Somalia Bundeswehr tötet Piraten im Golf von Aden

Die Fregatte "Brandenburg" vor Somalia hat ein verdächtiges Skiff mit fünf bewaffneten Insassen gestoppt. Bei dem Manöver kam einer der mutmaßlichen Piraten ums Leben

Nach Angaben der Bundeswehr vom Montag wollte die Fregatte Brandenburg ein verdächtiges Boot im Golf von Aden überprüfen. Nachdem die Verdächtigen auf wiederholte Warnhinweise und Warnschüsse nicht reagiert hätten, sei die Erlaubnis zum Anwenden von "manövrierunfähig machendem Beschuss" erteilt worden. Durch Schüsse wurde demnach ein Insasse des Skiffs – so werden die kleinen Piratenboote genannt – tödlich verletzt.

Nach der Schießerei hätten die mutmaßlichen Piraten Waffen und eine Enterleiter über Bord geworfen und aufgegeben, hieß in der Mitteilung der Bundeswehr. Die Insassen und ihr Skiff würden derzeit an Bord der Brandenburg überprüft.

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Der Marineeinsatz zur Bekämpfung von Piraterie hatte ursprünglich nur ein Mandat bis Dezember 2009, wurde nach jüngsten Lageeinschätzungen jedoch bis Ende 2010 verlängert.

Nach der Kaperung zahlreicher Frachter hatte der Bundestag im Dezember 2008 die Teilnahme an der Anti-Piraten-Mission der Europäischen Union genehmigt. Im Rahmen der Mission "Atalanta" entsandte die deutsche Bundesregierung die Fregatte Brandenburg um den Anti-Pirateneinsatz vor Somalia zu unterstützen. Zur 242-köpfigen Besatzung des Schiffs gehören Teams, die in dem fünf Millionen Quadratkilometer großen gefährdeten Seegebiet als Schutz an Bord ziviler Schiffe gebracht werden können.
 

 
Leser-Kommentare
  1. schaffen Frieden in der Welt.

    Schauen wir mal, wie in unserer Zeit ein Problem gelöst wird.

    Auf einer vielbefahrenen Strecke werden Schiffe gekapert, weil die umliegenden Länder Hunger leiden.

    Lösung 1: Abschaffung der korrupten Regierung. ( Kommt nicht in Farge, da lässt sich ja Geld mit verdienen )

    Lösung 2: Wenn man schon nichts gegen die Piraten tun will, könnte man ja bewaffnete Trupps anheuern und auf jedem Schiff stationieren. ( Kommt auch nicht in Frage, das würde ja die Reederei zahlen müssen und das schmälert den Gewinn )

    Lösung 3: Wir machen eine "Friedens- und Freiheitmission(TM)" von. Das zahlt der brave Steuerzahler, die Probleme bleiben aussen vor und kostengünstig ist es auch noch ( Für den Reeder und "unsere Jungs" dürfen mal ein wenig Krieg spielen )

    Komisch, aber warum ist man nur auf Lösung 3 gekommen???

  2. Lieber Vorredner,

    zu 1: Klar lässt sich mit einer korrupten Regierung auch Geld machen, aber ich kann mir zur Zeit auch keinen unblutigen Regierungswechsel vorstellen.

    zu 2: Also sollte man auf deutschen Straßen grundsätzlich bewaffnet rumfahren und Recht und Gesetz selbst umsetzen? Das kann doch nicht ihr Ernst sein? Gottseidank haben wir Instanzen, die dafür zuständig sind und gut ausgebildet sind. Wollen sie wirklich bewaffnete Söldner auf die Menschheit loslassen? Nach welchem Recht sollen die denn auf potentielle Piraten reagieren?

    zu 3: Klar, kostet so etwas Geld. Geld, das man anderwertig genauso nötig wäre. Was ist den der Fall, wenn keine Truppen in den Golf von Aden entsand werden? Die Reder müssen einen enormen Umweg in Kauf nehmen so dass sich auf lange Sicht die Waren entsprechend verteuern. Demnach kostet die Piraterie im Golf so oder so Geld.

    Die Ideallösung ist das sicher nicht. Aber ich glaube, jeder Mensch wäre froh, eine bessere und vor allem praktikablere Lösung für dieses Problem zu finden. Bis dahin bin ich mit dem Einsatz auch deutscher Soldaten vollkommen einverstanden.

  3. sorry, hatte doch glatt die Ironiezeichen im Schreiben vergessen.

    Aber im Ernst, warum sollen die Reederein denn nicht bezahlen. Und wenn die Schiffe bewaffnet wären, wüssten dies die Paraten auch und würden es sich sicherlich mehr als einmal überlegen, die Schiffe zu überfallen.

    Wie gesagt, mir geht es eher um den Aspekt, dass (mal wieder) der Steuerzahler für etwas zahlen darf, dessen Nutzen doch eher fragwürdig ist .

    • Chali
    • 07.09.2009 um 14:02 Uhr

    Wenisgtens heute.

  4. Es ist utopisch zu glauben, dass wenn Reeder Privatarmeen anheuern würden, der Steuezahler nichts bezahlen würde. Der Transport würde teurer werden und wer würde wohl dafür blechen ? Ach ja, dann heißt es nicht mehr der Steuerzahler sondern der "Endverbraucher"....

    @Chali... na super. Da ist ein armer Schlucker, der keine andere Möglichkeit sieht seinen Lebensunterhalt zu versehen, getötet worden; und die Marine hat nen Traumatisierten mehr ?

  5. "Wie gesagt, mir geht es eher um den Aspekt, dass (mal wieder) der Steuerzahler für etwas zahlen darf, dessen Nutzen doch eher fragwürdig ist"

    Der Steuerzahler zahlt in jedem Fall. Wenn nicht über Steuern dann doch über erhöhte Konsumentenpreise.

  6. Zuerst die Bomben in Afghanistan mit XXX Toten, nun eine erschossener mutmaßlicher Pirat, der es wohl auch durch die anderen Ereignisse so weit oben in die Berichterstattung schafft.

    Kein guter Tag für Herrn Jung und die ganze Regierung.

    Ich bin gespannt auf die nächsten Popularitäts-Umfragen und natürlich die Sonntagsfrage. Denn jetzt lassen sich für die Bundestagswahl wichtige Punkte sammeln oder verlieren. Das mag zynisch klingen, aber soviel Realitätssinn traue ich unseren Politiker zu.

    Wenn die Regierungs-Krisen-PR weiterhin so dilletantisch (das sage ich als Journalist) ist, dann kann sich der jetzige Verteigungsminister schon mal diskret nach Zusatztätigkeiten in der Industrie umhören (und das sage ich aus Erfahrung mit anderen Politiker-Laufbahnen).

    Kai Hamann

  7. "...ein armer Schlucker, der keine andere Möglichkeit sieht seinen Lebensunterhalt zu versehen..."

    Unbestreitbar ist sicherlich, dass diese Art der Kriminalität aus der Not heraus entsteht. Rechtfertigen kann man diese Überfälle damit aber sicher trotzdem nicht. Auch wenn das sicher zu einem Aufschrei der öffentlichen Meinung führt, bin ich der Meinung, dass der direkte Beschuss von Piratenschiffen sicher eine deutlich abschreckendere Wirkung hat, als Entwaffnung und Festnahme. Eine großartige Verschlechterung ihrer Lebenssituation ist das nämlich sicherlich nicht. Dies führt natürlich dazu, dass die Aussicht auf das schnelle Geld besonders lukrativ ist. Droht man ihnen mit direktem Beschuss und der Aussicht auf den Tod, würde die Zahl solcher Übergriffe sicherlich deutlich zurückgehen. Die Folge dessen wäre, dass weniger Schiffe der Marine dorthin delegiert werden müssten, was letztendlich den Steuerzahler entlastet.

    "...und die Marine hat nen Traumatisierten mehr ?"

    Man darf nie vergessen, dass die Piraten ein schweres Verbrechen begehen und die Traumatisierten bei solchen Übergriffen die Seefahrer sind, die als Geiseln genommen werden. Die Soldaten der Marine wissen worauf sie sich einlassen und werden dafür zu Recht auch gut bezahlt. Niemand wird gezwungen ins Ausland zu gehen. Das geschieht freiwillig.

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    Ich habe bei einem Seminar erfahren, dass Somalia zur Zeit keine funktionierende Regierung hat, da die USA mit Hilfe von Äthiopien funktionierende Regierungen milltärisch vertrieben hat. Seitdem werden seine Gewässer von interntinalen Fangschiffen leergefischt und Giftmüll dort spottbillig verklappt. Die Fischer können nicht mehr genug fangen und sind deshalb aus Notwehr zur Piraterie gekommen.
    Man muss Somalia wieder das Recht auf eine eigene Regierung geben, die traditinell islamisch ist, dann haben sie wieder einer funktionierende Polizei und damit endet das Problem....

    Ich habe bei einem Seminar erfahren, dass Somalia zur Zeit keine funktionierende Regierung hat, da die USA mit Hilfe von Äthiopien funktionierende Regierungen milltärisch vertrieben hat. Seitdem werden seine Gewässer von interntinalen Fangschiffen leergefischt und Giftmüll dort spottbillig verklappt. Die Fischer können nicht mehr genug fangen und sind deshalb aus Notwehr zur Piraterie gekommen.
    Man muss Somalia wieder das Recht auf eine eigene Regierung geben, die traditinell islamisch ist, dann haben sie wieder einer funktionierende Polizei und damit endet das Problem....

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