anderes besagt der UNO-Bericht. Merkwürdig, bei anderen wird dies verlangt, aber hier nicht, vieleicht deswegen nicht, weil Georgien in die Nato will???

    Was heißt denn:
    KOMMENTAR als BEDENKLICH melden??? Wem wird gemeldet? Dem Verfassungsschutz, dem BKA, oder wem auch immer? Ich hab Bedenken gegen die allgemeine Meinungsmache in Deutschland in Presse und Fernsehen, sogar der Apothekerzeitung mit Merkel-Artikel zur Wahlzeit ...., niemals würde ich es irgendjemand melden, wo sind wer denn???

    die ersten Fernsehbilder zeigten georgische Raketensalven, begleitet mit den Worten: "Wir holen uns unser land zurück..." SCNITT!!! So ähnlich überfiel Hitler Polen, "Um 5:45 Uhr wird zurückgeschossen." SCHNITT!!!
    (Ja, Polen hat uns ja so provoziert, das deutsche Reich mußte ja auch angreifen. Ja, Georgien wurde auch von Rußland so provoziert und mußte deshalb auch angreifen). Georgien hatte sicher darauf spekuliert, die Nato würde Georgien hilfreich zur Seite stehen. SCHNITT!!! Ein Außenminister Steinmeier (eine der besten Außenminister in deutschland überhaupt) hat noch zu vermitteln versucht, ein Außenminister Westerwelle hätte den Konflikt garantiert nur noch verstärkt.
    Fazit: Der Präsident von Georgien ist ein Kriegstreiber (und ähnlich gefährlich wie Hitler) eigentlich gehört er in Den Haag vor ein Gericht, denn nicht anderes besagt der UNO-Bericht. Merkwürdig, bei anderen wird dies verlangt, aber hier nicht, vieleicht deswegen nicht, weil Georgien in die Nato will???

    Was heißt denn:
    KOMMENTAR als BEDENKLICH melden??? Wem wird gemeldet? Dem Verfassungsschutz, dem BKA, oder wem auch immer? Ich hab Bedenken gegen die allgemeine Meinungsmache in Deutschland in Presse und Fernsehen, sogar der Apothekerzeitung mit Merkel-Artikel zur Wahlzeit ...., niemals würde ich es irgendjemand melden, wo sind wer denn???

  5. Wenn es nach dem Willen der Bush-Regierung gegangen wäre, dann wäre Georgien zum Zeit des Angriffs auf Südossetien bereits Mitglied der NATO gewesen, und dann hätte sich diese auf Grund der gegenseitigen Bündnisverpflichtungen im Krieg mit Rußland befunden. Das wäre der sinnloseste und absurdeste Weltkrieg gewesen, den man sich vorstellen könnte. So weit zum Thema NATO- und EU-Mitgliedschaft von Georgien unter dem lupenreinen Demokraten Saakaschwili.

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    • wll
    • 30.09.2009 um 13:45 Uhr

    "und dann hätte sich diese auf Grund der gegenseitigen Bündnisverpflichtungen im Krieg mit Rußland befunden."

    Mitnichten. Dazu müsste zuerst der NATO-Rat (ähnlich wie nach 9/11) den Bündnisfall feststellen, zu dem auch entscheidend gehört, dass der betreffende Mitgliedsstaat unverschuldet angegriffen wurde. Bei selbst begonnenen Angriffskriegen besteht dagegen eben keine Bündnispflicht.

    Einen Angriffskrieg kann man wiederum aber nur gegen ein souveränes Völkerrechtssubjekt beginnen. Alles andere fällt unter die Rubrik "Bürgerkrieg".

    • wll
    • 30.09.2009 um 13:45 Uhr

    "und dann hätte sich diese auf Grund der gegenseitigen Bündnisverpflichtungen im Krieg mit Rußland befunden."

    Mitnichten. Dazu müsste zuerst der NATO-Rat (ähnlich wie nach 9/11) den Bündnisfall feststellen, zu dem auch entscheidend gehört, dass der betreffende Mitgliedsstaat unverschuldet angegriffen wurde. Bei selbst begonnenen Angriffskriegen besteht dagegen eben keine Bündnispflicht.

    Einen Angriffskrieg kann man wiederum aber nur gegen ein souveränes Völkerrechtssubjekt beginnen. Alles andere fällt unter die Rubrik "Bürgerkrieg".

  6. 6. Profit

    Meinen Beobachrungen nach herrscht in Deutschland 20 Jahre nach dem Mauerfall nach wie vor eine Anti-Rußland Stimmung. Diese macht es vielen Menschen unmöglich sich Rußland nicht immer nur als Agressor vorzustellen. Leider versuchen die Medien diese Stimmung nicht zu korriegieren, sondern davon eher zu profitieren.

    Daher fand folgendes, Zitat "Die georgische Regierung begann den Waffengang durch einen Angriff auf russische Truppen, die in Südossetien mit einem internationalen Mandat stationiert waren", fast schon bewundernswert.

  7. Ich bin dafür mit Russland einen Vertrag abzuschließen: Dieser Vertrag sollte es Russland erlauben sein Veto einzulegen, wenn ein anderer souveräner, freier Staat zum Schutz vor Gängelung durch Russland in die NATO bzw. westliche Strukturen flüchten will; weiterhin das Interventionsrecht russischer Geheimdienste "Verräter" mit Polonium zu vergiften, missliebige Journalisten nun auch auf ausländischem Boden umzunieten und dem Iran jetzt endlich auch ohne Geisterschiffe Raketen zu liefern. Fernerhin sollten russische "Friedenstruppen" - bis jetzt nicht sonderlich willens, Provokationen von südossetischen Freischärlern abzublocken, sondern mehr beschäftigt damit georgische Kasernen zu plündern - auch weiterhin russische Pässe wie Popcorn verteilen während westliche Geschäftsleute auch schon mal ein besser länger warten dürfen (Bestechungsgeld vorausgesetzt, gehts natürlich auch schneller).

    Ist aber alles natürlich nur Russophobie. Russland ist eine Demokratie mit Gewaltenteilung, es werden auch nicht mehr Journalisten ermordert als k.A. in den Niederlanden, Russlands 1000 Atomraketen an der Grenze werden von 10 Abwehrraketen bedroht und Herr Putin ist nicht nur lupenrein sondern auch nur der zweite Mann im Staate.

    Dieses möchtegern-anti-imperialistische, linke Geschwätz schafft es doch immer wieder die Realität auszublenden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Interresant, also wenn man Versucht mal etwas gutes über Russland zu sagen, es gleich als "möchtegern-anti-imperialistische, linke Geschwätz" bezeichnet wird. Aber das bestätigt nur was ich vorher gesagt habe.

    Zu dem was in Rußland alles falsch läuft muss ich sagen: es ist einfach ein Land abzuurteilen welches für ihre Demokratie GEKÄMPFT hat und sich noch in demokratischen Entwicklungsstaduim befindet, als jemand der aus einem Land kommt welches die Demokratie von den Siegermächten "aufgezwungen" bekommen hat.

    Haben Sie, abgesehen von russischen Pässen, irgendwelche Beweise, oder behaupten Sie nur gerne?
    Es ist bedenklich wie unreflektiert die "demokratische Pazifisten" bei Themen Krieg und/oder Russland reagieren. Jeder der eine andere Meinung zum Thema hat wird als Kriegstreiber, verkappter KGBler und Menschenfeind dargestellt. Das die Presse am ersten vom Angriff Georgiens berichtete, um die Tage darauf die Tatsachen zu verdrehen und Russland Schuld zu geben ist ein Armutszeugnis für sich.
    Ich habe mehrfach recht lange Zeit in Russland verbracht - auch zu den Umbruchszeiten und als die Sowjetunion zerfiel, erklärten sich Abkhasien und Südossetien unabhängig - was Georgien herzlich egal war, ebenso der internationalen Staatengemeinschaft. Russland - eine Demokratie? Nun, im westlichen Sinne wohl kaum, aber auf dem richtigen Weg, denn Stabilität geht vor Freiheit und Ihnen wird es wohl kaum einleuchten, da Sie, ich mutmaße jetzt, tatsächlich instabile Zeiten nicht erlebt haben. Was die Polloniumgeschichte betrifft, so ist es witzig, dass ausgerechnet Russlang mit seinen finanziellen Problemem einen Stoff verwendet haben soll, der 2 Mio Dollar/g kostet. Dass die Engländer sich weigern Bewiese für die Schuld "Russlands" herauszurücken spricht für sich. War es vielleicht Herr Beresowski? Illegal superreich geworden, vom russischen Volk zurecht verhasst, welcher öffentlich versprach das russische Regime zu stürzen?

    Glauben Sie, dass die Russen so blind sind um ihren in Europa ohnehin mäßigen Ruf aufs Spiel zu setzen, in dem sie Journalisten ermorden? Es gibt viel einfachare und unauffälligere Möglichkeiten jemanden unblutig zum Schweigen zu bringen. Aber nichts schadet dem Ruf eines Landes mehr, als die Bestätigung der im Westen gängigen Klischees. Und jetzt die Kontrollfrage: Wem nüzt es?
    P.S.: die von Ihnen angesprochene Flucht der Oststaaten vor Russland ist wohl eher eine Flucht zum amerikanischen Geld, aber ich möchte hier nicht polemisieren, warten wir einfach die Freigabe des Berichts ab

    Sie sind nicht zufällig ein osteurpäischer Journalist, z.B. aus dem Baltikum oder aus Polen? Sympathische Länder und freundliche Leute dort, wie ich in meinen Besuchen kennenlernen konnte. Leider pflegt dort die Elite in Politik und in den Medien 20 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs und dem Abzug der inzwischen russischen Truppen immer noch ihre antirussischen Befindlichkeiten und Ressentiments. Nicht unbedingt ein Zeichen der inneren Reife der Gesellschaften. Ich denke, von diesen Ressentimens sollte sich Westeuropa und sollte sich Deutschland nicht in einen neuen sinnlosen Kalten Krieg mit Rußland hineintreiben lassen. Es bedroht uns nicht und wird auch in seine osteuropäischen Nachbarländer nicht einmarschieren. Lediglich die Versuche von dortigen Politikern, dem Land im Schutz der mächtigen EU und NATO öffentlich vors Bein zu pinkeln, stellen eine unangemessene Belästigung dar.

    …ich bin ein wenig verwundert, kann man doch auf jeder Karte leicht erkennen, dass die Amerikaner, auch die NATO, im Süden der ehemaligen Sowjetunion sich immer weiter ausbreiten und Russland so zu einer Reaktion zwingen!
    Der Bau von Pipelines durch Afghanistan, den auch Deutsche Soldaten allein durch ihre Anwesenheit, unterstützen, zeigt dies nur überdeutlich.
    Ich würde zu gern wissen, wie viele CIA Agenten in Tiflis und im Büro von Saakaschwili ein und aus gingen.
    Durch sie ermuntert konnte sich dieser Trottel doch nur stark genug fühlen, einen Waffengang gegen Russland zu wagen. Hat unser Gröfaz seinerzeit, so verblendet wie er war, doch auch gemacht!
    Fühlte er sich doch sicher, mit einer vermeintlichen NATO im Rücken.

    Nun, und warum Russland sich um zehn Abwehrraketen sorgt ist auch klar:
    Hätte die USA in einem Erstschlag einen Großteil der russischen Kontinentalraketen vernichtet, würden in einem von Russland geführten Gegenschlag, vielleicht nur zehn Raketen Richtung USA fliegen.
    Und genau diese würden dann durch dieses Abwehrsystem abgefangen!
    Dieses System würde also Amerika einen atomaren Erstschlag ermöglichen!
    Ein Wahnsinn, den ich Cheney und Busch leicht zutrauen würde!

    Was würden Sie tun, wenn sie an Putins Stelle stehen würden!

    Interresant, also wenn man Versucht mal etwas gutes über Russland zu sagen, es gleich als "möchtegern-anti-imperialistische, linke Geschwätz" bezeichnet wird. Aber das bestätigt nur was ich vorher gesagt habe.

    Zu dem was in Rußland alles falsch läuft muss ich sagen: es ist einfach ein Land abzuurteilen welches für ihre Demokratie GEKÄMPFT hat und sich noch in demokratischen Entwicklungsstaduim befindet, als jemand der aus einem Land kommt welches die Demokratie von den Siegermächten "aufgezwungen" bekommen hat.

    Haben Sie, abgesehen von russischen Pässen, irgendwelche Beweise, oder behaupten Sie nur gerne?
    Es ist bedenklich wie unreflektiert die "demokratische Pazifisten" bei Themen Krieg und/oder Russland reagieren. Jeder der eine andere Meinung zum Thema hat wird als Kriegstreiber, verkappter KGBler und Menschenfeind dargestellt. Das die Presse am ersten vom Angriff Georgiens berichtete, um die Tage darauf die Tatsachen zu verdrehen und Russland Schuld zu geben ist ein Armutszeugnis für sich.
    Ich habe mehrfach recht lange Zeit in Russland verbracht - auch zu den Umbruchszeiten und als die Sowjetunion zerfiel, erklärten sich Abkhasien und Südossetien unabhängig - was Georgien herzlich egal war, ebenso der internationalen Staatengemeinschaft. Russland - eine Demokratie? Nun, im westlichen Sinne wohl kaum, aber auf dem richtigen Weg, denn Stabilität geht vor Freiheit und Ihnen wird es wohl kaum einleuchten, da Sie, ich mutmaße jetzt, tatsächlich instabile Zeiten nicht erlebt haben. Was die Polloniumgeschichte betrifft, so ist es witzig, dass ausgerechnet Russlang mit seinen finanziellen Problemem einen Stoff verwendet haben soll, der 2 Mio Dollar/g kostet. Dass die Engländer sich weigern Bewiese für die Schuld "Russlands" herauszurücken spricht für sich. War es vielleicht Herr Beresowski? Illegal superreich geworden, vom russischen Volk zurecht verhasst, welcher öffentlich versprach das russische Regime zu stürzen?

    Glauben Sie, dass die Russen so blind sind um ihren in Europa ohnehin mäßigen Ruf aufs Spiel zu setzen, in dem sie Journalisten ermorden? Es gibt viel einfachare und unauffälligere Möglichkeiten jemanden unblutig zum Schweigen zu bringen. Aber nichts schadet dem Ruf eines Landes mehr, als die Bestätigung der im Westen gängigen Klischees. Und jetzt die Kontrollfrage: Wem nüzt es?
    P.S.: die von Ihnen angesprochene Flucht der Oststaaten vor Russland ist wohl eher eine Flucht zum amerikanischen Geld, aber ich möchte hier nicht polemisieren, warten wir einfach die Freigabe des Berichts ab

    Sie sind nicht zufällig ein osteurpäischer Journalist, z.B. aus dem Baltikum oder aus Polen? Sympathische Länder und freundliche Leute dort, wie ich in meinen Besuchen kennenlernen konnte. Leider pflegt dort die Elite in Politik und in den Medien 20 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs und dem Abzug der inzwischen russischen Truppen immer noch ihre antirussischen Befindlichkeiten und Ressentiments. Nicht unbedingt ein Zeichen der inneren Reife der Gesellschaften. Ich denke, von diesen Ressentimens sollte sich Westeuropa und sollte sich Deutschland nicht in einen neuen sinnlosen Kalten Krieg mit Rußland hineintreiben lassen. Es bedroht uns nicht und wird auch in seine osteuropäischen Nachbarländer nicht einmarschieren. Lediglich die Versuche von dortigen Politikern, dem Land im Schutz der mächtigen EU und NATO öffentlich vors Bein zu pinkeln, stellen eine unangemessene Belästigung dar.

    …ich bin ein wenig verwundert, kann man doch auf jeder Karte leicht erkennen, dass die Amerikaner, auch die NATO, im Süden der ehemaligen Sowjetunion sich immer weiter ausbreiten und Russland so zu einer Reaktion zwingen!
    Der Bau von Pipelines durch Afghanistan, den auch Deutsche Soldaten allein durch ihre Anwesenheit, unterstützen, zeigt dies nur überdeutlich.
    Ich würde zu gern wissen, wie viele CIA Agenten in Tiflis und im Büro von Saakaschwili ein und aus gingen.
    Durch sie ermuntert konnte sich dieser Trottel doch nur stark genug fühlen, einen Waffengang gegen Russland zu wagen. Hat unser Gröfaz seinerzeit, so verblendet wie er war, doch auch gemacht!
    Fühlte er sich doch sicher, mit einer vermeintlichen NATO im Rücken.

    Nun, und warum Russland sich um zehn Abwehrraketen sorgt ist auch klar:
    Hätte die USA in einem Erstschlag einen Großteil der russischen Kontinentalraketen vernichtet, würden in einem von Russland geführten Gegenschlag, vielleicht nur zehn Raketen Richtung USA fliegen.
    Und genau diese würden dann durch dieses Abwehrsystem abgefangen!
    Dieses System würde also Amerika einen atomaren Erstschlag ermöglichen!
    Ein Wahnsinn, den ich Cheney und Busch leicht zutrauen würde!

    Was würden Sie tun, wenn sie an Putins Stelle stehen würden!

    • th
    • 30.09.2009 um 13:31 Uhr

    waren dem anderen 1938 seine Sudetendeutschen.
    Merke: eine Großmacht kann jederzeit benachbarte Staaten zerstückeln, erobern oder sonstwie unter ihre Kontrolle bringen, indem sie einfach eine separatistische lokale Minderheit unterstützt.
    Frage: hat sich eigentlich irgendjemand Gedanken um das Schicksal der "ethnischen" Georgier gemacht, welche in den abgetrennten "ossetischen" und "abchasischen" Gebieten wohnten? Aber je nach politischen Neigungen werden irgendwelche Minderheiten mal als "gut" und schützenswert, mal als "schlecht" und vernachlässigbar dargestellt, wies gerade in den Kram passt.

    PS: ich halte nicht viel von Saakaschwili - aber Russland, welches vor einiger Zeit gerade seine eigenen Separatisten in Grosny in einem grausamen Krieg unter Kontrolle gebracht hat, ist nun wirklich nicht berechtigt, anderswo den "Beschützer der nationalen Minderheiten" zu spielen. Tatsächlich geht es wohl um schrittweisen Landgewinn, bis Georgien wieder im alten Einflußbereich landet.

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    Ihr Vergleich der Intervention Russlands mit der Annexion des Sudetenlandes 1938 durch Hitlerdeutschland, und der vom schwedischen Aussenminister Carl Bildt wenig kenntnisreich bereits kurz nach Ausbruch des Georgienkrieges gezogen wurde, ist geschichtslos. Tschechen und Sudetendeutsche führten keinen Krieg gegeneinander (anders als Südosseten und Georgier ab 1992). Die Annexion 1938 diente der Vorbereitung der Zerschlagung der Tschechoslowakei. Für die russische Intervention vor einem Jahr gab es einen konkreten Anlass: den menschenverachtenden Angriff auf eine bewohnte Stadt mit schweren Waffen.

    Und dass beinahe alle "Minderheitenführer" wie auch Putin selbst über Lupenreine Geheimdienstkrrieren verfügen?

    Das mit den Schwarzmeerflottenstützpunkt habe ich schon oben reingepostet.

    Ebenso den Minderheitenschutz durch Genozid an der ethnischen Mehrheit...

    Ihr Vergleich der Intervention Russlands mit der Annexion des Sudetenlandes 1938 durch Hitlerdeutschland, und der vom schwedischen Aussenminister Carl Bildt wenig kenntnisreich bereits kurz nach Ausbruch des Georgienkrieges gezogen wurde, ist geschichtslos. Tschechen und Sudetendeutsche führten keinen Krieg gegeneinander (anders als Südosseten und Georgier ab 1992). Die Annexion 1938 diente der Vorbereitung der Zerschlagung der Tschechoslowakei. Für die russische Intervention vor einem Jahr gab es einen konkreten Anlass: den menschenverachtenden Angriff auf eine bewohnte Stadt mit schweren Waffen.

    Und dass beinahe alle "Minderheitenführer" wie auch Putin selbst über Lupenreine Geheimdienstkrrieren verfügen?

    Das mit den Schwarzmeerflottenstützpunkt habe ich schon oben reingepostet.

    Ebenso den Minderheitenschutz durch Genozid an der ethnischen Mehrheit...

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