Terror-Drohung USA geben Reisewarnung für Deutschland aus

Die US-Regierung hat angesichts der jüngsten Terrordrohungen zur Wachsamkeit bei Deutschlandreisen aufgerufen. Amerikaner sollten sich möglichst unauffällig verhalten.

Die USA warnen aufgrund der jüngst aufgetauchten Drohvideos vor Reisen nach Deutschland

Die USA warnen aufgrund der jüngst aufgetauchten Drohvideos vor Reisen nach Deutschland

Das US-Außenministerium mahnte die amerikanische Bevölkerung unmittelbar vor der Bundestagswahl am Sonntag zu erhöhter Vorsicht bei Aufenthalten in Deutschland. Die US-Bürger sollen verstärkt auf ihr Umfeld achten und sich unauffällig verhalten.

Bei Besuchen von öffentlichen Plätzen und bei der Auswahl von Hotels und Restaurants sollten die Besucher das "Ausmaß an vorhandener Sicherheit" berücksichtigen. Die Reisewarnung läuft am 11. November aus. Die US-Botschaft hatte angesichts eines aufgetauchten Drohvideos bereits am vergangenen Freitag einen Warnhinweis an in Deutschland lebende US-Bürger veröffentlicht und zur Vorsicht gemahnt.

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Vor wenigen Tagen war erneut ein Drohvideo einer islamistischen Terrororganisation aufgetaucht, in dem der sofortige Abzug aller deutschen Soldaten aus Afghanistan gefordert wurde. Andernfalls drohe Deutschland nach der Bundestagswahl am 27. September ein "böses Erwachen".

Bereits am 18.September war eine Internet-Botschaft des aus Bonn stammenden mutmaßlichen Al-Qaida-Terroristen Bekkay Harrach entdeckt worden. Die Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen wurden daraufhin verstärkt. Deutsche Sicherheitsbehörden gehen angesichts der nahen Bundestagswahl von einer erhöhten Terrorgefahr aus. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hatte indes vor Panikmache gewarnt, jedoch gleichzeitig betont, dass die Drohungen ernst zu nehmen seien. 

Die Bild-Zeitung berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise von einer möglichen Bedrohung startender oder landender Passagierflugzeuge an deutschen Flughäfen durch Terroristen. Dem Blatt zufolge gibt es neue Geheimdienst-Warnungen vor Anschlägen mit Boden-Luft-Raketen. Besonders gefährdet sei der Frankfurter Flughafen, hieß es.

Dagegen hatte BKA-Chef Ziercke am Mittwoch gesagt, dass er "keine zusätzlich neue Bedrohungslage erkennen" könne. Deshalb sehe er aktuell auch keinen Grund, die Sicherheitsmaßnahmen angesichts der Bundestagswahl nochmals zu verschärfen. Er betonte, man dürfe sich "nicht verrückt machen lassen", müsse aber weiter wachsam sein.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Auch wenn es an Haarspalterei grenzt, der Titel scheint mir irreführend.
    Es ist laut bild.de lediglich ein Reisehinweis und keine Warnung.
    "Der Reisehinweis bleibt allerdings unterhalb der Schwelle einer Reisewarnung."
    Es gilt also wie immer Augen auf.

  2. 2.

    Erst $10,- für die Einreise verlangen und jetzt die eigenen Leute vor der Ausreise warnen.
    Warum bilden die nicht gleich eine Mauer...

  3. Hübsches Symbolbild: Welches Reisebüro hat denn heutzutage noch einen Röhrenbildschirm?
    ---
    Kommentator #1 hat natürlich Recht, ein Reisehinweis ist etwas völlig anderes als eine Reisewarnung. Von einer Qualitätszeitung wie der ZEIT erwarte ich da eine Differenzierung.

    Wer nachlesen möchte was das State Department in seinem Travel Alert (NICHT: Travel Warning) schreibt kann das hier tun: http://travel.state.gov/t...

  4. Herrn Ziercke ist vollauf zuzustimmen: Man sollte aufmerksam bleiben, aber man darf sich "nicht verrückt machen lassen". Nur: Wer teilt das Herrn Schäuble und seinem medialen "Panik-Orchester" mit dem lustvollen Suhlen in "abstrakten potenziellen Gefährdungslagen" mit?
    Entweder ich habe Erkenntnisse über konkret bestehende Bedrohungen, dann muss ich die Bevölkerung mit konkreten Handlungsanweisungen warnen. Oder ich habe keine Erkenntnisse, dann muss ich - auch wenn das gerade Politikern schwer fällt - die Klappe halten.
    Es ist sehr erfreulich, dass "das Volk" sehr viel weniger panikanfällig ist, als sich das manch einer in der "politischen Kaste" wohl wünscht. Nebenbei gefragt: Wie geht's eigentlich der Schweinegrippe?

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    "Nebenbei gefragt: Wie geht's eigentlich der Schweinegrippe?"

    Und wie geht's der Vogelgrippe? Ist genauso wie Michael Jackson's Tod von der neuesten Topmeldung abgelöst worden...

    "Nebenbei gefragt: Wie geht's eigentlich der Schweinegrippe?"

    Und wie geht's der Vogelgrippe? Ist genauso wie Michael Jackson's Tod von der neuesten Topmeldung abgelöst worden...

  5. "Nebenbei gefragt: Wie geht's eigentlich der Schweinegrippe?"

    Und wie geht's der Vogelgrippe? Ist genauso wie Michael Jackson's Tod von der neuesten Topmeldung abgelöst worden...

  6. Versucht da jemand noch kurz vor der Wahl, das Wahlergebnis zu beeinflussen? Komisch das so was immer vor irgendwelchen Wahlen auftaucht, damit die Bürger bloß das Kreuz an der Richtigen stelle setzen. Selbst der Dümmste sollte das schon durchschaut haben.

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