Bomben auf Tanklaster General Schneiderhan verteidigt Luftangriff

Erstmals äußert sich Deutschlands höchster Soldat zur Bombardierung zweier Tanklastwagen nahe Kundus: Der General verteidigt den Angriff – und den verantwortlichen Oberst

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, spricht in Berlin anlässlich des Jahresempfangs des Wehrbeauftragten (15.06.2009) der Bundeswehr.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhahn, spricht in Berlin anlässlich des Jahresempfangs des Wehrbeauftragten (15.06.2009) der Bundeswehr.

Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hat die Bombardierung zweier Tanklastwagen in Afghanistan, die der Bundeswehr-Oberst Georg Klein vor etwa einer Woche angefordert hatte, verteidigt. Er gehe davon aus, dass die Entscheidung des Oberst, die entführten Tanklaster aus der Luft zerstören zu lassen, "erst nach sorgfältiger Beurteilung der Gesamtlage und in der Absicht getroffen wurde, erheblichen Gefahren für die eigenen und verbündeten sowie für die afghanischen Sicherheitskräfte zuvorzukommen", sagte Schneiderhan der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Schneiderhan sagte, er habe sich bereits im Frühjahr in Afghanistan mit Klein, der Kommandeur des zivil-militärischen Wiederaufbauteams in Kundus ist, und seinen Soldaten ausführlich über die Gefahren des Einsatzes unterhalten. "Die Professionalität, mit der unsere Soldaten und Soldatinnen gerade unter ständiger Bedrohung und in ungewisser Lage handeln, hat mich beeindruckt."

Der ranghöchste deutsche Soldat äußerte sich damit erstmals zu dem tödlichen Vorfall vor gut einer Woche. Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Oberst Ulrich Kirsch, hatte Schneiderhan zuletzt unterstellt, er gebe Oberst Klein in der Debatte zu wenig Rückendeckung. "Wir haben erfahren, dass hier Vertrauen verloren geht“, hatte Kirsch mit Verweis auf Gespräche des Verbandes mit Soldaten gesagt.

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Eine vom afghanischen Präsidenten Hamid Karsai eingesetzte Untersuchungskommission will an diesem Samstag ihren Bericht in Kabul übergeben. Danach seien bei dem Luftangriff auf die zwei Tanklaster bei Kundus auch Zivilisten getötet worden, berichtet die ARD. Eine Zahl der Opfer werde nicht genannt. Als entlastend für die Bundeswehr sei dargestellt worden, dass die Fahrzeuge in einem Fluss und nicht in einem Dorf bombardiert wurden.

SPD-Fraktionschef Peter Struck bezeichnete den Vorfall als gravierend. "Es muss geklärt werden, ob der Kommandeur sich richtig verhalten hat", sagte er. Der frühere Verteidigungsminister betonte aber, Oberst Klein, den er persönlich kenne, sei "kein leichtfertiger Offizier". Struck hielt zugleich am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr fest: "Wir müssen dort präsent sein, vor allem für unsere eigene Sicherheit. Man muss aber auch wissen, dass es sich um einen Kampfeinsatz handelt. Es können Menschen sterben, es können Soldaten sterben. Von einem Kriegseinsatz aber würde ich nicht sprechen."

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) befürchtet, dass die Arbeit der Entwicklungshelfer jetzt "noch schwieriger" wird. Zugleich drängte sie im Magazin Der Spiegel darauf, dass die Afghanen möglichst bis 2015 "die volle Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung übernehmen sollen». Erst dann könnten Truppen abziehen. Der zivile Aufbau werde länger dauern.

Der Afghanistan-Experte der Grünen-Bundestagsfraktion, Winfried Nachtwei, äußerte Verständnis für Oberst Klein. Zwar sei das Bombardement «ein eindeutiger Kriegsakt» gewesen und die Wirkung fast "durchweg kontraproduktiv", sagte er. Er könne sich das Bombardement aber "am ehesten erklären durch die Entwicklung der Gesamtlage in den letzten Monaten ­ jeden Tag Hinterhalte, jeden Tag Gefechte. Aus der Sicht kann so was plausibel werden."

 
Leser-Kommentare
  1. Immer noch ist die Bombardierung von Zivilbevölkerung ein Kriegsverbrechen. Das sollte unsere stolze Soldaten nicht vergessen.

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    "Immer noch ist die Bombardierung von Zivilbevölkerung ein Kriegsverbrechen. Das sollte unsere stolze Soldaten nicht vergessen."

    Sie reden ja gerade so als würden die Koalitionstruppen in Afghanistan absichtlich Zivilisten töten. Die Taliban tragen keine Uniform, halten sich nicht an die Regeln für einen halbwegs fairen Kampf und verstecken sich unter der Zivilbevölkerung oder machen sie absichtlich zur Zielscheibe. Je mehr tote afghanische Zivilisten oder besser noch Soldaten, desto besser für die Taliban und andere Tyrannen dieser Welt samt ihrer Unterstützer und Beschwichtiger wie Ihnen.

    • neal03
    • 12.09.2009 um 23:52 Uhr

    1. Sherman sagte "War is Hell" um das Zitat richtig zu stellen.
    2. Ich war nie im Krieg und möchte Ihn nicht erleben und wenn er schon sein muss dann bitteschön irgenwo in einem Land das ich nie bereisen werde.
    3. Der Angriff war richtig...Wer sich in Gefahr begiebt kommt darin um.
    Ob es Taliban waren weiss man nicht könnten auch Wegelagerer gewesen sein.
    4. Das ist Kriegshandwerk da hat man sich als Politiker nicht einzumischen und Soldaten zu maßregeln. Das führt zu nichts gutem
    war in Vietnam auch so.

    "Immer noch ist die Bombardierung von Zivilbevölkerung ein Kriegsverbrechen. Das sollte unsere stolze Soldaten nicht vergessen."

    Sie reden ja gerade so als würden die Koalitionstruppen in Afghanistan absichtlich Zivilisten töten. Die Taliban tragen keine Uniform, halten sich nicht an die Regeln für einen halbwegs fairen Kampf und verstecken sich unter der Zivilbevölkerung oder machen sie absichtlich zur Zielscheibe. Je mehr tote afghanische Zivilisten oder besser noch Soldaten, desto besser für die Taliban und andere Tyrannen dieser Welt samt ihrer Unterstützer und Beschwichtiger wie Ihnen.

    • neal03
    • 12.09.2009 um 23:52 Uhr

    1. Sherman sagte "War is Hell" um das Zitat richtig zu stellen.
    2. Ich war nie im Krieg und möchte Ihn nicht erleben und wenn er schon sein muss dann bitteschön irgenwo in einem Land das ich nie bereisen werde.
    3. Der Angriff war richtig...Wer sich in Gefahr begiebt kommt darin um.
    Ob es Taliban waren weiss man nicht könnten auch Wegelagerer gewesen sein.
    4. Das ist Kriegshandwerk da hat man sich als Politiker nicht einzumischen und Soldaten zu maßregeln. Das führt zu nichts gutem
    war in Vietnam auch so.

    • Puzi
    • 12.09.2009 um 16:22 Uhr
    2. Fehler

    Es lässt sich leicht aus der Ferne kritisieren. Ich kann nicht beurteilen, ob der Soldat in der Beurteilung der Lage einen Fehler gemacht hat - ich kann mir nicht vorstellen, dass er den Befehl leichtfertig gab, schließlich ist ihm wahrscheinlich am besten klar, was zivile Opfer bedeuten. Den Fehler muss man in der unausgegorenen Kommunikation sehen: Bis heute ist nicht wirklich klar, was dort wirklich passierte. Aber jedes kleine Detail wird als Wahrheit präsentiert.

    Wie schon bei normalen Nachrichten sollte man bei Nachrichten aus Kriegsgebieten sehr viel deutlicher Fragen: Cui Bono?

  2. Wie schon mehrmals gesagt, bin ich strikt gegen diesen und einige andere BW-Einsätze im Ausland.

    Aber es ist -- meine Meinung -- schäbig eine bewaffnete Truppe in ein Kriegsgebiet zu schicken und so zu tun, als ob keine Unbeteiligten sterben könnten. Oder getroffene Entscheidungen fast schon genüsslich -- ebenfalls mein Eindruck -- so lange zu untersuchen, bis man einen "Schuldigen" hat.

    Auch in diesem Krieg eignen sich die Toten nicht dazu, Parteipolitik zu machen! Sie sind eine Mahnung, dass es endlich klare Regelungen und Entscheidungen bezüglich BW-Einsätzen gibt. Die Frage, die dabei im Vordergrund stehen muss ist: "Was kann besser gemacht werden?" nicht etwa "Wer hat schuld?"

    Herrn Strucks Aussage, "wir" müssen "dort" präsent sein, "vor allem für unsere eigene Sicherheit", ist ähnlich skuril, wie sein Spruch " "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt." Überspitzt gesagt: Warum schicken wir die BW dann nicht nach China, damit dort bloß kein Sack Reis umkippen kann?

    Solche BW-Einsätze werden ohne grundlegende politische Entscheidungen weiter problematisch und rechtlich ungesichert sein. Darüber könnte sich Frau Wieczorek-Zeul (immerhin von der SPD, die den Einsatz beschlossen hat) einmal Gedanken machen. Sehr böse gesagt auch dazu, ob die Ausgaben für Personal, Waffen, Munition nicht aus dem Entwicklungshilfe-Etat beglichen werden sollten, wenn es sich schon um einen "humanitären Einsatz" und keinen Krieg handelt.

    Alles Gute
    Kai Hamann

  3. Es liegt in der Natur der Sache dass Zivilisten Dinge sehen können,die Menschen dessen Handwerk der Krieg ist nicht sehen können.Es waere jedenfalls sehr verwunderlich wenn er nicht seinen Kameraden in Schutz genommen hätte.Jedenfalls sollte aus diesem Umstand kein so grosser Rueckschluss auf die tatsächlichen Geschehnisse gezogen werden.Im übrigen hat die Taliban ihr Ziel schon längst erreicht.Erboste Väter oder grosse Brüder die einen Familienangehörigen bei diesem "Unfall" verloren haben werden nur noch wütender werden ,wenn sie dass sinnleere Gewäsch von deutschen Administranten hören.

  4. Ich möchte nicht schon wieder auf das Ermessen hinweisen (und muss es doch) aber ein Ermessen bei Lage: Zwei gestohlene steckengebliebene Tanklaster (keine auf Soldaten zurollenden Selbstmordwaffen) gegen ungeklärte Lage und die Möglichkeit (dann eingetreten) von unschuldigen Zivilen Opfern.

    Bin kein Pazifist und habe Respekt vor den Soldaten aber wir haben ja keinen Krieg (Danke nochmal an Georg Schramm der die Lage mit dem GG erklärt http://www.youtube.com/wa...) uns somit muss das Ermessen ja noch weiter ausgelegt werden als im Krieg!
    Wer dann welche ISAF Grundsätze ausgelegt hat bzw. ob diese so ein Handeln decken ist doch egal! Es kommt ja auch auf die objektive Beurteilung und das dann erfolgte Ermessen an!

    Überlegung:
    Bei der Pressekonferenz von Schneiderhahn werden zugleich die Bilder von verbrannten Kindern eingeblendet und die Worte wiederholt... Merken Sie was? Fällt dann nicht so leicht! Dazu noch ein Interview mi einem Mediziner, der in einer Klinik für Brandopfer arbeiten... Dann sieht die Lage schon anders aus!

    Weitere Überlegung: (REIN FIKTIV!) Die Kinder wären deutsche Kinder!

    Passend: "Titanic"-Cover: "Hurra wir können es noch!"

  5. Grundsätzlich bin ich gegen diesen Krieg und dagegen, dass deutsche Soldaten hier eingesetzt werden. In England gehen gerade Gerüchte durch die Presse, dass Osama bin Laden längst tot ist und nur noch den Vorwand für die ganze amerikanische Aktion da unten liefert. Gebracht hat dieser Krieg gar nichts. den Menschen im Irak und auch in Afghanistan ging es vor dem Krieg vermutlich besser als jetzt und Demokratie kann man sowieso nicht mit dem Tarnkappenbomber vorbeifliegen.

    Aber: Wenn deutsche "stolze Soldaten" dort legitim (im Sinne von durch unser Parlament legitimiert) eingesetzt werden, dann sollten sie auch als Soldaten handeln und damit den Feind ausschalten dürfen, denn sonst ist die ganze Aktion nicht nur sinnlos, sondern auch noch lebensgefährlich und es wird dort nie Ruhe geben. Wenn 200 Dorfbewohner sich Benzin aus einem geklauten Tankwagen holen, sind sie selber schuld. Allerdings denke ich, da hätten die Amerikaner einmal im Tiefflug drüberfliegen können und dann 2 Minuten später Bomben abwerfen...

  6. so wie es aussieht, waren auch die sogenannten Zivilisten Unterstützer der Taliban. Wenn es wohl keine staatliche Armee ist, welche krieg führt müssen es nicht zwangläufig unbeteiligte Zivilisten gewesen sein.

    Wenigstens überlegen sie es sich jetzt beim nächsten Mal, ob sie wirklich die Bundeswehr angreifen wollen.

    Ich habe lieber Prävention in Afghanistan als Krieg in Deutschland.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Gut wer sagt Ihnen denn einwandfrei, dass die Zivilisten Unterstützer der Taliban waren?

    1. Denkbar wäre und war, dass die Laster steckenblieben und auch Zivilisten sich dann dort mit Benzin versorgen, die können ja auch nicht an die nächste Shell Tanke für Brennstoff etc.
    2. Sicher ist die Abgrenzung schwierig bei derartigen "Armeen" und es wird sicher zukünftig auch nicht leichter, wenn nicht nur Taliban sondern auch Drogenbosse und Warlords die BW angreifen.
    Kinder sollten aber, aufgrund Ihrer eingeschränkten Entscheidungskraft, nicht einfach unter die Rubrik "Unterstützer" fallen.

    Ich hätte lieber Aufbau (also auch eine Alternative zu Drogen insb. Opiumpflanzen) in Afghanistan als wirksamste Bekämpfung von Fanatismus als einen unkontrollierten Krieg ohne definierte Ziele und Optionen!

    Ihre Argumentation "Überlegen ob Sie angreifen etc." riecht ein wenig nach "lieber schiessen dann fragen" oder "wurzel auslöschen" ist nicht nur menschenverachtend sondern in der Praxis nicht umsetzbar. Oder möchten Sie am liebsten um tote Taliban Schilder hängen: "Ich habe deutsches Benzin geklaut und die Freiheit Deutschlands am Hindukusch bedroht"

    Mit dieser "Denke" sind schon andere gescheitert, z.B. Russen in Afghanistan oder die Wehrmacht in Jugoslawien......

    Gut wer sagt Ihnen denn einwandfrei, dass die Zivilisten Unterstützer der Taliban waren?

    1. Denkbar wäre und war, dass die Laster steckenblieben und auch Zivilisten sich dann dort mit Benzin versorgen, die können ja auch nicht an die nächste Shell Tanke für Brennstoff etc.
    2. Sicher ist die Abgrenzung schwierig bei derartigen "Armeen" und es wird sicher zukünftig auch nicht leichter, wenn nicht nur Taliban sondern auch Drogenbosse und Warlords die BW angreifen.
    Kinder sollten aber, aufgrund Ihrer eingeschränkten Entscheidungskraft, nicht einfach unter die Rubrik "Unterstützer" fallen.

    Ich hätte lieber Aufbau (also auch eine Alternative zu Drogen insb. Opiumpflanzen) in Afghanistan als wirksamste Bekämpfung von Fanatismus als einen unkontrollierten Krieg ohne definierte Ziele und Optionen!

    Ihre Argumentation "Überlegen ob Sie angreifen etc." riecht ein wenig nach "lieber schiessen dann fragen" oder "wurzel auslöschen" ist nicht nur menschenverachtend sondern in der Praxis nicht umsetzbar. Oder möchten Sie am liebsten um tote Taliban Schilder hängen: "Ich habe deutsches Benzin geklaut und die Freiheit Deutschlands am Hindukusch bedroht"

    Mit dieser "Denke" sind schon andere gescheitert, z.B. Russen in Afghanistan oder die Wehrmacht in Jugoslawien......

    Gut wer sagt Ihnen denn einwandfrei, dass die Zivilisten Unterstützer der Taliban waren?

    1. Denkbar wäre und war, dass die Laster steckenblieben und auch Zivilisten sich dann dort mit Benzin versorgen, die können ja auch nicht an die nächste Shell Tanke für Brennstoff etc.
    2. Sicher ist die Abgrenzung schwierig bei derartigen "Armeen" und es wird sicher zukünftig auch nicht leichter, wenn nicht nur Taliban sondern auch Drogenbosse und Warlords die BW angreifen.
    Kinder sollten aber, aufgrund Ihrer eingeschränkten Entscheidungskraft, nicht einfach unter die Rubrik "Unterstützer" fallen.

    Ich hätte lieber Aufbau (also auch eine Alternative zu Drogen insb. Opiumpflanzen) in Afghanistan als wirksamste Bekämpfung von Fanatismus als einen unkontrollierten Krieg ohne definierte Ziele und Optionen!

    Ihre Argumentation "Überlegen ob Sie angreifen etc." riecht ein wenig nach "lieber schiessen dann fragen" oder "wurzel auslöschen" ist nicht nur menschenverachtend sondern in der Praxis nicht umsetzbar. Oder möchten Sie am liebsten um tote Taliban Schilder hängen: "Ich habe deutsches Benzin geklaut und die Freiheit Deutschlands am Hindukusch bedroht"

    Mit dieser "Denke" sind schon andere gescheitert, z.B. Russen in Afghanistan oder die Wehrmacht in Jugoslawien......

    Gut wer sagt Ihnen denn einwandfrei, dass die Zivilisten Unterstützer der Taliban waren?

    1. Denkbar wäre und war, dass die Laster steckenblieben und auch Zivilisten sich dann dort mit Benzin versorgen, die können ja auch nicht an die nächste Shell Tanke für Brennstoff etc.
    2. Sicher ist die Abgrenzung schwierig bei derartigen "Armeen" und es wird sicher zukünftig auch nicht leichter, wenn nicht nur Taliban sondern auch Drogenbosse und Warlords die BW angreifen.
    Kinder sollten aber, aufgrund Ihrer eingeschränkten Entscheidungskraft, nicht einfach unter die Rubrik "Unterstützer" fallen.

    Ich hätte lieber Aufbau (also auch eine Alternative zu Drogen insb. Opiumpflanzen) in Afghanistan als wirksamste Bekämpfung von Fanatismus als einen unkontrollierten Krieg ohne definierte Ziele und Optionen!

    Ihre Argumentation "Überlegen ob Sie angreifen etc." riecht ein wenig nach "lieber schiessen dann fragen" oder "wurzel auslöschen" ist nicht nur menschenverachtend sondern in der Praxis nicht umsetzbar. Oder möchten Sie am liebsten um tote Taliban Schilder hängen: "Ich habe deutsches Benzin geklaut und die Freiheit Deutschlands am Hindukusch bedroht"

    Mit dieser "Denke" sind schon andere gescheitert, z.B. Russen in Afghanistan oder die Wehrmacht in Jugoslawien......

  7. ...wenn ich so eine "Rechtfertigung" eines Generals höre.

    Einem Angriff geht immer erst eine Beurteilung der Lage, also der eigenen Kräfte und Mittel, des Gegners, des Geländes, der Witterung, der Jahreszeit, der Tageszeit, der möglichen Bewaffnung etc. p. p. voraus.

    Wer hat denn eigentlich wann die Gefechtsaufklärung dieser Furt befohlen und wie wurde diese mit welchem Ergebnis an wen eigentlich gemeldet?

    Mir tun sich hier Fragen über Fragen auf.

    wendelin89
    Oberleutnant der Reserve der NVA seit 1984

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    angesichts der Zeitabläufe in der angeblichen Meldekette, vom Inhalt garnicht zu reden, wird mir irgendwie schlecht. So kann man isch ja fast glücklich schätzen das überhaupt ein Ziel getroffen worden ist...

    Auch wenn die Lageentwicklung nicht entsprechend bekannt wird, was ich sehr bedauere, drängt sich zumindest der Verdacht auf, das die CAS Anforderung (habe an anderer Stelle von einer "Bitte" gelesen, was mich in der Position des Anfordernden wirklich nicht beruhigen würde)möglicherweise als einzige Variante gesehen worden ist den Auftrag auszuführen. Das dann auch noch nach Zielzuweisung über die Einsatzmittel 500lb oder mehr, debatiert wird, wirft ein seltsames Licht auf die Sache. Hab ich anders gelernt!

    Aber gepz. Bodenkräfte für eine Nachbereichsaufkl. gibts ja nicht und die vorhandene Mrs. dürfen nicht verwendet werden, sei es nur um eine abgestufte Reaktion zu ermöglichen.

    Karl Müller

    angesichts der Zeitabläufe in der angeblichen Meldekette, vom Inhalt garnicht zu reden, wird mir irgendwie schlecht. So kann man isch ja fast glücklich schätzen das überhaupt ein Ziel getroffen worden ist...

    Auch wenn die Lageentwicklung nicht entsprechend bekannt wird, was ich sehr bedauere, drängt sich zumindest der Verdacht auf, das die CAS Anforderung (habe an anderer Stelle von einer "Bitte" gelesen, was mich in der Position des Anfordernden wirklich nicht beruhigen würde)möglicherweise als einzige Variante gesehen worden ist den Auftrag auszuführen. Das dann auch noch nach Zielzuweisung über die Einsatzmittel 500lb oder mehr, debatiert wird, wirft ein seltsames Licht auf die Sache. Hab ich anders gelernt!

    Aber gepz. Bodenkräfte für eine Nachbereichsaufkl. gibts ja nicht und die vorhandene Mrs. dürfen nicht verwendet werden, sei es nur um eine abgestufte Reaktion zu ermöglichen.

    Karl Müller

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