Kaukasus-Konflikt
Langes Zuschauen, kurzer Krieg
Der Bericht zum Kaukasus-Konflikt gibt Russland und Georgien die Schuld an der Eskalation der Gewalt. Die unrühmliche Rolle Europas blendet er aus. Ein Kommentar.
© Viktor Drachev/AFP/Getty Images

August 2008: Kriegsschäden nahe der südossetischen Stadt.
Es war ein Bericht, den am Ende keiner mehr wollte. Die Georgier nicht, weil sie nach Vorabmeldungen befürchten mussten, dass die Untersuchungskommission ihnen die Hauptschuld am Fünftagekrieg zwischen Georgien und Russland im August 2008 zuweisen würde. Die Russen nicht, weil die Europäer das Thema schon fast wieder vergessen zu haben schienen. Doch auch die EU, die doch den Bericht selbst in Auftrag gegeben und finanziert hatte, machte ein wenig den Eindruck, als hätte sie das Papier am liebsten ohne viel Aufsehen in einer Schublade verschwinden lassen.
Eine inhaltliche Diskussion über das Thema fand nicht statt, öffentlich präsentiert wurde der Untersuchungsbericht schon gar nicht. Zu groß war die Sorge in Brüssel, mit einer starken Stellungnahme die immer noch schwelenden Spannungen im Südkaukasus wieder anzuheizen.
Dabei gibt der Bericht selbst keineswegs nur einer Kriegspartei die Schuld, wie im Vorfeld von manchen befürchtet worden war. In einer ersten Reaktion sahen sich am Mittwoch daher sowohl Russland als auch Georgien in ihrer Version bestätigt. So neu sind die Ergebnisse des Berichts im Übrigen nicht: Schon früh gab es massive Zweifel an der Darstellung des georgischen Präsidenten Saakaschwili, der den Beschuss des südossetischen Zchinwali durch seine Truppen nur als Reaktion auf einen Einmarsch der Russen verstanden wissen wollte. Auch die russischen Provokationen im Vorfeld des Krieges waren lange bekannt. Dennoch ist es wichtig, den Gang der Ereignisse nachzuzeichnen und die Verantwortung klar zu benennen, und sei es nur, um daraus für die Zukunft zu lernen.
Der Krieg in Georgien war alles andere als unvermeidlich. Saakaschwili ließ sich durch russische Provokationen in diesen Konflikt treiben, auf mahnende Stimmen aus dem Westen hörte er nicht oder wollte er nicht hören. Deshalb feuerten georgische Soldaten die ersten Schüsse ab. Diese Verantwortung bleibt, und Georgien muss sich ihr ehrlich stellen.
Doch auf der anderen Seite hatten Russlands Premier Putin und sein Präsident Medwedew ihrerseits ein Interesse daran, den Konflikt immer weiter auf die Spitze zu treiben: Monatelange Provokationen waren dem Krieg vorausgegangen, und kaum hatte der bewaffnete Konflikt begonnen, marschierten russische Soldaten weit über die Grenze Südossetiens ins georgische Kernland.
Doch solange in beiden Ländern dieselben Akteure an der Macht sind wie bei dem kurzen Krieg im Sommer, ist es kaum denkbar, dass sie Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Im Gegenteil, die Spannungen wachsen derzeit sogar wieder.
- Datum 1.10.2009 - 11:39 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Die Sprachregelung in den Medien scheint sich auf den Begriff "russische Provokationen" geeinigt zu haben, wahrscheinlich um nicht eingestehen zu müssen, daß man sich damals nach Ausbruch des Kaukasus einseitig auf Rußland als dem angeblichen Kriegstreiber gestürzt hat und sich von dem unberechenbaren Hasardeur Saakaschwili hinters Licht führen ließ. Die Erklärung, worin diese Provokationen denn genau bestehen sollen, fehlt aber in so gut wie allen Berichten.
Gut gesagt,
schade dass man den Bericht selbst nicht einsehen kann. Ansonsten hat die deusche Presse anscheinend nicht die Größe Fehler einzugestehen. Aber immerhin wird auf die unrühnliche europäische Rolle verwiesen
Dass der ehemalige KGB-Agent und FSB-Geheimdienstchef als angebliche Minderheitenführer nur fast ausschließlich Leute mit lupenreiner Geheimdienstkarriere beim FSB einsetzt macht aber den angeblichen Minderheitenschutz auch nicht glaubwürdiger.
Zumal, wenn um die Abchasische Minderheit zu schützen, erstmal die georgische Bevölkerungsmehrheit aus Abchasien vertrieben wurde:
http://de.wikipedia.org/w...
Gut gesagt,
schade dass man den Bericht selbst nicht einsehen kann. Ansonsten hat die deusche Presse anscheinend nicht die Größe Fehler einzugestehen. Aber immerhin wird auf die unrühnliche europäische Rolle verwiesen
"schade dass man den Bericht selbst nicht einsehen kann."
Schauen Sie mal hier:
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
Den Link habe ich auf der Wikipedia-Seite von Heidi Tagliavini gefunden.
Merkwürdigerweise liest man nirgendwo etwas darüber, dass es die Nato, die Ukraine und andere waren, die Georgien massiv aufgerüstet und dadurch den Krieg überhaupt erst ermöglicht hatten. Die Frage ist und bleibt: Was hat die Nato in einem asiatischen Land zu suchen und was dieses Land in der Nato? Ganz offensichtlich war der Kaukasuskrieg eines der Machtspielchen der Nato gewesen und Saakaschwili war in die Falle getappt oder er ist ein Strohmann.
.....warum findet man die nur immer fast wortwörtlich in der ganzen Presseszenhe hier?
Ob da wohl ein System oder ein anderer Antrieb dahinter steckt?
"Georgien ist ein kleines Land weit im Osten von Europa. Seine Nachbarn sind die Russische Föderation, Türkei, Aserbaidschan und Armenien. Die Hauptstadt ist Tiflis und die Währung von Georgien ist der Lari."
http://de.wikibooks.org/w...
"schade dass man den Bericht selbst nicht einsehen kann."
Schauen Sie mal hier:
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
http://www.ceiig.ch/pdf/I...
Den Link habe ich auf der Wikipedia-Seite von Heidi Tagliavini gefunden.
Fakt ist doch, dass Russland einen Grund gesucht hat, um Abchasien als neuen Hauptstützpunkt für die Schwarzmeerflotte zu annektieren. Wer sich näher in die russischen Quellen einliest, der findet dazu mehr wie genug Hinweise, hier nur mal ein kleines Beispiel:
http://de.rian.ru/safety/...
Interessanterweise hat Russland sogar genau die gleichen Schritte wie 1921 in diesem Konflikt getätigt, warum das ad neu erfinden, wenns immer noch gut rollt????
1. Ethnische Konflikte in Abchasien und SOssetien angezettelt.
2. Georgien innenpolitisch destabilisiert
3. Georgien außenpolitisch isoliert
.....warum findet man die nur immer fast wortwörtlich in der ganzen Presseszenhe hier?
Ob da wohl ein System oder ein anderer Antrieb dahinter steckt?
"Georgien ist ein kleines Land weit im Osten von Europa. Seine Nachbarn sind die Russische Föderation, Türkei, Aserbaidschan und Armenien. Die Hauptstadt ist Tiflis und die Währung von Georgien ist der Lari."
http://de.wikibooks.org/w...
Dass der ehemalige KGB-Agent und FSB-Geheimdienstchef als angebliche Minderheitenführer nur fast ausschließlich Leute mit lupenreiner Geheimdienstkarriere beim FSB einsetzt macht aber den angeblichen Minderheitenschutz auch nicht glaubwürdiger.
Zumal, wenn um die Abchasische Minderheit zu schützen, erstmal die georgische Bevölkerungsmehrheit aus Abchasien vertrieben wurde:
http://de.wikipedia.org/w...
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