Obamas Nahostpolitik Netanjahu und Abbas zeigen sich unnachgiebig

Der Druck ist groß. Präsident Obama will Israels Premier und den palästinensischen Präsidenten zurück an den Verhandlungstisch bringen – bisher mit wenig Erfolg.

Historischer Handschlag – mehr aber nicht: Das Treffen zwischen Obama, Netanjahu (l.) und Abbas (r.) blieb ohne konkrete Ergebnisse

Historischer Handschlag – mehr aber nicht: Das Treffen zwischen Obama, Netanjahu (l.) und Abbas (r.) blieb ohne konkrete Ergebnisse

Es war ein historisches Treffen – allerdings ohne ein ebenbürtiges Ergebnis. Zum ersten Mal sind US-Präsident Barack Obama, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas zu einem Nahost-Gipfel zusammengekommen. So wie Beobachter erwartet hatten, blieb das Treffen ohne konkrete Ergebnisse und war damit in den Augen vieler nicht mehr als ein "Fototermin".

Passend dazu motivierte Obama die beiden Widersacher zwar zu einem Händedruck – er selbst trat in den Hintergrund, als sich Netanjahu und Abbas leicht lächelnd die Hände schüttelten –, ergriff aber als einziger das Wort und konnte dann auch nicht mehr tun, als seine steten Mahnungen zu mehr Fortschritten im Nahost-Friedensprozess zu wiederholen. Israelis und Palästinenser müssten dringend darauf hinarbeiten, um offizielle Friedensverhandlungen schnell wieder aufnehmen zu können.

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Das "alte Muster", nach dem es bei den Friedensbemühungen immer "einen Schritt nach vorn und zwei zurück gebe", müsse durchbrochen werden, sagte Obama. Zwar seien seit seinem Amtsantritt im Januar bereits Fortschritte erzielt worden, doch "trotz aller Hindernisse muss es weiter vorwärts gehen".

Bei diesen Bemühungen sieht der US-Präsident auch seine eigene Regierung in der Pflicht. So beauftragte er Außenministerin Hillary Clinton und den Nahost-Sondergesandten George Mitchell, die Friedensgespräche voranzubringen und ihm bis Mitte Oktober Bericht zu erstatten. Zudem werde der Sondergesandter erneut auf Vermittlungsreise gehen und in der kommenden Woche mit Unterhändlern der Israelis und der Palästinenser zusammentreffen.

Gegenstand dieser Gespräche wird vor allem die umstrittene Siedlungspolitik der Israelis sein. Obama mahnte Jerusalem zur Zurückhaltung bei den Bauaktivitäten, forderte aber auch die arabischen Länder dazu auf, den Friedensprozess konkret zu unterstützen. Von beiden Seiten forderte er Flexibilität und gesunden Menschenverstand.

Die Siedlungen sind gegenwärtig der Hauptstreitpunkt im Nahostkonflikt. Im Westjordanland und dem Osten Jerusalems – beide Gebiete hatte Israel 1967 im Sechs-Tage-Krieg erobert – leben inzwischen 500.000 jüdische Siedler und drei Millionen Palästinenser. Diese fürchten, dass mit größeren Siedlungen kein funktionsfähiger Palästinenser-Staat mehr entstehen kann und verlangen deshalb, dass Israel den Ausbau der Siedlungen stoppt. Damit stimmen sie überein mit dem "Road Map" genannte Friedensplan, den auch Israel 2003 unterzeichnete und von den USA und der EU unterstützt wird.

Die israelische Regierung jedoch zeigt sich in diesem Punkt unnachgiebig. Bereits vor dem Dreier-Gipfel hatte ein Sprecher von Premier Netanjahu diese starre Haltung deutlich gemacht. "Es gibt einige Politiker, die einen Baustopp oder das Abtreten nationalen Territoriums oder die Gefährdung der Siedlungen im Westjordanland als Vorteil erachten, als etwas, das Israel hilft", sagte Nir Hefez im Armeerundfunk. "Ministerpräsident Netanjahu gehört nicht dazu." Der Premier sehe die Siedler als Teil der zionistischen Bewegung und als Brüder an. Man habe niemals den Ministerpräsidenten sagen hören, dass er den Bau der Siedlungen einfrieren werde. "Das Gegenteil ist der Fall."

Der palästinensische Chefunterhändler Saab Erekat dagegen hatte erklärt, die internationale Gemeinschaft habe in den vergangenen acht Monaten deutlich von beiden Konfliktparteien die Umsetzung aller Verpflichtungen verlangt. Dazu gehöre auf israelischer Seite der Siedlungsstopp. Dies sei eine Pflicht der Israelis und keine Vorbedingung der Palästinenser. Bereits am Wochenende hatte die Palästinenser-Regierung angekündigt, es werde in New York keine Verhandlungen geben. Vorher müssten alle in dem "Road Map" genannten Friedensplan aufgeführten Bedingungen erfüllt sein.

Genau diese Haltung veranlasste nun auch Israels Präsident Schimon Peres zu Kritik an den Palästinensern Er forderte sie auf, ohne Vorbedingungen zu den Friedensgesprächen zurückzukehren. Die Forderung von Abbas, dass Israel müsse vor Verhandlungen den Bau jüdischer Siedlungen stoppen, sei ein großer Fehler.

 
Leser-Kommentare
  1. Der letzte Abschnitt darf nicht unkommentiert stehen bleiben. Denn wie im Artikel richtig dargestellt wird hat
    1. die palästinensische Haltung erst einmal nichts mit dem Stopp des Siedlungsbaus zu tun, weil dieser mit der EU und den USA vereinbart und anschliessend nicht umgesetzt wurde.
    2. die Regierung Netanjahus offensichtlich nicht das geringste Interesse daran, sondern betrachtet den Siedlungsbau als ganz natürlichen Vorgang des Zionismus.
    3. die Regierung also auch kein wirkliches Interesse daran Frieden zu schliessen.
    Nur frag ich mich, weshalb Netanjahu dann durch die Welt reist und Abmachungen trifft, die anschliessend das Papier nicht wert sind auf dem sie verfasst wurden. Weshalb hat er sich darauf eingelassen den Siedlungsbau zeitlich befristet zu stoppen, wenn anschliessend enge Mitarbeiter zu verlauten geben, dass nie eine Absicht bestand

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    das iranische antisemiten-regime bastelt an der a-bombe, und seine führer bekräftigen wöchentlich ihre vernichtungsabsichten gegen israel; aus gaza fliegen weiterhin granaten und raketen (zwei qassam und ein versuchter terroranschlag allein an diesem wochenende, 715 raketenattacken seit jahresbeginn); die hizbollah rüstet auf und fordert ein groß-palästina "vom jordan bis zum meer"; die UN (goldstone et al.) und große menschenrechtsorganisationen wie amnesty und die (von einem terror-apologeten und einem nazi-fan mit-betriebene) HRW erklären israel anhand von fadenscheinigen, teilweise von hamas-nahen organisationen ungeprüft übernommenen daten und aussagen und ohne die tatsächlichen kriegstreiber zu benennen zum 'kriegsverbrecher' und forcieren gezielt die entsolidarisierung mit der einzigen demokratie im arabischen raum; der korrupte fatah-haufen beschließt auf seinem ersten "parteitag", sich das recht auf bewaffneten "widerstand" vor- und die option einer 3.intifada offenzuhalten und baldmöglichst ganz jerusamlem "mit märtyrern zu befreien". kurz: israel hat wahrlich größere sorgen als das von abbas und anhang als verhandlungshindernis vorgeschobene "siedlungs-problem" (was, bitte, ist an der begrünung unbesiedelter landflecken inmitten der westjordanischen karstwüste problematisch? - vom verstoß gegen das dogma eines "judenreinen" palästina einmal abgesehen). - und wie die palästinensische reaktion auf zugeständnisse in dieser sache zuletzt aussah, haben die israelis - offenbar im gegensatz zu obama und der wachsenden front der westlichen gemüts-palästinenser und übersetzungsfehler-pazifisten - gewiss nicht vergessen.

    das iranische antisemiten-regime bastelt an der a-bombe, und seine führer bekräftigen wöchentlich ihre vernichtungsabsichten gegen israel; aus gaza fliegen weiterhin granaten und raketen (zwei qassam und ein versuchter terroranschlag allein an diesem wochenende, 715 raketenattacken seit jahresbeginn); die hizbollah rüstet auf und fordert ein groß-palästina "vom jordan bis zum meer"; die UN (goldstone et al.) und große menschenrechtsorganisationen wie amnesty und die (von einem terror-apologeten und einem nazi-fan mit-betriebene) HRW erklären israel anhand von fadenscheinigen, teilweise von hamas-nahen organisationen ungeprüft übernommenen daten und aussagen und ohne die tatsächlichen kriegstreiber zu benennen zum 'kriegsverbrecher' und forcieren gezielt die entsolidarisierung mit der einzigen demokratie im arabischen raum; der korrupte fatah-haufen beschließt auf seinem ersten "parteitag", sich das recht auf bewaffneten "widerstand" vor- und die option einer 3.intifada offenzuhalten und baldmöglichst ganz jerusamlem "mit märtyrern zu befreien". kurz: israel hat wahrlich größere sorgen als das von abbas und anhang als verhandlungshindernis vorgeschobene "siedlungs-problem" (was, bitte, ist an der begrünung unbesiedelter landflecken inmitten der westjordanischen karstwüste problematisch? - vom verstoß gegen das dogma eines "judenreinen" palästina einmal abgesehen). - und wie die palästinensische reaktion auf zugeständnisse in dieser sache zuletzt aussah, haben die israelis - offenbar im gegensatz zu obama und der wachsenden front der westlichen gemüts-palästinenser und übersetzungsfehler-pazifisten - gewiss nicht vergessen.

  2. US-Präsident B. Obama versucht Israelis und Palästinenser (hier die Repräsentanten Netanjahu und Abbas) für den Frieden zu gewinnen, d.h. den Friedensprozess wieder einmal in Gang zu bringen und zu halten.
    Obama versucht in der Tat, die Konfliktparteien zu überzeugen, dass ein beiderseitiges Einlenken unerlässlich ist.
    Israel müsse jetzt endlich den Siedlungsbau im Westjordanland und Jerusalem stoppen.
    MP Netanjahu hat sich bekanntlich in der Vergangenheit stets "unnachgiebig" gezeigt. Er wird sich m.E. auch aktuell in der Siedlungsfrage weiterhin nicht bewegen.
    Eine Annäherung in Richtung "Erfüllung der Road map"
    ist erfahrungsgemäß nicht zu erwarten.
    Die Appelle des US-Präsidenten an die Konfliktparteien werden leider verpuffen -
    sie bläst wie bisher wieder der Sturm fort.
    Dem Ausspruch Ben Gurions "Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist" bleibt ein Exempel leider versagt.

  3. Westjordanland und Ost-Jerusalem waren nie Teil Israels, daher kann von einem “Baustopp oder dem Abtreten nationalen Territoriums oder der Gefährdung der Siedlungen im Westjordanland” oder Ost-Jerusalem nicht die Rede sein. Nach internationalem Recht sind beides besetzte Gebiete der palästinensischen Bevölkerung und Israel wurde von der internationalen Gemeinschaft wiederholt zum Baustopp in diesen Gebieten und zur Räumung dieser Territorien aufgerufen. Zumindest dem Baustopp stimmte Israel durch die Unterzeichnung des “Road Stop” Vertrags zu. Das ändert sich auch nicht wenn Netanjahus Sprecher Nir Hefez im Armeerundfunk das Gegenteil behauptet.

    Premier Netanjahu Sicht der “Siedler als Teil der zionistischen Bewegung und als Brüder” oder ob er jemals in öffentlicher Rede versprach oder auch nicht “den Bau der Siedlungen einzufrieren” ist völlig belanglos, denn zionistische Ideen und Ideale und daraus resultierende Versprechen müssen sich auf das international anerkannte nationale Territorium Israels beschränken.

    Wenn Netanjahu nicht einlenkt, was nicht zu erwarten ist, und wenn Obama international seine Gläubigkeit nicht verlieren will, bleibt ihm nichts anderes übrig als Konsequenzen in der finanziellen Unterstützung der USA für Israel ziehen. Das kann ihm die Wiederwahl in 3 Jahren kosten.

    Fazit – kein Friedenswille auf israelischer Seite, einerlei ob die Palestinenser nun einränken oder auch nicht.

  4. das iranische antisemiten-regime bastelt an der a-bombe, und seine führer bekräftigen wöchentlich ihre vernichtungsabsichten gegen israel; aus gaza fliegen weiterhin granaten und raketen (zwei qassam und ein versuchter terroranschlag allein an diesem wochenende, 715 raketenattacken seit jahresbeginn); die hizbollah rüstet auf und fordert ein groß-palästina "vom jordan bis zum meer"; die UN (goldstone et al.) und große menschenrechtsorganisationen wie amnesty und die (von einem terror-apologeten und einem nazi-fan mit-betriebene) HRW erklären israel anhand von fadenscheinigen, teilweise von hamas-nahen organisationen ungeprüft übernommenen daten und aussagen und ohne die tatsächlichen kriegstreiber zu benennen zum 'kriegsverbrecher' und forcieren gezielt die entsolidarisierung mit der einzigen demokratie im arabischen raum; der korrupte fatah-haufen beschließt auf seinem ersten "parteitag", sich das recht auf bewaffneten "widerstand" vor- und die option einer 3.intifada offenzuhalten und baldmöglichst ganz jerusamlem "mit märtyrern zu befreien". kurz: israel hat wahrlich größere sorgen als das von abbas und anhang als verhandlungshindernis vorgeschobene "siedlungs-problem" (was, bitte, ist an der begrünung unbesiedelter landflecken inmitten der westjordanischen karstwüste problematisch? - vom verstoß gegen das dogma eines "judenreinen" palästina einmal abgesehen). - und wie die palästinensische reaktion auf zugeständnisse in dieser sache zuletzt aussah, haben die israelis - offenbar im gegensatz zu obama und der wachsenden front der westlichen gemüts-palästinenser und übersetzungsfehler-pazifisten - gewiss nicht vergessen.

  5. "Netanjahu und Abbas zeigen sich unnachgiebig."

    Hat jemand etwas anderes erwartet!?

    Solange die Israeli weiterhin mit dem "Recht des Stärkeren" nichts anderes als naturrechtlich begründete Lebensraumpolitik betreiben und die Palästinenser sich entsprechend verstärkt gegen zunehmende Landvertreibung und Fremdbestimmung wehren müssen, wird sich dort kaum etwas ändern.

    Der Artikel über Obamas Initiative verdient annähernd das Prädikat "Spätsommerlochfüllsel".

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