Anschlag UN schließen Büros in Pakistan

Mindestens drei UN-Mitarbeiter sind bei einem Selbstmordanschlag in Islamabad getötet worden. Die Vereinten Nationen beenden deshalb ihre Arbeit in Pakistan.

Polizei in Pakistan steht nach dem Anschlag vor dem UN-Büro in Islamabad

Polizei in Pakistan steht nach dem Anschlag vor dem UN-Büro in Islamabad

Am Montagvormittag sind mindestens drei Mitarbeiter des Welternährungsprogramms WFP getötet und mehrere andere verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter im Büro der UN-Organisation in Islamabad in die Luft sprengte. Nach Angaben des WFP ist der Zustand von zwei der Verletzten noch kritisch.

Nach dem Anschlag haben die Vereinten Nationen (UN) ihre Arbeit in Pakistan zunächst eingestellt. Wegen des Sicherheitsrisikos für die UN-Beschäftigten seien alle Büros vor Ort vorübergehend geschlossen worden, sagte ein Sprecher der Organisation am Montag in Islamabad. Unklar ist, wann die Büros wieder öffnen.

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Derweil sprach der WFP-Vizedirektor den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. "Das ist eine schreckliche Tragödie für das WFP und die gesamte humanitäre Gemeinschaft in Pakistan", sagte Vizedirektor Amir Abdulla am WFP-Hauptsitz in Rom. Die Getöteten und Verletzten hätten "den Armen und Bedürftigen in Pakistan im Kampf gegen den Hunger beigestanden".

Das Welternährungsprogramm versorgt Millionen von Pakistanern mit Lebensmitteln. Es half zuletzt unter anderem bei Hilfslieferungen für die etwa zwei Millionen Vertriebenen im Swat-Tal. In der Region im Nordwesten der Hauptstadt hat die Armee im Frühjahr eine Offensive gegen Aufständische gestartet. Die Extremisten antworteten darauf in den vergangenen Tagen mit einer Anschlagsserie.

Nach ersten Ermittlungen hat sich der Attentäter mit rund sieben bis acht Kilogramm Sprengstoff im Empfang des WFP-Gebäudes in die Luft gesprengt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. In den vergangenen Tagen hatten nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC in Islamabad Gerüchte die Runde gemacht, radikal-islamische Taliban planten einen Anschlag in der Hauptstadt. Das pakistanische Militär bereitet derzeit eine neue Offensive gegen die Taliban in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan vor.

Das WFP-Büro liegt in einem stark bewachten Viertel Islamabads, in dem sich auch die Residenz von Präsident Asif Ali Zedari befindet. Die WFP beschäftigt dort rund 70 Angestellte. Bei den Toten soll es sich um einen Iraker und zwei Pakistanerinnen handeln. Einer der Verletzten schwebe noch in Lebensgefahr, hieß es im Krankenhaus, in das die Opfer gebracht wurden.

 
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