US-Strategie in Afghanistan "Wie Gates, Herr Verteidigungsminister?"Seite 2/2
Man wolle aber erst, fügt er hinzu, den "strategic review", die systematische Überprüfung der Gesamtstrategie, abwarten, bevor man Entscheidungen treffe. Dass sich aber die Entscheidungsfindung in Richtung einer "minimalistischen" Afghanistan-Strategie neigt, zeigt der etwas ungewöhnliche Schritt des ansonsten zurückhaltenden Verteidigungsministers, den Antrag von McChrystal nach mehr Truppen für Afghanistan ans Weiße Haus weiterzuleiten. Das Signal an Obama: "Herr Präsident, ich glaube, Sie sollten auf Ihren Mann an der Front hören."
Möglich, dass Obama ein bisschen von beidem tut: Etwas mehr Truppen für Afghanistan, etwas mehr Kampf in Pakistan. Im Krieg markiert das halbherzige Sowohl-als-auch selten den Weg zum Sieg. Umso weniger als Amerikas Mann in Kabul, Präsident Karzai, sich auf die trapsende Nachtigall einstellen und ein Arrangement mit den Taliban anstreben wird. Und in Islamabad werden sie nicht sehr glücklich darüber sein, dass Obama den Krieg nach Pakistan verlegen will.
Für Obama war Afghanistan der "gute", Irak der "böse" Krieg. Es sieht nun so aus, als wolle er beide recht bald loswerden – zumindest auf ein Niveau herunterfahren, das viel weniger amerikanisches Blut und Gut kostet. Man darf gespannt darauf sein, was die Afghanen und Iraker in den nächsten Tagen dazu sagen werden.
- Datum 23.10.2009 - 15:12 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Mittlerweile scheint es, als das der Friedensnobelpreisträger Obama lieber das kleinere Übel in Form der Taliban wählt, anstatt das ordentlich zu beenden, was der Westen angezettelt hat. Denn nicht die Afghanen führen Krieg - sondern der Westen, die Taliban und Al Quaida.
...würden Viele gerne hören. Vor allem die AlQuaida, Taliban und deren Unterstützer. Aber "Niederlage" ist etwas anderes, als Abzug und Übergabe des Problems an die internationale Gemeinschaft zur Lösung. Warum sollten die Amerikaner es mit den Briten, Kanadiern und Holländer quasi alleine finanzieren? Warum alleine seine Soldaten opfern? Es ist ein Teil der Weltsicherheit aber, wenn nicht alle mit an ihr arbeiten, so wird kein öffentliches Produkt geschaffen und jeder steht für sich alleine; wie vor '39 oder '14.
Für sich sind die Amerikaner auf absehbare Zeit unangreifbar und brauchen eine Sicherstellung der Handelswege und internationalen Eigentumsrechte durch die Weltgemeinschaft weniger als Andere, als wir. Bisher haben sie auch uns unter einen von ihnen selbstgeleisteten Sicherheitsschirm geschützt. Das braucht es nicht. Da sie auch zu viel ausgeben dafür ist es für sie nunmehr kontraproduktiv, selbstzerstörerisch und auf Dauer nicht möglich.
...würden Viele gerne hören. Vor allem die AlQuaida, Taliban und deren Unterstützer. Aber "Niederlage" ist etwas anderes, als Abzug und Übergabe des Problems an die internationale Gemeinschaft zur Lösung. Warum sollten die Amerikaner es mit den Briten, Kanadiern und Holländer quasi alleine finanzieren? Warum alleine seine Soldaten opfern? Es ist ein Teil der Weltsicherheit aber, wenn nicht alle mit an ihr arbeiten, so wird kein öffentliches Produkt geschaffen und jeder steht für sich alleine; wie vor '39 oder '14.
Für sich sind die Amerikaner auf absehbare Zeit unangreifbar und brauchen eine Sicherstellung der Handelswege und internationalen Eigentumsrechte durch die Weltgemeinschaft weniger als Andere, als wir. Bisher haben sie auch uns unter einen von ihnen selbstgeleisteten Sicherheitsschirm geschützt. Das braucht es nicht. Da sie auch zu viel ausgeben dafür ist es für sie nunmehr kontraproduktiv, selbstzerstörerisch und auf Dauer nicht möglich.
...würden Viele gerne hören. Vor allem die AlQuaida, Taliban und deren Unterstützer. Aber "Niederlage" ist etwas anderes, als Abzug und Übergabe des Problems an die internationale Gemeinschaft zur Lösung. Warum sollten die Amerikaner es mit den Briten, Kanadiern und Holländer quasi alleine finanzieren? Warum alleine seine Soldaten opfern? Es ist ein Teil der Weltsicherheit aber, wenn nicht alle mit an ihr arbeiten, so wird kein öffentliches Produkt geschaffen und jeder steht für sich alleine; wie vor '39 oder '14.
Für sich sind die Amerikaner auf absehbare Zeit unangreifbar und brauchen eine Sicherstellung der Handelswege und internationalen Eigentumsrechte durch die Weltgemeinschaft weniger als Andere, als wir. Bisher haben sie auch uns unter einen von ihnen selbstgeleisteten Sicherheitsschirm geschützt. Das braucht es nicht. Da sie auch zu viel ausgeben dafür ist es für sie nunmehr kontraproduktiv, selbstzerstörerisch und auf Dauer nicht möglich.
Ich war immer gegen den Afghanistaneinmarsch, weil schon immer klar war: Die hocken in Pakistan, in Südwaziristan, und werden aus Arabien finanziert.
Man muss entweder klar sagen: Die Al Quaida ist gefährlich und muss liquidiert werden. Dann müssen die Finanzquellen ausgetrocknet und die Stützpunkte der Al Quaida geschleift werden. D.h. Intervention in Paktistan und den Finanzzentren.
Oder aber man schließt sich der Meinung des größten Genies aller Zeiten (nach deutscher Mehrheitsmeinung) Michael Moore (halbirrer Verschwörungstheoretiker) an, der sagt: Nur die CIA bedroht die Welt und alle Bomben- und Terroranschläge dieser Erde gehen auf deren Konto.
Dann muss sich die USA selber bekämpfen und die früheren und derzeitigen Präsidenten müssten nach Guantanamo als Oberstaatsfeinde eingeliefert werden, Michael Moore würde (unter frenetischem deutschen Massenjubel) Präsident des Planeten ...
Müsste man mal abwägen.
Wir kämpfen gegen Afghanistan wegen Al-Qaida. Nun, dieses Netzwerk ist auch stark in Pakistan - jetzt erst recht: Gegen Pakistan kämpfen "wir" aber nicht...! Erklärungsbedarf? Keiner! Wir sind halt einfach so, per Selbstdefinition sozusagen, die Besten, die Besseren. Wir müssen das anderen und dem eigenen Volk nicht erklären!
Wir kämpfen gegen Afghanistan wegen Al-Qaida. Nun, dieses Netzwerk ist auch stark in Pakistan - jetzt erst recht: Gegen Pakistan kämpfen "wir" aber nicht...! Erklärungsbedarf? Keiner! Wir sind halt einfach so, per Selbstdefinition sozusagen, die Besten, die Besseren. Wir müssen das anderen und dem eigenen Volk nicht erklären!
@ joG: "Warum sollten die Amerikaner es mit den Briten, Kanadiern und Holländer quasi alleine finanzieren? Warum alleine seine Soldaten opfern?"
Ganz einfach: Weil die Taliban nur ein lokales Problem darstellen. Darum sind sie um Längen angenehmer und günstiger zu ertragen als die alte Al Quaida - das ist nur noch das Ziel, welches der Westen erreichen kann. Nichts, von Freiheit, Frieden und gar Demokratie. Die Amerikaner, als Federführer, wollen den Krieg jetzt nur noch auf ein lokales Scharmützel zwischen den Drogenbaronen der Taliban, ein bisschen Al Quaida und der Bevölkerung begrenzen. Sie werden sehen, wie schnell Sie nichts mehr von Afghanistan sehen werden - wenn sein Plan funktionierte.
@ Boulomane: "D.h. Intervention in Pakistan und den Finanzzentren." Was meinen Sie, warum Afghanistan und nicht Pakistan angegriffen wurde? Schon vergessen, dass Pakistan A-Versichert ist?
Beste Grüße
Erträglich mag man es hierzulande nennen, wenn eine Terrorherrschaft Frauen in Käfige aus Stoff hüllt und den Schulbesuch von Mädchen unterbindet.
So wie es für Europa schon immer "erträglich" war, wenn nur das Elend nicht im eigenen Vorgarten die Gartenzwerge anrempelt.
Erträglich mag man es hierzulande nennen, wenn eine Terrorherrschaft Frauen in Käfige aus Stoff hüllt und den Schulbesuch von Mädchen unterbindet.
So wie es für Europa schon immer "erträglich" war, wenn nur das Elend nicht im eigenen Vorgarten die Gartenzwerge anrempelt.
Wir kämpfen gegen Afghanistan wegen Al-Qaida. Nun, dieses Netzwerk ist auch stark in Pakistan - jetzt erst recht: Gegen Pakistan kämpfen "wir" aber nicht...! Erklärungsbedarf? Keiner! Wir sind halt einfach so, per Selbstdefinition sozusagen, die Besten, die Besseren. Wir müssen das anderen und dem eigenen Volk nicht erklären!
was leider nicht in den Medien steht lesen wir z.B.hier:
http://www.radio-utopie.d...
Von Deutschland sollte nie wieder ein Krieg ausgehen .
Wir sind drittgrößter Waffenexporteur der Welt!
Allein schon das ist skandalös.
hier:
http://www.uni-kassel.de/...
Erträglich mag man es hierzulande nennen, wenn eine Terrorherrschaft Frauen in Käfige aus Stoff hüllt und den Schulbesuch von Mädchen unterbindet.
So wie es für Europa schon immer "erträglich" war, wenn nur das Elend nicht im eigenen Vorgarten die Gartenzwerge anrempelt.
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