Terror Anschlag auf Irans Revolutionsgarden – Dutzende Tote

Ein Selbstmordattentäter hat in Iran eine Einheit der Revolutionswächter angegriffen. Dutzende Soldaten wurden getötet, darunter mehrere ranghohe Kommandeure.

Die Revolutionsgarden, hier bei einer Teheraner Militärparade im September, gelten als militärisches Rückgrat der iranischen Konservativen.

Die Revolutionsgarden, hier bei einer Teheraner Militärparade im September, gelten als militärisches Rückgrat der iranischen Konservativen.

Die Zahl der Toten beim Anschlag auf die paramilitärischen Revolutionsgarden hat sich nach neusten Berichten staatlicher Medien auf mindestens 42 erhöht. Dies berichtete der iranische Fernsehsender Press TV in der Nacht zum Montag. Unter den Tote sind den Angaben zufolge auch sieben Kommandeure der Gardisten.

Der Anschlag ereignete sich in der Provinz Sistan-Balutschistan im Südosten Irans. Die Kommandeure waren den Berichten zufolge auf dem Weg zu einem Treffen mit sunnitischen Stammesführern in Pischin. Unterwegs habe ein einzelner Selbstmordattentäter die Gruppe angegriffen und sich in die Luft gesprengt. Auch Stammesälteste sollen dabei gestorben sein.

Anzeige

Dem Staatsfernsehen zufolge haben sich sunnitische Rebellen zu der Bluttat bekannt. Die Gruppe "Dschundollah" (Gottes Soldaten) habe die Verantwortung für die Tat übernommen, hieß es. Die Revolutionsgarden, auch "Pasdaran" genannt, hatten zuvor in einer Erklärung "Elementen mit Bezug zur globalen Arroganz" – gemeint sind die USA und Großbritannien – vorgeworfen, für den Anschlag verantwortlich zu sein, ohne Einzelheiten zu nennen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad verurteilte den Anschlag und kündigte eine harte Reaktion an. Die "terroristischen Elemente" hinter der Tat bekämen bald eine "entschiedene Antwort", sagte Ahmadinedschad, berichtete Fars. Auch die USA verurteilten die Bluttat. Berichte über eine angebliche US-Beteiligung wurden vom Sprecher Ian Kelly als "völlig falsch" zurückgewiesen.

Die Pasdaran wurden im Zuge der Islamischen Revolution gegründet und gelten als militärischer Arm der konservativen Elite Irans. Auch Ahmadineschad ging einst aus der 120.000 Mann starken Armee hervor. In seiner Amtszeit berief er ehemalige Pasdaran-Kommandeure zu Ministern oder Provinzgouverneuren, zudem kontrollieren die Paramilitärs große Teile der iranischen Wirtschaft.

Leser-Kommentare
    • zd
    • 18.10.2009 um 11:38 Uhr

    schon seit langem unterstuetzt iran selbstmordanschlaege auf israel durch hamas oder auf westliche truppen in irak durch schiitische terroristen. doch jetzt trifft es sie selbst. die iraner sind auf dem bestem weg sich ins abgrund zu manoevrieren. macht weiter so: unterdrueckt suniten und juden, baut atombomben, mordet nicht volljaehrige, zerschlagt die oposition. es wird noch oeinh paar monate hoechstens ein jahr nehmen, bis die iranische spitze es verstehen wird, wie verblendet sie gewesen sind.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Parvis
    • 18.10.2009 um 11:51 Uhr

    dass die Verantwortlichen erkennen, wie verblendet sie waren? Ich habe da meine Zweifel.

    • Parvis
    • 18.10.2009 um 11:51 Uhr

    dass die Verantwortlichen erkennen, wie verblendet sie waren? Ich habe da meine Zweifel.

    • Parvis
    • 18.10.2009 um 11:51 Uhr

    dass die Verantwortlichen erkennen, wie verblendet sie waren? Ich habe da meine Zweifel.

  1. die iraner halten einfach ihre linie und stellen keinerlei gefahr für irgendwen dar. die aggression geht von israel und den usa aus, welche man viel treffender mit erfinder protagonisten des modernen terrorismus bezeichnen könnte. - hoffen wir dass es wirklich mal die richtigen trifft.

    lasst euch doch den kopf nicht so weich waschen... und nein, ich bin kein antisemit.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:19 Uhr

    Ihre Wörter ähneln aber diesen sehr stark!!!

    • marxo
    • 18.10.2009 um 15:45 Uhr

    was für eine Linie denn? Werden sie doch noch ein wenig konkreter.

    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:19 Uhr

    Ihre Wörter ähneln aber diesen sehr stark!!!

    • marxo
    • 18.10.2009 um 15:45 Uhr

    was für eine Linie denn? Werden sie doch noch ein wenig konkreter.

    • FahadA
    • 18.10.2009 um 12:37 Uhr

    Nachdem es mit der so genannten Grünen Revolution nicht geklappt hat, jetzt wieder Terror. Was glaubt die interessierte Öffentlichkeit wohl, wo die 400 Mio Dollars geblieben sind, die Bush noch während des Wahlkampfs für einen Regimewechsel im Iran locker gemacht hat? Jundullah (Irans Al Qaeda) wird's wohl wieder mal gewesen sein. Aber wer sind die wirklichen Drahtzieher?

    Freelance

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:31 Uhr

    Wie lange wird dies noch so weiter gehen? Immer müssen die anderen Schuld sein.

    Überdenken Sie bitte mal Ihre Vermutung noch einmal.
    Würde hinter den Anschlägen Drahtzieher stecken, die dem Bush wohlgesonnen sind, dann würden sie sicherlich nicht die Regierungsorgane angreifen, um einen Sturz zu verursachen.

    Mann nimmt dann eher zivile Ziele ins Visier, um größere Unruhen zu erzeugen!

    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:31 Uhr

    Wie lange wird dies noch so weiter gehen? Immer müssen die anderen Schuld sein.

    Überdenken Sie bitte mal Ihre Vermutung noch einmal.
    Würde hinter den Anschlägen Drahtzieher stecken, die dem Bush wohlgesonnen sind, dann würden sie sicherlich nicht die Regierungsorgane angreifen, um einen Sturz zu verursachen.

    Mann nimmt dann eher zivile Ziele ins Visier, um größere Unruhen zu erzeugen!

    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:19 Uhr

    Ihre Wörter ähneln aber diesen sehr stark!!!

    • Midway
    • 18.10.2009 um 13:31 Uhr

    Wie lange wird dies noch so weiter gehen? Immer müssen die anderen Schuld sein.

    Überdenken Sie bitte mal Ihre Vermutung noch einmal.
    Würde hinter den Anschlägen Drahtzieher stecken, die dem Bush wohlgesonnen sind, dann würden sie sicherlich nicht die Regierungsorgane angreifen, um einen Sturz zu verursachen.

    Mann nimmt dann eher zivile Ziele ins Visier, um größere Unruhen zu erzeugen!

    Antwort auf "Jundullah"
  2. Vielleicht ist es kleinlich nachzufragen warum der Titel dieses Beitrages nicht mit "Terroranschlag" beginnt? Oder hat es der Iran vielleicht verdient, selbst wenn auch hier unschuldige zum Opfer fallen?

    Und wenn manche hier, wie behauptet etwas gegen Gewalt und gegen Terror wirklich hätten, und für den Weltfrieden so unermüdlich kämpfen, warum freuen sich die selben hier in den Kommentaren offen oder versteckt, dass es jetzt den Menschen im Iran trifft?

    Und wenn die Freude so offen ausgesprochen wird, dann muss die Vernunft daran zweifeln, dass diese Ereignisse und diese Art Terror nicht von den Gegnern Irans auch gesteuert wären!

    Schade, dass wir kaum mehr in der Lage sind im Spiegel etwas zu sehen und kaum mehr die eigene Motivation begreifen und somit auch die zerstörerische Tragweite unseres Denken!!!

  3. Toll, wie hier in den Kommentaren Selbstmordattentate plötzlich nicht mehr abscheulich sind. Selbstmordattentäter werden auch nicht mehr von fremden Mächten ferngesteuert (Verschwörungstheorie), die man am besten wegbomben sollte.
    Der Artikel ist übrigens erfrischend neutral und sachlich und ich würde mir die gleiche Neutralität eben auch im Bezug auf andere Selbstmordanschläge wünschen.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass hinter dem Anschlag durchaus auch westliche Gelder stecken, zumindest indirekt. Es wäre nicht das erste mal, dass der Spaltpilz gesät und eine kriminelle Organisation systematisch aufgebaut würde. Die Taliban sind ja auf diese Weise erst gross geworden.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service