Terrorbekämpfung Pakistan beginnt erneut Großoffensive gegen die Taliban
In den vergangenen Tagen haben die Taliban eine Serie von Terroranschlägen verübt, während sich Pakistan auf einen Großangriff vorbereitete. Nun ist die Armee gestartet.
© NICOLAS ASFOURI/AFP/Getty Images

Sicherheitscheck in Islamabad - ein Polizist untersucht ein Auto. Die verschärften Kontrollen sind Teil der am Samstag gestarteten Großoffensive gegen die Taliban
Nach langen Planungen hat Pakistan erneut eine Großoffensive gegen die islamistischen Taliban eröffnet. "Die Bodenoffensive hat begonnen", sagte der für Süd-Waziristan zuständige Regierungsvertreter Tariq Hayat Khan am Samstag. Rund 28.000 Soldaten werden in der Unruheprovinz gegen etwa 10.000 bis 15.000 gut ausgebildete Kämpfer von Taliban und Al-Qaida vorrücken, teilte die Armee mit.
Regierungskreisen zufolge wurde entlang der Straßen in Süd-Waziristan eine Ausgangssperre verhängt, um den Truppentransport durch die Hochburgen der Islamisten besser zu schützen. Telefonverbindungen wurden offenbar gekappt. Bodentruppen würden an mehreren Stellen von der Luftwaffe unterstützt, zitierte der Fernsehsender Sama Khan. Aus Furcht vor der Offensive sind bereits mehr als 80.000 Menschen aus der Region geflohen. Die pakistanischen Behörden rechnen mit insgesamt bis zu 120.000 Flüchtlingen. Vier Auffanglager wurden bereitgestellt.
Nach Angaben eines Geheimdienstoffiziers rücken die Sicherheitskräfte aus drei Richtungen gegen Verstecke der Aufständischen vor. Die Taliban hätten sich in den Bergen versteckt und die Sicherheitstruppen von unterirdischen Bunkern in den Wäldern aus beobachtet, sagte er.
Bereits im Juli dieses Jahres hatte es eine ähnliche Großoffensive gegeben. Damals waren rund 1700 Aufständische getötet worden, zwei Millionen Menschen flohen vor den Gefechten.
Taliban auf Rachefeldzug
Die Armee geht in Süd-Waziristan schon seit Monaten mit Luftangriffen und Artillerie gegen die Taliban vor. Grund der nun beginnenden Großoffensive der Regierung ist die zunehmende Gewalt der Taliban. Anfang August war in Süd-Waziristan der pakistanische Taliban-Chef Baitullah Mehsud bei einem US-Raketenangriff getötet worden. Die Taliban unter dessen Nachfolger Hakimullah Mehsud hatten daraufhin Rache geschworen.
Angesichts der angekündigten Offensive gegen die islamistischen Militanten hatten diese in jüngster Zeit ihren Terror gegen die Sicherheitskräfte noch verstärkt. Bei einer Reihe von Anschlägen kamen in den vergangenen eineinhalb Wochen etwa 150 Menschen ums Leben.
Am vergangenen Samstag hatten die Taliban das Hauptquartier der Armee in Rawalpindi bei Islamabad attackiert. Dabei hielten sie Dutzende Menschen in einem Gebäude fest. Spezialeinheiten konnten die Geiselnahme nach 22 Stunden beenden. Nach Angaben des Militärs wurden bei dem Anschlag 20 Menschen getötet, darunter neun Angreifer und acht Sicherheitskräfte.
Zuvor riss ein Selbstmordattentäter auf einem Markt in der nordwestpakistanischen Millionenstadt Peshawar mehr als 50 Menschen mit in den Tod. Bei einem anderen Selbstmordanschlag in Islamabad starben fünf Angestellte des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.
- Datum 17.10.2009 - 11:05 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 8
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Die Taliban benutzen Frauen und Kinder als Schutzschild, ermorden ihre eigenen Landsleute, bomben wahllos und sind unbelehrbar (fanatisch).
Hier trifft wirklich der Spruch zu: Nur ein toter Taliban ist ein guter Taliban.
Ich wünsche Pakistan viel Erfolg bei seiner Aktion.
geht es mit den islamisierten Gebieten (des ehemaligen) Indiens kontinuierlich bergab. Selbst wenn es den Vertretern der staatlichen Ordnung Pakistans gelingt, die Taliban militärisch zu neutralisieren, wird ein Weiterregieren nur mit brutalen Mitteln gelingen. Das wird der Preis für Stabilität sein. Wir kennen das von anderen Islam-Ländern: Diktatur oder Zerfall staatlicher Strukturen. Die Zukunft Pakistans sieht düster aus. Über den Konfliktherd Wasiristan wird auch Iran mittelfristig in die Problematik hineingezogen werden. Treibstoff in diesem Konflikt wie immer das mörderische Bevölkerungswachstum. Ich empfehle, hierzu die Betrachtungen von Prof. Heinsohn: http://www.achgut.com/dad...
Zur Info wer die "Taliban" eigentlich sind:
http://blog.zeit.de/kinde...
Nun haben die pakistanischen Taliban den Zeitzünder ihrer vorläufigen Niederlage selbst gezündet. Sie sind zwischen 2 Mühlen geraten, der pakistanischen- und der amerikanischen Soldaten. Das Blutmehl der Talibans beginnt aus der Kriegsmachinerie zu laufen.
Die Befriedung Afghanistans hat begonnen? Hoffen wir es für die einfachen Menschen auf der Straße.
Bei Rebellengruppen muss man immer fragen wer sie unterstützt. Je größer die Gruppe, desto unerlässlicher ist eine militärische und monetäre Unterstützung sowie ein sicheres Rückzugsgebiet (z.B. RAF-DDR, FARC-Venezuela, Rote Armee-Russland).
Es ist bekannt, dass Teile des pakistanischen Militärs, sowie des Geheimdienstes die Taliban direkt und indirekt unterstützen. Ich vermute, dass die Taliban mit ihrem Anschlag aufs Armeehauptquartier ihre Chance verspielt haben zum Status Quo vor der Besetzung des Swat Tals zurückzukehren. Die Unterstützer der Taliban in den Streitkräften werden sich zunehmend abwenden oder in Bedrägnis geraten. Wenn ein General etwas versteht, dann ist es eine Kriegserklärung. Ein Anschlag aufs Parlament hätte wohl keine so starke Reaktion hervorgerufen.
Bei Rebellengruppen muss man immer fragen wer sie unterstützt. Je größer die Gruppe, desto unerlässlicher ist eine militärische und monetäre Unterstützung sowie ein sicheres Rückzugsgebiet (z.B. RAF-DDR, FARC-Venezuela, Rote Armee-Russland).
Es ist bekannt, dass Teile des pakistanischen Militärs, sowie des Geheimdienstes die Taliban direkt und indirekt unterstützen. Ich vermute, dass die Taliban mit ihrem Anschlag aufs Armeehauptquartier ihre Chance verspielt haben zum Status Quo vor der Besetzung des Swat Tals zurückzukehren. Die Unterstützer der Taliban in den Streitkräften werden sich zunehmend abwenden oder in Bedrägnis geraten. Wenn ein General etwas versteht, dann ist es eine Kriegserklärung. Ein Anschlag aufs Parlament hätte wohl keine so starke Reaktion hervorgerufen.
Beim Bild fällt mir auf, dass "unsere Polizisten" in der Situation viel "militanter" aussehen würden.
Bei Rebellengruppen muss man immer fragen wer sie unterstützt. Je größer die Gruppe, desto unerlässlicher ist eine militärische und monetäre Unterstützung sowie ein sicheres Rückzugsgebiet (z.B. RAF-DDR, FARC-Venezuela, Rote Armee-Russland).
Es ist bekannt, dass Teile des pakistanischen Militärs, sowie des Geheimdienstes die Taliban direkt und indirekt unterstützen. Ich vermute, dass die Taliban mit ihrem Anschlag aufs Armeehauptquartier ihre Chance verspielt haben zum Status Quo vor der Besetzung des Swat Tals zurückzukehren. Die Unterstützer der Taliban in den Streitkräften werden sich zunehmend abwenden oder in Bedrägnis geraten. Wenn ein General etwas versteht, dann ist es eine Kriegserklärung. Ein Anschlag aufs Parlament hätte wohl keine so starke Reaktion hervorgerufen.
Wieso nur fromme Wünsche. Die pakistanische Armee würde sich sicher über einen Sprücheklopfer freuen.
Der Fussmarsch fürs Fernsehen der
Pakistan-Armee. Wieviel "Soldaten
mit rostigen Gewehren" stehen ihr
gegenüber? Nach meiner Berechnung
und Erfahrung in etwa 250 Taliban.
Hintergrund ist eine "Afghan-Paki"
Zusammenlegung der Kriegsstrategie
1 Milliarde $ zum Botschaft-Ausbau.
Heimliche Entwendung der PakiShells
als Nukleares Abrüstungsprogramm in
der Provinz Bunar durch Lugar/Kerry.
(Nunn hat die Sache im Mai begonnen)
U.S.-Erpressungen oder Verletzungen
der Souveränität Pakistans mit Geld
durch bedingte IMF-Kredite.
In Südwaziristan ein Höhlenbewohner
namens OBL ist ein U.S.-Vorwand, um
Hand auf Beluchistan zu legen. Dort
staute sich auf einer "provokanten"
Beluchistan-Routenwahl 100 km Nato-Nachschub
mit Benzin-Lastwagen & Panzertransportern
und Nahrungsmittel-Konvois. Meine These dazu: Der U.S.-Nachschub fährt absichtlich
einen Umweg über die Beluchistan-Tangente
und sucht Streit und einen Kriegsgrund.
Die U.S.-Strategie(Botschaftsausbau) gilt
in Pakistan als schmutziges Kriegsbeiwerk
und der U.S.-Botschafter als <>, der sich Osama Bin Laden
nach Süd-Waziristan zum Erdölraub wünscht.
Folgender Artikel widerspricht
den Vereinigten Staaten, dass
OBL in Waziristan's Umgebung
ist.
(
"US demands urgent action in Quetta"
von Baqir Sajjad Syed, in:[Dawn(auch
in Diktatur-Zensurzeiten mit offen),
Freitag, 2. Oktober, 2009)
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