Putsch Vorsichtige Zeichen der Annäherung in HondurasSeite 2/2
In lokalen Medienberichten hieß es am Donnerstag, immer mehr Menschen in Honduras seien des Konfliktes müde. Sie forderten die Konfliktparteien auf, die Krise beizulegen und sie ohne internationale Einmischung zu lösen. Nach Aufhebung der Ausgangssperre waren am Donnerstag Tausende Menschen auf die Straßen gegangen und hatten für Zelaya oder dessen Widersacher demonstriert. Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern Zelayas und der Polizei wurde mindestens ein Mann erschossen.
Nur wenige Stunden später gingen nach Augenzeugenberichten Militär und Polizei gegen Tausende Demonstranten vor, die zur brasilianischen Botschaft ziehen wollten. Dort hält sich Zelaya, der trotz Verbots des Militärs nach Honduras zurückgekehrt war, seit Montag auf.
Zelaya war mit seiner Familie und rund 40 Anhängern in die brasilianische Botschaft geflüchtet. Soldaten sperrten das Gelände um die diplomatische Vertretung ab. Übergangspräsident Roberto Micheletti forderte Brasilien auf, Zelaya auszuliefern. In New York verlangte Brasiliens Präsident Luiz Inácio da Silva während der UN-Vollversammlung die Unantastbarkeit der Botschaft seines Landes zu respektieren. Er forderte außerdem die sofortige Rückkehr Zelayas ins Präsidentenamt.
Wir befürchten, dass bewaffnete Söldner die Botschaft stürmen, um uns zu ermorden.
Ex-Präsident Manuel Zelaya
Zelaya warf den Putschisten Mordabsichten vor. Dem staatlichen spanischen Rundfunk sagte er: "Wir befürchten, dass bewaffnete Söldner die Botschaft stürmen, um uns zu ermorden." Dabei sollte Zelaya getötet und der Mord als Selbstmord dargestellt werden. Dagegen erklärte Micheletti, es gebe keine Absichten, in die brasilianische Botschaft einzudringen. Die Interimsregierung wirft Zelaya Verfassungsbruch und andere Vergehen vor und will ihn vor Gericht stellen.
In dem Konflikt soll nun eine Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) vermitteln. Die USA begrüßten den Vorstoß der honduranischen Übergangsregierung. Einem Vertreter der US-Regierung zufolge könnten zu den OAS-Entsandten der Chef der Organisation, José Miguel Insulza, sowie Vertreter Argentiniens, Kanadas, Costa Ricas, Jamaikas, Mexikos, Panamas und der Dominikanischen Republik gehören. Die Außenminister der sieben Länder waren bereits im August nach Honduras gereist, um die Übergangsregierung zu einer Wiedereinsetzung Zelayas bis zu den für November geplanten Wahlen zu bewegen.
Die Regierung verhängte am Abend erneut eine Ausgangssperre für den größten Teil des Landes, darunter in der Hauptstadt Tegucigalpa. Zelayas Anhänger kündigten für diesen Freitag erneut Protestmärsche an.
- Datum 28.09.2009 - 11:44 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Ich lebe hier in Brasilien und habe in den Nachrichten die Meldung
mit bekommen das die Putschisten oder (Terroristen) Giftgas in die
Brasilianischen Botschaft eingesprüht haben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ein Hoch auf die neuen Diktatoren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich lebe in Venezuela und dachte, auch in Europa hätte man inzwischen begriffen, dass es in Honduras keinen Putsch gegeben hat, erst recht keinen Militärputsch. Dass aber ausgerechnet aus Brasilien ein chavistischer Kommentar kommt, ist traurig. Die von den neuen Linken terrorisierten Völker Lateinamerikas erhoffen sich von dort etwas mehr Verständnis.
Warum lässt das Ausland die Honduraner ihre innenpolitischen Angelegenheiten nicht ohne Einmischung selber regeln, zumal wenn es schon auf rechtsstaatlich einwandfreie weise geschieht?
In Honduras hatte Parlament hat mit nur 3 Gegenstimmen eine Amtsenthebungsklage beim Obersten Gerichtshof eingereicht, und der hat in der Sache positiv entschieden und die Enthebung Zelayas angeordnet. Kein Militär hat die Initiative ergriffen oder ist an die Macht gekommen. Es ist ein Preis der die Freiheit, dass auch notorische Wahrheitsverdreher ständig zu Wort kommen. Wenn diese aber die Mehrheit ausmachen, ist an dem System wohl was nicht in Ordnung.
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