Griechenland Sozialisten gewinnen Wahl
Machtwechsel in Griechenland: Die sozialistische Oppositionspartei hat die Parlamentswahlen klar gewonnen. Ministerpräsident Kostas Karamanlis trat als Parteichef zurück.
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Oppositionsführer Giorgios Papandreou ist der Gewinner der Wahl: Mit 160 Abgeordneten wird seine Partei Pasok ins griechische Parlament einziehen
Die oppositionellen Sozialisten haben die vorgezogenen Parlamentswahlen am Sonntag klar gewonnen. Die bisher regierende konservative Partei Nea Dimokratia (ND) von Ministerpräsident Kostas Karamanlis muss nach fünfeinhalb Jahren die Macht abgeben. Nach Auszählung von fast 90 Prozent der Stimmen kommt die Panhellenische Sozialistische Bewegung, Pasok, von Oppositionsführer Giorgos Papandreou auf einen Stimmenanteil von 43,95 Prozent und erhält damit eine bequeme Mehrheit von 160 Abgeordneten im 300-köpfigen Parlament in Athen.
"Wir können das Land in eine neue Zukunft führen. Jetzt vorwärts für ein besseres Griechenland", sagte Wahlsieger Papandreou vor tausenden Anhängern, die sich vor der Zentrale der Sozialistischen Partei in Athen versammelten hatten. Papandreou versprach, dass der Bürger und seine Probleme "immer und nur" im Mittelpunkt seiner Politik stehen werden.
Die ND erlebte einen schweren Einbruch und kam auf nur noch 34,0 Prozent und 93 Sitze. Das ist das schlechteste Ergebnis seit der Gründung der Partei im Jahr 1974. Im Jahr 2007 hatte die Partei mit 41,8 Prozent gewonnen. Vetternwirtschaft, kaum Reformen und eine dramatische Verschlechterung der Verschuldung des Landes gelten als die Ursachen dieser schweren Niederlage der Konservativen. Schon vor der Wahl war mit einem Sieg der Sozialisten gerechnet worden.
Karamanlis gratulierte nach Angaben des staatlichen Rundfunks Papandreou zu seinem Sieg telefonisch. Dann zog er die Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der ND und erklärte den Rücktritt vom Parteivorsitz. "Ich übernehme die Verantwortung. Ich leite das Verfahren zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden ein. Ich werde nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren", sagte er im griechischen Fernsehen.
Der Einzug ins Parlament gelang auch der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) mit 7,4 Prozent und 20 Abgeordneten sowie der nationalistisch-religiösen Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung (LAOS), die 5,5 Prozent erhielt und 15 Abgeordnete haben wird. Zudem schaffte das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) mit 4,5 Prozent den Sprung ins Parlament. Dagegen verpassen die Grünen mit 2,5 Prozent den Einzug. In Griechenland gilt eine Drei-Prozent-Hürde. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis wurde am Montagvormittag gerechnet.
- Datum 05.10.2009 - 08:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Sozialismus“
Diese Wahl war eine Wahl des kleineren Uebels, der hohe Gewinn der Sozilaisten war die Quittung fuer die Misswirtschaft der Konservativen. Ich bedaure allerdings sehr, dass die oekologische Partei nicht ins Parlament einziehen konnte, dies wuerde dem griechischen Staat mal gut tun.
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Neoliberalismus.
Immer noch. ZDF, "Berlin direkt" gestern Abend, Herr Karl-Theodor zu Guttenberg: "Wir müssen Leistungsträger entlasten".
@1 vs @3: Sehr witzig.
Das: "Wir müssen Leistungsträger entlasten" kann man einfach hinterfragen wenn man's nicht versteht.
Da: "das Gespenst des Sozialismus“ gibt es nichts mehr zu hinterfragen jedenfalls wenn man ihn als Diktatur der Proleten begreift.
Der dritte Weg darf sich jetzt mal wieder in Griechenland beweisen, mal sehen wie erfolgreich er dort sein wird.
In Deutschland war er ja ungewöhnlich erfolgreich, allein die Klientel hat es nicht zu würdigen gewusst und die SPD gedolchstosst. Jetzt haben wir den Salat.
also für mich gibts da nichts mehr zu hinterfragen, was die Entlastung
der sog. "Leistungsträger" angeht. Die Trickle-down-Theorie wird vor die Wand laufen...
Lieber die Diktatur des Proletariats als die Diktatur des Marktes...
also für mich gibts da nichts mehr zu hinterfragen, was die Entlastung
der sog. "Leistungsträger" angeht. Die Trickle-down-Theorie wird vor die Wand laufen...
Lieber die Diktatur des Proletariats als die Diktatur des Marktes...
also für mich gibts da nichts mehr zu hinterfragen, was die Entlastung
der sog. "Leistungsträger" angeht. Die Trickle-down-Theorie wird vor die Wand laufen...
Verstehen Sie als Leistungsträger doch einfach die Summe der arbeitenden Bevölkerung. (Ohne der Restsumme Faulheit zu unterstellen) So verstehe ich Guttenbergs Aussage jedenfalls.
Die Verteilungsstrukturen werden sich anpassen, der Grundsatz wird immer der gleiche bleiben:
Wer in Freiheit leben will kommt um die Berücksichtigung marktwirtschaftlicher Interessen nicht herum, wer den gesellschaftlichen Frieden nicht gefährden will, kommt um die Berücksichtigung Benachteiliger nicht herum.
Die Frage ist wie gestaltet man die Umsetzung der Interessen so effizient wie möglich.
Und da halte ich Umverteilung genauso wie trickling-down für die falschen Ansätze.
Man sollte mal den volkswirtschaftlichen Schaden beziffern der allein dadurch entsteht daß die Bevölkerung ihre Zeit lieber vor dem Fernseher verbringt als mit (Fort)Bildung und Unterhaltserwerb.
Ich interptretiere seine Aussage nicht so wie Sie, der Wind weht aus einer ganz anderen Richtung:
http://www.zeitgeist-onli...
Ich interptretiere seine Aussage nicht so wie Sie, der Wind weht aus einer ganz anderen Richtung:
http://www.zeitgeist-onli...
Ich interptretiere seine Aussage nicht so wie Sie, der Wind weht aus einer ganz anderen Richtung:
http://www.zeitgeist-onli...
... Umverteilung hat in den letzten Jahren stattgefunden, nämlich von unten nach oben...
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